Kein Leben ohne Enzyme

Von Renato Diekmann

In der Behandlung von Krebs, Typ-2-Diabetes, Harnwegsinfektionen, chronischen rheumatischen Beschwerden, aber auch bei vielen anderen Krankheitsbildern rücken Enzyme oft als begleitende Therapie immer mehr in den Blickpunkt. Trotz vielversprechender klinischer Erfahrungen steckt die Forschung hier in vielen Bereichen noch in der Entwicklungsphase. Um die Forschung auf diesem zukunftsweisenden Feld zu fördern, neue Denkmodelle anzustoßen und die Resultate dieser Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen, veranstaltete die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Enzymtherapie (WGFE) unter Leitung von Professor Dr. Dieter Adam Mitte Oktober in Hamburg ihr erstes wissenschaftliches Symposium zum Thema „Aktuelle therapeutische Optionen und Forschung mit proteolytischen Enzymen“. „Kein Leben ohne Enzyme“ weiterlesen

Spezifische Immuntherapie mit Adjuvanzien

Von Renato Diekmann

Die Nase juckt, die Augen brennen. Wenn die Pollen fliegen, müssen Allergiker viel ertragen. Die Zahl der Menschen mit Heuschnupfen steigt kontinuierlich. Allein in Deutschland leiden weit über 12 Millionen Menschen unter einem Heuschnupfen (Rhinitis) – Tendenz steigend. Heuschnupfen (Rhinitis)
Er kann sich auf obere und untere Atemwege ausdehnen. Der Etagenwechsel wird von Ärzten und Patienten leider allzu häufig unterschätzt. Bei mehr als 50% aller Fälle kommt es ohne angemessene Therapie zusätzlich zu einem Asthma bronchiale, zunächst nur während der Pollensaison und später auch ganzjährig, mit allen Beeinträchtigungen und Behinderungen, wie sie durch chronische Erkrankungen hervorgerufen werden können. Die meisten Betroffenen lassen sich zudem erst dann behandeln, wenn die ersten Asthmabeschwerden bereits vorhanden sind. Vorsorge ist unbedingt geboten. Neben der Nutzung aller Karenzmöglichkeiten wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Spezifische Immuntherapie (SIT) als kausale Therapieform bei klinisch relevanten Sensibilisierungen mit Allergenen empfohlen. Bei Heuschnupfen hat sich die integrative Therapie unter Nutzung aller Möglichkeiten sogar seit vielen Jahren bewährt. Dabei wird dem Patienten in der pollenarmen Saison zwischen Oktober und Januar Allergen in ansteigenden Dosen unter die Haut gespritzt. Diese Methode ist für den Patienten allerdings sehr zeitaufwändig, denn er muss für jede Injektion in der Praxis oder Klinik erscheinen. „Spezifische Immuntherapie mit Adjuvanzien“ weiterlesen

Besser leben durch gutes Hören

Von Renato Diekmann

Über unsere Ohren nehmen wir nicht nur die Sprache, sondern auch wichtige Geräusche und Informationen auf. Die Bedeutung des Hörens für zwischenmenschliche Beziehungen und das Verständnis zu unserer Umwelt ist lebenswichtig. Wer gut hört, genießt die Welt in ihrer ganzen Vielfalt.

Hören ist der zentrale menschliche Sinn für Kommunikation und damit unverzichtbar für den Austausch mit anderen Menschen. Aus diesem Grund ist Hören unmittelbar mit psychosozialen Vorgängen verbunden, sagt Professor Dr. med. Claudia Spahn. Die ausgebildete Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin mit der Professur für Musikermedizin an der Hochschule für Musik Freiburg spricht sogar von der psychischen Dimension des Hörens: In der Evolution hatte der Hörsinn die wichtige Aufgabe, Gefahrenquellen in der Umgebung zu orten und zu identifizieren. Aus dieser lebensentscheidenden Funktion erklärt sich, dass die Hörwahrnehmung nicht abgeschaltet werden kann – Hören also permanent stattfindet. Im Unterschied zu anderen Sinneswahrnehmungen, zum Beispiel dem Sehen, sind wir unseren Höreindrücken ständig ausgesetzt. „Besser leben durch gutes Hören“ weiterlesen

Mehr Lebensqualität für nierenkranke Patienten mit Blutarmut

Von Renato Diekmann

Weltweit leiden mehr als 500 Millionen Menschen an einer chronischen Nierenerkrankung unterschiedlichen Grades. Allein in Deutschland gibt es über 60.000 dialysepflichtige Patienten. Deren Zahl nimmt in den westlichen Ländern augrund zunehmenden Alters und veränderter Lebensgewohnheiten jährlich um 5 Prozent zu.

