Happy Family Sommer 2021 im alpina zillertal

Hotelaußenansicht mit Tipi und Kletterlandschaft (alpina zillertal)

Was Familien jetzt brauchen, ist neben Sonne und reiner Natur das gute Gefühl, wieder unbeschwerte Tage bei gastfreundlichen Menschen verbringen zu können. Im alpina zillertal, dem fünf Smiley-Kinderhotel am Eingang ins „sportlichste Tal der Alpen“, gelingt das besonders gut.

Eine weitläufige Hotelanlage mit Top-Infrastruktur und eine Gastfreundschaft, die fast alles möglich macht: Das ist die Urlaubs-Philosophie von Gastgeberfamilie Kobliha und ihrem 50-köpfigen Team, mit der das alpina zillertal****S family . lifestyle . kinderhotel Platz zwei unter den besten Familienhotels in Österreich erreichte, den Travellers‘ Choice Award 2020 auf TripAdvisor und 97 Prozent Weiterempfehlungen auf HolidayCheck (5,9 von 6 Punkten).

Was Kinder wollen – und Eltern brauchen

Was den Urlaub so (ent-)spannend für Kinder und Eltern macht, ist die Aussicht auf Freizeit – für jeden einzelnen. Denn für die kleinen Lieblinge wird an sieben Tagen pro Woche professionelle Kinderbetreuung in altersgerechten Gruppen organsiert. Das macht in Summe 84 Wochenstunden, an denen immer jemand für den Nachwuchs da ist. 4.000 m2 groß und mit allem ausgestattet, was Kindern Freude macht, ist die Family-Erlebniswelt drinnen und draußen. Vor der Haustür liegen ein Erlebnisspielplatz, ein Fußballfeld, ein BMX- und E-Trail und ein Tipi-Zelt. Kleine Tierliebhaber zieht es zum Streichelzoo und zur Koppel mit den Ponys. Die Teens, die schon längst wieder mehr Kontakt zu Gleichaltrigen und Abwechslung brauchen, treffen sich in der neuen Teenie Lounge mit Play Factory, Bowling, Billard, Tischtennis, Tischfußball und Flipper. Für die Eltern ergeben sich daraus weitreichende Zeitfenster für den Genuss zu zweit und für das exklusive Penthouse Spa im fünften Stock, das für „adults only“ reserviert ist. Der Wasserspaß mit In- und Outdoorpool für die ganze Familie zieht sich in Woody’s Activity über zwei Etagen. Ein Tipp ist außerdem die nahe gelegene Zillertaler Erlebnistherme, die für alpina-Gäste täglich zwei Stunden kostenlos ist.

Rundum versorgt, von früh bis spät

Eltern wissen aus eigener Erfahrung: Sind die Kinder hungrig, geht gar nichts mehr. Da ist schnell Energienachschub nötig – und den gibt es im alpina zillertal den ganzen Tag, auf Basis hochwertiger Lebensmittel aus der Region. Das Team um Küchen- und Juniorchef Markus Kobliha stillt den großen und kleinen Hunger „Alles inklusive alkoholfrei“. Das alpina zillertal offeriert nicht nur ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und ein tägliches Wahlmenü- oder Buffet-Dinner mit österreichischen und mediterranen Schmankerln, Pizza aus dem Steinofen oder asiatischen Spezialitäten. Für die kleinen Feinschmecker gibt es außerdem ein eigenes Kinderbuffet, für die Kleinsten eine große Auswahl an Hipp Gläschen und Babynahrung. Auf Wunsch wird auch vegetarisch, gluten-, laktose- und fruktosefrei gekocht. Und untertags muss auch auf ein Mittagessen, ein Nachmittagsbuffet und den Nachmittags-Lightsnack nicht verzichtet werden, damit niemand hungrig bleibt. Ein Tipp für die Eltern ist der Schauweinkeller „Vino“, in dem das umfassende Sortiment aus verschiedenen Ländern verkostet wird – oder zum Tagesausklang ein Glas Zillertaler Gin. Rundum zufrieden sind alpina-Gäste auch mit ihren bis zu 105 m2 großen Wohneinheiten, darunter Zirben-FamilySuiten, Baumhaus- und Panorama-Suiten. In allen Zimmern gibt es eine individuell regulierbare Soft-Klimaanlage. Ein neuer Lift macht die Zimmer im Stammhaus stufenlos erreichbar.

