„Eidelstedter Farbpinsel“ – ein Raum für Kreativität

Christa Kromeier: Frühlingswache

„Die graue, herzlose Welt müsste behübscht werden. Ein menschlicher, freundlicher, heiterer Geist soll einziehen in die Wohnungen, die Häuser und in die Spitäler“, sagte einer, der in der bildenden Kunst im 20. Jahrhundert etwas Besonderes geschaffen hat. Viele haben seine Größe zu Beginn nur zögernd erkannt. War er trotz seiner Genialität dennoch ein Querulant? Nein! Er zeigte, wie es in der Welt interessanter und ästhetischer zugehen kann. Er war der Künstler, der am stärksten auf das Lebensumfeld der Menschen gewirkt hat, und zwar nicht nur in den Galerien, sondern auch im tagtäglichen Leben. Er hat alle ermutigt, sich aus den Fenstern hinauszulehnen und die Außenwände um die Fenster herum mit kräftigen Farben zu bemalten, zu „behübschen“. Dieser österreichische Künstler heißt Friedensreich Hundertwasser (1928-2000).

Er lebte, wirkte und handelte eigentlich im Sinne des deutschen Aktionskünstlers Joseph Heinrich Beuys (19211986), der alle Zeitgenossen ermutigte: „Jeder ist ein Künstler“. Beide großartigen Künstler sprachen das Individuum an, sein kreatives Potenzial zu entwickeln, Hemmungen abzuschütteln und sich schöpferisch zu betätigen.

Kreatives Potenzial entwickeln und Hemmungen abschütteln

Diese Ideen versuchten und versuchen die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer im Eidelstedter Bürgerhaus seit etwa 15 Jahren zu verwirklichen bzw. sich diesen Ideen zu nähern. Mit ihren selbst angefertigten Zeichnungen und gemalten Gemälden „behübschen“ sie ihre Wohnungen, aber auch ihre Arbeitsbereiche, also Räume überall dort, wo sie leben, lieben oder arbeiten. Sie treffen sich wöchentlich einmal im „Kreativraum“ des Bürgerhauses.

Britta Nürnberger: Frauen

Den Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern sind die Sitzungen kreative Anlässe, in denen sie im Team Bildideen entwickeln, sich austauschen und sich im Bereich Kunst weiterentwickeln. Hier können sie sich ihrer Leidenschaft hingeben. Sie sind Hausfreuen, Mütter, Väter, Büroangestellte etc.: Es sind Bürger wie du und ich.

Vom Bleistift bis zum Spektrum der Farben

Während der ersten Stunden lernt man den Umgang mit dem Bleistift kennen, dabei ist das ständige Greifen nach dem Radiergummi verpönt. Danach geht die Einführung in der Bildgestaltung mit Pinsel und Farben weiter. Ein wichtiger Bestandteil der Schulung ist auch die Perspektiv-, Kompositions- und Farbenlehre. Die Entwicklung der Fertigkeiten kommt nicht selten überraschend schnell voran. Einige ergriffen Bleistift und Pinsel erst vor Kurzem und gestalten bereits von Woche zu Woche ihre Bilder in Acryl, Aquarell oder Öl auf Bütten-Papier oder Leinen. Es macht ihnen Riesenspaß, ihre Gedanken und Emotionen in diversen Gemälden in zwei Dimensionen eigenhändig zu visualisieren.

Eva-Maria Lorenz: Tulpengruß

„Ich habe gar nicht gewusst, dass ich das kann“, äußern sich einige überrascht nach der Malstunde und freuen sich über ihr eigenes Gemälde. Durch die maltechnische Schulung und langjährige Praxis kann die Malgruppe ein ansehnliches Niveau bereits aufweisen.

Welche Themenkreise werden auf Malblock oder Leinen gebracht? Ihre beliebten Motive sind Stillleben, abstrakte Gemälde und Landschaftsbilder, wie z. B. die Alster, Elbe, der Hafen, die Speicherstadt, diverse Gebäude der Hansestadt Hamburg und/oder frequentierte Plätze, Straßen, Kirchen der direkten Umgebung in Eidelstedt. Am häufigsten werden dazu Vorlagen verwendet, wie z. B. Fotos sowie Bilder aus Zeitungen und Magazinen. Im Sommer malt man „en plein air“, direkt vor Ort in der Natur, wo die Herausforderung bei ‚Wind und Wetter‘ erheblich größer als in einem Atelier ist.

