BOTANGO-Auszeit im Advent

Sonnenuntergänge in der Winterlandschaft genießen (c) IDM-Hannes Niederkofler (Hotel Botango)

Im ersten Easy-Going-Hotel in Südtirol, dem Hotel BOTANGO nahe Meran, weiß man, was gestresste Seelen in der Vorweihnachtszeit brauchen: ausschlafen, im SPA chillen, gut essen, sich verwöhnen lassen. Gut, dass sich das außergewöhnliche Hotel auf einen lockeren, lässigen Lifestyle spezialisiert hat. Ein B&B Hotel, um nach Lust und Laune zu genießen, so wie es gefällt: zwei Pools und ein Spa für die „Wellnessistas“, ein Langschläferfrühstück bis 11 Uhr, ein spannendes Interieur aus Alt und Neu, Alpin und Regenwald für die Design-Verliebten. Von 7 bis 23 Uhr sind die Pools geöffnet. Im großen Indoor-Pool ist es immer lauschig warm, das Wasser hat 29°C. Dort gibt es eine finnische Sauna, ein Dampfbad und ein kleines, feines Verwöhnprogramm mit Massagen und Beauty Treatments. Morgens starten Eilige mit einem schnellen Cappuccino und einem Croissant. Wer den Tag chillig angeht, der greift bei Overnight-Oats, Pancakes und Vitamin-Shots, Birchermüsli, Vollkornbrot, Obst, Eierspeisen und vielen Frühstücksklassikern zu. In der Pizzeria SEM im BOTANGO kommt die wohl beste Pizza weit und breit aus dem Steinofen. Pizza-Fans kosten sich durch Klassiker und spannende Varianten wie Schinken-Feige-Rucola oder Pflaume-Walnuss-Käse – Italien auf der Zunge. Zum Fine Dining geht’s ins Restaurant THEDL, ebenfalls direkt im BOTANGO. In lässig-eleganter Atmosphäre lassen sich Feinschmecker Schlutzkrapfen, Schüttelbrotbandnudeln, Knödel-Tris, Steak vom Laugenrind aus dem Ultental – viel Feines aus der Südtiroler Küche – schmecken. Der Advent hat viel zu bieten: Die Weihnachtsmärkte in der Umgebung. Das Auto bleibt dank Buscard stehen und müde Weihnachtsbummelbeine macht das BOTANGO SPA munter. Die Skifahrer kommen auf den Pisten von Meran2000 in Schwung. Genussskifahrer, Rodler und Snowboarder, Freestyler, Langläufer, Paragleiter, Skitourengeher und Schneeschuhwanderer erleben dort ihr ganz persönliches Winterglück. Das BOTANGO begrüßt den Winter auf seine Art: Eben noch im SPA entspannt und schon am Workplace Wichtiges erledigen, eben noch am Weihnachtsmarkt Süßes genascht, dann neue Leute an der Bar kennenlernen, eben noch eine Massage genossen, dann zum gemütlichen Abend in der Pizzeria, lecker schmausen, Batterien aufladen.

BOTANGO
I-39020 Partschins, Vinschgauer Straße 105
Tel. +39 0473 967128
E-Mail: info@bontango.it
www.botango.it

Lieblingsplatz für Herbsttage: Die Weinberge rund um Meran

Traumhafter Ausblick (Hotel Golserhof)

Wer im Herbst die Sonne und die Natur Südtirols genießen möchte, der kommt in das Hotel Golserhof****Superior in Dorf Tirol. 600 Kilometer Wanderwege und unendliche Natur zum Staunen umgeben das über den Dächern der Stadt gelegene Genussrefugium. Die Wanderführer des Golserhofs bringen ihre Gäste zu abgelegenen Almen, urigen Hütten, Kraftplätzen, rauschenden Wassern und stillen Seen. Wer gern mit dem Bike in die Berge aufbricht, schöpft bei 200 Kilometern Mountainbikewegen sowie Mountainbike- und E-Bike-Verleih im Golserhof aus dem Vollen.

