Vor 70 Jahren wurde der Frankfurt Airport mit der Landung einer Junkers Ju 52 der Deutschen Lufthansa eröffnet
Die Vorgeschichte des größten deutschen Flughafens reicht bis in die Zwischenkriegszeit zurück. Sie beginnt am 2. Juli 1924. Vor 82 Jahren schlossen sich angesehene Frankfurter Kaufleute und Firma zu einem Konsortium zusammen, um gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und der „Junkers Luftverkehrs AG“ die Vorgängerin der „Fraport AG“, die „Südwestdeutsche Luftverkehrs AG, Frankfurt am Main“ zu gründen.

Das im Westen Frankfurts gelegene alte Hofgut Rebstock, das 1909 schon der Internationalen Luftschiffahrt-Ausstellung (ILA) als Freigelände gedient hatte und bis 1914 von der „Deutschen Luftschiffahrt Aktiengesellschaft“ (DELAG) als Heimatbasis für ihr Luftschiff betrieben worden war, wurde, erweitert durch hinzugekaufte weitere Flächen, zum Flughafen umgenutzt. Statt eines aufwendigen Neubaus von Verwaltungs- und Betriebsgebäuden entschied man sich für den Umbau des vorher landwirtschaftlich genutzten Gutsgebäudes.
Im Gründungsjahr hatte der Flugplatz Rebstock 234 Starts und Landungen mit 536 Fluggästen und 1102 Kilogramm Post. Bereits im darauffolgenden Jahr betrug die Zahl der Starts und Landungen sowie der Passagiere das Zehnfache. Bis zum Ende der Weimarer Republik wuchsen diese Kennzahlen derart, daß man bereits 1930 mit der Planung eines neuen Flughafens an einem anderen Standort begann.
Diesem Plan erging es wie so manch anderem, der in der Weimarer Zeit erstellt wurde. Continue reading „Die Wiege von Deutschlands größtem Flughafen“





Seiten sind sich dabei nicht nur in der Verurteilung des Kompromisses einig, sondern auch in ihrem wohlfeilen Rat, daß eine Einheitsflagge die bessere Alternative gewesen wäre. Nur in der Frage, ob diese Einheitsflagge nun schwarzrotgold oder schwarzweißrot sein sollte beziehungsweise hätte sein sollen, unterscheiden sich diese Flaggenkompromiß-Kritiker bemerkenswerterweise. Daß bei einer solchen schwarzrotgoldenen oder schwarzweißroten Einheitsflagge ein Großteil des Volkes ausgegrenzt und dem ohnehin labilen Staate entfremdet worden wäre, bleibt dabei unerörtert.
Der Nachfolger aber wurde von den Zeitgenossen als derart unbefriedigend empfunden, daß eine Sehnsucht nach der romantisch verklärten „guten alten Zeit“ von Kaiser und Reich aufkam. Die Zeiten von Franz II. wünschte sich dabei kaum einer herbei. Der Blick ging weiter zurück bis in die Zeit vor preußisch-österreichischem Dualismus und Glaubensspaltung, nämlich ins Mittelalter, als – so die historisch begründete, aber übertriebene Meinung – der Kaiser stark und das Reich einig war. In dieser Zeit der Romantik erlebt die Kyffhäusersage eine Renaissance. Zum Idealtypus eines Herrschers wird Kaiser Barbarossa, der im Hochmittelalter regierte und an dessen Tod im Jahre 1190 der Anfang vom Ende festgemacht wurde.