Happy Wintertime: Das große Glück steckt oft in den kleinen Dingen …

Ansicht des Hotels am Abend (c) Gert Perauer (Tillga Glück)

… das weiß ein junges Osttiroler Gastgeberpaar. Der Fokus von Kati und Hannes in ihrem Hotel „Tillga Glück“ liegt nicht auf „höher, schneller, weiter“. Begegnungen mit lieben Menschen, Zeit für sich und die Familie, echte Naturerlebnisse sind es, die ihre Gäste glücklich machen.

Es hat ausgiebig geschneit in Obertilliach in Osttirol. Das Bergbauerndorf, das auch heute noch ein bisschen wie damals scheint, präsentiert sich in weißer Pracht. Die Ursprünglichkeit und Ruhe, die Gelassenheit und pure Natur an diesem Stück Österreich ist bezaubernd. Mit dem Hotel Tillga Glück haben Kati und Hannes auf 1.450 Metern Höhe einen Ort geschaffen, an dem die Muse erwacht, die kleinen Dinge des Lebens bewusst zu genießen. 25 Apartments und Suiten mit Blick auf die Berge sind ausgestattet mit natürlichen Materialien wie Holz, Stein und Loden. Sie bieten wunderbaren Freiraum für individuelle Auszeiten fernab von Trubel und Hektik.

Morgens, ein Blick aus dem Fenster des Tillga Glück, die unberührte Berglandschaft vor Augen. Ein Winterurlaub in Obertilliach weckt bei vielen Kindheitserinnerungen an unbeschwerte Schneeballschlachten, an kugelrunde Schneemänner und tanzende Schneeflocken. Wer seine Spuren auf den frisch präparierten Pisten hinterlässt oder mit den Tourenski Gipfel in der Wintersonne erklimmt, dem geht das Herz auf. Das Tillga Glück befindet sich direkt an der Skipiste. Die Langlaufloipen ziehen nahe dem Haus vorbei. Eine sieben Kilometer lange Rodelbahn sorgt für Spaß. Wintergenießer, die an der frischen Bergluft ihre Energiereserven aufgefüllt haben, kuscheln sich in eine warme Decke auf der Tillga Glück Terrasse, lassen sich einen wärmenden Tee servieren und strecken die Nase in die Sonne. Das Tillga Spa mit Sauna, Infrarot, Yoga, Indoorpool und in Kürze auch Fitness ist ein Kraftrefugium zum Loslassen und Ankommen. Was im Alltag oft untergeht, das findet im Tillga Glück Raum und Zeit: Ein gutes Glas Wein bei Sonnenuntergang, ein Blick auf den funkelnden Sternenhimmel, das Knirschen des Schnees unter den Wanderschuhen, Staunen im tief verschneiten Winterwald, wohltuende Ich-Zeit.

Wie kommt das Tillga Glück zu seinem verführerischen Namen? Im Jahr 2019 haben Kati und Hannes das Anwesen erworben. Die beiden waren so glücklich über diese Entscheidung, dass sie beschlossen, ihren Gästen den Urlaub mit extra viel Freude und Zufriedenheit zu versüßen. Schnell wurde aus einer Emotion ein Hotelname, aus einem Hotelnamen ein Programm: Urlaub, vollgepackt mit Glücksmomenten – authentisch, achtsam und nachhaltig. Gemeinsam mit einem renommierten Architektenteam wurde ein Wohnkonzept auf die Beine gestellt, das die unvergleichliche Atmosphäre des historischen Gebäudes mit modernem Wohnkomfort verbindet.

Kati und Hannes bieten großzügige Suiten mit Hotelkomfort und servicierte Apartments und Ferienwohnungen mit top modernen Küchen, liebevollen Details und individuell buchbaren Extras. Am Morgen steht der reichlich gedeckte Frühstückstisch bereit mit regionalen und saisonalen Köstlichkeiten. Wer lieber kuschelig in seinen eigenen vier Wänden bleibt, der lässt sich einen Frühstückskorb bringen. In der Bar und Lounge duftet es den ganzen Tag über herrlich nach Kaffee. Das ist auch der Platz, um eine Osttiroler Cocktail-Variation zu genießen. Abends schwingen die Hobbyköche in ihren Apartmentküchen die Kochlöffel. Oder Gäste des Tillga Glück lassen sich in den umliegenden Restaurants und Gaststätten verwöhnen.

Das Tillga Glück ist ein Ort, um die Langsamkeit wieder zu entdecken, die Sinne zu schärfen und tiefe Zufriedenheit zu fühlen. Das Handy kann gerne einmal Pause machen. Kati hat Polaroid Kameras vorbereitet, damit ihre Gäste die schönen Augenblicke auch offline festhalten können.

Tillga Glück
A-9942 Obertilliach, Dorf 68
Tel.: +43 4847 5288
E-Mail: info@tillgaglueck.at
www.tillgaglueck.at

Quality Time für Familien bei „Herrn Gorfion“

Winterspaß mit Herrn Gorfion (Gorfion Familotel Liechtenstein)

Spass, Abenteuer und Erholung für die ganze Familie – das Fürstentum Liechtenstein hat Gross und Klein zu jeder Jahreszeit viel zu bieten. Das Gorfion Familotel im Bergdorf Malbun widmet sich mit besonders viel Aufmerksamkeit dem Familienglück. Fernab von Massentourismus und Hektik, inmitten von Natur, dreht sich dort von früh bis spät alles um unbeschwertes Kinderlachen und nachhaltige Entspannung. Dank grosszügiger Kinderbetreuungszeiten finden auch Mama und Papa viel Freiraum. Das Gorfion Familotel Liechtenstein wurde von der hotelleriesuisse als „Top Familienhotel“ ausgezeichnet.  

Vieles ist neu im Gorfion

Die neuen Naturholzsuiten sind ein Traum für die ganze Familie. Hier duftet es wunderbar nach Holz. Zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder wohnen in den neuen Suiten wie „Gott in Frankreich“. Die Kinder träumen im Kinderzimmer von ihren Ferienabenteuern. Die Lifestyle-Bäder mit Regenduschen erfüllen höchste Standards. Am privaten Balkon der Suite lassen Familien die Seele baumeln. Wie vom Hotel Gorfion gewohnt, sind auch die neuen Suiten perfekt für Babys ausgestattet. Vom Wickeltisch bis zum Windeleimer, vom Fläschchenwärmer bis zur Babybadewanne und zum Babybett fehlt es an nichts.

