Entern, rauben und brandschatzen!

Schwesternkrieg und ein Seewolf – Die Störtebeker Festspiele in Ralswiek auf Rügen

Von Günther Falbe, Fotos: Renato Diekmann

Sie entern wieder, rauben und brandschatzen. Nicht am Horn von Afrika oder wo im Augenblick die Piraten unserer Zeit die Weltmeere unsicher machen – nein, direkt vor unserer Haustür an der deutschen Ostseeküste. Und das höchst legal "Ein Hauen und Stechen: Die Festspiele haben viele spannende  Kampfszenen in der Aufführungund dazu noch honoriert, nicht nur was die Gage betrifft, sondern auch mit dem nicht enden wollenden Beifall der allabendlich bis zu 8000 Zuschauer in dem Freilichttheater am Großen Jasmunder Bodden, das zu den reizvollsten Naturbühnen Deutschlands gehört. Hier in Ralswiek auf der Insel Rügen stehen bis zum 6. September die diesjährigen Störtebeker Festspiele unter dem Titel „Der Seewolf“ auf dem Programm, und schon die ersten Vorstellungen versprechen, daß Deutschlands erfolgreichstes Freiluft-Theater wieder einen Rekord einfahren wird. Wenn das Wetter mitspielt, aber das war ja schon den Veranstaltern beim Vorverkauf gewogen, der mit über 150000 verkauften und reservierten Karten eine Steigerung von fast 18 Prozent erbrachte. Daß durch die neue Rügen-Brücke über den Strelasund der gefürchtete Engpaß für die motorisierten Besucher behoben wurde, dürfte auch eine Rolle spielen. Rügen kann auf einen erfolgreichen Festpielsommer hoffen, der die Insel wieder in ein „Entern, rauben und brandschatzen!“ weiterlesen

Im „Heider Marktfrieden“ lebt die alte Bauernrepublik Dithmarschen weiter

Von Günther Falbe

BauernhochzeitHistorienfeste sind beliebt. Das geschichtsträchtige Deutschland bietet für solche Veranstaltungen eine reiche Pfründe, und sie werden auch genutzt, nicht zuletzt, weil sie den Fremdenverkehr beleben. Manche beruhen auf jahrhundertealter Tradition, andere sind erst in den letzten Jahrzehnten – im Besinnen auf die durch Kriege und Notjahre bewahrten Werte, – entstanden und in kürzester Zeit zum festen Bestandteil des deutschen Festspielkalenders geworden. Dazu gehört der „Heider Marktfrieden“ , der nicht, wie Unwissende glauben könnten, in einer Heideregion stattfindet, sondern in der Stadt Heide in Schleswig-Holstein.  Die einst freie und unabhängige Bauernrepublik Dithmarschen bietet mit ihrer bis in das 13.Jahrhundert zurück reichenden Geschichte ein so weites Feld an spektakulären Vorgängen, daß es auf der Hand lag, diese in ein „Historial“ umzusetzen. Man tat es vor zehn Jahren, und weil dies wohldurchdacht und historisch fundiert geschah, mit ständig wachsenden Erfolg, der in diesen Julitagen im 10.“Heider Marktfrieden“ gipfelte.

Auf dem Heider Marktplatz herrscht nach dem Frieden wieder Friede, das heißt, auf diesem größten deutschen Marktplatz – früher war dies der riesige Marktplatz im ostpreußischen Treuburg – ist wieder der reale Alltag eingekehrt. Denn so friedlich ging es bei dem  Volksfest, das traditionell in der zweiten Juliwoche stattfand, nun auch wieder nicht zu, weil der Marktplatz sich in eine Freilichtbühne verwandelt hatte, und das Theaterstück „Sag dem König Gute Nacht“ viel spektakulärer verlief wie der Titel vermuten läßt. „Im „Heider Marktfrieden“ lebt die alte Bauernrepublik Dithmarschen weiter“ weiterlesen

