Den Felsen im Griff: Mit Seil und Haken ins UNESCO Weltnaturerbe

Hotelanlage im Bergpanorama

Die Südtiroler Seiser Alm liegt inmitten eines einzigartigen Kletterreviers. Viele der bedeutendsten Kletterrouten der Alpen führen von Europas größter Hochalm hinauf auf die Gipfel des UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten. Die Massive von Rosengarten und Schlern mit ihren mächtigen Wandabstürzen, bizarren Felsen und steilen Rinnen gelten unter den Kletterern als legendär. Vom Anfänger bis zum Profi schöpfen Bergsteiger aus einem unglaublichen Repertoire an Kletterrouten und Klettersteigen vor einem eindrucksvollen Panorama. Ganz nah am Berg wohnen Gäste des Hotel Steger-Dellai auf der Seiser Alm. Das Steger-Dellai ist nicht irgendein Hotel. Ein ganz besonderes Paar prägt bis heute den einmaligen Charakter des traumhaft gelegenen Hauses: Paula Wiesinger und Hans Steger – Bergpioniere, die die Seiser Alm liebten wie kaum ein anderer. „La Paula“, wie die passionierte Bergsteigerin von ihren Fans genannt wurde, war Vorreiterin im Bereich des Kletterns in den Dolomiten und hat schon in jungen Jahren noch unbestiegene Felswände erklommen und neue Routen entdeckt. Die Liste ihrer Touren ist herausragend. Wer im Steger-Dellai seinen Kletterurlaub verbringt, wandelt auf Paulas Spuren. Ein leidenschaftliches Hotelteam verwöhnt seine Gäste. Eine alpine Wellnessoase mit Bergblick erstreckt sich auf 2.000 m². Wohltuende Massagen mit alpinen Essenzen lösen Muskelkater und Verspannungen. Die Auswahl an Beautybehandlungen und Saunen ist groß. Der Naturbadeteich ist ein Refugium, um an der frischen Bergluft zu entspannen und die Idylle der Seiser Alm auf sich wirken zu lassen. Auf die Teller kommen kulinarische Köstlichkeiten aus frischesten Zutaten.

Hotel Steger-Dellai
Hotel Steger-Dellai GmbH
Saltriastraße 6
39040 Kastelruth

Gesunde Auszeit im Asam: Basenfasten nach der Wacker-Methode

Die Aussicht genießen

Fit und vital in den Sommer: Das Basenfasten nach der wacker-methode® im modernen Stadthotel Asam****S in Straubing tut Körper, Geist und Seele gut. Dafür sorgen auch das „historische“ Wohlfühl-Ambiente und die gehobene Wellness auf Viersterne-Superior-Niveau.

Wer für den Einstieg in ein vitaleres Leben einen „gesunden Anstoß“ braucht, ist mit einer basenfasten Kur am richtigen Weg. Zwischen Arbeit, Einkaufen, Kochen und Alltagsstress haben viele Menschen oft nicht die nötige Energie dazu. Im Wohlfühl-Ambiente des modernen Design-Hotels ASAM****S in Straubing fällt es leichter, die Weichen für eine dauerhaft gesunde Ernährungsweise zu stellen. Hier wird nach der von Sabine Wacker entwickelten Methode gefastet: mit Obst und Gemüse, völlig frei von tierischem Eiweiß und Getreide und daher besonders für Allergiker geeignet.

Wohlfühl- und Gesundheitserlebnis im ehemaligen Offizierskasino

Basenfasten nach der wacker-methode® ist prinzipiell für jeden gesunden Menschen geeignet und führt erfahrungsgemäß zu einer körperlichen und psychischen Belebung. Schon nach einer Woche wird die Haut reiner und straffer, das Bindegewebe gestärkt und die Augen klarer. Als positive Nebeneffekt purzeln einige Kilos und man fühlt sich vital und leistungsfähig. Das Wohlfühl-Ambiente des Hotels Asam trägt zum Erfolg der Kur bei. Die köstlichen basischen Menüs, sowie den ganzen Tag über Kräutertee, Grander- und Ingwerwasser sorgen für ein angenehmes Sattheitsgefühl. Hinzu kommen entgiftende Leberwickel und entlastende Basenbäder. Auch die Ayurvedische Massage entgiftet sanft den ganzen Körper und führt zur inneren Ruhe. Die Aroma-Bauchmassage regeneriert die Verdauungsorgane, harmonisiert das vegetative Nervensystem und hilft ,Spannungen aus dem Körper auszuleiten. Zwischendurch geht sich immer wieder eine Wellness-Einheit im zweigeschoßigen asamSPA mit Außen-Whirlpool und Dachsterrasse aus. Mit Yoga, Meditation und einer geführten Wanderung im nahen Bayrischen Wald werden weitere Bausteine zur Rundum-Entspannung geboten. Für den „gepflegten“ Rückzug geht es in eines der 101 hochwertig ausgestatteten Zimmer oder eine Suite.