Die Kenntniserweiterung wird auch durch Projektaufgaben gefördert, in denen die wichtigsten Perioden der Kunstgeschichte besprochen werden. Der Lehrgang beschäftigt sich mit Maltechniken, Form- und Farbenwelten weltbekannter Künstler wie dem niederländischen Maler Vincent van Gogh, dem norwegischen Künstler Edvard Munch oder dem deutschen Expressionisten Emil Nolde usw.

Die Ausstellungen sind das Salz in der Suppe

Diese Bildpräsentationen finden in öffentlichen Gebäuden statt, wie in Kirchen, Altenheimen, Rat- und Bürgerhäusern, Bücherhallen etc. Die Vernissagen sind für die breite Öffentlichkeit gedacht, wo die örtliche Presse unser ständiger Begleiter ist. Diese Feierlichkeiten werden professionell mit Laudatio, literarischen Beiträgen und Musikspektakeln gestaltet. Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer haben sich in den letzteren Jahren als ‚Eidelstedter Farbpinsel‘ einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet.

Beatrice Funck: Schattenraum

Besonders erwähnenswert sind außerdem die sozialen Kontakte innerhalb der Gruppe, die durch Telefon, E-Mail, Facebook, Handy und persönliche Treffen außerhalb der Sitzungen fortlaufend gepflegt werden. Bei alleinstehenden Malerinnen und Malern gewannen diese sozialen Ereignisse eine bedeutende Relevanz. Wir lassen niemanden einsam sein. Eben diesen seit Jahren funktionierenden Verbindungen ist es zu verdanken, dass eine Ausstellung während der Corona-Epidemie (Mai-Juni 2021) im Albertinen-Haus Hamburg vor ein paar Tagen schnell zu organisieren war, obwohl die Sitzungen fürs Malen ca. seit einem Jahr vollständig pausieren. Somit hat die Gruppe dazu beigetragen, den Bewohnern des Alten- und Pflegeheimes die Monotonie des Alltags während der Corona-Pandemie durch die Ausstellung „Form- und Farbenvielfalt“ erträglicher zu gestalten. So leisten die mit viel Enthusiasmus gemalten Bilder einen intellektuellen, emotionalen, psychologischen und kulturellen Dienst nicht nur für die Malerinnen selbst, sondern darüber hinaus für andere Menschen. Die Gemälde sind dort bis 31. Juni 2021 zu sehen. Die Ausstellerinnen sind Ute Bantin, Hanne Bey, Siegrit Herz, Monica Ehrig, Beatrice Funck, Christa Kromeier, Eva-Maria Lorenz, Britta Nürnberger und Elfi Riemenschneider.

Das Zuhause des ‚Eidelstedter Farbpinsels‘ befindet sich im Bürgerhaus in der Alten Elbgaustraße 12 in Eidelstedt. Dieses geschichtsträchtige Gebäude hat eine lange Geschichte und steht vor einer neuen Zukunft. Es wurde 1887 als Schule gebaut, die Alliierten zerstörten es durch Bombenangriffe 1943, dann diente es bis 1951 wieder als Schule und schließlich wurde es 1980 zum Bürgerhaus und Kulturzentrum. Dieser traditionsträchtige Bau erlebt eine umfassende Modernisierung und eine Erweiterung durch einen Anbau in zeitgemäßer Architektur, der voraussichtlich im Juli 2022 mit großen Feierlichkeiten eingeweiht wird. Das alte, aber runderneuerte Schulgebäude zeigt sich dann bald in frischem Design mit einem Café, der Elternschule, der Bücherhalle, einem Gastraum, einer Terrasse und dem neuen Veranstaltungssaal als stolzes Kultur-, Bildungs- und Veranstaltungshaus. Es wird sicherlich ein erhabenes Gefühl sein, in den lichtdurchfluteten Räumen die Pinsel über Malblock und Leinwände schweben zu lassen.

Aus dem Archiv Dezember 2015_AustellerInnen und Kursleiter Dr. László Kova im ForumVitalis Hamburg

Notabene: Dr. László Kova ist der Kursleiter und Gründer des ‚Eidelstedter Malpinsels‘.