Spielen ohne Ende

Die Kinder können sich fast nicht entscheiden. Lieber die Indoor-Kinderwelt oder den faszinierenden Outdoor-Spielbereich erobern.  Hüpfburg, Klettergerüst, Fussballtore, Volleyball, Tischtennis und vieles mehr lassen die Augen der jüngsten Gäste glänzen. Die Teenies? Die kommen zum Airhockey, Billard und Pingpong.

Daumen hoch für das Naturerlebnis 

Das Fürstentum Liechtenstein liegt als einziger Staat komplett in den Alpen und kann in Europa das dichteste Wanderwegnetz überhaupt vorweisen. Das sind nur zwei von vielen Gründen, warum man die Natur Liechtensteins entdecken sollte. Top Spazier- und Wanderwege für die ganze Familie starten direkt beim Hotel Gorfion. Schlaue holen sich an der Rezeption coole Tipps.

Gemeinsam entspannen

Wer viel outdoor unterwegs ist, spielt, bastelt und tanzt, möchte auch einmal faulenzen und entspannen. Im Schwimmbad des Gorfion werden Kids zu Malbuner Wassernixen. Die ganz Kleinen plantschen im Babypool im herrlich warmen Wasser. Die Erwachsenen finden im Saunabereich einen Wellness-Rückzugsort. Der hauseigene Masseur ist Experte für klassische Massagen, Fussreflexzonenmassagen, Lomi Lomi Nui, Schwangerschafts- und Kindermassagen.

Frische Luft macht hungrig

Die grossen Geniesser sind von der Gourmetküche auf Haubenniveau – vom Frühstücksbuffet über den Mittagssnack bis zum Fünf-Gänge-Abendmenü begeistert. Die Kids finden an ihrer Buffetstation, was ihnen schmeckt: Frische, selbstgemachte Burger, leckere Pastagerichte und vieles mehr, das kleinen Schleckermäulchen bekommt. Wer spezielle Ernährungsbedürfnisse berücksichtigen muss oder möchte, der informiert kurzerhand das Küchenteam und der Urlaub ist auch kulinarisch unbeschwert.

Hitverdächtiger Herr Gorfion

Das mausestarke Maskottchen im Gorfion ist der unumstrittene Liebling der Kinder. In seinem Happy-Club im Hotel geht es jeden Tag munter und lustig zu. Eines kann der Mäuserich besonders gut: singen und tanzen. Ein Klick auf youtube zeigt, dass Herr Gorfion sogar einen eigenen Song hat und bereits ein echter Star geworden ist. Über 1 Million Views für den Gorfion-Song – wenn das kein Hit ist!

Familien-Auszeit im Gorfion Familotel
Flexible Stornobedingungen
Keine Grenze zwischen Schweiz und Liechtenstein (Zollunion)
4-Sterne-Hotel mit Schwimmbad und Sauna
Nur 1,5 Stunden von vielen Städten erreichbar
80 Stunden kostenfreie Kinderbetreuung pro Woche ab 0 Jahren
Dreiviertelpension auf Haubenniveau und Kids All-Inclusive für die kleinen Gäste

Gorfion Familotel Liechtenstein
FL-9497 Triesenberg
Stubistrasse 8, Malbun
Tel.: +423 265 90 22
E-Mail: info@gorfion.li
www.gorfion.li

Das beste Buch für guten Stil

Coverausschnitt, (c) Knesebeck Verlag

Wie viele Kleidungsstücke hängen aus alter Tradition in Ihrem Kleiderschrank? Gehören Sie auch zu den Leuten, die zwanzig Prozent ihrer Kleidung regelmäßig tragen, während der Rest so gut wie nie ans Tageslicht kommt? Die Verfasserin dieser Zeilen pflegt zweimal jährlich – nämlich zum Saisonwechsel – sinnierend vor ihrem Klamottenuniversum zu stehen und darüber nachzudenken, welche Teile aus dem Fach ganz oben nach unten in Greifnähe wandern und umgekehrt. Und vor allem, welche rausfliegen. Denn die Umsortierung nach Saison bietet sich dafür an. Allerdings sind die Gründe, warum ein Kleidungsstück mich verlassen oder eben nicht verlassen soll, höchst subjektiv. Nach einer Greenpeace-Studie kaufen wir rein statistisch gesehen jedes Jahr 60 Kleidungsstücke. Was passiert mit den anderen 600 aus den letzten zehn Jahren? Tatsächlich ist Fast Fashion für die Umwelt, aber auch für Menschen, die die Mode produzieren, ein großes Problem. Ob wir nun 60 oder 30 oder 100 Kleidungsstücke pro Jahr kaufen, es stellt sich die Frage: Braucht man das? Was braucht man wirklich, um gut angezogen zu sein? Habe ich mich früher gern experimentierend in verschiedene Fummel gewandet, hat sich im Lauf der Zeit meine Vorliebe eher hin zu schlichteren, kombinierbaren Stücken entwickelt. Was machen dann die alten Wallawallakleider im Schrank? Ziehe ich die noch mal an?

Fashion for Women. Not Girls.
Susanne Ackstaller/(c) Martina Klein, Knesebeck Verlag

In diese Überlegungen hinein fiel mir das Buch „Die beste Zeit für guten Stil“ von Susanne Ackstaller quasi vor’s Smartphone. „Fashion for Women. Not Girls.“ steht auf dem Cover und das sprach mich sofort an. Bei der fulminanten Online-Buchpräsentation war ich fasziniert von Susanne Ackstallers Energie und guter Laune. Und auch die Gemeinschaft der Frauen, die am Buch mitgewirkt haben, fand ich sehr einladend, unprätentiös, klar und spannend. Der Einblick in die Entstehung des Buches war beeindruckend, inklusive eines Blicks hinter die Kulissen der Fotostrecken. Ich bestellte also dieses Buch und las es fasziniert.

