INSPIRATION HAMBURG

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Biennale angewandter Kunst der AdK Hamburg und der GEDOK von 3. September bis 12. Oktober 2020

Hafen, Handel, Herbertstraße. Nicht erst seit der Elbphilharmonie gilt Hamburg als eine Stadt voller Strahlkraft und unverwechselbarem Flair. Architektonische Vielfalt und die reizvollen Gegensätze zwischen Alster und Elbe ziehen Jahr für Jahr Touristen aus aller Welt in die Hansestadt – und bieten den hier lebenden Künstlerinnen und Künstlern eine schier endlose Fülle an Anregungen.

Kunsthandwerk höchster Qualität
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Die Ausstellung „Inspiration Hamburg – Biennale angewandter Kunst“ im Museum für Hamburgische Geschichte richtet erstmals den Fokus auf Kunsthandwerk höchster Qualität, das in Hamburg entstand und für das die Stadt Pate stand. Rund 60 professionelle, vielfach national und international ausgezeichnete Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen der AdK Hamburg und der GEDOK präsentieren vom 3. September bis 12. Oktober 2020 aktuelle Arbeiten aus allen Gewerken (Glas, Holz, Keramik, Papier, Schmuck/Tafelsilber, Textil), deren Inspirationsquellen sich unverkennbar in den Objekten spiegeln. Egal, ob es dabei um die Hamburger Kaufmannschaft, die sogenannten „Pfeffersäcke“ geht, die hier sprichwörtlich genommen werden, das Hamburger Derby oder die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel mit ihrem einzigartigen Verbindungsnetz aus Brücken und Kanälen. Ganz zu schweigen von den markanten Silhouetten des Michels, des Chilehauses oder der Deichtorhallen.

Kupfer vom alten Dach des Michels

Vielfach wird die Reverenz an die Hansestadt aber auch erst auf den zweiten oder dritten Blick sichtbar: Wenn das Holz einer großen Schale beispielsweise aus einem der Hamburger Moore stammt, ein Anhänger aus dem Kupfer des alten Dachs der St. Michaelis-Kirche getrieben wurde oder die unterschiedlichen Poller-Formen an den Landungsbrücken und anderswo als Silberringe en miniature starke Akzente setzen. „Inspiration Hamburg“ ist eine Liebeserklärung angewandter Künstler und Künstlerinnen an die Stadt und soll dazu beitragen, das enorme gestalterische Potential, das in Hamburg versammelt ist, deutlich zu machen.
Die AdK Hamburg (Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg) versammelt seit 1956 professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler im angewandten Bereich, die sich auf nationalen und internationalen Ausstellungen präsentieren und vielfach mit Auszeichnungen gewürdigt wurden. Der Carl Schneider Preis als Staatspreis für angewandte Kunst der Hansestadt Hamburg, der Justus Brinckmann Preis des Museums für Kunst und Gewerbe und der Preis der Handwerkskammer Hamburg für das beste Einzelstück, der alle zwei Jahre vergeben wird, sind nur drei Beispiele auf regionaler Ebene. Auch befinden sich viele kunsthandwerkliche Objekte aus dem Kreis der AdK weltweit in Museen, sowie privaten und öffentlichen Sammlungen.
Die GEDOK, 1926 als „Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ gegründet, ist als Bundesverband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e. V. bis heute das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen aller Kunstgattungen.

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Vorführungen
Vorführungen von Arbeitstechniken der angewandten Kunst in der Ausstellung
jeden Sonntag 14 – 17 Uhr
So, 06.09. Weben am Webstuhl zum selber Bauen
So, 13.09. Goldschmieden + Plisséefaltung
So, 20.09. Spitzenklöppeln
So 27.09. Goldschmieden
So, 04.10. Buchbindetechniken und Herstellung von Papiergarn
So, 11.10. Filzen
Sonntagskinder
Im Rahmen der Sonntagskinder findet ein vielfältiges Kinderprogramm zur angewandten Kunst statt: jeden Sonntag 14 – 17 Uhr / Kosten pro Kind 2 €
So, 06.09. Schmuck gestalten
So, 13.09. Arbeiten mit Buntpapier
So 27.09. Schmuck gestalten
So, 04.10. Töpfern
So, 11.10. Töpfern

Text und Kontakt:
Matthias Seeberg, Pressesprecher
Stiftung Historische Museen Hamburg
Holstenwall 24
20355 Hamburg
Tel. +49 40 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de
www.shmh.de