 

 

 

 

Siegrit Herz: Rennende Pferde

Wo im Winter die Snow-Elite genießt, kommen im Sommer die Bergsportler ins Schwärmen

Berglauf auf dem Lechtaler Höhenweg zum Zwölferkopf (c) TVB St. Anton am Arlberg Patrick Bätz (VALLUGA Hotel)

Das VALLUGA Hotel in St. Anton am Arlberg ist die Base für Wanderer, Bergsteiger, Kletterer und Mountainbiker. Von dem Boutique- und Designhotel aus geht es hinaus in die Bergwelt, um eine unvergleichliche Naturlandschaft und das Tiroler Lebensgefühl zu entdecken. Ein 300 Kilometer langes Wanderwegenetz führt Genusswanderer und ambitionierte Bergsteiger von der Hoteltür weg in die Verwallgruppe und die Lechtaler Alpen. Zum schnelleren Gipfelglück verhelfen die Arlberger Bergbahnen. Bequem „gondeln“ diese auf Rendl, Gampen, Kapall, Galzig und den höchsten Gipfel der Region – die 2.811 Meter hohe Valluga. Zahlreiche Wanderrouten in allen Schwierigkeitsgraden, Panoramawege und Einkehrmöglichkeiten warten auf die Naturbegeisterten. Mit seinem bestens ausgeschilderten und markierten Streckennetz von insgesamt 350 Kilometern gilt St. Anton als beliebtes Revier für die Mountainbiker und Rennradfahrer. Bei Rafting, Kajak- und Canyoning-Touren oder beim Paragliding und Erlebniswandern sorgen professionelle Outdoor-Anbieter für den unvergesslichen Adrenalinkick. Die Klettersteige rund um St. Anton am Arlberg sind international angesehen. Golfer, die es auch gern mal anspruchsvoll mögen, genießen in der gebirgigen Landschaft ihr Spiel. In Toplage am Fuße der gigantischen Arlberger Bergwelt empfängt das kleine, feine VALLUGA Hotel die Bergsportler und Genießer. Die Kombination aus Tiroler Charme und modernem skandinavischen Style ist einzigartig. Nur zehn Suiten, 14 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer wurden eingerichtet. Dazu kommt ein exklusives, privat anmutendes Spa für entspannende Stunden. Wie ein Wohnzimmer präsentiert sich die einladende und geräumige Lounge und Cocktail Bar für gemütliche Mußestunden.

St. Anton Sommerkarte Basic – im Zimmerpreis inklusive
Leistungen: 1 x Tageskarte für die Arlberger Bergbahnen, 1 x Eintritt für das öffentliche Frei- und Hallenbad, 1 x Wandern, 1 x Radfahren, Bogenschießen oder andere Aktivität lt. Wochenprogramm, 1 x Greenfee für den Golfplatz St. Anton, Eintritt in das Ski- und Heimatmuseum, Kinderprogramm (Mo.–Fr.), wöchentliche Fackelwanderung, freie Nutzung aller Wanderbusse

VALLUGA Hotel
A-6580 St. Anton am Arlberg
Tel.: +43/(0)5446/3263
E-Mail: info@vallugahotel.at
www.vallugahotel.at

Mehr als Wassertreten im Gartendorf Algund

So schön ist der Sommer in Algund (c) Christian Gufler (Tourismusverein Algund)

Der Heilkraft des Wassers ging der bekannte Hydrotherapeut und Naturheilkundler Sebastian Kneipp auf die Spur. Zu seinem 200. Geburtstag eröffnet das Gartendorf Algund einen neuen Rundwanderweg mit 50 Stationen zu seiner gesunden Philosophie, die viel mehr als Wassertreten ist.

Dass Gesundheit unser höchstes Gut ist, haben uns die vergangenen Monate klar vor Augen geführt. Wer das Immunsystem stärkt und die Selbstheilungskräfte anregt, ist schon auf einem guten Weg zu einem gesunden und aktiven Lebensstil. Die Initiative „Gesund in Algund“ im gleichnamigen Gartendorf bei Meran ist angetreten, um auf Basis von Sebastian Kneipps Wassertherapie einiges dafür zu tun. 300 Sonnentage im Jahr machen das fast das ganze Jahr unter freiem Himmel möglich. Mit seine sieben Ortsteilen zwischen 300 und fast 3.000 Höhenmetern eröffnet Algund unterschiedliche klimatische Zonen und eine landschaftliche Vielfalt, die Körper, Geist und Seele stimulieren.

