Fiesta cubana

Karibische Lebensfreude in Fidel Castros sozialistischem Paradies
Von Uta Buhr

CUBA SÍ ! So lautete das Motto des diesjährigen Partnerlandes der Messe REISEN HAMBURG, die im Februar stattfand. Wer Kuba besucht, vergißt die gängigen Klischees Rum, Zucker und Cohibas sehr schnell und taucht ein in das pralle Leben der „Perle der Karibik“. Ansteckend ist die Fröhlichkeit vieler der 10,5 Millionen Kubaner. Auch jahrzehntelange sozialistische Miß- und Mangelwirtschaft haben ihnen ihren Optimismus nicht rauben können. Also auf nach Kuba! Es gilt, ein exotisches Inselparadies in all seiner Vielfalt an Kulturen und alten Bräuchen zu entdecken. Wie ein feuriger Ball versinkt die Sonne im Meer.  Eine würzige Brise streicht über die Bucht. Leise schwappen die Wellen gegen die Kaimauer „Fiesta cubana“ weiterlesen

Sonniges Städtchen am Wasser gebaut

Von Uta Buhr
„Willkommen in der Landeshauptstadt Schwerin“, verkündet die Lautsprecherstimme auf dem zur Zeit zweigleisigen Bahnhof. Dieser befindet sich gerade in einer aufwändigen Umbauphase, um dem Anspruch der Metropole von Mecklenburg-Vorpommern gerecht zu werden.

„Wir sind mächtig stolz, das Rennen gegen Rostock als Hauptstadt unseres Bundeslandes gemacht zu haben, obwohl unsere Rivalin über doppelt so viele Einwohner zählt“, frohlockt eine Wahl-Schwerinerin. Sie sitzt auf den Stufen vor dem Pfaffenteich und genießt den Blick über das spiegelglatte Gewässer, um das sich wie auf einer Perlenschnur aufgereiht elegante Bürgerhäuser und Stadtpalais gruppieren. „Sonniges Städtchen am Wasser gebaut“ weiterlesen

Wo die heißen Quellen sprudeln

Kururlaub in Ungarn rund um das Jahr

Von Uta Buhr

Die rheinische Frohnatur mit dem ansteckenden Lachen strahlt mit der Sonne um die Wette, die goldene Kringel auf die träge dahinfließende Donau malt. Hier im 5-Sterne-Hotel „Danubius Thermal Hotel“ auf der Margareteninsel hat sie sich nach eigenen Worten „generalüberholen“ lassen: „Neben der vitalisierenden Kur im Heilwasser habe ich mir eine Verschönerung meiner Frontzähne gegönnt. Und für ein kleines Lifting wurde es auch höchste Zeit.“ Der Schönheitschirurg sei ein Künstler, schwärmt sie weiter. Und das Beste – alles ist in Ungarn viel günstiger als daheim.

Drei Wochen hat sie inmitten der größten Parklandschaft Budapests verbracht. Die Parliamenteinundzwanzigtägige „All inclusive Heilkur“ hat sie Euro 1.596,– gekostet (im Doppelzimmer Euro 1.281,– pro Person. Die Preise gelten bis einschließlich 27.2.04). Ihr gefällt die unmittelbare Nähe zur Donaumetropole, in der sie sich fast jeden Tag nach ihren Anwendungen und sonstigen Behandlungen umgetan hat. Was für eine Stadt, in der insgesamt 123 warme Heilquellen aus dem Boden zischen und der man nachsagt, jeder Budapester habe neben seiner Stammkneipe auch noch sein Stammbad. Da ist der herrliche Badetempel in reinstem Jugendstil im Hotel Gellért in Buda sowie die palastartige Anlage des eleganten Széchenyi Heil- und Freibades. „Wo die heißen Quellen sprudeln“ weiterlesen

