Vor 25 Jahren starb Carl Orff in München

Von Manuel Ruoff

Carl Orff kam am 10. Juli 1895 in München zur Welt. Er entstammte einer alten bayerischen Offiziers- und Gelehrtenfamilie. Sein Elternhaus war sehr musikalisch. Sein Vater, wie seine beiden Großväter von Beruf Offizier, spielte Klavier und verschiedene Streichinstrumente und seine Mutter war gar ausgebildete Pianistin. Als Profi erkannte sie das musikalische Talent ihres Sohnes und förderte es entsprechend. Im Jahre 1912 verließ er vor dem Abitur das Gymnasium, um an der Münchner Akademie der Tonkunst zu studieren. Den Akademieunterricht empfand er jedoch als zu konservativ, und so bildete er sich im Selbststudium und mit Hilfe von Privatunterricht weiter fort.
Nach einer Tätigkeit als Kapellmeister an diversen Spielstätten und der Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Soldat arbeitete er ab 1919 als freischaffender Komponist in der Bayernmetropole. Mit der Gymnastiklehrerin, Graphikerin und Schriftstellerin Dorothee Günther gründete er 1924 die Günther-Schule. An dieser Ausbildungsstätte für Gymnastik, Rhythmik, Musik und Tanz entwickelte er das Orff-Schulwerk und die Orff-Instrumente.
Weder Aufstieg noch Fall der Nationalsozialisten unterbrachen oder beendeten gar Orffs Schaffen und Wirken. Olympia zeigt das beispielhaft. „Vor 25 Jahren starb Carl Orff in München“ weiterlesen

Krawutzi Kaputzi

Text und Fotos:  Johanna Renate Wöhlke

Das Kabarett Simpl   „Premierenstimmung auf der Straße“

Krawutzi Kaputzi

oder Ein Stückl Glück vom Glück

Eine umjubelte Musical-Premiere im Kabarett Simpl in Wien

Eine neue Form des Puppenspiels ist dabei, sich die Welt zu erobern: zuerst in Amerika mit dem Musical „Avenue Q“ – seit 2003 als off-Broadway im Vineyard Theatre in New York, dann am Broadway im Golden Theatre und in Las Vegas. Die Europa Premiere wurde im vergangenen Jahr im Londoner West-End im Noel Coward Theatre gefeiert. Das Hamburger Spiel mit Mensch und Puppe heißt „Villa Sonnenschein“ und ist im Schmidt Theater erfolgreich. „Krawutzi Kaputzi“ weiterlesen

Hans Christian Andersen

PORTRAIT H. C. ANDERSEN021805-1875
Von Dr. László Kova
Im Altonaer Museum läuft bis zum 12. Juni 2005 eine besonders sehenswerte Ausstellung, die die Reisewege von H.C. Andersen zeigt. Als Untertitel kann man lesen: Märchen eines Lebens – mit Hans Christian Andersen durch das malerische Europa.

Dabei ist in Deutschland wenig bekannt, dass Andersen nicht nur der geniale Märchendichter war, als den wir ihn heute noch lieben. Er sah sich selbst eher als Poet, Dramatiker, Romancier und als Chronisten seiner Zeit. „Hans Christian Andersen“ weiterlesen

Arno Surminski

Von Dr. László Kova
Arno Surminski wurde mit Romanen über Ostpreußen populär. Im Februar 2004 ehrte ihn die Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille.

Er wurde 1934 in Jäglack in Ostpreußen geboren. Sein Lebensweg ist lang und bunt. Zehn Jahre alt war er, als die Rote Armee in sein Dorf kam. Der Krieg zerstörte die Idylle und seine Kindheit. Seine Eltern wurden nach Russland deportiert und kehrten nie zurück. 1947 wurde er von entfernten Verwandten in Trittau (bei Hamburg) aufgenommen. „Arno Surminski“ weiterlesen

