Ferien! Ferien! Ferien!

Von Dr. László Kova

Eidelstedt Mit lachendem Gesicht blickte die Sonne am 05. Juli auf die Grundschule Heidacker in Eidelstedt, wo der feierliche Abschluss des Schuljahres stattfand. Vor der Festhalle, die ca. vor zwei Jahren eingeweiht worden war, spielten die Schüler mit Bällen, sangen lustige Lieder, trugen Fangspiele aus oder besprachen ihre geplanten Ferienprogramme miteinander. Ihre Eltern waren auch dabei, trotz der Hitze feierlich gekleidet, einige mit Kinderwagen, vielleicht um den Nachwuchs für die Schule zu präsentieren. „Ferien! Ferien! Ferien!“ weiterlesen

Störtebeker: In der Hand des Henkers

Von Renato Diekmann
Simon von Utrecht will Störtebekers Kopf. Der Oberbefehlshaber der Hamburger Flotte muss den Anführer der Vitalienbrüder zur Strecke bringen. Um jeden Preis. Brennende HansekoggeDenn vor den Toren der Hanse tobt ein Handelskrieg. Billiges Bier und billiger Hering aus Holland überschwemmen den Markt in Flandern und England und verderben die Preise. Klaus Störtebeker, Goedeke Michels und Magister Wigbold sind derweil auf Kaperfahrt, stören den Handel der Westsee, plündern eine Hansekogge nach der anderen, und reizen die hanseatischen Pfeffersäcke bis aufs Blut. „Störtebeker: In der Hand des Henkers“ weiterlesen

Gut hören, gut leben

Von Renato Diekmann

Über unsere Ohren nehmen wir nicht nur die Sprache, sondern auch wichtige Geräusche und Informationen auf. Die Bedeutung des Hörens für zwischenmenschliche Beziehungen und das Verständnis zu unserer Umwelt ist enorm. Das Gehör ist „ein Tor zur Welt“, sagte Professor Ursula Lehr, Bundesministerin a. D., anlässlich der Verleihung des Goldenen Akustikus an die dänische Sängerin Gitte Haenning in München „und das sollten wir so lange wie möglich offen halten“.
Die Minderung oder gar der Ausfall des Hörvermögens bedeuten immer eine massive Belastung für die Betroffenen und ihr Umfeld – sowohl im Privatleben als auch im Beruf. Die meisten Menschen nehmen ihre Defizite beim Hören häufig zu selten wahr, andere wollen sie nicht wahrhaben und verdrängen sie. Missverständnisse, Kommunikationsprobleme und Einschränkungen der persönlichen Lebensqualität sind häufig die Folgen. Gutes Hören hingegen sichert Aktivität, Lebensfreude und geistige Leistungsfähigkeit. „Gut hören, gut leben“ weiterlesen

Wächst Ihr Kind richtig?

Von Renato Diekmann
Marius war ein ganz normales Baby, genauso groß und schwer wie die anderen Kinder. Im Alter von vier Jahren fällt im Kindergarten zum ersten Mal auf, dass er einer der Kleinsten ist und mit fünf Jahren verläuft seine Wachstumskurve im gelben Kinder-Untersuchungsheft nicht mehr im normalen Bereich. Leider bleibt die Ursache der Wachstumsstörung lange unerkannt. Marius ist immer der Kleinste und wird von den Erwachsenen häufig falsch eingeschätzt. Bemerkungen wie „Darfst Du das denn schon? Bist Du dazu schon alt genug?“ machten ihn unglücklich. Auf die Frage nach seinen Wünschen zu Weihnachten antwortet er: „Ich möchte gerne wachsen und so groß sein, wie die anderen Kinder meines Alters.“ „Wächst Ihr Kind richtig?“ weiterlesen

Nächtliche Nervensägen

Von Renato Diekmann
Schnarchen bei Kindern und Erwachsenen stellt in den meisten Fällen keine Gefahr für die Gesundheit, sondern eher eine unangenehme Belästigung für die Umwelt dar. Scharchen ist für einen Partner also sehr störend, belastet eine Beziehung nicht selten über Gebühr und treibt den Ehepartner im wahrsten Sinne des Wortes in die Flucht. Unregelmäßiges und dabei lautes Schnarchen kann auch ein erster Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung, der sogenannten obstruktiven Schlafapnoe (Atemstillstand) sein. Diese Erkrankung, die bei ca. 4 Millionen Patienten in Deutschland auftritt, wurde früher selbst unter Schulmedizinern nicht immer ernst genommen, obwohl man heute weiß, dass sie häufig Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall nach sich zieht. „Nächtliche Nervensägen“ weiterlesen