Ein Paradies für Skisportler: Hohe Tauern Kärnten

Von Uta Buhr

Wie ein feuriger Ball steht die Sonne über dem Großglockner und taucht die umliegenden Gipfel in blutrotes Licht. „Grandios“, freut sich ein Skiläufer und schießt ein Foto. „So eine Stimmung hat man nicht alle Tage.“ Die drei Skifexe aus Hamburg sind von Heiligenblut aus mit der Kabinenbahn zur Mittelstation Rossbach in 1752 Meter Höhe gefahren. Jetzt studieren Piste Ankogelsie erst einmal ihre Karte und legen den Plan für den Tag genau fest. Schade, meint der eine, dass sie nicht bis auf die Spitze von Österreichs höchstem Berg aufsteigen können. Der misst 3798 Meter. „Da oben wird die Luft schon ziemlich dünn“, warnt der Anführer, „und hier ist es doch auch ganz schön. Also – aufi geht’s!“
Die Skiregion Heiligenblut/Großglockner bietet jedem etwas, der gern auf  Brettln steht. Pisten aller Schwierigkeitsgrade sind minuziös in die Karten eingezeichnet. „Ist doch ganz einfach“, erklärt Skilehrer Alois. „Die Blauen sind die Leichten, die Roten die Mittelschweren und die Schwarzen nur etwas für Profis.“ Und natürlich gibt es hier auch noch Abfahrten für Anfänger, die man früher einmal „Idiotenhügel“ nannte. „Naa,“ sagt Alois. „Oaner, der g’rad  Skifahren lernt, ist doch koa Idiot. Seht’s mal den Kloanen da vorn. Der ist erst sechs und hat genau vier Stunden hinter sich. Der hat Talent.  Aus dem wird noch mal was.“ Ein kleiner Junge im poppigen Skianzug und leuchtend blauem Sturzhelm wedelt gerade elegant den Hügel hinunter, angefeuert von einem stolzen Vater, der die Abfahrt seines Sohnes mit der Videokamera festhält. „Ein Paradies für Skisportler: Hohe Tauern Kärnten“ weiterlesen

Entlang der lieblichen Tauber

Von Uta Buhr
Als einzigartiges Schmuckkästchen in deutschen Landen wird das Taubertal bezeichnet. Wie Perlen auf einer Schnur reiht sich entlang der Tauber ein touristisches Highlight an das andere. Da ist das romantische Rothenburg, die Fechterhochburg Tauberbi- schofsheim sowie die Deutschordensstadt Bad Mergentheim. Für den Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich Riehl, der Mitte des 19. Jahrhunderts die Region durchstreifte, war „der Gang durch’s Taubertal ein Gang durch die deutsche Geschichte, durch das alte Reich.“ Die Faszination ist geblieben. Menschen aus aller Welt lieben die Synthese aus Naturerlebnis, Burgenromantik und weinseliger Gastlichkeit. „Entlang der lieblichen Tauber“ weiterlesen

Störtebeker: In der Hand des Henkers

Von Renato Diekmann
Simon von Utrecht will Störtebekers Kopf. Der Oberbefehlshaber der Hamburger Flotte muss den Anführer der Vitalienbrüder zur Strecke bringen. Um jeden Preis. Brennende HansekoggeDenn vor den Toren der Hanse tobt ein Handelskrieg. Billiges Bier und billiger Hering aus Holland überschwemmen den Markt in Flandern und England und verderben die Preise. Klaus Störtebeker, Goedeke Michels und Magister Wigbold sind derweil auf Kaperfahrt, stören den Handel der Westsee, plündern eine Hansekogge nach der anderen, und reizen die hanseatischen Pfeffersäcke bis aufs Blut. „Störtebeker: In der Hand des Henkers“ weiterlesen

Café Overbeck in Essen

Eine unerwartet süße Begegnung im „Kranzler“ des Ruhrgebietes
Von Johanna Renate Wöhlke
In der Fußgängerzone in der Kettwiger Straße in Essen: das Café  OverbeckKöstliche Kuchen ziehen mich magisch an. Das wird seine Gründe haben. Einer davon könnte sein, dass ich aus einer ostpreußischen Familie stamme, in der immer gut und reichlich gekocht, gebraten und gebacken worden ist. Wer jemals Kontakt zu Ostpreußen hatte, weiß wovon ich rede. Fast bog sich die Tafel unter den angebotenen Köstlichkeiten, wenn gefeiert wurde. Dazu gehörten Kuchen und Torten – unvergesslich!