Die Sängerin Alexandra

Porträt AlexandraVon Manuela Rosenthal- Kappi
Kurzbiographie Alexandras: Die Sängerin wurde am 19. Mai 1942 in Heydekrug / Memelland geboren, 1944 Flucht aus Ostpreußen und Ankunft in Kiel. 1960 / 1961 Ausbildung zur Grafikerin, 1962 Heirat mit dem 30 Jahre älteren Russen Nikolaj Nefedov, 1963 Geburt des Sohnes Alexander, 1964 Scheidung, Ausbildung zur Schauspielerin in Hamburg.
1966 Entdeckung durch Produzent Fred Weyrich, Plattenvertrag. 1967 Rußland-Tournee mit Hazy Osterwald, Bädertournee durch Norddeutschland, Auftritte in Fernsehshows, Ende 1967 Tournee mit Adamo. 1968 weitere Plattenaufnahmen, Modenschau in Paris, TV-Auftritte, Teilnahme an Festivals in Bulgarien und Brasilien, Planung für die TV-Produktion, “Porträt in Musik” mit Truck Branss. 1969 private Rückschläge: Tod des Vaters, Verlobung mit einem Heiratsschwindler, Trennung. Erholung in Davos, Auftritt im holländischen Fernsehen, Erscheinen der dritten LP. 31. Juli 1969: Besuch der Schallplattenfirma Phonogram in Hamburg, Weiterfahrt Richtung Sylt, tödlicher Unfall in Tellingstedt.

Unter die Haut gegangen „Die Sängerin Alexandra“ weiterlesen

Auf Mozarts Spuren

Das Genie wird 250 Jahre alt

Von Uta Buhr
Salzburg
Theresa verläßt leicht irritiert das Haus in der Getreidegasse 9 zu Salzburg. Hier wurde   am 27. Januar 1776  Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart geboren. Die Musikerin hatte gehofft, das sattsam bekannte Bild des Genies als ewiges Kind  würde zu seinem 250. Geburtstag endlich korrigiert: „Der Wolfgang war schon früh erwachsen. Er hat bereits  in sehr jungen Mozart live Wunderkind -WienJahren die ganze Familie ernährt!“ Und nun sieht sie sich mit kitschig bemalten Decken, einem Kinderbettchen mit herziger Wolferl-Puppe und ähnlich infantilem Schnickschnack konfrontiert. Konzipiert wurde die Installation von Robert Wilson. „Aber die Kids haben Spaß daran“, verteidigt ein Lehrer den exentrischen Theatermann aus Texas. „Und sie interessieren sich brennend für die Instrumente, auf denen der Bub‘ selbst gespielt hat.“ Aus seiner Sicht ist dies ein guter Zugang zu Mozart und seiner Musik.
Es „mozartet“ sehr  an der Salzach, und die Stadt zeigt sich zu Beginn des Jubeljahres von ihrer besten Seite. Kein Schnürlregen trübt heute die Festfreude. Die Luft ist klar, und die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel. Touristenschwärme  drängen sich durch die engen Gassen und stehen geduldig Schlange vor dem Tanzmeisterhaus am Makartplatz. Hier verbrachte das Wunderkind, das sich im Alter von fünf Jahren selbst das Geigenspielen lehrte und mit leichter Hand unsterbliche Melodien schuf, einen Teil seiner Jugend. In der Neuen Residenz  am  Mozart-Platz 1 lässt man den „Auf Mozarts Spuren“ weiterlesen

Zwei Ausstellungen

im Altonaer Museum Hamburg
Von Dr. László Kova

Zwei neue Ausstellungen sind äußerst sehenswert und für den Familienbesuch zu empfehlen.

Eine ist die „Schaulust“, die bis zum 01. April 2006 läuft. Die von dem Sammler und Filmemacher Werner Nekes über vier Jahrzehnte zusammen getragenen Objekte bieten in ihrer historischen und ästhetischen Vielfalt eine einmalige Gelegenheit, die Archäologie der visuellen Wahrnehmung von der Renaissance bis zum Zeitalter der Massenmedien in Form künstlerisch avancierter Phänomene kennen zu lernen. „Zwei Ausstellungen“ weiterlesen