Wasser, Ernährung und Kräuter

Kneipps ganzheitliche Methode baut auf fünf Säulen auf: Wasser, Ernährung, Kräuter, Bewegung und Lebensordnung. Auf Basis der Lehre, die seit 2015 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zählt, entwickelte der Kneippverband Südtirol mit Algund einen Rundwanderweg im Zeichen der Gesundheit. An 50 Stationen sind die Wanderer eingeladen, Gutes für ihre Gesundheit zu tun – ganz ohne Hürden wie Anmeldepflicht oder eingeschränkte Öffnungszeiten. Wasser als Quelle des Lebens nehmen die Kneipper im Sole-becken des Schwimmbads wahr, bei kalten Armbädern, beim Wassertreten oder einfach beim Trinken von frischem Quellwasser. „Der Mensch ist, was er isst“: Das wusste man schon im 19. Jahrhundert. Und doch müssen wir uns jetzt erst wieder bewusst werden, welche Rolle regionale und saisonale Lebensmittel für eine gesunde Ernährung spielen. An einigen „Gesund in Algund-Stationen“ laden Bio-Bauernhöfe und -läden zum Zwischenstopp ein und zum Verkosten der Früchte Algunds. Für Sebastian Kneipp war außerdem die Natur die beste Apotheke. Das bestätigen duftende Kräutergärten auf dem Weg durch die sieben Fraktionen Algunds, in denen man erfährt, dass gegen (fast) alles ein Kraut gewachsen ist.

Bewegung und Lebensstil

Kneipp empfahl maßvolle Bewegung wie Wandern, Schwimmen und Rad fahren: Also Ausgleichssport, der den Kreislauf auf Trab bringt und den Menschen belastbarer, leistungsfähiger und stärker macht. Der Spaß darf dabei nicht auf der Strecke bleiben – so wie bei den „Gesund in Algund-Wanderungen“ und Spaziergängen, auf denen sich die Landschaft im eigenen Tempo „sinnvoll“ erkunden lässt. „Im Maße liegt die Ordnung“ ist ein weiterer Baustein in Kneipps Lehre. Das heißt auch, sich seiner persönlichen und kollektiven Verantwortung bewusst zu werden – gerade in Zeiten der Pandemie hat das eine wichtige Rolle gespielt. Die Stationen der Lebensordnung befinden sich an ganz besonderen Orten Algunds. So „ergeht“ man sich beim Urlaub in Algund die gesamte Philosophie des „Wasserpfarrers“ Sebastian Kneipp, der 2021 seinen 200. Geburtstag feiern würde. www.algund.info

Tourismusverein Algund
I-39022 Algund bei Meran (BZ), Hans-Gamper-Platz 3
Tel. +39 0473 448600
E-Mail: info@algund.com
www.algund.info

Kaffeeklatsch à la carte

Foto: Antje von Hein

Es gibt Träume, aus denen man gar nicht mehr erwachen möchte. Um es mit Goethen zu sagen: „Verweile doch, du bist so schön.“ Am Muttertag hatte ich Blumen auf das Familiengrab gestellt und eine stille Zwiesprache mit meinem geliebten, bereits vor über fünfzehn Jahren verschiedenen Mütterchen gehalten. Müde geworden, ließ ich mich auf der Bank neben dem Grab nieder und fiel alsbald in einen süßen Traum. Ich saß bei hellem Sonnenschein auf der Terrasse eines Cafés am Strand der Ostsee, einen dampfenden Capuccino und ein großes Stück Nusstorte vor mir. Als ich gerade lustvoll die Kuchengabel zum Munde führen wollte, wurde ich durch einen erregten Wortwechsel brutal aus meinem Traum gerissen. Eine alte Frau in Seemannskluft, den Südwester keck auf dem schlohweißen Haarschopf, unterhielt sich lautstark am Handy mit einem unsichtbaren Partner, der sich partout nicht ihrer Meinung über Grabschmuck und Blumenerde anschließen wollte. Obgleich einige Friedhofsbesucher der Frau Handzeichen machten, ihre Stimme um einige Dezibel zu senken, fuhr diese unbeirrt in ihren Tiraden fort. Als ich sie später an der Bushaltestelle wieder traf, schenkte sie mir ein breites Lächeln und sagte: „Tut mir echt leid, dass ich ein bisschen laut war. Aber mein Mann ist fast taub. Und ich habe den größten Teil meines Lebens auf einem Markt gearbeitet. Und wer da Erfolg haben will, muss schon mal die Stimme heben.“ Das erklärte natürlich alles. Ich stellte mir die Frau im Geiste auf dem Fischmarkt vor, wo sie mit Stentorstimme Aale oder Bananen unter das Volk brachte. „Na dann man tschüüüs,“ rief sie mir zu, sprang behände aus dem Bus und zündete sich eine Zigarette an, deren Rauch sie genüsslich inhalierte. „Ich geh’ jetzt zu meinem Ede, der hat schon den Tisch gedeckt und Kaffee gekocht,“ ergänzte sie ihren Monolog, „und holen Sie sich man auch irgendwo nen Becher. Tut doch echt gut nach all den ollen Gräbern.“