Die Kuchen meiner Mutter waren legendär und wenn sich Weihnachten näherte, häuften sich die Nachfragen der Hamburger Freundinnen nach ihrer Mohnrolle. So stand Mutter also am Heiligen Abend zu Bäckerszeiten in der Nacht auf, um ihre Mohnrollen rechtzeitig in den Ofen zu bekommen. Es waren ihre persönlichen Weihnachtsgeschenke. Gute Bäcker und Konditoren sind zwangsweise Nachtschwärmer. Das müsste eigentlich jeder im Sinn haben und würdigen, wenn er morgens oder im Laufe des Tages frische Brötchen und Kuchen isst. „Café Overbeck in Essen“ weiterlesen

Winter-Perspektiven

Von Renato Diekmann

 Mallnitz Hohe TauernAus Drei wird Eins

Die drei höchstgelegenen Kärntner Skigebiete Heiligenblut am Großglockner, Mölltaler Gletscher und Ankogel bilden die neue „Skizone Hohe Tauern Kärnten“. Garantierte Schneesicherheit bis über 3.000 m, sonnige Lage südlich des Alpenhauptkamms, legendäre Kärntner Gastfreundschaft und abwechslungsreiche Abfahrten bringen den Traum vom Winter auf den Punkt. Auch der Blick auf den Großglockner, Österreichs höchster Berg,Mölltaler Gletscher gemütliche Hütten und die gute Erreichbarkeit aus allen Himmelsrichtungen machen die neue Skizone zum Hit inmitten von 30 mächtigen Dreitausendern. Mit HLX fliegen Winterfans zu günstigen Preisen von Köln/Bonn, Hamburg, Hannover, Berlin und Leipzig nach Klagenfurt. Von dort gibt es einen Shuttle Service – entweder in das romantische Flattach am Fuße des Mölltaler Gletschers oder in den Luft- und Schrothkurort Obervellach oder nach Mallnitz am Nationalpark Hohe Tauern. Egal für welchen Ort Sie sich entscheiden: Herrlicher Pulverschnee verwandelt die Landschaft in ein Wintermärchen. Infos: www.skizone-hohetauern.at „Winter-Perspektiven“ weiterlesen

Vulkaninsel am Ende der Welt: Jan Mayen

MS Multanovskiy
Bei strahlendem Sonnenschein und einer steifen Brise aus nordöstlicher Richtung verlässt die „MS Multanovskiy“ den Hafen von Kevlavik. Die vierundvierzig Passagiere haben die obligatorischen Rettungsübungen unter der strengen Aufsicht des Ersten Offiziers hinter sich gebracht. Jetzt stehen sie an Deck und beobachten die faszinierende Landschaft der vorbeiziehenden isländischen Inseln, von denen ein Konzert aus vieltausend Vogelkehlen herübertönt. Vögel sind die einzigen Bewohner dieser Eilande. Sie bauen ihre Nester in die zerklüfteten bemoosten Felsen und nähren sich aus den reichen Fischgründen des Atlantischen Ozeans.

Heute steht das Thermometer auf 11 Grad Celsius. „Richtig warm für einen Tag Ende Mai in der Nähe des Polarkreises“, findet Kapitän Yuri Babkin aus St. Petersburg. Am Bug des Schiffes spielen Delphine. Ebenso schnell wie sie aufgetaucht sind, verschwinden sie wieder. „Vulkaninsel am Ende der Welt: Jan Mayen“ weiterlesen

Ukraine -2005-Januar

Von Dr. Ferenc Horvath
Die Prachtstrasse von Kiew, die Kreschtjatik ist immer noch blockiert. Man müsste es sich ungefähr so vorstellen, als ob in Berlin der Kurfürstendamm gesperrt wäre, und das für mehrere Wochen.  Die Autofahrer schimpfen nicht, die Mehrheit  führt mit sich sowieso eine orange Fahne mit der Aufschrift „TAK“ mit sich mit. Ob ein Mercedes ,ein Lexus oder ein Lada oder Tavrija, dort scheint das Volk heute vereint zu sein. Die Leute haben etwas Gemeinsames nach mehreren bitteren Jahren:
Eine eigene Revolution!

So wird die Massenbewegung in Kiew liebevoll genannt, die „orange Revolution“. Die Begeisterung ist allgegenwärtig und unübersehbar. Ob in den  Kiosks , ob bei den Straßenverkäufern an den Maidan – den eigentlichen Hauptplatz von Kiew,  die neue orange Relikvien werden überall zum Kauf angeboten und finden ebenfalls Abnehmer in großen Zahlen. Politische Werbeartikel aller Art, manche in minderwertiger Qualität, manche ganz ansehnlich, aber alle professionell dargeboten und vor allem; präsent. „Ukraine -2005-Januar“ weiterlesen