Dort, wo im Herbst die Weinlese vonstattengeht, lassen sich Gäste des Golserhofs verwöhnen. In dem kleinen, mit viel Liebe zum Detail geführten Haus, leben Körper und Seele stilvoll auf. Viel Intimität und Privatsphäre machen den Urlaub unbeschwert. Seit zwölf Generationen ist der Golserhof in Familienbesitz, über 60 Jahre Gastfreundschaft zeigen sich in allen Winkeln. Zahlreiche Details und überraschende Feinheiten garantieren dafür, dass sich die Gäste vom ersten Moment an wohlfühlen. Schon das Ankommen mutet wie eine Rückkehr an. Eine Rückkehr zu sich selbst und zu vielen netten und fröhlichen Menschen. Neben den individuell gestalteten Zimmern und der innovativen Wellness- und Poolanlage lockt im Golserhof die neue Dachterrasse mit umwerfender 360-Grad-Aussicht: eine Aussichtsloge zwischen Obst- und Weingärten mit freiem Blick auf Meran und die Umgebung. Beste Qualität aus Küche und Keller verwöhnen den Gaumen. Die Südtiroler Küche und cucina italiana begegnen sich hier in der Spitzenklasse. Es wird gekocht, was rundum wächst und gedeiht. Die besten Weine Südtirols und eine schöne Auswahl italienischer Weine lagern im Weinkeller.

Hotel Golserhof****S
I-39019 Dorf Tirol/Südtirol, Aichweg 32
Tel.: +39/0473/92 32 94
E-Mail: info@golserhof.it
www.golserhof.it

Kafka und Meran – vor genau hundert Jahren

Im Jahre 1920 weilt der damals fast 37-jährige Franz Kafka von April bis Ende Juni in der Kurstadt Meran, um näheres über seine Tuberkulose zu erfahren. In dieser Zeit beginnt der Schriftsteller auch einen Briefaustausch mit der beinah 24-jährigen Milena Jesenská, seiner Übersetzerin und Geliebten. Eine kleine Sonderausstellung gibt es dazu seit dem 29. Mai 2020 in einigen restaurierten Räumen des Touriseums im schönen Schloss Trauthmannsdorf, bekannt wegen seiner wunderbaren Gärten.

Natürlich hatte auch der Luftkurort Meran im Jahre 1920 gerade den ersten Weltkrieg hinter sich und musste daher erstmal mit den schwerwiegenden politischen sowie wirtschaftlichen Folgen zurechtkommen. Besonders deshalb, weil Südtirol laut dem Vertrag von St. Germain-en-Laye von 1919 Italien zugesprochen wurde und eine neue politische Bewegung, welche die nächsten zwanzig Jahre das Land regieren würde, bereits im Aufmarsch war. So musste man sich damals auch in Meran der Kultur aus dem Süden öffnen. Und das nur 324 Meter über dem Meeresspiegel liegende Tiroler Städtchen wollte auch im neuen Staat Italien auf jeden Fall ein Luftkurort bleiben.

Pension Ottoburg

Viele berühmte Persönlichkeiten wie Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Christian Morgenstern, Clara Schuman oder Edvard Grieg waren genauso in Meran zu Gast. Doch der Aufenthalt Franz Kafkas war allein seinem Gesundheitszustand geschuldet. Ein nächtlicher Blutsturz bereits im Jahre 1917, die Erkrankung an der Spanischen Grippe, eine Lungenentzündung im Jahre 1918, einige wenig bringende Aufenthalte in anderen Kurorten brachten den im Jahre 1883 in Prag geborenen deutschsprachigen Schriftsteller schließlich auch nach Meran.

Briefe an Milena

Dessen Aufenthalt in Meran ist schon durch seine Korrespondenz belegbar. In einem Brief an Milena Jesenká vermerkt Kafka aus Meran-Untermais, wo er offenbar in der Pension Ottoburg logierte, Folgendes: “Liebe Frau Milena, von Prag schrieb ich Ihnen einen Zettel und dann von Meran. Antwort bekam ich keine.” Ein weiterer Brief des Schriftstellers an Milena Jessenská bekundet in seiner Frage am Ende vielleicht sogar etwas Sehnsucht: “Ist es schön bei Ihnen zuhause?” Und wieder deutet Kafka daraufhin, dass er in Meran-Untermais, Pension Ottoburg wohnt. Mehr über seine Eindrücke in Meran erzählt der Schriftsteller ausdrücklich in einem Absatz eines anderen Briefes: ”Ich lebe hier recht gut, mehr Sorgfalt könnte der sterbliche Leib kaum ertragen, der Balkon meines Zimmers ist in einen Garten eingesenkt, umwachsen, überwachsen von blühenden Sträuchern (merkwürdig ist die Vegetation hier, bei einem Wetter, bei dem in Prag fast die Pfützen gefrieren, öffnen sich vor meinem Balkon langsam die Blüten), dabei voll der Sonne ausgesetzt (oder allerdings den tiefbewölkten Himmel, wie seit fast einer Woche schon), Eidechsen und Vögel, ungleiche Paare, besuchen mich: Ich würde Ihnen Meran so sehr gönnen, Sie schrieben letzthin einmal vom Nicht-atmen-können, Bild und Sinn sind darin sehr nah und beides mag hier ein wenig leichter werden.” In den nächsten “Briefen an Milena” steht über Meran dann nichts Genaueres mehr. Das Verhältnis zwischen Franz Kafka und Milena Jessenská soll auch etwas schwierig gewesen sein.