„Tempora mutantur et nos mutamur in illis”, sagt der Lateiner. In der Tat, die Zeiten haben sich geändert, und wir haben uns ihnen wohl oder übel anpassen müssen. Statt eines gepflegten „Konditerns“ an Marmortischen, wie meine Eltern weiland Besuche in Cafés nannten, stehen wir heute auf der Straße, den Plastikbecher mit dem heißen Kaffee in der rechten und einem Stück Gebäck in der linken Hand. „Da musst du schon ganz schön balancieren, damit du dir das Gesöff nicht über den Pelz kippst“, scherzte unlängst eine Freundin und verbrannte sich prompt die Hand. Dabei fällt mir der verballhornte Text eines Schlagers aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein, den meine Mutter mit ihren Freundinnen in fröhlicher Runde zu singen pflegte: „In einer kleinen Konditorei, da saßen wir zwei und fraßen für drei.“ Tja, mit Sitzen ist es ja zurzeit auch nichts. Stehen auch nur unter Vorbehalt. Stand ich mit zwei Freundinnen doch unlängst in der äußersten Ecke des Europa Centers. Kein Mensch weit und breit. Nichts Böses ahnend nippten wir an unserem Kaffee, als zwei sich martialisch gebärdende Männer in Uniform mit großen Schritten auf uns zukamen und uns aufforderten, sofort das Center zu verlassen. Unser Argument, es sei doch niemand hier außer uns wurde mit einem schroffen „Vorschrift ist Vorschrift“ abgeblockt. Wir fanden uns also bei strömendem Regen auf der Straße wieder. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch. Hatte nicht Birgit ihren schicken BMW in einer Nebenstraße ganz in der Nähe geparkt. Eilig schritten wir zur Tat und genossen einen außerordentlich unterhaltsamen Kaffeeklatsch in wohliger Wärme bei dezenter Musik im Auto. In bester Laune machten wir uns später auf den Heimweg. „Es geht auch anders, doch so geht es auch“, heißt es in Bert Brechts Dreigroschenoper. So ist es. Die Erfahrung während der Coronakrise hat uns gelehrt, die gewohnten Pfade zu verlassen und andere Wege zu beschreiten. Zugegeben, unser Kaffeeklatsch im Auto war lustig und originell. Dennoch wiegt er in keiner Weise den Besuch eines Cafés auf. Denn da sitzen wir entspannt an einem Tisch, lassen uns bedienen und kommunizieren mit anderen Menschen. Dies ist die Freiheit, nach der wir uns sehnen und die wir so schnell wie möglich zurück haben wollen. Amen.

Der Gipfel für Wanderer und Biker: Das Kleinwalsertal

Wohl.Fühl.Momente. auf der Panoramaterrasse (c) Andy Mayr (Genuss & Aktivhotel Sonnenburg – Kleinwalsertal Hotels)

Die Region Kleinwalsertal-Oberstdorf ist sprichwörtlich der Gipfel für Wanderer. Spazieren am Wasser, wandern auf den Höhenwegen oder gleich 2000er besteigen. Im Kleinwalsertal und im benachbarten Oberstdorf finden Bergaktive alles, was das Wanderherz begehrt und acht Bergbahnen, die sie im Sommer kostenlos nach ganz oben bringen. Dazu: Anspruchsvolle (E)-Mountainbike-Touren und Abfahrten, Genuss-Biken sowie geführte Touren – stets begleitet vom gigantischen Bergpanorama der „schönsten Sackgasse der Welt“.