Otto wird 60

Lokaltermin mit dem Blödelbarden der Nation

Von Uta Buhr

Otto-ADies vorweg: Wer Otto nicht mag, hat keinen Geschmack! Auch mit nahezu 60 – am 22. Juli feiert er Geburtstag – strahlt er einen unwiderstehlichen Charme aus. Ein paar Falten um die Augen – Lachfältchen eben – das Blondhaar etwas schütterer. Ja, und ein wenig fülliger scheint der einstige „Strich in der Landschaft“ auch geworden zu sein. Doch sonst ist er ganz der Alte, der sich stets mit seinem vollen Namen Otto Waalkes vorstellt, aber jeden gleich ermutigt, ihn schlicht beim Vornamen zu nennen. „Otto wird sechzig. Glaub’ ja nicht, das rächt sich. Glaub’ lieber, das gibt sich. Dann wird er noch siebzig“, tönt er uns entgegen, als wir sein Büro im feinen Hamburger Stadtteil Uhlenhorst betreten. Und dann setzt er gleich noch eins drauf: „Sechzig Jahre und kein bisschen heiser, hahaha!“ So entspannt wie er da sitzt, einen Becher Tee vor sich, das berühmte schräge ottonische Grinsen auf den Lippen, wird er auch noch mit achtzig und gar neunzig die Nation mit seinen Späßen erheitern. „Jetzt geht doch die Party erst richtig los“, freut er sich. „Sehen Sie nur, wie erfolgreich Udo Jürgens, die Stones, Udo Lindenberg, Loriot sind…“ Dinos wie er. „Tja, und was mich betrifft: Humor hat nun mal kein Verfallsdatum.“ „Otto wird 60“ weiterlesen

Mit Leichtigkeit punkten

Von Renato Diekmann

DSC_0460Der im Oktober 2007 neu eingeführte Mazda2 Fünftürer hat bei uns einen guten Start hingelegt. Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte kommt jetzt mit dem neuen Mazda2 Sport. Die Fließheck-Limousine mit 3 Türen bietet alle Vorzüge des preisgekrönten Fünftürers (World Car of the Year 2008), ist aber schlanker, sportlicher, leichter und um 500 Euro preiswerter. Mit einem Einstiegspreis von 11.450 Euro für die Basisversion inklusiv einer kompletten Sicherheitsausstattung mit serienmäßigem elektronischem Schleuderschutz DSC ist er besonders für junge, sportlich ambitionierte Fahrer/innen interessant.
Das gefällige Design der neuen Sportversion kommt an und wird durch die Keilform und der nach hinten ansteigenden Gürtellinie wirkungsvoll unterstrichen. So cool und dynamisch wie er aussieht, lässt sich der Masda2 Sport auch fahren. Mit dem 103 PS starken Benzinmotor sprintet der Mazda2 Sport flott voran, verbraucht im Schnitt 6,7 Liter, ist wendig und dank der erhöhten Position des Schalthebels leicht zu schalten. Die gewichtsreduzierten Radaufhängungen verbessern Handlichkeit und Fahrkomfort.DSC_0457
Innen fühl ich mich gleich wohl. Die Sitze sind ausreichend groß, die Materialien sauber verarbeitet, die Instrumente klar und übersichtlich. Nur das Informationsdisplay rechts irritiert und tanzt aus der Reihe der Rundinstrumente. Auf Knopfdruck zeigt es Durchschnittsverbrauch und Außentemperatur an. Das große Handschuhfach überzeugt durch ein Magazin-Fach, große Taschen in den Seitentüren bieten Platz für 0,5-Liter-Flaschen und einen DIN-A4-Straßenatlas. Der 250 Liter fassende Kofferraum verstaut zwei Koffer oder einen DSC_0438Kinderwa gen und kann durch Umklappe n der im Verhältnis 60:40 geteilten Rückbank auf 787 Liter Fassungsvermögen erweitert werden. Das reicht dicke.
Für den bequemen Einstieg nach hinten rutscht der Beifahrersitz mit umklappbarer Rücklehne weit nach vorn, muss aber danach komplett neu eingestellt werden.DSC_0448 Sehr umständlich. Durch den vergleichsweise langen Radstand von 2,49 Metern finden Passagiere auf den Rücksitzen aber genügend Platz für Kopf, Schulter und Beine.
Die Sicherheitsausstattung ist vorbildlich: Die Basisversion Impuls (ab 11.450 Euro) bietet serienmäßig ESP, sechs Airbags, große elektronisch verstellbare Außenspiegel und Zentralverriegelung. Der Mazda2 Sport Independence (1.770 Euro Aufpreis) hat neben einer Klimaanlage, CD-Radio, Alu-Felgen und elektrische Fensterheber. Im Mazda2 Sport Impression (4.150 Aufpreis) ist imgrunde alles drin, was ein Fahrerherz begehrt. Neben den drei DSC_0443Benzinmotoren mit 75, 86 und 103 PS gibt es einen 68 PS-starken Dieselmotor – DSC_0452leider ohne Rußpartikelfilter.
Ab September können Mazda-Fans den 1,5 Liter Benziner in der Impression-Ausstattung zusätzlich mit einem Sport-Optik-Paket zum Preis von 410 Euro ab Werk individuell aufpeppen. Es besteht aus einer speziellen Frontschürze, einem modifizierten Grill, Seitenschwellern und Dachspoiler und lässt den flott gestylten Mazda 2 Spot noch dynamischer wirken.
Der Mazda2 Sport liegt im Trend und ist für Einsteiger der ideale Wegbegleiter. Wer mehr will, kann auf zahlreiche Modelle zurückgreifen. Zur Mazda-Familie gehören u.a. der attraktive Roadster für Genießer (MX-5), der elegante Mazda6 Sport Kombi und der 260 PS starke Crossover-SUV CX-7.