alpina zillertal family . lifestyle . kinderhotel
Pankrazbergstraße 32
6263 Fügen
Tel.: +43/(0)5288/62030
E-Mail: info@alpina-zillertal.at
www.alpina-zillertal.at

Urlaub neu gedacht: Im Juli 2021 eröffnet in Schladming das spannende HOTEL WEIDEN

Visualisierung (c)Zuchna (Apart & Suiten Hotel Weiden)

In Schladming, am Hochplateau Rohrmoos, umgeben von Weiden und Weitblicken, bekommt die Auszeit für das „Ich“ ein neues Zuhause. Das neue HOTEL WEIDEN bietet großzügiges und hochwertiges Wohnen in Apartments und Suiten. In Privatsphäre entspannen – im modern-lässigen Apartment oder in der frischen Suite – ist begleitet vom Service eines Vier-Sterne-Hotels. Ein innovatives Kulinarik-Konzept und eine Rezeption für persönliche Beratung und Concierge-Service gibt es in dem Apart & Suiten HOTEL WEIDEN ebenso wie einen entspannenden Wellnessbereich und einen top Fitnessraum sowie einen beheizten Außen-Pool und einen Kinderspielraum.

Flexibel und frei, so soll sich der Gast in dem neuen Haus von Familie Niederl fühlen. Beim großflächigen, luftigen Wohnen ist an alles gedacht: Gemütlichkeit durch reduzierte, natürliche Materialien, hochwertige Betten, perfekt ausgestattete Küchen mit allen Details, ein kommunikativer Esstischbereich, sogenannte „Weideflächen“ – traumhafte Kuscheloasen mit vielen Polstern und freier Sicht vor großen Glasfronten zum Tagträumen. Der Feinschmecker bleibt kulinarisch ungebunden. Egal ob beim Frühstücksbuffet vom Allerfeinsten mit TCM Bereich im „Tante-Emma-Laden-Style“ oder bei der abendlichen Smart Kitchen – man entscheidet täglich aufs Neue, ob man die Kulinarik im Hotel genießen möchte. Oder, ob man doch lieber mal selber den Kochlöffel im eigenen Apartment schwingt oder zwischendurch im Tagescafé vorbeischaut – ganz easy und nach Lust und Laune.

Man darf gespannt sein: Das HOTEL WEIDEN wird noch viel mehr sein als ein Hotel. Das Apart- und Suiten Hotel fungiert auch als Gesundheitshaus „light“ und Bildungshaus mit Kochschule, Workshops, Ernährungsberatung, Kräuterwissen, Vorträgen und Lebensstil-Inputs aus den Bereichen der TCM (traditionell chinesische Medizin) und TEM (traditionell europäische Medizin). 

Draußen sein, um drinnen anzukommen …

… ist das Motto im HOTEL WEIDEN. Dafür liegt das neue Haus perfekt. Erholungsuchende und Sportbegeisterte finden hier ihre neue Home Base für Aktivitäten in der Natur und am Berg. Mit rund 1.000 Kilometern Wanderwegen, ebenso vielen Mountainbike-Routen und 22 Klettersteigen führen alle Wege in die Natur. Über 50 bewirtschaftete Almen sind den ganzen Sommer über Anlaufstellen für die hungrigen Bergluft-Schnupperer. Und Action: Von der größten Seil-Gleitfluganlage der Alpen, der Zipline Stoderzinken, auf der es mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 115 Stundenkilometern talwärts geht, über Aktivitäten wie Rafting, Canyoning oder Paragleiten bis hin zu rasanten Abfahrten mit einem Sommerschlitten oder einem Mountain Gokart ist in der Region rund um das HOTEL WEIDEN der Adrenalinkick nicht weit. Kleine Mountainbiker lieben die Junior Trails auf der Planai. Die Kids haben ihre Freude bei der Kindertischlerei, im Hopsiland Planai, am Kinderklettersteig und bei vielen Attraktionen mehr.