Sich von der Natur leiten lassen und ihre beruhigende Wirkung auf Körper und Geist erleben: In Einklang mit dem Leben zu kommen, fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch den inneren Frieden. Die Bergwelt des Kleinwalsertals lädt zum Ausruhen, zum Durchatmen, Aktivsein und Erkunden.

Weil´s so schön ist, haben sich im Kleinwalsertal vier besondere Hotels zusammengeschlossen, um ihren Gästen die attraktivsten Plätze und die Einzigartigkeit „ihres“ Tales nahezubringen. Eines liegt den Kleinwalsertal Hotels besonders am Herzen: Wer im Genuss- und Aktivhotel Sonnenburg, im Erwachsenenhotel Gemma, im Biohotel Oswalda Hus oder im Verwöhn-& Wellnesshotel Walserhof wohnt, der wird das Kleinwalsertal lieben lernen, seine Sinne spüren und ausgiebig Kraft tanken. Mit viel Bewusstsein für die Schätze der Natur und stets die nachhaltige Erholung ihrer Gäste im Visier, gelingt es an allen vier individuellen Adressen, den Urlauber auf spezielle Art und Weise zu verwöhnen – mit regionaler, saisonaler Kulinarik, mit Wertschätzung und Achtsamkeit, mit alpiner Wellness und einem hohen Qualitätsbewusstsein.

Aufatmen, von der Sonne geküsst

In der sonnenverwöhnten Schwende gelegen, ist das Genuss- und Aktivhotel Sonnenburg ein idealer Ausgangspunkt, um das Kleinwalsertal hautnah zu erleben. Berg- und Naturbegeisterte, Design-Liebhaber und Freunde einer modernen-kreativen Küche lieben das Kleinwalsertaler Aktiv- und Genusshotel. An der Haustür beginnt die Bewegung an der frischen Luft. Für die Radfahrer sind (E-) Mountainbikes und Bike-Ausrüstung zum Leihen vorbereitet (gegen Gebühr). Die „bergverrückten“ Gastgeber kennen viele faszinierende Wander- und Radtouren. Wer nach dem Bergerlebnis noch Kraft hat, der macht abends Yoga oder powert sich in der „Be-Fit“-Stunde mit 180° Bergpanorama (einmal wöchentlich) aus und kommt seinem persönlichen Wohlbefinden noch näher. Im Relax-Spa finden Hotelgäste Zeit und Raum zum Runterkommen – in der Bio-Kräuter-Sauna, im Dampfbad, im Bio-Sanarium oder im Ruheraum. Ein breites Angebot an Massagen macht müde Muskeln locker für den nächsten aktiven Tag in der Natur des Kleinwalsertals. Erholung im Hotel Sonnenburg geht noch einen Schritt weiter: Ein individueller Vitalitätscheck gibt Auskunft über die persönliche körperliche und mentale Fitness. Auf diese Weise können Experten das passende Urlaubsmodell – aktiv und/oder entspannt – zusammenstellen.

Das Lebensfeuer entfachen

Das familiengeführte Vier-Sterne-Hotel Gemma hat sich auf die Urlaubs-Bedürfnisse von Erwachsenen (ab 16 Jahre) spezialisiert. In einer traumhaften alpinen Kulisse bietet die Gastgeberfamilie mit Herz ein Refugium, um in der Ruhe der Natur und in einem reizreduzierten Ambiente eine niveauvolle Auszeit vom Alltag zu nehmen. Wandern, Nordic Walking, Biken oder einfach nur entspannter Naturgenuss – das Hotel Gemma entfacht das Lebensfeuer. Im wahrsten Sinne des Wortes: Gastgeber Klaus Peter ist zertifizierter Lebensfeuer® Professional. Er führt in seinem Haus Lebensfeuer-Messungen durch (Lebensfeuer-Messungen). Diese geben Aufschluss über das individuelle körperliche und emotionale Befinden und ermöglichen ein ausführliches Coaching, um die Vitalität zu steigern und die Erholung aus dem Urlaub mit nach Hause zu nehmen. Der Wellnessbereich ist komplett neugestaltet. In einem großzügigen Pool-, Wellness- und Ruhebereich sind die Erwachsenen unter sich und lassen wohltuende Entspannungs- und Vital-Angebote auf sich wirken. Die „Corona-Pause“ hat das Gemma genutzt, um die Digitalisierung voranzutreiben – vom online Check-in über ein neues Anfragetool bis hin zum digitalen Concierge, kostenfreies, schnelles Internet im gesamten Haus u. v. m. bietet das Hotel Gemma neueste Technologien.

