Love it: Eine Auszeit im Nostalgie-Hotel

Aeronautica Zimmer (Hotel Al Plan)

Entdecker und Neugierige, leidenschaftliche Flohmarkt-Bummler, Vespa und Oldtimer-Fans sind bei Theodora und Maurizio genau richtig. Direkt an den Pisten des Südtiroler Kronplatz führen die beiden mit großer Leidenschaft ihr Nostalgie Hotel & Dolomites Museum Al Plan****. Seit über 25 Jahren besuchen sie Trödel- und Flohmärkte, Antiquitätengeschäfte und Versteigerungen im In- und Ausland. Jedes einzelne Objekt im Al Plan hat seine eigene Geschichte und bekommt in der einzigartigen Urlaubswelt einen Ehrenplatz. Ein Ort der guten Geister und spannenden Geschichten. Ein Ambiente, das verzaubert. Eine Welt, die entdeckt werden will.

Staunen wie ein Kind

Auto- und Motorradfans sind mit Maurizio auf einer Wellenlänge. Seiner Expertise, Liebe zu Oldtimern, Maschinen und Motoren sind die Themenzimmer Ducati, Vespa oder Harley im Hotel Al Plan entsprungen – Wohnwelten, die auf faszinierende Art und Weise die Passion „Motorrad & Auto“ inszenieren. 25 Vespas, einen nostalgischen Porsche und einen alten Käfer beherbergt der Hotelier in seiner Garage. Gäste, die den Fahrzeugen aus früheren Tagen ebenso viel abgewinnen können wie der Chef des Hauses, leihen sich den Porsche und den Käfer für eine Spritztour aus. Wer eine Vorliebe für die Luftfahrt pflegt, der sollte im Frecce tricolori-Zimmer mit einem echten Cockpit auf dem Balkon einchecken. Jedes Zimmer im Al Plan ist ein Unikat, jeder Raum ein Erlebnis. Im Hutstübele, im Uhrmacherzimmer, im Musikzimmer und in der Puppenspieler-Kammer hat Theodora ihr Händchen für das Besondere ausgelebt. 

Stilvolle Einrichtung im Vespa Zimmer (Hotel Al Plan)

Die Stopp-Taste drücken

“Bei uns ziehen Sie die Handbremse, Sie verlangsamen Ihre Gedanken, halten die Zeit an und stellen den Alltag hinten an“, so beschreibt Maurizio das „Al Plan-Feeling“. Am Roof Top entspannen seine Gäste im neuen 18×3 Meter großen, ganzjährig beheizten Panorama-Infinity-Outdoor-Pool. Im Winter prickelt die frische Bergluft, die Piste in Sichtweite. Im Sommer gibt es das Sonnendeck „La Spiaggeta delle Dolomiti“ – einen Strand mit feinem Meeressand und Strandliegen zum Genießen. Finnische Sauna und Infrarotkabine, Whirlpool und Ruheraum, Massagen und Kosmetik ebnen den Weg zur inneren Mitte. Theodora und Maurizio lieben die Ruhe der Natur und die Stille in sich. Von ihrer Zufriedenheit und Gelassenheit nimmt man gerne ein Stück mit nach Hause. Vielleicht findet die Idee, sich dann und wann „Offline-Time“ zu gönnen, auch Einzug in den Alltag. Denn in den Zimmern des Al Plan gibt es zwischen 23 und 6 Uhr kein WLAN, der Erholung zuliebe (24 Stunden WLAN in der Lobby).