Susanne Ackstaller hat einen Katalog aufgestellt, welche Kleidungsstücke eine gute Basisgarderobe ausmachen. Zwischen den Kapiteln für jedes Teil befinden sich elf Porträts über und Interviews mit stilsicheren Frauen, die von der Fotografin Martina Klein wunderbar in Szene gesetzt wurden. Diese Frauen geben auch ihre Empfehlungen für wichtigste Kleidungsstücke im Schrank, und das ist ebenso informativ wie lustig. Denn es geht von „Weiße Blusen in allen Varianten“ (Claudia Braunstein) über „Ein gut sitzendes schwarzes Kleid“ (Carola Niemann) bis „Keine (…)“ (Stephanie Gruppe). Manchmal stimmen die Empfehlungen der Frauen mit denen der Autorin überein, manchmal auch nicht. Etelka Kovacs-Koller bringt es auf den Punkt: „Jede Frau sollte das im Schrank haben, womit sie sich gut fühlt.“ Das kann man als Motto des Buchs begreifen, denn Susanne Ackstaller hat es geschafft, konkrete Empfehlungen mit der Ermutigung zu verbinden, alles so zu gestalten, wie man sich selbst damit am wohlsten fühlt. Dadurch ist das Buch unterhaltsam, locker und anregend statt dogmatisch. Der Anhang „Lassen Sie sich inspirieren“ stellt in sehr kurzen Texten weitere Frauen vor, auf deren Internetseiten Anregungen vielfältigster Art warten.

Lieblingsstücke und Stil-Ikonen
Annette Bopp / (c) Martina Klein, Knesebeck Verlag

Die interviewten und porträtierten Frauen erscheinen wie ein Miniquerschnitt der Frauentypen im mittleren Alter. Sie haben unterschiedlichste Berufe wie Food- und Modebloggerin, Art Directorin, Stylisting und Moderedakteurin, Malerin und Fotografin. Einige habe ich auf Instagram entdeckt. Sie sind rund und schlank, groß und klein, sie sind Frauen wie Sie und ich. Das spiegeln auch die Fotos wider, die die Frauen in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld zeigen. Annette Bopp sitzt barfuß auf der Lehne ihres Sofas vorm Bücherregal (S. 26), Christine Mortag lehnt im lässig-farbkräftigen Outfit in der Tür (S. 106). Die Interviewten verraten ihre Lieblingsmarken, Stil-Ikonen und dergleichen. So entsteht ein vielfältiges und beeindruckendes Kaleidoskop.

Illustrationen von Veronika Gruhl versprühen gute Laune und Schwung, sie hat Susanne Ackstaller sehr gut getroffen. Gemeinsam mit roten Überschriften, Textteilen und Zwischenseiten verleihen sie dem Buch eine frische Note.

Besitzen Sie einen Tüllrock?
Zeichnung: Verena Gruhl, Knesebeck Verlag

Nein? Ich auch nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, einen zu besitzen. Dass er aber in der Empfehlungsliste der Autorin auftaucht, finde ich wunderbar, denn er steht für mich symbolisch für die Ermunterung, etwas Ungewöhnliches, vielleicht sogar Verwegenes zu wagen. Wenn Sie womöglich lange Haare haben, kennen Sie sicherlich den Blick des Friseurs, der liebend gern die Haare kappen möchte, damit Sie jünger aussehen. Ich habe unzählige derartige Empfehlungen gehört. Aber ist es das Evangelium, jünger aussehen zu müssen? Warum soll ich mit Fünfzig, Sechzig oder Siebzig keine langen Haare tragen? Lange Haare sind zwar kein Thema in Susanne Ackstallers Buch, aber ich habe mich daran erinnert gefühlt, weil sie so charmant und souverän mit solchen Dingen aufräumt. Es ist nicht die Frage, ob man zu alt ist für einen Tüllrock, Glitzerschuhe oder lange Haare. Sondern es ist die Frage, ob man sich damit wohlfühlt!

Das ist schon einmal ein gutes Argument für meine Schrankbesichtigung. Obwohl Wallawalla gerade wieder in ist, fliegt das jetzt alles raus. Stattdessen prüfe ich, welche Kleidungsstücke von Susanne Ackstallers Liste bereits vorhanden sind und wie ich zu ihnen stehe. Ich hake ab: die weiße Bluse, die Jeans, die Sneakers, den Trenchcoat, das Nickituch. Wussten Sie, dass das Wort Bluse aus dem Mittelalter stammt? Der Kittel, den Kreuzritter als Schutz über ihrer Rüstung trugen, hieß „Blouse“. Wer schon mal in einer schwierigen beruflichen Situation war und eine gut sitzende weiße Bluse trug, weiß sofort, warum ich das stimmig finde.

Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen

In diesem Buch findet sich zu jedem Stück eine Erklärung zur Geschichte und ausführliche, kurzweilige Erläuterungen, was es mit dem Teil auf sich hat. Hinzu kommen Erklärungen zu Material und Schnitt („Was gibt’s zu beachten?“, Kombinierungsempfehlungen für verschiedene Anlässe („Wie wird’s gestylt?“) und letztlich sogar Bezugsquellen („Wo kriegt man’s?“). Dabei achtet die Autorin auf Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen.

Ihr Plädoyer für Qualität hat mich sofort überzeugt: „Ein Polyesterfetzen mag an 20-Jährigen noch charmant aussehen und bei einer 30-Jährigen gerade noch durchgehen. Aber bei Älteren wirkt er billig. Von möglichen Hitzewallungen unter Kunstfasern ganz abgesehen.“ (S. 23) Wobei heutzutage auch teure Teile aus Kunstfaser sein können. Doch dies ist das nächste Kriterium fürs Ausmisten. Tatsächlich fühle ich mich nicht mehr wohl in Polyester und bin jetzt so weit, alle unliebsamen Teile rauszuwerfen. Abgesehen davon hat man unlängst in Hamburg alle Altkleidercontainer eingesammelt, weil die abgegebenen Teile aus Kunstfasern nicht mehr verwertbar sind – nicht einmal als Lumpen. Die Entsorgung kostet für die Altwarenfirmen zu viel Geld, als dass sich eine Kleidersammlung noch lohnte. Ein Grund mehr, qualitativ Hochwertiges zu kaufen, das man später an Oxfam oder ähnliche Organisationen spenden kann.

Kreativ ins Umstylen

Weiter in Ackstallers Liste. Eine Jeansjacke? Besitze ich nicht. Sollte ich? Ich folge der Empfehlung der Autorin und schaue mich Second Hand um. Tatsächlich eine super Anschaffung, meine graue Jeansjacke! In meiner nächsten Online-Konferenz verpasste sie mir zu einem schlichten Shirt einen lässig-eleganten Look. „Nonchalance, Lässigkeit, Understatement“, meint die Autorin (S. 89) – sie hat recht! Hätte nicht gedacht, dass mir das steht.

