Wussten Sie schon…?

dass über 90 Prozent

des weltweiten Warenumschlags von grünem Kaffee  im Hamburger Hafen umgeschlagen werden?

Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie spielt im Wirtschaftsleben der Stadt eine wichtige Rolle. Als Europas Hauptumschlagplatz und Kaffeehauptstadt findet man in Hamburg von einer gewachsenen Infrastruktur über Lagerung und Spezialbehandlung bis zur Verarbeitung auch die Spezialisten für die Vermarktung und Versorgung mit Rohstoffen. Es ist daher offensichtlich, dass viele tausend Arbeitsplätze- nicht nur in Hamburg- an diesem Geschäft hängen. „Wussten Sie schon…?“ weiterlesen

Brandloch an der Elbe

Gedanken zur Bücherverbrennung am historischen Ort

Vortrag von Dr. Reimer Eilers, VS Vorsitzender Hamburg, aus Anlass der Gedenkveranstaltung 2010 von Hamburger Autorenvereinigung und VS Verband der Schriftsteller zur Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933

Der 15. Mai 1933 war in Hamburg ein für die Jahreszeit zu kühler Tag. Trotzdem versammelte sich am späteren Abend eine etwa tausendköpfige Menge erwartungsvoll auf den Wiesen des Kaiser-Friedrich-Ufers. Denn wie formulierte der Reporter des „Hamburger Anzeigers“ am nächsten Tag unnachahmlich zum Anlass: „Feuer zieht die Menschen an. Ob es ein Schadenfeuer ist, ein Freudenfeuer oder ein solches, wie es die Studenten Hamburgs gestern Abend am Kaiser-Friedrich-Ufer veranstalteten.“

So begann der Frühling der Nationalsozialisten: Allerorten brannten im Deutschen Reich am 1o. Mai des Jahres dreiunddreißig die Scheiterhaufen mit den Büchern deutscher Schriftsteller. Hamburg machte eine bloß scheinbare Ausnahme: Hier fand die Bücherverbrennung einige Tage später, am 15. Mai, eine Stunde vor Mitternacht statt. Das Feuer am Kaiser-Friedrich-Ufer, übermannshoch, zog seine Nahrung aus über zweitausend Büchern. Und die Studenten, von denen im „Hamburger Anzeiger“ pauschal die Rede war, stellten sich als Mitglieder des Stahlhelms, der Burschenschaften und des SA-Sturms 6/76 dar. „Brandloch an der Elbe“ weiterlesen

Hannelore Greve Literaturpreis 2010 für Lea Singer

Von Johanna Renate Wöhlke

Die Münchner Schriftstellerin Lea Singer erhält einen der höchst dotierten Literaturpreise in Deutschland. Der mit 25 000 Euro dotierte Preis wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur durch die Hamburger Autorenvereinigung vergeben. Lea Singer alias Eva Gesine Baur wurde in Kunstgeschichte, Musik und Literaturwissenschaft promoviert. Sie arbeitet als Schriftstellerin und Publizistin in München. „Hannelore Greve Literaturpreis 2010 für Lea Singer“ weiterlesen

Flammende Ignoranz

Vortrag von Gino Leineweber aus Anlass der Gedenkveranstaltung 2010 von Hamburger Autorenvereinigung und VS Verband der Schriftsteller zur Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933

Fahrenheit 451, das ist die Temperatur, bei der Papier Feuer fängt und Bücher sich entzünden, und das ist der Titel eines Romans des amerikanischen Schriftstellers Ray Bradbury. In diesem Buch beschreibt er eine Gesellschaft, in der Bücher verboten sind. Eine als Feuerwehr getarnte Institution, rückt immer dann aus, wenn Bücher gefunden werden, verbrennt sie und verhaftet die Besitzer.

Die Bevölkerung im Roman ist von allem fernzuhalten, was der Gesellschaftsstruktur schaden könnte. Insbesondere von Büchern. Sie bieten andere Ansichten, und erlauben in andere Welten einzutauchen. „Flammende Ignoranz“ weiterlesen

Sufismus und Frieden

Bericht des Schriftstellers und Vorsitzenden der Hamburger Autorenvereinigung, Gino Leineweber, von einem internationalen Schriftstellerkongresses in Islamabad, Pakistan.

Als ich die Einladung bekam, wollte ich es erst nicht wahrhaben. Ein Treffen von Schriftstellern und Intellektuellen in Islamabad. In der Hauptstadt Pakistans, dem Land, das im Focus der Öffentlichkeit mit Terrorismus und instabilen politischen und sozialen Verhältnissen verbunden wird. Ein Land, in dem man vor Anschlägen nicht sicher ist, und in der Tat wurde die Konferenz aus Sicherheitsgründen zweimal verschoben, von Oktober auf November 2009 und schließlich auf die Zeit vom 14. bis 16. März 2010. Zwei andere Schriftsteller aus Deutschland, die ebenfalls eingeladen waren, sagten aus unterschiedlichen Gründen ab. Ich aber folgte der Einladung.

