Hochgebirgsklima schafft Ruhe in den Atemwegen

Von Renato Diekmann
Der Schweizer Urlaubsort Davos steht für Luxus und Exklusivität. Aber auch ganz normale Menschen zieht es nach Graubünden. Sie wollen nur eins: Die Linderung ihrer Asthma-Beschwerden und endlich wieder tief durchatmen. Versteckte Allergene, z. B. in Lebensmitteln, Asthma bronchiale, COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) und Neurodermitis können das Leben der erkrankten Menschen schwer belasten und sogar seelische Störungen zur Folge haben. Hochgebirgsklinik Davos
Intakte Atemwege sind das A&O für eine gesunde Lunge. Mit jedem Atemzug strömt pure Lebensenergie in unseren Körper. In Ruhe werden die rund 300 Millionen Lungenbläschen 14-mal pro Minute mit Sauerstoff geflutet – beim Joggen oder Mountainbike-Fahren sogar die zwei- bis dreifache Menge. Von der Lunge wird die lebensnotwendige Energie an alle Körperzellen gerecht verteilt. Schleimhaut und zarte Flimmerhärchen sorgen schließlich dafür, dass mit der Frischluft eindringende Staubpartikel und Krankheitserreger abtransportiert werden. Durch Ausatmen, Hüsteln und das Schlucken von Schleim wird letztendlich die Lunge gereinigt. „Hochgebirgsklima schafft Ruhe in den Atemwegen“ weiterlesen

Gesundheit geht durch den Magen

Von Renato Diekmann

Wie gesunde Ernährung auszusehen hat, wissen wir längst. Aber setzen wir unser Wissen im Alltag auch konsequent um? Essen wir gesund und verdauungsfreundlich? Oder schlagen uns unsere Ess- und Lebensgewohnheiten buchstäblich auf den Magen? Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Umfragen geben bis zu 70 der Deutschen an, unter Verdauungsbeschwerden zu leiden, und bis zu 40 Prozent der Deutschen klagen über funktionelle Dyspepsie (Magen-Darmbeschwerden), wie Sodbrennen oder Blähungen, ohne dass eine organische Ursache vorliegt. Falsche Essgewohnheiten, Ärger, Stress oder Lebensmittel, die wir nicht gut vertragen – das alles bringt die Verdauung und den Magen aus dem Gleichgewicht. Die Nahrungsmittel und ihre Zubereitung können also ebenfalls ein Faktor für derartige Störungen sein. „Gesundheit geht durch den Magen“ weiterlesen

Salz auf unserer Haut

Medizin-Aspekte
Ambulante Balneophototherapie ist wirksam und verträglich

Von Renato Diekmann
Während vielfach berichtet wurde, dass bei Schuppenflechte und Neurodermitis ein Salzwasserbad vor Bestrahlung wirksamer ist als eine Bestrahlung alleine, wird die optimale Salzkonzentration nach wie vor kontrovers diskutiert. Trotz der allgemeinen Akzeptanz und der weiten Verbreitung der Balneophototherapie in Deutschland war die Datenlage hinsichtlich kontrollierter Studien bisher unbefriedigend. Die fehlende Evidenzbasierung dieser Therapieoption führte im Jahre 2000 sogar zum Wegfall der Erstattungsfähigkeit der ambulanten Balneophototherapie durch die Krankenkasse, obwohl eine Studie der Universitätshautklinik Kiel gezeigt hatte, daß bei mindestens einem Viertel der Patienten mit Psoriasis und Neurodermitis eine vollständige Heilung erzielt worden war. In Krankenhäusern gehört die Balneophototherapie zur Standardbehandlung. Während die Kosten für den stationären Aufenthalt von den Kassen übernommen werden, hat der Bundesausschuss die Kostenübernahme für die ambulante Behandlung Ende 1999 eingestellt. Daher entschlossen sich der Deutsche Heilbäder Verband und der Berufsverband der Deutschen Dermatologen unabhängig voneinander, eine solche Studie in Auftrag zu geben. „Salz auf unserer Haut“ weiterlesen

Frauen leiden anders

Gesundheitsthemen

Von Renato Diekmann

Schmerzen, so der Experte Prof. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel, sind mit Abstand die am weitesten verbreiteten Gesundheitsstörungen im Alltag. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Demzufolge ist es wichtig, frühzeitig etwas gegen akute Alltagschmerzen an Kopf, Rücken, Muskeln oder Gelenken zu unternehmen, um zu verhindern, dass diese chronisch werden – ggfs. durch Selbstmedikation. „Frauen leiden anders“ weiterlesen

Kerngesund?