Ich ergänze „die Umhängetasche“ durch „den Ledergürtel“ und finde beides in hervorragender Qualität in einem traditionellen Lederfachgeschäft einer niedersächsischen Kleinstadt, und das für sehr wenig Geld. Stattdessen verzichte ich auf „die Glitzerschuhe“, erwerbe aber umgehend „das weiße T-Shirt“. Langsam nimmt mein Stil-Experiment Form an! Ergänzend zu den Kleidungsstücken und Schuhe kommen die Kapitel „der rote Lippenstift“ und „die Augenbrauen“ mit guten Tipps daher. Welches Rot mir steht, finde ich allerdings schwer zu sagen – in einer Farbberatung habe ich gelernt, dass ich ein kühler Typ bin und deshalb eher blaustichige Töne wählen sollte, weil die gelbstichigen mich noch blasser erscheinen lassen, als ich ohnehin schon bin. Dass aber ein roter Lippenstift „Launeheber, Express-Stylist und Schönermacher par excellence“ ist (S. 43), das merke ich gleich, als ich ihn ausprobiere. Super!

Sie sehen schon, ich bin nicht unbedingt schnell durch mit dem Buch. Seit ich es habe, schaue ich jedes Teil im Schrank anders an. Es fällt mir leichter, mich zu trennen. Ich weiß die guten Teile mehr zu schätzen. Das Reduzieren ist ein erleichterndes Gefühl, weniger ist mehr. Ein gutes Teil anzuschaffen und dafür drei, die nichts mehr sind, wegzugeben, ist ein gutes Verfahren. Alles habe ich noch nicht ausprobiert, wie zum Beispiel „das Barrett“, aber das kommt noch! Mit diesem Buch werde ich noch lange Inspiration und Freude haben, und das wünsche ich Ihnen auch. Wer weiß, vielleicht findet sich ja Susanne Ackstallers Fanbase eines Tages mit Selfies, die vom Buch inspiriert sind, auf Instagram wieder?

(c) Knesebeck Verlag

Autorin und Fotografin

Susanne Ackstaller ist Kolumnistin, Bloggerin und Texterin. Seit 2009 schreibt sie auf ihrem Blog Texterella, der zu den bekanntesten Blogs Deutschlands zählt, über Mode und Lifestyle. Texterella richtet sich insbesondere an Frauen über 40, vor allem aber an Frauen, die ihren Weg voller Freude und Lebenslust gehen – unabhängig von Alter und Kleidergröße.

Martina Klein ist Fotografin und bloggt unter Still Sparkling über Stil, Reisen, Beauty und Genuss für die Generation Ü50. In ihren Bildern fängt sie mit viel Feingefühl die individuelle Persönlichkeit der Portraitierten ein und holt sich dabei besonders gerne Frauen Ü40 vor ihre Kamera.

Buchcover

Susanne Ackstaller: Die beste Zeit für guten Stil, Knesebeck, München 2021

Magische Wintertage am großen Strom im Riverresort Donauschlinge

Donauschlinge im Winter (Riverresort Donauschlinge)

Wenn sich der Winter über das Naturwunder Donauschlinge Schlögen legt, geht von der Region am Strom eine magische Ruhe aus. Da viele Menschen genau diese Ruhe für ihre freien Tage suchen, hält das Riverresort Donauschlinge**** auch in der Wintersaison geöffnet (Jänner, Februar und März ist von Donnerstag bis Sonntag geöffnet, ansonsten die ganze Woche hindurch). Direkt an der Donau schenkt das liebevoll geführte Hotel seinen Gästen Raum und Zeit, den Alltag hinter sich zu lassen und bei Wellness, kulinarischen Genüssen und Mußestunden in der Natur Kraft zu tanken. An kalten Wintertagen ist die schöne Wellnesswelt mit Saunalandschaft, Indoorpool und Ruheinseln der beste Platz, um zu entspannen. Massagen, Beauty, Wickel und Packungen verwöhnen die Gäste. Freitag ist Late-Night-Spa mit einem Glas Prosecco und Kerzenschein angesagt (ab November). Bis 24 Uhr dreht sich an diesen Winterabenden alles um das Wohlfühlen und Loslassen. Rund um das Hotel liegt eine bezaubernde Schneelandschaft zum Wandern, Langlaufen oder Rodeln. Geführte Winterwanderungen begleiten aktive Naturgenießer durch die vielseitige Wanderregion. Im Hotelrestaurant werden Feinschmecker mit regionalen Schmankerln, heimischem Wild und hausgemachten Mehlspeisen verwöhnt.

Riverresort Donauschlinge
A-4083 Haibach/Donau, Schlögen 2
Tel.: +43/(0)7279/8212
E-Mail: hotel@donauschlinge.at
www.donauschlinge.at

Winterruhe für Fortgeschrittene: Handy aus, Natur an

Infinitybalkon der Panoramasuite (Naturhotel Rainer)

Beschaulichkeit, Stille und verträumte Fleckchen Erde sind hier kein Werbeversprechen, sondern Wirklichkeit. Das Südtiroler Jaufental ist ein Rückzugsort für alle, die die ruhige Seite des Winters schätzen. Anders als in trubeligen Wintersportorten gibt es hier viel unberührte Natur, verschneite Almwiesen, Winterwälder und vergletscherte Berggipfel. Die pure Entspannung ist das Ziel einer Winterauszeit in dem sieben Kilometer langen Tal. Winterwandern und romantisch durch den Schnee stapfen, Schlittenfahren oder mit den Schneeschuhen einfach losmarschieren, wohin es einen treibt, das ist Balsam für die Seele. Und dennoch: Kommt die Lust auf, die Ski anzuschnallen, dann liegen in der näheren Umgebung gleich drei Skigebiete: Ratschings-Jaufen, der Rosskopf in Sterzing und die Bergbahnen Ladurns-Gossensass im Pflerschtal.