Achtsamkeit (er)leben

Das Verwöhn-& Wellnesshotel Walserhof liegt im Herzen des Kleinwalsertals. Idealer Ausgangpunkt für Wanderer und Alpine Naturliebhaber. Ein achtsamer Ort, um loszulassen. „Lebe, liebe, genieße“ ist der Leitspruch in dem ansprechenden Haus. Das Hotel und das Team sind gleichermaßen geprägt von einem sozialen Miteinander und einer nachhaltigen Lebensweise. Inmitten von Holz, Ursprünglichkeit und Alpin-Chic träumen und entspannen die Gäste. Bei Bergblick im Wasser schweben, in der Bade- und Vitalwelt auf drei Ebenen die Aussicht auf vollkommene Erholung genießen – das ist Wellness im Walserhof. Auf 1.800 m² erwarten Indoor-Pool, Infrarot-Heu-Lounge, Dampfbad, Außen-Whirlpool, Bio-Holzhütten-Sauna, finnische Sauna und schöne Relax- und Ruhebereiche alle, die sich eine Pause vom Alltag gönnen. Das Spa ist eine Ruheoase für Körper und Geist. Berührende Anwendungen von der Massage bis zur Kosmetik schenken ein ganz neues Wohlbefinden. Das Kulinarik-Konzept beeindruckt: Die Genuss-Küche um Küchenchef Philipp Schneider lässt pflanzliche mit regional alpinen Gerichten verschmelzen. Das Ziel: Körper, Geist und Umwelt verbinden sich liebevoll bei jedem einzelnen Bissen.

Europaweit einmalig: Natur-Lebens-Park

Im Bio-Hotel Oswalda Hus beginnt das Natur-Erleben vor der Haustür. Auf 45.000 m² erstreckt sich ein ganzheitlicher Energiepark rund um das Haus, in dem die Hotelgäste exklusiv Ruhe und Kraft tanken. Hier bietet sich ein europaweit einzigartiges Projekt, um in einer Zeit der Reizüberflutung und Schnelllebigkeit zu entschleunigen und wieder einmal in Ruhe durchzuatmen. In den Natur-Lebens-Park zieht sich zurück, wer für sich sein möchte. Einmal wöchentlich findet eine geführte Wanderung durch den Park mit seinen platonischen Energiekörpern statt. Viel Geschmack beweisen die neuen Sauna- und Wellnessbereiche sowie die Natur-Design-Ruheräume. Im großen Garten, zwischen Sonnenplätzen, Ruhebänken und Traum-Schaukeln baumelt die Seele. Wenn Gastgeberfamilie Müller von Essen spricht, dann ist genießen mit allen Sinnen gemeint. Dazu gehören natürliche und handverlesene Produkte, die behutsam mit viel Herz zubereitet werden. Viele Zutaten stammen aus der hoteleigenen Landwirtschaft.

Die Kleinwalsertal Hotels:
www.genuss-aktivhotel.com
www.oswalda-hus.at
www.wellnesshotel-walserhof.at
www.gemma.at

Kleinwalsertal Hotels
A-6991 Riezlern/Kleinwalsertal
Tel.: +43/(0)5517/5251
E-Mail: anfrage@kleinwalsertal-hotels.com
www.kleinwalsertal-hotels.com

VOI: Dolce Vita in Bella Italia

Das Atlantis Bay auf Sizilien (c) Alfio Garozzo (VOI Atlantis Bay Sizilien)

Italien ist die Heimat der beliebten VOI Hotels. 13 schöne Resorts und Hotels empfangen Genießer an ausgewählten, wunderschönen Orten, die allesamt den entspannten Urlaub für Groß und Klein zu ihrem Motto gemacht haben. Sardinien und Sizilien, Kalabrien und Apulien haben die VOI Hotels als Standorte für ihre Häuser gewählt, um die schönsten Seiten der italienischen Gastfreundschaft zu leben und zwischen Strand und Natur Körper und Seele aufblühen zu lassen. Ein Schwerpunkt der VOI Hotels liegt in der aufwendigen und nachhaltigen Sanierung historischer Gebäude, die dem Genießer ein außergewöhnliches Urlaubserlebnis bieten. In der Lifestyle VOlhotels Collection, die 2016 ins Leben gerufen wurde, finden sich außergewöhnliche Juwele wie das Donna Camilla Savelli in Rom und das Ca´di Dio in Venedig.