Infos unter www.mazda.de

Super Auftritt – der neue Skoda Superb

Von Renato Diekmann

Superb_003Attraktiv, kraftvoll, markant, komfortabel und innovativ nennt Skoda den neuen Superb,  Und in der Tat macht das Spitzenmodell der tschechischen Autobauer eine super Figur. Mit einem markanten Design, einer modernen Motorenpalette, einer Fülle von innovativen Ideen und interessanten Ausstattungselementen verweist er seine Mitbewerber auf die Plätze. Der neue Superb geht mit einem geschärften Profil an den Start. Kühlergrill und Lichtkante der Motorhaube lassen den Nachfolger nun breiter und selbstbewusster auftreten. Auffällig ist vor allem die elegant-gestreckte Dachlinie, die weit nach hinten verläuft und schwungvoll in die breiten C-Säulen mündet. Mit seinem deutlich gewachsenen Platzangebot bei nahezu identischer Fahrzeuglänge übertrifft der Neuling die ohnehin schon großzügigen Innenraum-Maße seines Vorgängers in fast allen Disziplinen und besticht durch fein abgestimmten Materialmix, guter Verarbeitung und einen verlockenden Preis. „Super Auftritt – der neue Skoda Superb“ weiterlesen

Das bewegte Leben des Ex-Kommunarden Rainer Langhans hat einige Goslar-Bezüge

Von Volker Holzke
LanghansEs ist schon erstaunlich, wie viel den Ex-Kommunarden Rainer Langhans, der sich übermorgen auf Einladung der GZ in Goslar und im Hochharz im Rahmen der 68er-Serie zu seinem bewegten Leben befragen lässt, mit Goslar verbindet. Oder, besser ausgedrückt, was er mit Goslar verbindet. Erstmals im März auf der Leipziger Buchmesse bei der Vorstellung seiner Biographie „Ich bin´s – die ersten 68 Jahre“ befragt, schiebt er seitdem ein Bruchstück nach dem anderen zu seinen Verbindungen in die Kaiserstadt nach.
„Also, erst einmal wohnt meine jüngere Halbschwester Eva noch in Goslar. Wir telefonieren ab und an miteinander“, lautet der aktuelle Bezug, den Langhans herstellt. Er scheint eine beneidenswerte Ausgeglichenheit verinnerlicht zu haben. Da macht es Laune, ihn zu Dingen zu befragen, zu denen er – einer der Hauptakteure der Studentenrevolte und deshalb jetzt im Jubiläumsjahr sehr häufig in Rundfunk und Fernsehen präsent – wohl bisher auch noch nie gefragt worden ist. Jedenfalls lässt er während der Gespräche eine gewisse Freude über diese Einladung nach Goslar spüren. „Das bewegte Leben des Ex-Kommunarden Rainer Langhans hat einige Goslar-Bezüge“ weiterlesen