Schaubild

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Honig-Schnuller zerstören Milchzähne

Von Renato Diekmann

Dank intensiver Aufklärung und prophylaktischer Maßnahmen wird in den letzten Jahren bei den meisten jugendlichen Patienten ein deutlicher Rückgang der Karies an den bleibenden Zähnen beobachtet. Im Milchgebiss ist der Kariesrückgang allerdings noch viel zu gering.
Dr. HandtmannBei einem Teil der Kleinkinder ist der Kariesbefall sogar besonders stark ausgeprägt, berichtete       Dr. Susanne Handtmann, Oberärztin am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Tübingen. Vor allem stelle die frühkindliche Karies „Early Childhood Caries“ bzw. das „Nursing bottle syndrom“ noch immer ein großes Problem dar. Die Ursache sei hauptsächlich durch fehlerhafte Ernährung mit zucker- und säurehaltigen Getränken in Nuckelflaschen zu suchen. Auch der in Honig oder Nutella getunkte Schnuller, der nuckelnde Babys und Kleinkinder über viele Stunden beruhigen soll, verursache erheblich Schäden und zerstöre die Milchzähne.

Neben der Ernährung spielen die orale Mikroflora, wie z. B. der Streptokokkus mutans (Leitkeim der Zahnkaries) und die Speichelzusammensetzung eine wichtige Rolle. Auch werden Vorschädigungen in Form einer mangelhaften Mineralisation des Schmelzes diskutiert, so die Experten. „Honig-Schnuller zerstören Milchzähne“ weiterlesen

Wo die heißen Quellen sprudeln

Kururlaub in Ungarn rund um das Jahr

Von Uta Buhr

Die rheinische Frohnatur mit dem ansteckenden Lachen strahlt mit der Sonne um die Wette, die goldene Kringel auf die träge dahinfließende Donau malt. Hier im 5-Sterne-Hotel „Danubius Thermal Hotel“ auf der Margareteninsel hat sie sich nach eigenen Worten „generalüberholen“ lassen: „Neben der vitalisierenden Kur im Heilwasser habe ich mir eine Verschönerung meiner Frontzähne gegönnt. Und für ein kleines Lifting wurde es auch höchste Zeit.“ Der Schönheitschirurg sei ein Künstler, schwärmt sie weiter. Und das Beste – alles ist in Ungarn viel günstiger als daheim.

Drei Wochen hat sie inmitten der größten Parklandschaft Budapests verbracht. Die Parliamenteinundzwanzigtägige „All inclusive Heilkur“ hat sie Euro 1.596,– gekostet (im Doppelzimmer Euro 1.281,– pro Person. Die Preise gelten bis einschließlich 27.2.04). Ihr gefällt die unmittelbare Nähe zur Donaumetropole, in der sie sich fast jeden Tag nach ihren Anwendungen und sonstigen Behandlungen umgetan hat. Was für eine Stadt, in der insgesamt 123 warme Heilquellen aus dem Boden zischen und der man nachsagt, jeder Budapester habe neben seiner Stammkneipe auch noch sein Stammbad. Da ist der herrliche Badetempel in reinstem Jugendstil im Hotel Gellért in Buda sowie die palastartige Anlage des eleganten Széchenyi Heil- und Freibades. „Wo die heißen Quellen sprudeln“ weiterlesen