Es kann kein Zufall sein, dass sich genau an diesem beschaulichen Platz Südtirols Das Naturhotel Rainer entwickelt hat. Besser als Familie Rainer das besondere Flair des Jaufentals aufgreift, kann man es wohl nicht machen. Hier haben sich zwei gefunden: Hannes Rainer und seine Frau Kathrin haben die Liebe zur Natur und deren Wertschätzung verinnerlicht und laden ihre Gäste in ihrem unvergleichlichen Naturhotel ein, nachhaltige Qualität, pure Entschleunigung, Freiheit und Unbeschwertheit zu erleben. Hannes Rainer ist am liebsten in seiner Küche. Die ehrlichen Geschmäcker, die er als Kind in Omas Küche auf der Alm kennenlernen durfte, prägen den Gourmetkoch bis heute. Für das regionale Frühstücksbuffet und die Fünf- und Sechs-Gänge-Menüs aus seiner Natur-Gourmetküche schöpft Hannes Rainer aus einem großen Schatz: Die Produkte aus der eigenen Landwirtschaft und der umliegenden Bauern garantieren Frische, Regionalität, Saisonalität und beste Qualität. Die Kombination, dass Hannes Rainer in der Natur aufgewachsen ist und in den Gourmetküchen internationaler Sterneköche gelernt und gewirkt hat, überzeugt die Gaumen naturverbundener Genießer. Der Natur ganz nah – das ist auch die Philosophie des Naturea Spa im Das Naturhotel Rainer. Die Kraft der Berge wirkt Stress und Hektik entgegen. Kathrin Rainer hat mit viel Sorgfalt eine eigene Kosmetiklinie entwickelt. Dafür benötigt sie Alpenrose und Zirbe. Die Alpenrosenblüten für Bodylotions, Handseifen und Hair & Body Wash pflückt sie selbst auf der hoteleigenen Ontrattalm. Von dort kommt auch das reine Quellwasser für die Beautyprodukte. Für Wellness direkt aus der Natur Südtirols sorgen zudem hervorragende Naturlieferanten aus der näheren Umgebung. Dem Körper wird im Das Naturhotel Rainer größte Aufmerksamkeit geschenkt.

Wer sich auf die Erfahrung einlässt, ein paar Tage im Das Naturhotel Rainer in sich hineinzuhören, abgeschottet von Verkehrslärm und Massenschauplätzen zu entspannen und sich in einem rundum wohltuenden Ambiente verwöhnen zu lassen, der wird diesen Erholungswert nicht mehr missen wollen. Die Gastgeberphilosophie im Das Naturhotel Rainer geht weit über guten Service und schönes Ambiente hinaus. Vielmehr erlebt der Gast eine Lebenseinstellung, die Bewusstsein weckt und zum Umdenken anregt.

Hannes Rainer: „Einen Internetzugang gibt es im Das Naturhotel Rainer an der Rezeption und an der Hotelbar. Die Zimmer und der Wellnessbereich sind hingegen gänzlich frei von WLAN. Diese Räume sind der Erholung und Entspannung gewidmet, hier sollen sich unsere Gäste ganz auf ihren Körper und Geist konzentrieren können – ohne Ablenkung. Auch die winterliche Natur direkt vor der Hoteltür bietet die idealen Voraussetzungen zum Abschalten und Entschleunigen.“

Das Naturhotel Rainer
I-39040 Ratschings, Mittertal 48
Tel.: +39 0472 765 355
E-Mail: info@hotel-rainer.it
www.naturhotelsuedtirol.com

Wo gibt es 100 Prozent Naturschnee-Garantie? Und das an 365 Tagen im Jahr

Außenansicht vom Klausnerhof im Winter (Hotel Klausnerhof)

Die Hintertuxer im Zillertal können ein Versprechen abgeben wie kein zweiter: 100 Prozent Naturschneegarantie an 365 Tagen im Jahr. Ab Weihnachten gehören die ersten Spuren des Tages am Hintertuxer Gletscher einmal in der Woche den Gästen des Hotels Klausnerhofs****. Sie ziehen vor allen anderen durch den Powder. Gefrühstückt wird am Tuxer Fernerhaus inmitten der Berge.

Die exklusive Lage des idyllischen Dorfes Hintertux am Fuße des ewigen Eis macht es möglich. Der Hintertuxer Gletscher gilt als das „beste Gletscherskigebiet weltweit“ und ist Österreichs einziges Ganzjahres-Skigebiet. Von Anfang Dezember bis Mitte April vereint sich der Hintertuxer Gletscher mit anderen beeindruckenden Skibergen zur schneesicheren Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000. Passionierte Skifahrer und Snowboarder genießen dann 202 Kilometer top Pisten in allen Schwierigkeitsgraden, herrliche Naturschneepisten, einladende Tiefschneehänge und anspruchsvolle Buckelpisten. Der Betterpark Hintertux ist einer der höchsten Freestyle-Spots Österreichs und zählt zu den besten Snowparks im Alpenraum. Wer im Hotel Klausnerhof wohnt, startet aus der pole position. In wenigen Minuten erreicht der kostenlose Skibus die Talstation der Hintertuxer Gletscherbahnen. Die Talabfahrt führt direkt zum Hotel zurück. Und weil es in den Skigebieten rund um den Klausnerhof so viel zu erleben gibt, macht sich der Skiguide des Hauses mit den Skifahrern auf den Weg in die Berge. Gibt es Schnee, gibt es keinen Schnee, wann kommt der Schnee? – Diese Sorgen plagen Skifahrer in Hintertux nicht. Auf sie wartet schon im Oktober der Pulverschnee – und dazu Familie Klausner mit ihrem Vier-Sterne-Hotel im Winterwunderland. Im Dachgeschoss des Klausnerhofs liegt das Panorama-Spa. Die Wasserwelt mit Panorama-Hallenbad und ganzjährig beheiztem Außenpool gibt den Blick auf das ewige Eis frei. Whirlpool unter freiem Himmel, Saunawelt, Dachterrasse, Beauty und Massagen tun nach einem Tag in den Bergen einfach nur gut. Kulinarisch werden Feinschmecker vorwiegend mit Produkten aus der hoteleigenen Landwirtschaft und mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnt. Der Weinkeller von Martin Klausner ist ein „Geheimtipp“ für Liebhaber feiner Tropfen.