Slow down mit nQi

Gastgeberin Nadja Niederl hat ihre Kompetenz aus den Bereichen der TCM und TEM zur eigenen Selfness-Marke und Gesundheitslinie gemacht. Dafür steht „nQi“. Vielseitige und nachhaltige Angebote zum Thema Gesundheit und Prävention wurden konzipiert, um dem „Ich“ längerfristig bzw. dauerhaft Gutes zu tun. nQi steht für sinnvoll und erholsam urlauben, für Kräuterwissen, Kochworkshops und TCM Ernährungsberatung, für Fasten, Yoga, Bewegung in der Natur, ein Buch lesen, ein gutes Gespräch führen, Malen, Zeit für den Partner haben, … – kurzum, für Inputs, die Großes bewirken können, und für bereichernde Lebensstilveränderungen, die bleiben.

Im Juli 2021 geht es los: Ein neuer Ort der Regeneration, des Wissens und des Loslassens in der Urlaubsregion Schladming-Dachstein öffnet seine Türen. Weniger ist mehr: Das Apart & Suiten HOTEL WEIDEN überzeugt mit „Qualität vor Quantität“. Nur 34 Zimmer bietet das kleine, feine und charmante Hotel. „Alles was wir brauchen ist weniger“, ist der Leitgedanke der innovativen Gastgeber.

Das neue HOTEL WEIDEN: Urlaub neu gedacht
Apartment-Living und 4-Sterne-Hotel Service genießen
34 lässige Suiten & serviced Apartments vom “smart living” mit 30 m² bis “over the top living” mit 90 m²
Frühstück at its best (auch à la carte)
Tagescafé
“Gabeln & Schöpfen” smart kitchen concept (auch für take away ins Apartment)
55 m² Mixed-Use-Room für Yoga, Qigong, Workshops, Vorträge, lesen, ….
Feiner Wellnessbereich mit beheiztem Pool
Best for wandern, biken, …. Naturerlebnisse im Sommer
Best for Ski & Ski out, Langlaufen, Winterwandern, …
Fitnessraum
Gesundheitshaus “light” mit eigener Gesundheitslinie von Gastgeberin Nadja
TCM & TEM Selfness
Kochschule & Kräuterwerkstatt
Fasten, Destress, Retreat, Yoga, Angebote für das ICH

Apart & Suiten Hotel Weiden
Familie Nadja & Georg Niederl
A-8971 Schladming, Schwaigerweg 135
Tel.: +43 3687 61455
E-Mail: hello@hotelweiden.com
www.meinweiden.com

Hitverdächtig: 1 Million Views für Herrn Gorfion

Herr Gorfion mit Kindern (Hotel Gorfion Familotel)

Der YouTube-Senkrechtstarter Herr Gorfion lebt im Gorfion Familotel Liechtenstein. Das mausestarke Maskottchen des vielfach ausgezeichneten Familienhotels ist der unumstrittene Liebling der Kinder. In seinem Happy-Club im Hotel geht es jeden Tag munter und lustig zu. Eines kann der Mäuserich besonders gut: singen und tanzen. Ein Klick auf youtube zeigt, dass Herr Gorfion sogar einen eigenen Song hat und bereits ein echter Star geworden ist. 1 Million Views für den Gorfion-Song – wenn das kein Hit ist! Die erfolgreiche Kinderbuchautorin Ingrid Hofer hat den mitreißenden Song geschrieben und den süßen Text dazu verfasst. Viele kennen Ingrid Hofer als Erfinderin der Kinderlieder und Kindergeschichten rund um Teddy Eddy und seine freche Freundin Kim. Mit dem Gorfion-Song haben sie und Herr Gorfion einen YouTube-Hit gelandet. Kids von nah und fern – und natürlich die kleinen Urlauber im Hotel Gorfion – singen den Text munter rauf und runter und haben ihre wahre Freude, zu dem coolen Rhythmus zu shaken und zu tanzen: „Herr Gorfion liebt Apfelstrudel und Raclette, legt Gutenachtgeschichten dir ans Bett …“, die Kinderwelt im Familotel Gorfion ist in Ordnung. Wo die Kinder glücklich sind, entspannen die Eltern. Dank großzügiger Kinderbetreuungszeiten finden im Hotel Gorfion auch Mama und Papa ihren Freiraum.