Soll Man(n) oder soll Man(n) nicht?
Von Renato Diekmann

Unter dem Motto „Sport gegen Krebs“ traten im September 15 Radler in die Pedale, darunter Günter Meusel von der BPS-Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Verden an der Aller und DAP-Mitglied Dr. Peter Gerlach, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Media Concept GmbH, Organisatorin der BPS-Deutschlandtour. Insgesamt bewältigten die Teilnehmer in zehn Tagen über 900 Kilometer – von Bad Reichenhall bis in die Elbmetropole Hamburg. Dabei passierten sie Regensburg, Nürnberg, Erfurt, Quedlinburg, Wolfsburg und Rotenburg an der Wümme.
„Wir haben mit der BPS-Deutschlandtour die Öffentlichkeit erreicht.“ freute sich Wolfgang Petter, Vorsitzender des Bundesverbandes Prostata Selbsthilfe (BPS) am Zielpunkt in Hamburg. „Für unser Anliegen mussten wir allerdings unkonventionelle Wege beschreiten bzw. befahren“. „Kerngesund?“ weiterlesen

Gesundheit ist alles

Heilen mit der Kraft der Natur
Von Renato Diekmann

Seit Urzeiten hat es Menschen gegeben, die bei erkrankten Mitmenschen erfolgreicher Hilfe leisten konnten als andere. Heilkundige mit natürlichen Heilbegabungen gab es schon bei den Schamanen. In Deutschland war die Äbtissin Hildegard von Bingen die namhafteste Vertreterin der Kräuterheilkunde und Klostermedizin, Paracelsus galt als Verfechter einer universellen naturheilkundlichen Tätigkeit über die Alchemie und Spagyrik, und den Fuhrmann Johann Schroth nannte man den Begründer des Heilfastens mit der Schrothkur. Pfarrer Sebastian Kneipp kämpfte für die Erneuerung der Wasserheilkunde und der Arzt Samuel Friedrich Christian Hahnemann war der bedeutendste Wegbereiter der Homöopathie. Heilen aus der Kraft der Natur war auch das Thema des 12. Heilpraktikerkongresses in Neuss bei Düsseldorf. Von der Augendiagnostik über die Eigenblutbehandlung bis zur Magnetfeldtherapie reichte das umfangreiche Vortrags- und Seminarangebot. Vieldiskutierter Schwerpunkt war die Homöopathie, die momentan in der Kritik der Stiftung Warentest steht, weil sie die gewünschte Heilwirkung, die sie vorgibt zu leisten, angeblich nicht erzielt. Trotz aller Unkenrufe nimmt die Homöopathie einen immer breiteren Raum in der Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen ein. Tendenz steigend. „Gesundheit ist alles“ weiterlesen

ASS nach Herzinfarkt und Schlaganfall?

Von Renato Diekmann

Ohne es zu wissen, haben in Deutschland zwölf Millionen Menschen zwischen 35 und 65 Jahren ein hohes Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko, das häufig „hausgemacht“ ist. Kommen hoher Blutdruck, Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder erbliche Vorbelastungen erschwerend hinzu, ist die Wahrscheinlichkeit, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, besonders hoch. In der BRD erleiden jedes Jahr fast 300.000 Menschen einen Infarkt, mehr als die Hälfte davon enden tödlich. Auch Schlaganfälle sind weit verbreitet und werden oft unterschätzt. Etwa 200.000 Patienten erleben jährlich den plötzlich „Infarkt“ im Gehirn – rund 57 Prozent sterben innerhalb eines Jahres an den Folgen.Prof.  Predel
„Die Zahlen bestätigen, wie wichtig die Aufklärung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist“, betonte Dr. Hans-Georg Predel, Professor am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln. Jeder sollte sein persönliches Risiko kennen und über Vorsorge und Früherkennung informiert sein. Die Aktion HerzProtect habe hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet („HerzProtect“ ist eine gemeinsame Initiative der Bayer Vital GmbH und ihrer Partner, der World Heart Federation, der Deutschen Sporthochschule Köln und der medizinischen Fachzeitschrift Medical Tribune).
Viele Menschen, warnen die Experten, gehen wie selbstverständlich davon aus „Mich erwischt es ja nicht!“. Bis es einen tatsächlich trifft, spürt man meist keinerlei Einschränkungen. „Gut, früher hat man die zehn Treppenstufen zügiger bewältigt, aber man wird ja schließlich nicht jünger…“ Doch auf einmal ist es da: „ASS nach Herzinfarkt und Schlaganfall?“ weiterlesen

Schlank durch Palm- und Haferöl?