Hotel Klausnerhof****
Hintertux 770
A-6294 Hintertux
Tel.: +43/(0)5287/8588
E-Mail: info@klausnerhof.at
www.klausnerhof.at

 

 

Valluga – der höchste Gipfel am Arlberg – und ein kleines Boutiquehotel im Scandic Design

Das VALLUGA Hotel im Winter (VALLUGA Hotel)

305 spektakuläre Pistenkilometer führen in Österreichs größtem zusammenhängendem Skigebiet Wintersportler durch eine atemberaubende Berglandschaft. Der Arlberg ist und bleibt legendär: Von St. Anton, St. Christoph, Stuben über Zürs und Lech bis nach Schröcken und Warth geht es auf den Ski berg- und talwärts inmitten eindrucksvoller Gipfel. Eine atemberaubende Berglandschaft abseits der Pisten begeistert Wintersportler, die lieber ohne Ski unterwegs sind. Das Langlaufloipennetz in St. Anton ist 40 Kilometer lang und mit dem Loipengütesiegel des Landes Tirol ausgezeichnet. Auf zahlreichen geräumten Winterwanderwegen marschieren aktive Urlauber in frischer, gesunder Bergluft. Schneeschuhwanderungen führen in das unberührte alpine Winterparadies des Arlbergs. Kilometerlange Naturrodelbahnen, romantische Pferdekutschenfahrten, Eislaufplätze und vieles mehr bieten Nicht-Skifahrern einen facettenreichen Winterurlaub. Kletterer treffen sich am einzigen Winterklettersteig Tirols. Dieser liegt im Rendl-Gebiet, ist 850 Meter lang, mit Stahlseil gesichert und gilt als landschaftlich besonders reizvoll. Mitten in die sagenhafte Sport- und Bergregion in St. Anton am Arlberg schmiegt sich das außergewöhnliche Boutiquehotel VALLUGA. In einer exklusiven, privat anmutenden Atmosphäre wohnen Gäste des Hauses im Scandic Design. 25 Zimmer stehen für Individualisten, Ruhesuchende und Genießer zur Verfügung. Könnte man sich von einer guten Fee ein Traum-SPA wünschen, dann würde es vielleicht so aussehen wie das des VALLUGA Hotel. Auch hier ist klein, aber umso feiner die Devise. Ein vielfältiges Angebot an Massagen und Kosmetikbehandlungen verwöhnt die Gäste von Kopf bis Fuß. Exquisite Saunen, ein moderner Indoorpool, eine Relaxing-Area mit Wasserbetten und ein top ausgestatteter Fitnessraum komplettieren das Wellnessangebot. Wie ein Wohnzimmer präsentiert sich die einladende und geräumige Lounge und Cocktail Bar für gemütliche Mußestunden. Auch das Feinschmecker-Restaurant und die großzügigen Zimmer begeistern anspruchsvolle Gäste. Die Region St. Anton zählt zu den schneesichersten Wintersportregionen der Alpen.

VALLUGA Hotel
A-6580 St. Anton am Arlberg
Tel.: +43/(0)5446/3263
E-Mail: info@vallugahotel.at
www.vallugahotel.at

“The 39 Steps” by Patrick Barlow – the new play at the English Theatre of Hamburg

Come on, dear, we are in a hurry! Photo: Stefan Kock

For all those who remember the spy thriller “The 39 Steps”, filmed in 1935 by the Master of Suspense Alfred Hitchcock, the stage version of the plot is a déjà vu. Yet it differs from the original story by Scottish author John Buchan who concocted a dramatic espionage novel in 1915, the second year of the First World War. Playwright Patrick Barlow, born in Leicester, was bold enough to transform this very serious subject into a highly amusing comedy spiced with all the ingredients of a thriller including loads of black British humour.

It’s great fun to drive this elegant car Photo: Stefan Kock

Have a look at our short synopsis before we go into detail: Pulled into a web of intrigue and deceit Richard Hannay, the unwilling hero of the plot, is constantly on a run to escape a criminal organization, two “femmes fatales”, weird farmers and wives. Richard is in a great hurry to solve the mystery of the 39 steps. He must stop a gang of spies to threaten national security. Does he succeed? Read on.

Here we go: While Richard Hanney, a young man in his thirties, is on vacation in London he attends a demonstration of “Mr. Memory”, a man with a photographic memory. On the way back to his flat he meets a frightened woman by the name of Annabella Smith who asks him to put her up for the night. She tells him that she is a spy chased by criminals who are trying to kill her since she has uncovered a plot to steal top secret documents that threaten national security. The head of the spy ring “The 39 Steps” is a most dangerous man who can easily be identified by the missing joint on the little finger of his right hand. Richard is at a loss to believe this fantastic story told by a woman with a thick German accent and goes to sleep. In the morning he finds his guest murdered with a knife in her back. When the police turns up and accuses innocent Richard of murder, he manages to escape in the very last moment. From now on he is a man on the run. He takes the next train to Scotland where, according to Annabella Smith, the head of the espionage organization is hiding.

The head of „The 39 Steps“
Good Lord, what is the matter with you? Photo: Stefan Kock

On the train he meets beautiful Pamela who identifies him as the killer portrayed on page one of all the newspapers in the country. She reports him to the police and Richard manages another dramatic evasion from the train on the Forth Bridge. He is lucky to find a place for the night at a farm in the Highlands. While the wife of the old suspicious farmer is friendly and gives him her husband’s warm coat to protect him from the cold in the mountains, the farmer reports Richard to the police. He is after the high reward promised to the person who helps to catch the killer. But Richard evades capture once again and finally finds a village named Alt-na-shellach where he meets Professor Jordan, a perfect gentleman at first sight. Looking at his right hand with a missing joint on his little finger Richard realizes that he is standing face to face with the head of “The 39 Steps.” When Richard refuses to cooperate with him and his spy gang, Jordan shoots at him. Thanks to the farmer’s hymn book in the breast pocket of the coat Richard survives. Now it is on him to report an attempt of murder to the sheriff. But – surprise, surprise – the sheriff and the rest of the police are befriended with Jordan. Another hope crushed, poor Richard. He is again on the run from his pursuers. All of a sudden he finds himself in a political meeting and is mistaken for a candidate. Without having the slightest idea of what is going on, he improvises a speech which is enthusiastically applauded by the audience. By chance he meets Pamela again. Out of the blue Jordan’s men arrive and handcuff Richard and Pamela to each other. They spend the night at a small hotel in the countryside. With a trick Pamela frees both of them from the handcuffs. After a longer discussion Richard can convince her of his innocence. Now they are free to go to London where – according to Pamela who overheard a telephone call – the spy gang will meet.

Pamela, why is it so dark in this room? Photo: Stefan Kock

Back in the city, Richard and Pamela meet at Mr. Memory’s show and realize that the spies are taking advantage of Mr. Memory’s performance to smuggle the secrets out of the country. When being perfectly memorized, there are no paper documents. A very clever idea. The show ends abruptly when Richard asks Mr. Memory: “What are the 39 steps?” Do you think, dear spectator, that Mr. Memory is able to answer that question? Come and find out yourself when you are sitting in the audience of the English Theatre. By the way, according to a New York critic, this scene remains one of the most gripping moments of the play.