Willy Haas schrieb 1952 in seinem Nachwort zu “Franz Kafka, Briefe an Milena”, erschienen im Fischer Taschenbuch-Verlag, Folgendes: “Der Übergang in seine leidenschaftliche Bindung lässt sich aus seinen Meraner Briefen 1920 verfolgen. (…) es ist eigentlich nur ein Augenblick – der Augenblick, in dem sich Kafka klar darüber wird, dass er nicht mehr frei in seinen Entschlüssen ist, dass er nicht von Meran über München oder eine andere Strecke nach Prag oder in ein böhmisches Bad zurückkehren kann, sondern über Wien, wie es Milena vom ihm verlangte, die dort in einer sich allmählich auflösenden Ehe lebte. Auch Kafka war nicht frei, seine Situation war der ihren nicht unähnlich, eine Verlobte wartete auf ihn in Prag, mit Hoffnung auf baldige Ehe, aber mit ebenso wenig Aussicht auf eine solche, wie vorher schon eine andere Verlobte, die wir nur als ‚die Berlinerin‘  kannten. Der einzige Unterschied: Beide Male – oder eigentlich dreimal, denn er war wohl zweimal mit demselben Mädchen verlobt, bedeutete der Bruch offenbar eine schwere Krise im Leben dieser Mädchen. Während Milenas Auflösung von ihrem Mann vermutlich ganz ohne jede Tragödie ausgegangen wäre, wie es einige Jahre später auch wirklich geschah.”

Es sind von Franz Kafka aber noch andere Briefinhalte erhalten geblieben, die uns auch nach einem Jahrhundert einige Einzelheiten über ihn selbst, seine Pension und seine Wirtin berichten. Und das ist durchaus interessant, weil Franz Kafka in Meran alles schätzte, außer der etwas fantasielosen Küche seiner Wirtin eben. Wir wissen, dass Kafka Veganer und als solcher daher im Essen ausgesprochen anspruchsvoll war.

Kafka als Aufhänger?

Die ganze Ausstellung, die eigentlich der Geschichte sowie touristischen Entwicklung der Stadt Meran und Südtirols gewidmet ist, hat im Grunde genommen über den Aufenthalt Franz Kafkas in der in Südtirol sogenannten Passerstadt (die Passer ist der Fluss, der aus dem Passeiertal kommt und auch Meran durchfließt, deshalb nennt man Meran die Passerstadt) außer dem Dutzend Briefe, vielleicht ein paar mehr, sonst wenig anzubieten. Es gibt nur noch einige historische Fotos, auf denen zum Beispiel auch die inzwischen nicht mehr existierende Pension Ottoburg abgebildet ist.

Für die so bedeutsamen Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts hat man den Schriftsteller Franz Kafka als Bezug nehmen wollen, ohne ihn vielleicht aber in diesem Kontext gebührend genug zu würdigen. Wahrscheinlich hatte man wenig Ausstellungsmaterial zur Verfügung, aber sicherlich hätte man den Aufenthalt Kafkas in Meran etwas aufwendiger und prunkvoller inszenieren können.

Besucht man nämlich die Ausstellung als Freund der deutschen Literatur, wird man schnell davon überzeugt, dass Franz Kafka in der insgesamten Ausstellung des Touriseums nicht viel mehr als eine berühmte Komparse ist. Ist das nicht eine Zumutung? Den Schriftsteller Franz Kafka beinahe nur als “Marketing-Aufhänger” für eine Ausstellung zu benutzen, die eigentlich Landesgeschichte und Tourismus vermischt, ist wie ein Stich mitten ins Herz! Für einen Freund der Literatur ganz sicher.

Diese Sonderausstellung über Kafka in Meran ist noch bis zum 5. Oktober 2020 zu sehen.

Südtiroler Landesmuseum für Tourismus
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