Lebensqualität steigern

Winterurlaub im Hotel Al Plan ist das reinste Vergnügen. Direkt vom Hotel starten die Skifahrer auf die traumhaften Skipisten des Kronplatz und in die sagenhafte Skiwelt von Dolomiti Superski. 1.200 Pistenkilometer am Kronplatz, bei den Drei Zinnen, in Alta Badia, Cortina, Gröden/Seiser Alm und Arabba erwarten sie. Rodeln auf Naturbahnen, Langlaufen über schneebedeckte Bergwiesen, Schritt für Schritt mit den Tourenski oder Schneeschuhen durch die Winterlandschaft – die Kraft der Natur, fantastische Ausblicke und Glückgefühle in den Bergen sind den Gästen von Theodora und Maurizio gewiss. Praktisches „Ski in – Ski out“ macht es besonders einfach, in das Wintervergnügen einzusteigen. Wenn sich der Hunger einstellt, dann schmecken in der Osteria des Al Plan eine zünftige Marende, Schlutzkrapfen, Knödel, Südtiroler Mehlspeisen und hausgemachtes Eis. Im Winter geht es zum Glühweinabend mit Aperitivo lungo.

Entschleunigen, zu Ruhe kommen, in sich selbst hineinhören: Dafür ist das Al Plan wie geschaffen. Der unvergleichliche Charme des Hauses, die Philosophie der Gastgeber und die Schönheit der Natur machen aus freien Tagen befreiende Tage. „Die Zeit bremsen“, „Kommunikation leben“ und „Freunde gewinnen.“ Dies sind im Hotel & Museum Al Plan keine leeren Floskeln, sondern ehrliche, gelebte Werte. Theodora und Maurizio beflügeln ihre Gäste mit viel Wertvollem im Leben.

Hotel Al Plan
I-39030 St. Vigil in Enneberg, Ciasè Straße 11
Tel.: +39 0474 501025
E-Mail: info@alplan.at
www.alplan.it

Liebesgrüße à la carte 

Seit es die Fotografie gibt, haben viele Künstler die Lust verloren, sich mit Motiven des Sports zu befassen.

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt eine Postkarte von Ihrem letzten Fußball-; Handball-; Tennis- oder Golftrip an ihre Lieben daheim verschickt? Im Zeitalter der digitalen Medien und  Smartphones haben nicht nur wir, sondern auch viele Künstler die Lust verloren, sich mit Postkarten zu befassen. Maler und Zeichner um die Jahrhundertwende waren da inspirierter und kreativer. Sie machten Postkarten zu Kunstwerken. So erzielten beispielsweise Ansichtskarten mit Szenen aus der feinen Tennis- oder Golfwelt in elitären Kreisen riesige Auflagen. In der großen Zeit ihrer Herstellung (zwischen 1900 und 1914) wurde zum Teil soviel Aufwand an Drucktechnik und Handarbeit in jede einzelne Postkarte gelegt, das alles, was danach kam, „billig“ erscheint.

Postkarten im Sean Arnolds Sporting Antiques Museum

Die kostbarsten Postkarten-Raritäten als Spiegel der damaligen Zeit kann man, wenn nicht gerade in England wieder mal Lockdown ist, in Sean Arnolds Sporting Antiques Museum in London Notting Hill besichtigen und kaufen. Das Privileg, von dem deutschsprechenden Iren Arnold durch sein Golfmuseum geführt zu werden, genießt der Kunstliebhaber ehrfurchtsvoll. In einem alten viktorianischen Haus in der Artesian Road no.1 (London W25DL) wacht der 78-jährige Arnold über wahre Schätze antiker Sportkunst. Für Liebhaber sportlicher Antiquitäten aus den Gründerjahren bis hin zur Jahrhundertwende ist sein Name fast so klangvoll wie „Sotheby’s“ in der Bond Street oder „Christie’s“ in der Kings Street.

Der Deutsch-Ire sammelt seit 40 Jahren Sportantiquitäten, kauft und verkauft alles, was mit Fußball, Golf, Polo, Kricket und Tennis zu tun hat. Im Haus seines Onkels fand der ehemalige Highfidelity-Experte seine erste rund 100 Jahre alte Golfsammlung: „Nichts Hochkarätiges, aber toll.“ Der Onkel schenkte dem Neffen die kostbaren Stücke – der Beginn einer Obsession.