In Apulien sprüht die Lebensfreude – auf der einen Seite das glasklare Meer und traumhafte Strände, auf der anderen Seite die Weinberge und Olivenhaine. Direkt am Meer gelegen, sind das VOI Alimini und VOI Daniela Resort Urlaubsziele, um mit der ganzen Familie Stress und Alltag hinter sich zu lassen.

Sizilien ist reich an Sehenswürdigkeiten, die als UNESCO Weltkulturerbe geschützt wurden. Von den VOI Grand Hotels in Taormina, dem VOI Arenella Resort und dem VOI Marsa Siclà sind viele davon leicht zu erreichen. Das VOI Baia di Tindari ist der ideale Ausgangspunkt, um die Liparischen Inseln zu besuchen.

Es wird als einer der schönsten Orte der Welt gepriesen: Taormina nahe der Meeresenge, die Sizilien von der italienischen Halbinsel trennt, malerisch auf einem Hügel über dem Ionischen Meer gelegen. Die VOI Hotels haben an diesem einmaligen Platz zwei Hoteljuwele ihrer Lifestyle-Collection zu bieten: Das  Atlantis Bay und das Mazzarò Sea Palace – zwei Fünf-Sterne-Hotels, die mit ihrer direkten Lage am Meer, in ihrer Eleganz und Lage die Schönheiten Taorminas vereinen.

Wer an Sardinien denkt, der hat sofort seine unbeschreiblich schönen Küsten und Traumstrände sowie das karibik-blaue Wasser im Kopf. Das VOI Tanka Village in Villasimius besticht mit seinem unendlich langen, feinen Sandstrand. An der Costa Smeralda, unweit von Porto Cervo, liegt das VOI Colonna Village in einer bezaubernden Naturlandschaft.

Das VOI Floriana Resort empfängt in Kalabrien, an der Spitze des italienischen Stiefels, die Strandurlauber, aktiven Genießer und Familien. Im Stil eines antiken romanischen Dorfes errichtet, schmiegt sie das Resort direkt am weißen Hotelstrand und kristallklaren Meer in eine duftende und blühende mediterrane Flora.

Neu im Bunde: Das VOI Tropea Beach Resort in Kalabrien – vis-a-vis der Insel Stromboli. Nach einer Komplettrenovierung öffnet das Urlaubsresort am 19. Juni 2021 seine Tore.

Die Resorts an den unberührten Stränden von Madgaskar, Kap Verde und Sansibar runden das Urlaubs-Portfolio der VOI Hotels ab.
https://de.voihotels.com/en

VOIhotels ist Teil der Alpitour World und verfügt weltweit über 17 Hotels – 13 davon in Italien
VOI Colonna Village****, Golfo Aranci, Sardinien
VOI Tanka Village ****, Villasimius, Sardinien
VOI Arenella Resort****, Syracuse, Sizilien
VOI Baia di Tindari Resort****, Tindari, Sizilien
VOI Marsa Siclà Resort ****, Sampieri, Sizilien
VOI Alimini Resort***, Otranto, Apulien
VOI Daniela Resort****, Otranto, Apulien
VOI Floriana Resort****, Simeri Mare, Kalabrien
VOI Tropea Beach Resort****, Parghelia, Kalabrien NEU ab Sommer 2021
Atlantis Bay*****, Taormina, Sizilien
Mazzarò Sea Palace*****, Taormina, Sizilien
Donna Camilla Savelli ****, Rom
Ca´di Dio*****, Venedig
VOI Vila Do Farol Resort, Sal, Kapverden
VOI Kiwengwa Resort, Sanzibar, Tansania
VOI Amarina Resort, Nosy Be, Madagaskar
VOI Andilana Resort, Nosy Be, Madagaskar

VOIhotels S.p.A.
I-00192 Roma, Via Andrea Doria, 41 G
Tel.: +39 06 39 80 6624
E-Mail: oriana.farinella@voihotels.com
www.voihotels.com