Von Renato Diekmann

Steht der Frühling vor der Tür, beginnt auch schon der Kampf gegen die lästigen Pfunde, die sich über den Winter angesammelt haben. Von 100 Frauen, so der Göttinger Ernährungspsychologe Professor Volker Pudel, wünschen sich 100 die Konfektionsgröße 36, aber nur 10 Prozent von ihnen passen da rein. Die restlichen 90 Prozent sind übergewichtig und frustriert. Auch viel zu viele Männer sind zu dick (ganz zu schweigen von den Kindern). Also entscheiden Mann und Frau sich für eine Diät. Mit wenig Aufwand soll sie möglichst schnell Erfolge zeigen und zudem noch gut verträglich sein. „Schlank durch Palm- und Haferöl?“ weiterlesen

Ein Tisch im Rapsfeld

Von Manuela Rosenthal- Kappi
Sie leuchten im Frühling von weitem mit ihrem satten Gelb, verbreiten einen Duft nach Honig in der Luft. Pünktlich zur Vollblüte der Pflanze lud die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft GmbH zum Fototermin mit gedecktem Tisch im blühenden Rapsfeld ein.
Rapsfelder sind nicht nur schön anzusehen, die Pflanzen sind vielseitig nutzbare Gewächse. Seit Jahrhunderten wird das rosenähnliche Kreuzblütengewächs in Deutschland angebaut. Wurde es zunächst vorwiegend als Speise- und Lampenöl genutzt, entdeckte man bald die vielfältige Nutzbarkeit von Rapsöl. Es wurde zur Herstellung von Margarine verwendet, als Schmierstoff, für Reinigungsmittel und als Bestandteil von Kosmetika, für Dieselmotoren
In Zeiten knapper werdender Ressourcen wird aus Raps als nachwachsendem Energielieferanten auch Biodiesel hergestellt, mit dem Hybridautos angetrieben werden können. Zur Zeit ist diese Kraftstoffart jedoch noch nicht weit verbreitet. „Ein Tisch im Rapsfeld“ weiterlesen

Wie kommt die Ginsengwurzel in die Lüneburger Heide?

Von Uta Buhr
Ein Scherz? Mitten in der Lüneburger Heide soll es eine Ginseng-Farm geben, wo die mystische Wurzel aus Fernost kultiviert wird! Neugierig geworden, machen wir uns nach Bockhorn auf, einem etwas verschlafenen 260-Seelen-Dorf in der Nähe von Walsrode. Unser Weg führt durch Wälder, vorbei an Wiesen und Knicks. Ein kleiner Schlenker, und vor uns liegt ein schmuckes niedersächsisisches Fachwerkhaus, Zentrum und Empfangsbereich der FloraFarm. Rechts vom Eingang ein riesiger quittegelber Plastik-Ginseng. „Das Ding sieht aus wie eine Alraune-Wurzel“, finden wir. „Die ist noch menschenähnlicher als unser Ginseng“, werden wir freundlich von einem jungen Mann in Arbeitskleidung belehrt, der uns in den hinteren Teil des Geländes führt.

Und da liegen sie, die wohl behüteten, mit perforierten Folien überdachten Beete mit den grünen Blattpflanzen, die aus der Ferne ein wenig an Tabak erinnern. Auf den ersten Blick wirklich nichts Besonderes. Bis Gesine Wischmann, die Farm-Chefin, auf den Plan tritt und einen faszinierenden Vortrag über die magische Wurzel hält. Bei diesen Gewächsen handelt es sich um korea- nischen Ginseng, den qualitativ besten seiner Art. Im Reich der Mitte einst von den chinesischen Kaisern mit Gold aufgewogen. Man sprach – und tut das in Asien auch heute noch – dem Ginseng übernatürliche Kräfte zu, allem voran die Stärkung der Manneskraft. Die Botanik betrachtet die Wurzel etwas nüchterner: Ginseng (chinesisch für Menschenwurzel) ist die Bezeichnung für zwei Araliengewächse, aus deren rübenförmigem Wurzelstock ein allgemein anre- gendes Mittel gewonnen wird – Panax ginseng (panax griechisch gleich Allheilmittel), eine bis 50 cm hohe Staude, die wild nur noch selten in der Mandschurai und in Korea vorkommt, mit gefingerten Blättern und grünweißen Blüten. „Die echte Ginsengwurzel der ersten Art ist seit etwa 2000 Jahren in Ostasien ein geschätztes Allheilmittel, dessen Anwendung mit mystischen Vorstellungen verbunden ist“, heißt es in einer wissenschaftlichen Abhandlung. „Wie kommt die Ginsengwurzel in die Lüneburger Heide?“ weiterlesen