Shall we call the police? Photo: Stefan Kock
Packed with twists and turns

Packed with twists and turns, this fast-paced thriller keeps the audience in constant suspense. Only four actors – one woman and three men – are playing during 100 minutes altogether 150 characters in this hilarious spy comedy. While James Killeen “only” plays one part, that of anti-hero Richard Hannay, Man 1 Charlie McCullagh and Man 2 Jonny Magnati are to be seen in multiple roles. They appear as police men, drivers, station masters, farmers, gang members and even as women imitating high-pitched voices. An endless mimicry causing roars of laughter in den audience. Madeleine Hutchins plays three female parts. In one scene she turns up as Annalena Schmidt, the spy “with the accent”, a few minutes later she is Pamela, the red-haired vamp who reports good-hearted Richard to the police. Margaret, the sweetly naïve grumbling farmer’s wife with her long blond plait is the most touching figure in the play. A great performance. Thank you, Madeleine. The same refers to Charlie and Jonny, two brilliant actors, dancers and singers who would do honour to every musical show. Not to forget James in the part of Richard who reminds us of Cary Grant in Hitchcock’s 1959 blockbuster “North by North West.” Remember? A New York City advertising man mistaken for a non-existing man by the name of George Kaplan is unwillingly thrust into a world of spies. Just as Richard he escapes his pursuers by chance and is still alive when all the trials and tribulations are over.

Conclusion: A brilliant performance on a grey November evening in Hamburg.
A big hand for director Paul Glaser and his crew of smashing actors!

Final performance of “The 39 Steps” on January 29, 2022.
Tickets under: phone number 040 – 227 70 89 or
online under: www.englishtheatre.de
Next premiere:
“Outside Mullingar” by John Patrick Stanley on February 10, 2022

 

“The 39 Steps” von Patrick Barlow – die neue Premiere am English Theatre of Hamburg

Nun komm‘ schon, wir sind in Eile Foto: Stefan Kock

Mit dieser Farce auf den von Altmeister Hitchcock 1935 verfilmten gleichnamigen Krimi hat sich das English Theatre of Hamburg selbst übertroffen. Welches andere Theater schafft es, mit nur vier Darstellern ein so spannendes, temporeiches und mit einer gehörigen Dosis schwärzesten britischen Humors angereichertes Stück auf die Bühne zu bringen. Eine Persiflage, die selbst einen Dauerbrenner wie „Dinner for One“ um Längen schlägt und das Publikum die Sorgen, Nöte und Einschränkungen in Zeiten der Pandemie für zwei Stunden vergessen lässt.

Was für ein Spaß, ein so schickes Auto zu fahren! Foto: Stefan Kock

Die Handlung des Stückes versetzt uns in das turbulente London des Jahres 1935 am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, wo der junge Richard Hanney ein paar entspannte Urlaubstage verbringen will. Im berühmten Palladium in der Argyll Street lauscht er gespannt Mr. Memory, der mit seinem phänomenalen Gedächtnis das Publikum in seinen Bann schlägt. Wenig später begegnet er Annabella Schmidt, die sich von einer kriminellen Gang mit dem seltsamen Namen „Die 39 Stufen“ verfolgt fühlt und Richard bittet, sie für die Nacht bei sich aufzunehmen. Angeblich befindet sie sich im Besitz hoch brisanter Informationen, die die nationale Sicherheit bedrohen. Und um Unheil abzuwenden, muss sie umgehend eine Person in Schottland treffen. Dichtung oder Wahrheit, erdacht von einer Verschwörungstheoretikerin? Bevor Richard sich ein Bild von der mysteriösen Fremden machen kann, ist diese tot und liegt mit einem Messer im Rücken in seiner Wohnung. Wie nicht anders zu erwarten, verdächtigt die Polizei den unschuldigen Richard des Mordes. Der entzieht sich ihrem Zugriff durch eine tollkühne Flucht. Ab jetzt beginnt eine wilde verwegene Jagd kreuz und quer durch London. Während sowohl britische Ordnungshüter als auch Mitglieder besagter krimineller Bande dem angeblichen Delinquenten unerbittlich auf den Fersen sind, schlägt dieser Haken wie ein Hase und schafft es schließlich in einen Zug, der ihn nach Schottland bringen soll.

Die schöne Unbekannte

Mit Hilfe einer Landkarte aus dem Besitz Annabellas will er, neugierig geworden, dem Geheimnis der schönen Unbekannten auf die Spur kommen. Endlich für kurze Zeit seinen Häschern entkommen, tappt Richard in die nächste Falle. Die auf den ersten Blick sympathische Pamela entpuppt sich als üble Verräterin, die ihm ohne Skrupel die Polizei auf den Hals hetzt. Die Verfolgungsjagd geht weiter, bis Richard auf einem einsamen Hof in den Highlands ein bäuerliches Ehepaar trifft, das ihm Asyl für eine Nacht gewährt. Aber auch hier lauert höchste Gefahr, denn die Kunde von dem entlaufenen Mörder ist bis in dieses Nest am Ende der Welt vorgedrungen. Selbst hier gibt es Zeitungen, deren Titelseiten das Konterfei Richards ziert. Da jenem, der Richard ausliefert, eine hohe Belohnung winkt, findet der alte Bauer Mittel und Wege, die Polizei zu alarmieren. Allein seine Ehefrau empfindet Mitleid mit dem Verfolgten und schenkt ihm den warmen Mantel ihres Mannes, der sich später als sehr nützlich, sogar lebensrettend für Richard erweisen wird.

