Take it easy – ein Sommertrip ins Südtiroler BOTANGO

Cocktail mit Erdbeere © Tobias Müller (Hotel Botango)

Nahe Meran boomt in dem Bed & Breakfast Hotel BOTANGO das dolce vita. Dorthin kommen Fans von smarten Design-Ideen und inspirierender Atmosphäre. Dort gehen Spaß, Genuss, Erholung und Arbeit Hand in Hand. Arbeit, weil jede Menge praktischer Workspace zur Verfügung steht und das einmalige Flair einem geradezu neue Ideen zufliegen lässt. Spaß, weil die Lage zur Stadt Meran und in die Berge viel zu bieten hat. Genuss, weil im BOTANGO die beste Pizza weit und breit (… und noch viel mehr) aus dem Ofen kommt. Mit viel Mut zu Neuem, mit viel Esprit und Ideen wurde eine Energiestation geschaffen, die all jene begeistert, die es gern unkompliziert haben. Neugierige lassen sich auf einen spannenden Mix aus Regenwald-Paradies, Community-Freiheiten, Signature-Gastronomie und New Work Plätzen ein.

Relaxen unter dem Bananenbaum

BOTANGO Gäste spüren die Sonne im Herzen und erleben die Inspiration Afrikas. Eine regenwaldähnliche Begrünung mit charakteristischen Bananenbäumen, edle Naturfarben und viel Weiß prägen das Ambiente. Ethno Look bringt Lebendigkeit ins Dasein. Die Innenhof-Terrasse mit Pool ist ein Lieblingsplatz – einfach das Luftsofa dorthin ziehen, wo es einem gefällt und einen entspannten Urlaubstag genießen. Im schlichten Design des BOTANGO-Indoor-Schwimmbads kommen Hotelgäste zur Ruhe. Von 7 bis 23 Uhr baden sie im 29 Grad warmen Wasser. Die gesamte Breite des Hallenbads ist raumhoch verglast und gibt den Blick auf den Outdoor-Pool und die Liegewiese frei. Die finnische Sauna ist neu, dazu kommen die Biosauna und das Dampfbad. Das BOTANGO bietet eine feine Auswahl an Treatments und Massagen – Afrika ist zu Gast in dem italienischen Treffpunkt für Design-Fans und Entdecker. Ein Interior Design, das sich in den Ländern der Welt mit den ältesten Kulturen umschaut, neue Impulse mit nach Hause bringt und diese in die Gewölbearchitektur integriert, ist einzigartig in Südtirol. Einheitliche Hotelzimmer waren gestern. Zwischen 18 und 60 m² sind die individuell eingerichteten Zimmer und Suiten groß.

Work better, not harder

Im BOTANGO wohnen auch Menschen, die beruflich unterwegs sind. Die neue Base für Arbeit, Genuss und Entspannung ist bestens vorbereitet: Langschläferfrühstück bis 11 Uhr, Pools und Saunen bis 23 Uhr, Pizzeria und Restaurant im Haus, dazu alles, was qualitatives Arbeiten fördert – von Highspeed WLAN bis hin zu Workplaces. Diese sind unterschiedlich groß und können für das zurückgezogene Arbeiten allein ebenso genutzt werden wie für Gespräche und Gruppenarbeiten. An der Rezeption gibt es Arbeitsmaterial kostenfrei zum Ausleihen: Notebook-Sofatablett, USB Lampe, … Für Workshops und Seminare stehen multifunktionelle Eventräume zur Verfügung. Raus aus dem Arbeitsalltag und der gewohnten Umgebung, ohne den Anschluss zu verlieren, die Perspektive wechseln und Me-Time mit Arbeiten kombinieren – das ist Lifestyle mit Freiheit à la BOTANGO.

Signature Gastronomie 

Ein schneller Cappuccino und ein Croissant – das gibt es natürlich im BOTANGO. Geliebt werden Günther und sein Team aber für das Langschläferfrühstück: Overnight-Owls, veganes Rührei und Vitamin-Shots werden ebenso täglich frisch zubereitet wie Birchermüsli, Vollkornbrot und viele Klassiker mehr. Für die Pizza in der Pizzeria SEM im BOTANGO würden manche sprichwörtlich sterben. Den Genuss erleben Pizzaliebhaber open air auf der grünen Terrasse oder im Restaurant. Im Restaurant THEDL im BOTANGO lassen sich Feinschmecker in schicker Atmosphäre Südtiroler Spezialitäten schmecken.