Ölgemälde, Stiche, Lithographien, Radierungen, Zeichnungen, Keramiken, Silber, Lederköcher, Münzen, Bälle, Spiele, Schmuck und Fotos geben einen Überblick über die Anfänge von Polo, Tennis, Golf und Fußball. Das Privileg, von Sean Arnold (nur nach telefonischer Vereinbarung (Tel.:+ 44 207 221 2267; Mob.07712 005017 ) durch dieses Golf-Museum geführt zu werden, genießt jeder Antiquitätenliebhaber ehrfurchtsvoll. Man bewundert andächtig eine mit Golfbällen aus Diamantsplittern besetzte Brosche und kniet prüfend vor einem alten Golfköcher – das gute Stück von 1925 soll 300 Pfund kosten. Es ist schon faszinierend, wie viel „Sport aus der Zeit“ man bei Sean Arnold – auch zu Schnäppchenpreisen  in seinem Shop in 23 High St. Aldershot GU11 in – findet.

Die Postkarte galt als schnellstes Kontaktmittel

In einem alten Bildband von der Hobby-Engländerin Helen Exley „Faszination Golf“ findet man die schönsten Postkarten der Jahrhundertwende zusammengefasst (ISBN ‎ 3897135809); Schläger und Arm flott in die Höhe geschwungen, das Kleid schicklich bodenlang, und unbequem figurbetont, die Beinstellung graziös dargeboten – so  (und anders) posierten die Nostalgie-Proetten mit oder ohne ihren Galan im Golfdress für die Maler. Kaum mehr vorstellbar, aber es war so: Als das Telefon noch nicht im Schwange war, galt die Postkarte als schnellstes Kontaktmittel. Zustellung häufig am Tage der Absendung. Der Postbote der Jahrhundertwende bekam oft Einblick in die Intimsphäre.

Dabei war es bis Mitte des 19.Jahrhunderts noch undenkbar, versiegelte Mitteilungen, die man Kurieren, Boten oder der Post für viel Geld anvertraute, den Blicken Unbefugter offenzulegen. Eine Änderung wurde erst möglich, als immer mehr Menschen Lesen und Schreiben gelernt hatten, der Postversand billiger und somit auch mehr Briefe geschrieben und verschickt werden konnten.

Am 1. März 1872 führte die Postverwaltung des Norddeutschen Bundes erstmals eine „Korrespondenzkarte“ für Mitteilungen ein. Format 10,8 x 16,3 cm. Bildpostkarten kamen um 1875 auf. Beliebte Motive waren „sinnbildliche“ Darstellungen, die mit der schriftlichen Nachricht  meistens übereinstimmen sollten: Verliebtes, Niedliches, Satirisches, Sportliches. Aber auch Glück, Glaube, Hoffnung und Trauer wurden von Postkartensammlern „versandfähig“ dargestellt.

Um die Jahrhundertwende kam es in Mode, auf den bunten Sportmotiv-Karten nicht nur Grüße in gestochener Schreibschrift zu versenden. In feinen Kreisen traf man seine Golf-Verabredungen postalisch kurz in Stenographie. Damit wurde Unbefugten das Lesen erschwert, der Platz optimal für noch intimere Nachrichten genutzt – zum Beispiel die Aufforderung zu einen „Flight a deux“. Oder: Die Botschaft skurril verpackt – Postkartenmotive mit schwarzem Humor waren unter Gentlemen-Golfern durchaus in Mode. Die Auflagenhöhe der „Liebesgrüße à la carte“ überschritt Anfang des 20.Jahrhunderts die Millionenhöhe. Der Absatz der gemalten Köstlichkeiten war um so besser gesichert, als diese keineswegs nur verschickt sondern auch leidenschaftlich gesammelt wurden – eine gute Wertanlage. Bereits 1897 beschäftigten sich mehr als ein Dutzend hervorragender lithografischer Anstalten ausschließlich mit der Herstellung von Bildpostkarten.

e-mail:seanarnoldantiques@hotmail.co.uk
Shop: 23 High St. Aldershot GU11; 1BH, Vereinigtes Königreich