Hochgebirgsklima schafft Ruhe in den Atemwegen

Von Renato Diekmann
Der Schweizer Urlaubsort Davos steht für Luxus und Exklusivität. Aber auch ganz normale Menschen zieht es nach Graubünden. Sie wollen nur eins: Die Linderung ihrer Asthma-Beschwerden und endlich wieder tief durchatmen. Versteckte Allergene, z. B. in Lebensmitteln, Asthma bronchiale, COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) und Neurodermitis können das Leben der erkrankten Menschen schwer belasten und sogar seelische Störungen zur Folge haben. Hochgebirgsklinik Davos
Intakte Atemwege sind das A&O für eine gesunde Lunge. Mit jedem Atemzug strömt pure Lebensenergie in unseren Körper. In Ruhe werden die rund 300 Millionen Lungenbläschen 14-mal pro Minute mit Sauerstoff geflutet – beim Joggen oder Mountainbike-Fahren sogar die zwei- bis dreifache Menge. Von der Lunge wird die lebensnotwendige Energie an alle Körperzellen gerecht verteilt. Schleimhaut und zarte Flimmerhärchen sorgen schließlich dafür, dass mit der Frischluft eindringende Staubpartikel und Krankheitserreger abtransportiert werden. Durch Ausatmen, Hüsteln und das Schlucken von Schleim wird letztendlich die Lunge gereinigt. „Hochgebirgsklima schafft Ruhe in den Atemwegen“ weiterlesen

Der Countdown läuft!

Von Johanna Renate Wöhlke
Die Leute von der NASA zählen von der Zehn herunter bis zur Null, dann startet die Rakete. Wir alle starten im Leben immer wieder durch, ohne dass jemand dabei einen Countdown zählt. Ist ja auch eigentlich nicht erforderlich, denn der Lebensweg ist keine Aschenbahn im Sportstadion, wo es nun wirklich auf die allerletzte Hunderstelsekunde ankommt und wohl kaum jemand unter uns wird zu Lebzeiten zu den Sternen geschossen werden. Trotzdem, manchmal da gibt es so etwas wie magische Zahlen, die uns begleiten. So eine begegnete mir neulich. Las ich doch in der Zeitung, dass immer mehr Ehen nach der Silberhochzeit geschieden werden. Da beginnt also mit dem Hochzeitstag der Countdown in umgekehrter Richtung von unten nach oben, und wenn Ehepaare bei 25 angekommen sind, entscheidet es sich: Liebeshimmel für Fortgeschrittene oder versilberter Liebestod für grauhaarige Individualisten und Enttäuschte. Gut, der Mensch kann sich täuschen und irren, viel ertragen und viel verdrängen – aber 25 Jahre lang? Andererseits, was weiß ich, was das Leben so alles mit uns macht und bin am Ende vielleicht selbst in der Situation? Da muss vorgebeugt werden. Mein Countdown ist in knapp vier Jahren abgelaufen. Ich werde schön mein chinesisches Küchenbeil schärfen und dann meinem Mann diesen Text vor die Nase halten. Hoffentlich ist er so aufmerksam und versteht diese kleine, harmlose Andeutung richtig!