Das Motto der Konferenz war Sufismus und Frieden (Sufism and Peace). Über Sufismus hatte ich vor vielen Jahren gelesen, und wusste, dass der Sufismus eine Vielheit mystischer Traditionen umfasst, die den Islam als ihre höchste Wahrheit betrachten. Die Lehre wird als eine Offenbarung der esoterischen Wahrheit des Islams gesehen. Alle Teilnehmer hatten zum Thema einen Vortrag zu halten, der später in einer Anthologie veröffentlicht werden sollte. So wie im Jahre 1995, in dem bereits eine Konferenz mit demselben Titel stattfand. Sie war von Benazir Bhutto, der im Dezember 2007 ermordeten pakistanischen Politikerin, die 1995 Premierministerin war, initiiert worden. Die Idee zu einer zweiten Konferenz stammt ebenfalls von ihr, und der Vorsitzende der PAL (Pakistan Academy of Letters), der Pakistanischen Schriftstellervereinigung, Fahkar Zaman, der 1995 Kultusminister unter Benazir Bhutto war, verwirklichte jetzt die Vision der großen Dame der pakistanischen Politik. Wie wichtig diese Konferenz nicht nur für die PAL war, zeigt das große Medieninteresse, dass während der gesamten Dauer der Tagung zu beobachten war  und besonders der Besuch des Pakistanischen Präsidenten, Asif Ali Zardari, des Witwers Benazir Bhuttos und des Bildungsministers Pakistans, Sardar Assef Ahmed Ali. „Sufismus und Frieden“ weiterlesen

Kinder- und Jugendliteratur in Hamburg

mitReden!

 Die Debattenreihe des Kinderbuchhauses im Altonaer Museum

 Am Donnerstag, 3. Juni, 19.00 Uhr redet Prof. Birgit Dankert zum Thema:

„Hamburg – das unerkannte Eldorado der Kinder- und Jugendliteratur“

 parallel zur altonale kulturnacht in den Räumen des Altonaer Museum startet das Kinderbuchhaus am Donnerstag, den 03 Juni, um 19 Uhr mit seiner Debattenreihe mitReden!

 Die renommierte Bibliothekswissenschaftlerin stellt die Medienstadt Hamburg als Stadt der Kinder- und Jugendbuchliteratur mit reicher und vielfältiger Vergangenheit vor. Aber gegenwärtig, so Dankert, seien die Akteure „ohne jedes Bewusstsein der eigenen Tradition, Qualität und Verantwortung für das gemeinsame Kulturgut Kinder- und Jugendliteratur in Hamburg“.

 Das Kinderbuchhaus möchte ein Forum sein, das allen an der Kinder- und Jugendbuchkultur interessierten Menschen die Möglichkeit zum mitReden bietet. Zum Vortrag und zur Diskussion mit Frau Prof. Dr. Birgit Dankert am 03. Juni um 19 Uhr im Kinderbuchhaus im Altonaer Museum bei Wasser und Wein möchte ich Sie hiermit herzlich einladen.
Der Kostenbeitrag zum Besuch der Veranstaltung beträgt 3.00 €.

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Stiftung Historische Museen Hamburg

Altonaer Museum

für Kunst und Kulturgeschichte

Museumstraße 23

22765 Hamburg

Von Hanseaten und „Hämbörgern”

Eine kurze Kulturgeschichte des berühmtesten Fleischklopses der Welt

Von Uta Buhr

AlsterJenseits der Grenzen tut sich ein Hamburger häufig schwer. Nach seiner Herkunft gefragt, leuchten die Augen des Gegenübers auf: „Ah, Reeperbahn“, ruft er aus und schnalzt genüsslich mit der Zunge. Ein Franzose fügt fast immer ein viel sagendes „Oh, là, là“ hinzu. Stets wohliges Erschauern bei der Erwähnung der jugendlichen Bewohner des Schanzenviertels und ihrer „feurigen“ Straßenfeste.  Doch das ist noch lange nicht alles. Gern identifizieren Ausländer den stolzen Hanseaten mit einem Fleischklops, der – fatal genug – seinen Namen trägt. „Sie sind ein Hamburger“, witzeln sie. „Ich mag meinen am liebsten mit Salatblatt und viel Tomatenketschup!“ „Von Hanseaten und „Hämbörgern”“ weiterlesen

Mit dem Rollstuhl nach Rom…

Joachim Friedrich erzählt von seiner Reise im Rollstuhl nach Rom! Das Interview wurde von Gunda Seeliger auf der Messe „Du und Deine Welt“ geführt.

Gunda Seeliger befragt Joachim Friedrich nach dem Reiseverlauf „mit dem Rollstuhl nach Rom“.

Herr Friedrich – Betroffener und Initiator der Deutschen Muskelschwundhilfe-  will mit seiner Reise im Rollstuhl nach Rom auf den Pflegenotstand in Deutschland aufmerksam machen.