Basenfasten nach der Wacker-Methode
Leistungen:
 7 Ü in der Baumwipfelsuite mit Balkon inkl. Basenfasten-Verpflegung nach der Wacker-Methode: Kräutertee, Granderwasser, Ingwerwasser rund um den Tag, 3 x Leberwickel, 3 x entlastendes Basenbad (wahlweise als Fußbad), 1 x Begrüßungspaket, Einführungs-, Ernährungs- und Abschlussgespräch, 1 x ayurvedische Massage, 1 x ausleitende Aroma Massage, 1 x Nordic-Walking-Stöcke für die Zeit des Aufenthalts, Yoga, Meditation und eine geführte Wanderung, Anreise: Sonntag – Preis p. P.: ab 940 Euro, Baumwipfelsuite als Einzelnutzung 996 Euro

Schnupperkur: Basenfasten nach der Wacker-Methode
Leistungen:
 3 Ü im Superior-DZ inkl. Basenfasten-Verpflegung nach der Wacker-Methode: Kräutertee, Granderwasser, Ingwerwasser rund um den Tag,1 x Leberwickel, 1 x entlastendes Basenbad (wahlweise als Fußbad), 1 x Begrüßungspaket, 1 x Ayurvedische Massage, Einführungsgespräch – Preis p. P. ab 399 Euro, DZ zur Einzelnutzung ab 435 Euro

Hotel ASAM****ˢ
HOTEL ASAM GmbH & Co. KG
Wittelsbacherhöhe 1
94315 Straubing
Tel.: +49 (0) 9421-78 86 80
info@hotelasam.de
https://www.hotelasam.de/

Wohlfühlareal in Alleinlage: Design Hotel und Premium Chalets in den Salzburger Bergen

Auf einem Sonnenplateau am Fuße des Asitz, umgeben von Natur pur und den Bergrücken und Hügeln der Leoganger Bergwelt, breitet sich das PURADIES mit seinen Premium-Chalets, stylischen Suiten und Zimmern aus. Baden am glasklaren Naturbadesee und Wellness, die besser den Namen Private Retreat verdient, wecken in dem weitläufigen, 30 Hektar großen Erholungsresort die Lebensgeister. Alte Traditionen, alpine Natürlichkeit und geerdetes Leben am aktiven Bio-Bauernhof verschmelzen mit exklusivem Lifestyle, Highttech und Kunst zu einem unvergleichlichen Ganzen. Eine Welt der kulinarischen Genüsse ist ebenso Teil der Natur-Oase wie Freiräume für reueloses Nichts-Tun. Wer aktiv sein möchte, der schöpft aus dem Vollen.

Saalfelden Leogang – eine einzigartige Aktivregion

Ein Wanderparadiies

Die Urlaubsregion in den Salzburger Bergen gehört zu den größten und beliebtesten Wanderregionen Österreichs. Ganz bequem starten Wanderer direkt beim PURADIES in die Natur. Der Asitz, der Hausberg der Leoganger, liegt ihnen zu Füßen. Auf über 400 Kilometer Wanderwegen in der Umgebung werden gemütliche Spaziergänger ebenso aktiv wie Gipfelstürmer, die es in die Leoganger Steinberge oder auf das Steinerne Meer zieht. Mit seinen beeindruckenden 2.634 Metern erhebt sich das Birnhorn wie ein steinerner Riese aus den Leoganger Kalkbergen. Seine 1.400 Meter hohe Südwand gilt als eine der höchsten Felswände der Ostalpen. Bergromantik kommt auf den sanften Grasbergen mit ihren idyllischen Berghütten und blühenden Almwiesen auf. Unter den Radfahrern genießt Leogang schon lange Kultstatus. Kaum eine Region bietet so viele Möglichkeiten, mit dem Mountainbike die Berge zu erobern oder auch gemütliche Radtouren im Tal zu unternehmen. Fünf Gondelbahnen mit Biketransfer machen es möglich: An nur einem Tag im Bikecircus Leogang-Saalbach-Hinterglemm mit dem Rad ca. 60 Kilometer und 4.900 Höhenmeter zurücklegen. Die besten All-Mountainbike- und Enduro-Trails soll es im Bikepark Leogang geben. Zudem gehört Saalfelden Leogang zu den größten E-Bike-Regionen der Welt. Mit einer Lage inmitten des Golf-Alpin-Resort begeistert das PURADIES die Golfer. 32 Golfplätze im Salzburger Land und Tirol sind für sie erreichbar, zwölf Topgolfclubs liegen innerhalb von 70 Kilometern rund um das PURADIES. Die nächstgelegenen 18-Loch-Plätze Urslautal (30 Prozent Greenfee Ermäßigung für PURADIES-Gäste) und Gut Brandlhof sind nur wenige Kilometer entfernt. Auf den Golf-Alpin-Pass mit fünf Greenfees gewährt das PURADIES großzügige Rabatte.