Der innere Schweinehund

Von Johanna Renate Wöhlke
So sind wir Menschen: Wir wünschen uns das Unmögliche und wenn wir es nicht bekommen können, schreiben wir ganz einfach eine Geschichte darüber. So ist es zum Beispiel auch mit der Eier legenden Wollmilchsau. Dieses Tier wird es nie geben. Es soll aber doch tolle Tiere geben, deren Existenz zwar auf der Wiese und im Stall nicht nachzuweisen ist, die aber doch da sind. Ich schwöre! Ich schwöre bei meinem weichen, kuscheligen Federbett, dass es ihn gibt: den inneren Schweinehund! Er drängt sich immer dann unaufhaltsam in unser Leben, wenn wir ihn gar nicht gebrauchen können. Zum Beispiel morgens beim Aufstehen im November und Dezember. Das sind sowieso die besten Monate für den inneren Schweinehund. Da macht er uns so richtig zu schaffen. Draußen noch dunkel, auch wenn es schon halb acht Uhr morgens ist – da hat er leichtes Spiel mit uns. “Bleib doch noch ein bisschen liegen“, säuselt er uns ins Ohr. So überzeugend argumentiert sonst keiner auf der Welt. Dann zieht er uns die Bettdecke über den Körper bis an die Ohren und erzählt uns das Märchen vom gemütlichen Noch-einmal-umdrehen. Er denkt auch gar nicht daran, uns zu verlassen, wenn wir aufgestanden sind und schon mit der Zahnbürste im Mund vor dem Spiegel stehen. Im Gegenteil! Da wird er erst recht aktiv, dirigiert uns zum Fenster, um in den trüben und verregneten Tag zu schauen und wartet auf seinen Triumpf, denn er weiß: Wir sind alle sehr tierlieb und gehen gerne mit ihm ins Bett…

Rätsel über Rätsel

Von Johanna Renate Wöhlke
Wie ist es doch immer wieder schön, wenn Menschen an uns denken, besonders auch dann, wenn wir gar nicht damit rechnen, dass sie an uns denken. Diese Freude ist mir gestern wieder einmal zuteil geworden. Sie kam mit der Post in einem weißen Briefumschlag, plötzlich und unerwartet. Da hatte ich doch, ohne es zu wissen, im Sommer an einem Rätsel teilgenommen. Mein liebes Gehirn, warum haben du und dein Gedächtniszentrum mich nur so im Stich gelassen? Ich habe das Lösungswort “Sommer” eingeschickt und nun habe ich doch tatsächlich 3000 Euro gewonnen. Die sollen mir jetzt ausgezahlt werden. Nein, die Euros sollen mir feierlich in einer Gewinnershow mit einem Glas Sekt und einem Blumenstrauß übergeben werden. Ich muss nur den Auszahlungsbeleg mitbringen und darf mir mit meiner Unterschrift auf diesem Beleg noch selbst bestätigen, dass ich den Gewinn wirklich bekommen habe. Auch meine Freunde darf ich mitbringen und auch meinen Mann, dann bekomme ich noch einen Elektrogrill extra. Das sind schlechte Aussichten für meinen armen Mann: eine gedächtnisgestörte Frau und die Gewissheit, selbst nur soviel Wert zu sein wie ein 2000 Watt Elektrogrill – wer wollte wem da welche Freude machen? Rätsel über Rätsel!

Weisheiten

Von Johanna Renate Wöhlke

In alten orientalischen Märchen werden kluge, alte Männer oder sehr mächtige Männer oft  mit “Oh, du weiser aller Weisesten” angesprochen, indem man sich vor ihnen auf die Knie wirft. Das hört sich wirklich sehr gut an. Da möchte man doch gerne einmal auch so angesprochen werden und wünscht sich in so ein Märchen hinein. Denn wenn der Weiseste aller Weisen spricht, haben die anderen zu schweigen und zuzuhören. Es muss das wunderbarste Baden in Bewunderung und Verehrung sein, das einem dann zuteil werden könnte. So weit ist diese orientalische Welt von unserer aber gar nicht entfernt: Die drei Weisen aus dem Morgenland sind gerade wieder abgezogen, das wissen wir. Jetzt sind unsere abendländischen Weisen täglich im Fernsehen. Die haben richtige, handfeste Namen, Gesichter und Titel. Sie stehen mit Rat und Tat allen Menschen zu Seite, die ihren Rat suchen. Besonders bekannt sind die Wirtschaftsweisen. Für sie ist jetzt Hochkonjunktur. Aber warum klappt es dann nicht mit dem durchschlagenden Erfolg? Vermutlich weil sich in unserer Gesellschaft keiner mehr vor einem Weisen auf die Knie wirft – und wenn ich als Weiser nicht gebührend verehrt werde, dann behalte ich doch auch meine besten Ratschläge für mich!