Familiensuite (Hotel Gorfion Familotel)

Am 19. Juni 2021 eröffnen pünktlich für den Sommerurlaub neue Naturholzsuiten. In den schönen Wohnwelten, die wunderbar nach Holz duften, finden zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder viel stylischen Raum und Komfort. Umgeben von einem gesunden, wohltuenden Raumklima finden Groß und Klein viel Platz und Annehmlichkeiten, um es sich im Urlaub so richtig gutgehen zu lassen. Im Wohnschlafraum mit Boxspringbett, Doppelschlafcouch und Sitzecke entfalten sich die Eltern und kommt die Familie zusammen, im Kinderzimmer träumen die Kids im Etagenbett mit Rausfallschutz oder im Gitterbettchen von ihren Ferienabenteuern. Damit sich Familien rundum wohlfühlen, verschwindet das Urlaubsgepäck praktisch in einem großzügigen Schrankraum. Die Lifestyle-Bäder mit Regenduschen erfüllen höchste Standards. Vom Sat-TV im Eltern- und Kinderschlafzimmer bis zum VPN-geeigneten, schnellen WLAN ist die technische Ausstattung am letzten Stand der Dinge. Am privaten Balkon der Suite lassen Familien die Seele baumeln. Wie vom Hotel Gorfion gewohnt, sind auch die neuen Suiten perfekt für Babys ausgestattet. Vom Wickeltisch bis zum Windeleimer, vom Fläschchenwärmer bis zur Babybadewanne und zum Babybett fehlt es an nichts. Im Gorfion Familotel Liechtenstein dürfen Kinder noch Kinder sein und Eltern finden Zeit für sich. Schon die Babys – und natürlich die Kids – werden im Happy-Club täglich den ganzen Tag über liebevoll betreut. Direkt vom Hotel geht es hinaus in die Natur, in das Wander- und Bikegebiet. Mit Wellness und Gourmetküche auf Haubenniveau zeigt sich das Hotel Gorfion von seiner exklusiven Seite, mit einer großartigen In- und Outdoor-Kinderwelt von der verspielten. Wie singt Herr Gorfion? „Die Murmeltiere mag er sehr, doch die Kinderwelt noch mehr …“.

Gorfion Familotel Liechtenstein
FL-9497 Triesenberg, Stubistrasse 8, Malbun
Tel.: +423 265 90 22
E-Mail: info@gorfion.li
www.gorfion.li

Familie und Kindheit in Zeiten von Wandel und Strukturverlust

Buchcover

Familien- und Erziehungsforschung sind in den letzten Jahrzehnten zu  breit angelegten Disziplinen geworden, in denen psychologische, soziologische und anthropologische Forschungsstränge zusammenlaufen. Ebenso sind Theorie und Praxis eng miteinander verbunden, was für die Wissenschaften nicht selbstverständlich ist. Das 20. Jahrhundert, das Ellen Key als das „Jahrhundert des Kindes” bezeichnete, brachte nicht nur einige Neuerungen, sondern wichtige Arbeiten zu diesem Gebiet hervor, darunter  W. Goodsells  „A History of the Family as a Social and Educational Institution“ (New York, 1915) und H. Schelskys „Wandlungen der deutschen Familie in der Gegenwart“ (Stuttgart, 1967). Geradezu revolutionäre Ansätze gingen aus der Mentalitätsgeschichte nach Philippe Ariès und Lloyd deMause hervor, die in ihren unterschiedlichen Standortbestimmungen heute noch reichlich Stoff für Auseinandersetzung bieten. Der sogenannte psychogenetische Ansatz der Eltern-Kind-Beziehungen von deMause zog erhebliche Perspektivenwechsel nach sich, und mit der 1974 gegründeten Zeitschrift „History of Childhood Quarterly“ begann  eine neue Epoche der Familien- und Erziehungsforschung. Der vorliegende Band schließt insofern an diese an, als dass er sich als bio-psycho-soziale Fundierung versteht.

Das erste Kapitel stellt das Projekt Cross-National Collaboration in the Study of Parenting and Child Adjustment vor, eine neun Länder umfassende Langzeitstudie zu Elternschaft und kindlicher Entwicklung unter der Leitung von Ann T. Skinner, Duke University, USA, die zahlreiche internationale Wissenschaftler begleiten. Die Zusammenhänge von Elternschaft und Kindesentwicklung in internationalem Vergleich tragen erheblich zum Verständnis des menschlichen Sozialisationsprozesses bei.

