Arno Surminski

Von Dr. László Kova
Arno Surminski wurde mit Romanen über Ostpreußen populär. Im Februar 2004 ehrte ihn die Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille.

Er wurde 1934 in Jäglack in Ostpreußen geboren. Sein Lebensweg ist lang und bunt. Zehn Jahre alt war er, als die Rote Armee in sein Dorf kam. Der Krieg zerstörte die Idylle und seine Kindheit. Seine Eltern wurden nach Russland deportiert und kehrten nie zurück. 1947 wurde er von entfernten Verwandten in Trittau (bei Hamburg) aufgenommen. „Arno Surminski“ weiterlesen

Wo ist das Paradies?

Von Johanna Renate Wöhlke

Die Menschen sind unterschiedlich. Der eine fährt im Urlaub in die Tropen, der andere mit dem Schiff im Winter an den Polarkreis. Aber etwas ist dabei allen gemeinsam: Sie suchen das Paradies-Erlebnis, einen Ort auf der Welt, der Unvergessliches, noch nie Erlebtes verspricht. Ich dagegen bleibe auch gerne Zuhause. Warum? Die Erklärung ist einfach geliefert: In Japan, Kalifornien, im nahen Osten und noch an vielen Stellen mehr bebt die Erde. Irgendwo auf der Welt gehen immer irgendwelche Schlammlawinen oder Schneelawinen runter. In Baden-Baden müssen die Menschen gerade im Überschwemmungswasser “baden“. Anderswo schöpfen sie ihre Keller frei und entsorgen Schlammberge. Ja, liebe Leute, da lobe ich mir doch meine Neugrabener Ruhe und Zufriedenheit und diese wunderbare Abwesenheit echter Katastrophen! Auch wenige Meter über dem Meeresspiegel funkeln die nächtlichen Sterne und zwitschern die Vögel. Rotwein und Käse schmecken auch vor dem Kamin und auf der Terrasse. Meine Bücher in greifbarer Nähe. Ein Glas Wasser, eine Dusche und ein Klo immer verfügbar- welch ein Luxus! Meinen Schatz bei mir, meine Freunde in der Nähe. Sie halten das für langweilig? Aber nein: Das ist das Paradies!

Zwei Ausstellungen

im Altonaer Museum Hamburg
Von Dr. László Kova

Zwei neue Ausstellungen sind äußerst sehenswert und für den Familienbesuch zu empfehlen.

Eine ist die „Schaulust“, die bis zum 01. April 2006 läuft. Die von dem Sammler und Filmemacher Werner Nekes über vier Jahrzehnte zusammen getragenen Objekte bieten in ihrer historischen und ästhetischen Vielfalt eine einmalige Gelegenheit, die Archäologie der visuellen Wahrnehmung von der Renaissance bis zum Zeitalter der Massenmedien in Form künstlerisch avancierter Phänomene kennen zu lernen. „Zwei Ausstellungen“ weiterlesen