BOTANGO
I-39020 Partschins, Vinschgauer Straße 105
Tel. +39 0473 967128
E-Mail: info@bontango.it
www.botango.it

Kafka und Meran – vor genau hundert Jahren

Im Jahre 1920 weilt der damals fast 37-jährige Franz Kafka von April bis Ende Juni in der Kurstadt Meran, um näheres über seine Tuberkulose zu erfahren. In dieser Zeit beginnt der Schriftsteller auch einen Briefaustausch mit der beinah 24-jährigen Milena Jesenská, seiner Übersetzerin und Geliebten. Eine kleine Sonderausstellung gibt es dazu seit dem 29. Mai 2020 in einigen restaurierten Räumen des Touriseums im schönen Schloss Trauthmannsdorf, bekannt wegen seiner wunderbaren Gärten.

Natürlich hatte auch der Luftkurort Meran im Jahre 1920 gerade den ersten Weltkrieg hinter sich und musste daher erstmal mit den schwerwiegenden politischen sowie wirtschaftlichen Folgen zurechtkommen. Besonders deshalb, weil Südtirol laut dem Vertrag von St. Germain-en-Laye von 1919 Italien zugesprochen wurde und eine neue politische Bewegung, welche die nächsten zwanzig Jahre das Land regieren würde, bereits im Aufmarsch war. So musste man sich damals auch in Meran der Kultur aus dem Süden öffnen. Und das nur 324 Meter über dem Meeresspiegel liegende Tiroler Städtchen wollte auch im neuen Staat Italien auf jeden Fall ein Luftkurort bleiben.

Pension Ottoburg

Viele berühmte Persönlichkeiten wie Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Christian Morgenstern, Clara Schuman oder Edvard Grieg waren genauso in Meran zu Gast. Doch der Aufenthalt Franz Kafkas war allein seinem Gesundheitszustand geschuldet. Ein nächtlicher Blutsturz bereits im Jahre 1917, die Erkrankung an der Spanischen Grippe, eine Lungenentzündung im Jahre 1918, einige wenig bringende Aufenthalte in anderen Kurorten brachten den im Jahre 1883 in Prag geborenen deutschsprachigen Schriftsteller schließlich auch nach Meran.

Briefe an Milena

Dessen Aufenthalt in Meran ist schon durch seine Korrespondenz belegbar. In einem Brief an Milena Jesenká vermerkt Kafka aus Meran-Untermais, wo er offenbar in der Pension Ottoburg logierte, Folgendes: “Liebe Frau Milena, von Prag schrieb ich Ihnen einen Zettel und dann von Meran. Antwort bekam ich keine.” Ein weiterer Brief des Schriftstellers an Milena Jessenská bekundet in seiner Frage am Ende vielleicht sogar etwas Sehnsucht: “Ist es schön bei Ihnen zuhause?” Und wieder deutet Kafka daraufhin, dass er in Meran-Untermais, Pension Ottoburg wohnt. Mehr über seine Eindrücke in Meran erzählt der Schriftsteller ausdrücklich in einem Absatz eines anderen Briefes: ”Ich lebe hier recht gut, mehr Sorgfalt könnte der sterbliche Leib kaum ertragen, der Balkon meines Zimmers ist in einen Garten eingesenkt, umwachsen, überwachsen von blühenden Sträuchern (merkwürdig ist die Vegetation hier, bei einem Wetter, bei dem in Prag fast die Pfützen gefrieren, öffnen sich vor meinem Balkon langsam die Blüten), dabei voll der Sonne ausgesetzt (oder allerdings den tiefbewölkten Himmel, wie seit fast einer Woche schon), Eidechsen und Vögel, ungleiche Paare, besuchen mich: Ich würde Ihnen Meran so sehr gönnen, Sie schrieben letzthin einmal vom Nicht-atmen-können, Bild und Sinn sind darin sehr nah und beides mag hier ein wenig leichter werden.” In den nächsten “Briefen an Milena” steht über Meran dann nichts Genaueres mehr. Das Verhältnis zwischen Franz Kafka und Milena Jessenská soll auch etwas schwierig gewesen sein.