Das zweite Kapitel, Parenting in Psycho-Social Medicine: Analyzing the Basics, Applications, and Challenges, behandelt  Elternschaft und frühkindliche Sozialisation aus Sicht der psycho-sozialen Medizin, in deren Rahmen in Deutschland Interventionsprogramme entwickelt wurden, die auf Forschungsergebnisse in erster Linie aus Psychoanalyse und Säuglingsforschung zurückgehen. Diese Ansätze reichen von bindungs- und beziehungsorientierten Elternkursen über erziehungspraktische Seminare bis hin zu entwicklungspädiatrischer Intervention und zu vorgeburtlicher Selbsterfahrung für Mütter. Jenseits individueller Förderung stellt sich gleichzeitig die Frage, ob gerade in hochindustrialisierten Ländern eine stärkere Betonung kollektiver Maßnahmen nötig ist, um die schwierige gesellschaftliche Entwicklung insbesondere der letzten zwei Jahrzehnte aufzufangen.

Im dritten Kapitel, Child-Rearing Attitudes and Practices in China, erörtern Vivien Yiu, Jinsol Lee, Jung Hwa Choi und Xinyin Chen von der University of Pennsylvania, USA, die Rolle der chinesischen Kultur in Bezug auf die Prägung elterlicher Einstellungen; sie untersuchen hierbei spezifische Erziehungsziele und -praktiken wie z.B. die Ausrichtung auf Autonomie, auf akademische Ausbildung, oder auf emotionale Bildung, und deren Zusammenhänge mit der Kindesentwicklung. Da kulturelle Normen und Wertvorstellungen elterliche Erziehungsziele und -praktiken  beeinflussen, prägen sie auch die psychische Entwicklung des Kindes. Hinzu kommt, dass auch in China westliche Einflüsse sozialen Wandel ausgelöst haben, der in unterschiedlichen Subgruppen unterschiedliche Ausprägung gefunden hat.

Andreas Schick, langjähriger Präventionsforscher und Gründer des Heidelberger Präventionszentrum (HPZ), stellt im vierten Kapitel die internationalen Evaluationsergebnisse eines der am intensivsten beforschten und am häufigsten genutzten Gewaltpräventionsprogramme vor. Second Step Violence Prevention and its European Versions behandelt ´Second Step´, dessen deutsche Version ´Faustlos´ seit Jahren erfolgreich im deutschsprachigen Raum eingesetzt wird. Die Förderung pro-sozialen Verhaltens wird dabei bereits im Kindergarten systematisch ermöglicht. Ein Überblick über das bio-psycho-soziale Modell der klinischen Psychologie erweitert den Blick auf die Faktoren destruktiv- aggressiven Verhaltens. Dabei wird deutlich, wie die ganze Bandbreite von Entwicklungs- und auslösenden Faktoren zu Sozialisation beiträgt und Präventionsprogramme die Entwicklung von Gewalt eindämmen können.

Die japanischen Forscher Rie Wakimizu und Hiroshi Fujioka beleuchten im fünften Kapitel, Characteristics of Child-Rearing in Japanese Families and Findings of the Positive Parenting Program (Triple P) in Japan, den gesellschaftlichen Wandel in Japan, der sich in sinkenden Geburtenraten und immer kleiner werdenden Familien niedergeschlagen hat. So steigt bspw. die Gefahr von Kindesmissbrauch entlang des Trends zur Kernfamilie ebenso wie die Zahl diagnostizierter Depressionen. Die Verfasser der Faculty of Medicine at University of Tsukuba und der Ibaraki Prefectural University of Health Sciences, Japan, halten eine bevölkerungsorientierte Interventionspolitik, die auf gefährdete Eltern und Familien ausgerichtet ist, für dringend erforderlich und weisen auch auf die Möglichkeiten des Positive Parenting Program (Triple P) hin, einem auch in Deutschland verbreiteten Elternprogramm.

Kapitel 6 beleuchtet gesellschaftlichen Wandel aus einer etwas anderen Perspektive. Esin Kumlu zeichnet in Falling from Grace: Analyzing the Landscape of Depression in „Prozac Nation“ and „The Last Yankee“ den Prozess postmoderner Fragmentierung bei Elizabeth Wurtzel und Arthur Miller nach. Wurtzel hat mit „Prozac Nation” eine Mischung aus Autobiographie und Soziogramm vorgelegt, die thematische Anknüpfungspunkte zu Arthur Millers Drama „The Last Yankee“ aufweist. Diese liegen in der historischen Bestandsaufnahme von Gesellschaft, Geschlecht und Rolle – und damit insbesondere der Themen von Mutterschaft und Familie. Die an der Dokuz Eylül Universität in Izmir, Türkei, lehrende Verfasserin greift Depression als Schlüsselbegriff auf, der den psychologischen Grundzustand  im ausgehenden 20. Jahrhundert definiert. Depression und Wahnsinn können zumal nicht nur als Resultat gesellschaftlicher Entwicklung verstanden werden, sondern als kulturelle Konstruktion des Abseitigen, das jedoch integraler Bestandteil der postmodernen Gesellschaft ist.