Diabetiker dürfen schlemmen

Von Renato Diekmann

Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) sind die Volkskrankheit Nummer eins und inzwischen epidemisch verbreitet. Der ungesunde Lebenswandel, vor allem durch Alkohol, Nikotin, falsche Ernährung und Bewegungsmangel, lösen lebensbedrohliche Krankheiten aus. Nur noch ein Viertel der deutschen Bevölkerung hat ein wünschenswertes Gewicht, die restlichen 60 Millionen Menschen leben gesundheitsgefährdet. Von Übergewicht und Fettleibigkeit sind besonders Kinder und Jugendliche betroffen. Sind sie bereits adipös, haben sie nur noch eine 50%ige Chance, im Laufe ihres Lebens noch einmal normalgewichtig zu werden. Und nicht selten wird bei ihnen Diabetes festgestellt. Auch Gefäßveränderungen wie Arteriosklerose nehmen bedenklich zu. Schlechte Cholesterinwerte, viel zu hoher Blutdruck und Herzinfarkt sind im Laufe ihres Lebens 4-mal häufiger, aber auch Krebserkrankungen kommen doppelt so oft vor wie bei Normalgewichtigen. Besonders verbreitet ist der Diabetes mellitus Typ 2, der inzwischen bei 8 Millionen Deutschen diagnostiziert wurde – mit steigender Tendenz. Besonders Krankheiten, an denen man nicht stirbt, nehmen überhand: Dazu gehören Rückenleiden, Verschleiß an tragenden Gelenken, Krampfadern, Inkontinenz und Hautkrankheiten. „Diabetiker dürfen schlemmen“ weiterlesen

Gut hören, gut leben

Von Renato Diekmann

Über unsere Ohren nehmen wir nicht nur die Sprache, sondern auch wichtige Geräusche und Informationen auf. Die Bedeutung des Hörens für zwischenmenschliche Beziehungen und das Verständnis zu unserer Umwelt ist enorm. Das Gehör ist „ein Tor zur Welt“, sagte Professor Ursula Lehr, Bundesministerin a. D., anlässlich der Verleihung des Goldenen Akustikus an die dänische Sängerin Gitte Haenning in München „und das sollten wir so lange wie möglich offen halten“.
Die Minderung oder gar der Ausfall des Hörvermögens bedeuten immer eine massive Belastung für die Betroffenen und ihr Umfeld – sowohl im Privatleben als auch im Beruf. Die meisten Menschen nehmen ihre Defizite beim Hören häufig zu selten wahr, andere wollen sie nicht wahrhaben und verdrängen sie. Missverständnisse, Kommunikationsprobleme und Einschränkungen der persönlichen Lebensqualität sind häufig die Folgen. Gutes Hören hingegen sichert Aktivität, Lebensfreude und geistige Leistungsfähigkeit. „Gut hören, gut leben“ weiterlesen

Wächst Ihr Kind richtig?

Von Renato Diekmann
Marius war ein ganz normales Baby, genauso groß und schwer wie die anderen Kinder. Im Alter von vier Jahren fällt im Kindergarten zum ersten Mal auf, dass er einer der Kleinsten ist und mit fünf Jahren verläuft seine Wachstumskurve im gelben Kinder-Untersuchungsheft nicht mehr im normalen Bereich. Leider bleibt die Ursache der Wachstumsstörung lange unerkannt. Marius ist immer der Kleinste und wird von den Erwachsenen häufig falsch eingeschätzt. Bemerkungen wie „Darfst Du das denn schon? Bist Du dazu schon alt genug?“ machten ihn unglücklich. Auf die Frage nach seinen Wünschen zu Weihnachten antwortet er: „Ich möchte gerne wachsen und so groß sein, wie die anderen Kinder meines Alters.“ „Wächst Ihr Kind richtig?“ weiterlesen

Nächtliche Nervensägen

Von Renato Diekmann
Schnarchen bei Kindern und Erwachsenen stellt in den meisten Fällen keine Gefahr für die Gesundheit, sondern eher eine unangenehme Belästigung für die Umwelt dar. Scharchen ist für einen Partner also sehr störend, belastet eine Beziehung nicht selten über Gebühr und treibt den Ehepartner im wahrsten Sinne des Wortes in die Flucht. Unregelmäßiges und dabei lautes Schnarchen kann auch ein erster Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung, der sogenannten obstruktiven Schlafapnoe (Atemstillstand) sein. Diese Erkrankung, die bei ca. 4 Millionen Patienten in Deutschland auftritt, wurde früher selbst unter Schulmedizinern nicht immer ernst genommen, obwohl man heute weiß, dass sie häufig Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall nach sich zieht. „Nächtliche Nervensägen“ weiterlesen