Als die Römer frech geworden … 200 Jahre Varusschlacht

Von Uta Buhr
Hermann oben
Nebelschwaden wabern über den Baumwipfeln des Teutoburger Waldes. Der erste Sonnenstrahl stiehlt sich durch die Wolkendecke und vergoldet die Tautropfen auf den Wiesen. Jubilierend schraubt sich eine Lerche in die Lüfte, dreht eine Runde und lässt sich schließlich auf Hermanns rechter Hand nieder, die das mächtige, sieben Meter lange Schwert hält. Eine friedliche Geste auf einem martialischen Denkmal. Plötzlich durchbricht ein mehrstimmiger Gesang die morgendliche Stille: „Als die Römer frech geworden simserim simsim simsim, zogen sie nach Deutschlands Norden. Vorne mit Trompetenschall ritt der Generalfeldmarschall täteterätä Herr Quinctilius Varus, wau wau wau in dem Teutoburger Walde. Huh – wie pfiff der Wind so kalte…“ Eine Wandergruppe tritt auf die Lichtung und schaut zu dem fast 54 Meter hohen Standbild des Cheruskerfürsten auf. Es wurde 1846 von einem gewissen Ernst von Bandel direkt vor Detmolds Haustür errichtet und beschert der Region jährlich über eine Million Besucher.  Iris Köllner, Leiterin der Tourist Information Detmold, geht davon aus, dass sich anlässlich der  Zweitausendjahrfeier zur Varusschlacht  diese Zahl noch erhöhen wird. „Als die Römer frech geworden … 200 Jahre Varusschlacht“ weiterlesen

Auf’s Ei gekommen: Cosia- Johanna, eine Frau mit Ideen

COSIA-JOHANNA

Von Uta Buhr; Fotos: Michael Müller
Cosia ImmerscheenDie Welt ist um eine Kunstform reicher: Die Egg Art von Johanna Renate Wöhlke, alias Cosia Immerscheen,  feiert inzwischen  fröhliche Urständ!  Pop Art kennen wir, seit Andy Warhol uns mit der Verfremdung von Gegenständen aus der Konsumwelt die Sichtweise auf eine neue Ästhetik eröffnete. Und was   Op Art, kurz für Optical Art, bedeutet, weiß heute jedes Kind. Doch der Kreativität sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Getreu dem Warholschen Diktum „All is pretty“,  hat Cosia Immerscheen unser Frühstücks-Spiegelei jüngst  auf den Olymp der modernen Kunst gehoben. „Ei, ei, was ist denn das?“ Diese Frage wird sich mancher Besucher stellen, der das Weinoutlet, die  Weinhandlung in dem alten Fabrikgebäude in der Stresemannstraße 375, betritt. An den karmesinroten Wänden in luftiger Höhe über den mit  Wein-, Sekt- und Champagnerflaschen beladenen Regalen prangen Bilder in explodierendem Rot, sonnigem Gelb, tiefem Meerblau und zerfließendem Lila. Ein echter Blickfang, der die Kunden leicht vom eigentlichen Zweck ihres Besuches abhalten könnte, sich mit Riesling, Bordeaux und Crémant einzudecken. „Auf’s Ei gekommen: Cosia- Johanna, eine Frau mit Ideen“ weiterlesen