Im zweihundertsten Geburtsjahr von Henry David Thoreau ist die amerikanische Idee, die eigenen Potenziale zu nutzen, aktueller denn je. Dass dies mit Problemen einhergeht, ist angesichts enormer globaler Herausforderungen gewiss deutlich. Weniger deutlich dürfte sein, dass Potenziale in unterschiedlichen Lebensbereichen liegen können. In Kapitel 7 wird daher Emancipation as an Educational Issue in the Early Republic untersucht, und zwar anhand weiblicher Autorenperspektiven über Erziehungsziele und Sozialisationsvorstellungen. Obwohl weit entfernt von postmodernen Verhältnissen heutiger Zeit, zeigten sich die gesellschaftlichen Umbrüche in den Vereinigten Staaten des 19. Jahrhunderts kaum minder dramatisch. Dass emanzipatorische Ansätze zu jener Zeit eine erhebliche Rolle spielten, lässt sich den Schriften der Frühen Republik entnehmen. Dabei kam Frauen eine entscheidende Rolle zu; dies sowohl in der Verschriftlichung publikumswirksamer Themen als auch in der Neugestaltung ihres gesellschaftlichen Standpunktes.

In Kapitel 8 untersucht Johanna Schacht, Internationale Studiengemeinschaft für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin, den Beitrag von Otto Gross zur psychoanalytischen Theoriebildung sowie dessen wenig bekannten kulturellen Einfluss. Otto Gross, Original Sin and Psychoanalysis öffnet den Blick auf menschliche Sexualität und deren lange Geschichte der Unterdrückung, deren Opfer in erster Linie Frauen waren. Das Konzept der Erbsünde im Christentum dürfte im Rahmen der Trennung der Geschlechter mit den Themen Schuld, Scham und Schande aufs Engste verknüpft sein. Eine patriarchatskritische Lesart trägt erheblich zur Relativierung dieser Sichtweise bei, vor allem aber kann sie zu neuen Konzeptionen führen, die im 20. Jahrhundert bereits ein gutes Stück gegangen wurden, gewiss aber breiterer gesellschaftlicher Fundierung bedürfen.

Ludwig Janus erweitert im letzten Kapitel, Thoughts on Some Basic Assumptions of Psychoanalysis, die Perspektive nochmals um einige Aspekte des menschlichen Sozialisationsprozesses. Betrachtet man die psychoanalytische Theoriebildung und die Bindungs- und Säuglingsforschung in Zusammenschau mit Erkenntnissen der pränatalen Psychologie und der Psycho-Neuroendokrinologie, lässt sich konstatieren, dass manche Aspekte der menschlichen Entwicklung unterschätzt wurden. Die Historizität, also die Epochenbedingtheit mancher Konzeptionen fällt auf. Das Verfallsdatum wissenschaftlicher Erkenntnisse wird in Wissenschaft und Gesellschaft wenig diskutiert – was Konsequenzen auch auf die Vorstellungen von Familie, Sozialisation und Erziehung hat. Das Kapitel beleuchtet diese Dynamik und zeigt somit mögliche zukünftige Denkrichtungen auf.

In der Zusammenschau aktueller und historischer Perspektiven zeigt sich die Palette der Praktiken, Vorstellungen und kulturellen Unterschiede als maßgebliche Faktoren menschlichen Handelns. Familien- und Erziehungsforschung hat also viel zu bieten. Der in der Reihe „Family Issues of the 21st Century” erschienene Band knüpft an zahlreiche  Aspekte zur Sozialisationsforschung an und will einen weiteren Beitrag zum Verständnis menschlichen Handelns leisten. Der englischsprachige Band richtet sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Laien.

„Child-Rearing: Practices, Attitudes and Cultural Differences”, Götz Egloff (ed.). Nova Science, New York 2017. 242 pages, $ 95