Mein Gott, was ist nur los mit dir? Foto: Stefan Kock

Erneut auf der Flucht, kommt Richard seinem Ziel immer näher, bis er schließlich auf ein herrschaftliches Anwesen in einem Ort mit dem klingenden keltischen Namen Alt-na-shellach stößt. Hier residiert Professor Jordan, offenbar ein Herr vom Scheitel bis zur Sohle, dem Richard sich anvertraut, bis er entdeckt, dass diesem die Kuppe des kleinen Fingers an der rechten Hand fehlt. Vor diesem Mann, dem Spiritus Rector der „39 Stufen“, hatte Annabella Schmidt ihn ausdrücklich gewarnt. Als Richard eine Zusammenarbeit mit Jordan verweigert, eröffnet dieser das Feuer auf ihn. Richard überlebt den Anschlag dank des Gesangbuches in der Brusttasche des geliehenen Mantels und wendet sich an den Sheriff. Doch – wie konnte es anders sein in dieser Welt der Clans – der steckt mit Jordan und den Seinen unter einer Decke. Um der Polizei zu entkommen, rettet Richard sich in eine Wahlveranstaltung, in der er für einen Kandidaten gehalten wird und eine zündende Rede hält, die mit tosendem Beifall von den Anwesenden aufgenommen wird.
Bei dieser Gelegenheit begegnet er der attraktiven Pamela wieder, die ihn zweimal verriet, weil sie ihn irrtümlich für den gesuchten Mörder hielt. Nun sitzen die beiden in der Falle, von einem Polizisten mit Handschellen an einander gefesselt. Pamela gelingt es, sich und Richard mit einem Trick zu befreien, so dass sie gemeinsam fliehen können. Es stellt sich heraus, dass der Polizist gar keiner war, sondern einer von Jordans Komplizen. Wow – wer hätte das gedacht!
Das verzwickte Spionagekomplott findet sein Ende im London Palladium, wo Richards unfreiwilliger Ausflug in die Welt der Geheimdienste begann. Diesmal wird er von Pamela begleitet. Erneut tritt Mr. Memory auf und beantwortet alle an ihn vom Publikum gestellten Fragen im wahrsten Sinne des Wortes wie „aus der Pistole geschossen.“ Ob er wohl etwas über die „39 Stufen“ und ihre Bedeutung weiß? Lassen Sie sich überraschen, liebe Zuschauer!

Eine gelungene Parodie auf das Genre Spionagefilme
Pamela, warum ist es hier so dunkel? Foto: Stefan Kock

Dieses Stück lässt das Publikum atemlos zurück. „Die 39 Stufen“ gleichen einem Parforceritt durch das Genre des Spionagethrillers. Denn als solcher war es vom schottischen Autor John Buchan angelegt, der seinen Plot 1915, im zweiten Jahr des Ersten Weltkrieges, zu Papier brachte. Es erstaunt nicht, dass Alfred Hitchcock sich dieses Stoffes annahm und ihn als hochdramatischen Krimi inszenierte, wie üblich augenzwinkernd gewürzt mit amüsanten Nebenhandlungen und einer kurzen Frequenz, in der er ganz bescheiden selbst auftritt.
Noch einen Schritt weiter geht der britische Bühnenautor Patrick Barlow, dem wir diese ebenso spannende wie skurrile Krimi-Komödie verdanken. Er nimmt den ganzen Spionage- und Geheimdienstschrott, mit dem wir nicht selten im Fernsehen gelangweilt werden, auf die Schippe und hält das Publikum mit einer Parodie auf das Genre bis zum Finale bei bester Laune. Zwischendurch wird auch zur Freude der Zuschauer mit Platzpatronen scharf geschossen. Alle gehen in Deckung!

Ein echter Geniestreich

Die Inszenierung unter der Regie von Paul Glaser ist ein echter Geniestreich. Und der gelingt mit nur vier Schauspielern – einer Frau und drei Männern – in 150 (in Worten: einhundertfünfzig) Rollen, und dies innerhalb von hundert Minuten! Die Mimen schlüpfen in Windeseile von einer Rolle in die nächste. Da wird durch den Austausch von Kopfbedeckungen aus einem Bobby ein Zugschaffner. Da verwandelt sich eine schlichte Frau aus den Highlands mit Hilfe einer platinblonden Perücke in einen Männer mordenden Vamp. Die rasante, mit einer Reihe Verfolgungsjagden gespickte Handlung raubt dem Zuschauer schier den Atem. Doch damit nicht genug. Er hat Mühe die Guten von den Bösen zu unterscheiden. Denn häufig wähnt er sich auf der richtigen Fährte, wird alsbald jedoch eines Besseren belehrt. Dieses Stück verdankt seinen Effekt dem Einsatz einfachster Mittel. Hier wird ein schlichter Sessel zu einem Auto, indem der „Fahrer“ ein Lenkrad in die Hände nimmt und seine Passagiere über eine fiktive holperige Landstraße manövriert. Ein weiterer Gag ist der „Trick“, mit dem Pamela sich und Richard von den Handschellen befreit. Dafür zieht sie eine schlichte Haarnadel aus ihrem Chignon. Donnerwetter – von dieser Frau können selbst die gewieftesten schweren Jungs noch was lernen. Ein Brüller!

Sollen wir die Polizei rufen? Foto: Stefan Kock

Fazit: Diese Slapstick-Komödie verdient höchstes Lob. Von 10 möglichen Punkten verleihen wir die volle Zahl mit einem Stern! Ein weiterer Stern geht an die vier Schauspieler. Während James Killeen, der Darsteller des Helden wider Willen Richard Hannay, „nur“ eine Figur verkörpert, treten Charlie McCullagh und Jonny Magnanti in zahllosen Rollen auf. Sie steppen und tanzen wie die Weltmeister nach den Melodien der dreißiger Jahre, schlüpfen in die Rollen von misstrauischen Highlandern, falschen und gelegentlich echten Polizisten, mimen Ehrenmänner und Gangster. Hin und wieder ist auch die Rolle einer Frau dabei, die/der in ihrer/seiner Kostümierung und schriller Stimme für Heiterkeit sorgt. Ein tolles Duo, das in allen Sätteln der Bühnenkunst gerecht ist. Die einzige Frau im Bunde, Madeleine Hutchins, glänzt in drei unterschiedlichen Rollen. Sie ist die mysteriöse Annalena Schmidt, die glamouröse Pamela und das Landei Margaret in Personalunion. Vier Mimen – echte Rampensäue, wie man im Theaterjargon anerkennend sagt – die mit ihrer Spielfreude das Publikum auf wunderbare Weise „infizierten.“
Ein höchst amüsanter Theaterabend, der den Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Wer in den Weihnachtstagen oder zu Silvester noch nichts vorhat, sollte sich umgehend ein Ticket sichern.

„The 39 Steps“ läuft bis einschließlich 29. Januar 2022.
Tickets unter: 040 – 227 70 89
oder online unter: www.englishtheatre.de
Nächste Premiere:
„Outside Mullingar“von John Patrick Shanley am 10. Februar 2022