Willy Haas schrieb 1952 in seinem Nachwort zu “Franz Kafka, Briefe an Milena”, erschienen im Fischer Taschenbuch-Verlag, Folgendes: “Der Übergang in seine leidenschaftliche Bindung lässt sich aus seinen Meraner Briefen 1920 verfolgen. (…) es ist eigentlich nur ein Augenblick – der Augenblick, in dem sich Kafka klar darüber wird, dass er nicht mehr frei in seinen Entschlüssen ist, dass er nicht von Meran über München oder eine andere Strecke nach Prag oder in ein böhmisches Bad zurückkehren kann, sondern über Wien, wie es Milena vom ihm verlangte, die dort in einer sich allmählich auflösenden Ehe lebte. Auch Kafka war nicht frei, seine Situation war der ihren nicht unähnlich, eine Verlobte wartete auf ihn in Prag, mit Hoffnung auf baldige Ehe, aber mit ebenso wenig Aussicht auf eine solche, wie vorher schon eine andere Verlobte, die wir nur als ‚die Berlinerin‘  kannten. Der einzige Unterschied: Beide Male – oder eigentlich dreimal, denn er war wohl zweimal mit demselben Mädchen verlobt, bedeutete der Bruch offenbar eine schwere Krise im Leben dieser Mädchen. Während Milenas Auflösung von ihrem Mann vermutlich ganz ohne jede Tragödie ausgegangen wäre, wie es einige Jahre später auch wirklich geschah.”

Es sind von Franz Kafka aber noch andere Briefinhalte erhalten geblieben, die uns auch nach einem Jahrhundert einige Einzelheiten über ihn selbst, seine Pension und seine Wirtin berichten. Und das ist durchaus interessant, weil Franz Kafka in Meran alles schätzte, außer der etwas fantasielosen Küche seiner Wirtin eben. Wir wissen, dass Kafka Veganer und als solcher daher im Essen ausgesprochen anspruchsvoll war.

Kafka als Aufhänger?

Die ganze Ausstellung, die eigentlich der Geschichte sowie touristischen Entwicklung der Stadt Meran und Südtirols gewidmet ist, hat im Grunde genommen über den Aufenthalt Franz Kafkas in der in Südtirol sogenannten Passerstadt (die Passer ist der Fluss, der aus dem Passeiertal kommt und auch Meran durchfließt, deshalb nennt man Meran die Passerstadt) außer dem Dutzend Briefe, vielleicht ein paar mehr, sonst wenig anzubieten. Es gibt nur noch einige historische Fotos, auf denen zum Beispiel auch die inzwischen nicht mehr existierende Pension Ottoburg abgebildet ist.

Für die so bedeutsamen Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts hat man den Schriftsteller Franz Kafka als Bezug nehmen wollen, ohne ihn vielleicht aber in diesem Kontext gebührend genug zu würdigen. Wahrscheinlich hatte man wenig Ausstellungsmaterial zur Verfügung, aber sicherlich hätte man den Aufenthalt Kafkas in Meran etwas aufwendiger und prunkvoller inszenieren können.

Besucht man nämlich die Ausstellung als Freund der deutschen Literatur, wird man schnell davon überzeugt, dass Franz Kafka in der insgesamten Ausstellung des Touriseums nicht viel mehr als eine berühmte Komparse ist. Ist das nicht eine Zumutung? Den Schriftsteller Franz Kafka beinahe nur als “Marketing-Aufhänger” für eine Ausstellung zu benutzen, die eigentlich Landesgeschichte und Tourismus vermischt, ist wie ein Stich mitten ins Herz! Für einen Freund der Literatur ganz sicher.

Diese Sonderausstellung über Kafka in Meran ist noch bis zum 5. Oktober 2020 zu sehen.

Südtiroler Landesmuseum für Tourismus
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