Kultur trotz(t) Corona: Das Digital-Angebot der Stiftung Historische Museen Hamburg

Auf dem Webportal der SHMH steht unter https://shmh.de/de/digitalprogramm
eine breite Auswahl an digitalen Angeboten zur Verfügung, die neben virtuellen Ausstellungsrundgängen, Online-Dossiers zu verschiedenen Kapiteln aus der Hamburgischen Geschichte auch einen speziell für Kinder und Familien kuratierten Blick in die Sammlung der SHMH beinhaltet:

Unter der Rubrik „Hamburg Wissen“ finden sich Geschichten und Informationen aus 1200 Jahren Hamburgischer Geschichte auf einen Klick. Warum die Stadt ist, was sie ist, welche Geschichten sich hinter Orten, Gebäuden und Straßen verbergen und welche Familien und Unternehmen die Hansestadt Hamburg geprägt haben, kann dort von einer reichen Bebilderung begleitet nachgelesen werden.

Wie es dem Tattoo-Künstler Christian Warlich gelungen ist, aus einer Kneipe auf St. Pauli zum „König der Tätowierer“ zu avancieren, zeigt die Ausstellung „Tattoo-Legenden“ im Museum für Hamburgische Geschichte. Diese kann dank eines detail- und informationsreichen virtuellen Rundgangs der Agentur Absolute Reality nun auch via Bildschirm aus den eigenen vier Wänden besucht werden. „Streng reell und absolut giftfrei!“

Das die Frage nach den Chancen und Herausforderungen von Homeoffice-Tätigkeiten nicht erst seit Corona von zunehmender Relevanz ist, wurde in der Sonderausstellung „Out of Office. Wenn Roboter und KI für uns arbeiten“ thematisiert, die in Zusammenarbeit mit dem Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung im letzten Jahr im Museum der Arbeit zu sehen war. Was es heißt, „out of office“ zu sein, kann nun bei einem virtuellen Besuch der Ausstellung mit vielen Features und Interviews nachvollzogen werden.

Das Hafenmuseum Hamburg gilt als Schatzkiste der Hafengeschichte. In seinem Schaudepot können Besucherinnen und Besucher am authentischen Ort des Schuppens 50A den historischen Güterumschlag im Hamburger Hafen erleben. Anhand der verblüffenden 360-Grad-Fotografien von Thomas Peters kann das Schaudepot nun auch bei einer digitalen Tour entdeckt werden.

Das besondere Angebot für Kinder und Familien: Via Smartphone oder Tablet können Groß und Klein auf Entdeckungsreise durch die Museen gehen und verschiedene Objekte aus den Sammlungen kennenlernen, wiedererkennen und benennen. Kindgerechte Geschichten zu den einzelnen Gegenständen regen nicht nur die Fantasie an, sondern helfen auch, den eigenen Alltag besser zu verstehen. Zur Auswahl stehen zahlreiche Sammlungsobjekte zu den Oberthemen: „Farben“, „Wasser“, „Zahlen“ oder „Zuhause“. Das digitale Angebot ist Teil der Buchreihe „Mit Kindern durchs Museum“, die die Stiftung Historische Museen Hamburg gemeinsam mit dem Carlsen Verlag konzipiert hat. Der Band zum Thema „Farben“ ist aktuell in der Rubrik „Sachbuch“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020 nominiert.

Mit dem Foto der Woche gibt das von der Stiftung Historische Museen Hamburg koordinierte Projekt eFoto einen wechselnden Einblick in das entstehende größte gemeinsame Bildarchiv der Stadt Hamburg. Jedes Bild zeigt eine ganz eigene Ansicht Hamburgs und trägt so dazu bei, dass unsere Stadt in ihrer kulturellen und historischen Vielfalt sichtbar wird.

Unter dem Motto „Mitmachen & Teilhaben“ möchten die historischen Museen Hamburgs dazu aufrufen, das Hier und Jetzt der aktuellen Situation festzuhalten: Der Ausbruch der Pandemie verändert Hamburg und es stellt sich schon jetzt die Frage, wie wir im Laufe der Jahre und Jahrzehnte auf diese Zeit zurückblicken werden? Es wäre deshalb ein große Hilfe, die aktuellen Zeitläufte einzufangen – in Gegenständen, Dokumenten, Fotos und Geschichten. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, ist alles unter https://shmh.de/de/digitalprogramm zu erfahren.

Text und Foto: SHMH

Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Pressesprecher
Tel.: 040 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de

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