76 Suiten und Zimmer sowie 14 topausgestattete Premium-Chalets mit privater Sauna bieten im PURADIES vielfältige Wohnmöglichkeiten. Das Badhaus „Innere Mitte“ präsentiert sich als traumhafte Sauna- und Entspannungswelt im Zentrum des alpinen Refugiums. Den besonderen Saunaaufgüssen des Saunameisters eilt der beste Ruf voraus. Feinschmecker haben die Wahl: Köstlichkeiten in dem gemütlichen Halbpension-Restaurant genießen oder sich im Gourmetrestaurant ESS:ENZ besonderen Kulinarik-Erlebnissen im ebenso besonderen Ambiente hingeben. Das ESS:ENZ begeistert mit inspirierenden Kreationen aus feinsten Produkten aus der Region bei 100 Prozent front cooking (geöffnet Mittwoch bis Sonntag ab 18 Uhr). Die preisgekrönte Bar „FREIRAUM“ verwöhnt ihre Gäste u. a. mit innovativen Signature Drinks.

Das PURADIES Hotel & Chalets in Leogang trägt ab sofort das „Österreichische Umweltzeichen“ sowie das europäische „ECO Label“ – beides Siegel, die dem Erholungsresort einen sorgsamen Umgang mit der Natur bescheinigen. Hotelleitung und Team haben das „Pur & Fair“ Konzept erarbeitet, das zum einen ein verbindlicher Leitfaden für nachhaltiges und umweltverträgliches Arbeiten in allen Bereichen des Hotels ist und zum anderen dem Gast höchste Qualitätsstandards garantiert.

Midweek Frühlingsgefühl (01.06.04.07.20)
Leistungen:
 3 ÜN inkl. Genießerpension, Begrüßungsdrink, Micro Salt Anwendung, am Abreisetag Nutzung des Wellnessbereichs den ganzen Tag, Saalfelden Leogang Card – Preis p. P.: ab 470 Euro

Pures Lebensglück (bis 03.07.2006.09.08.11.20)
Leistungen:
 3 ÜN inkl. Verwöhnpension, Begrüßungsdrink, PUR Vital Gesichtsbehandlung (50 Min.), Wellnessbereich & Wellnesstasche, Saalfelden Leogang Card – Preis p. P.: ab 540 Euro

Purer Casino Spaß (bis 03.07.20)
Ein Tag voller Action im PURADIES und eine Nacht voller Spannung im Casino Austria in Zell am See
Leistungen:
 2 ÜN inkl. Genießerpension, Begrüßungsdrink, PURADIES Pralinen zur Begrüßung, 20 Euro Begrüßungsjetons und Willkommenssekt an der Bar – Preis p. P.: ab 330 Euro

Goldener Herbst (05.09.23.10.20)
Leistungen:
 3 ÜN inkl. Genießerpension, Begrüßungsdrink, 1 x Micro Salt Anwendung, am Abreisetag Nutzung des Wellnessbereich den ganzen Tag möglich, Saalfelden Leogang Card – Preis p. P.: ab 470 Euro

PURADIES Hotel & Chalets
Puradies Embachhof GmbH & Co KG
Rain 9
5771 Leogang
Tel.: +43 6583 8275
info@puradies.com
www.puradies.com

Das „KOLLERs am See“ öffnet wieder: Strandurlaub am Millstätter See

Die Bootsflotte des Hotels

Am 29. Mai 2020 gehen im Hotel KOLLERs*****s am See endlich wieder die Türen auf. Mit großer Freude empfangen Verena und Hubert Koller nach einer langen „Zwangspause“ im Trockendock ihre Gäste. Ihr Genussrefugium wurde in den letzten Wochen frisch herausgeputzt und verwöhnt mit Summer Vibes am Seeufer. Sorglos und unbeschwert die schönste Jahreszeit auskosten, das ist das Motto für die nächsten Monate. Das Leistungsangebot des KOLLERs steht ohne Einschränkungen im vollen Umfang zur Verfügung. Die hohen HACCP-Hygienestandards in der Hotellerie werden durch zusätzliche Reinigungsintervalle und Flächendesinfektionen verstärkt. Zudem gelten selbstverständlich die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln. In der privaten Atmosphäre des weitläufigen Rückzugsortes kehren Freude und Entspannung zurück. Eine Runde Wasserschi gibt es zur „Feier des Tages“ gratis dazu.

Die schönsten Seiten des Lebens am See

Wenn abends das hoteleigene Motorboot dem Sonnenuntergang entgegen saust (die Flasche Champagner ist natürlich mit an Bord) oder zwei seelenruhig mit dem Segelboot über den See gleiten (der Steuermann hat den Picknickkorb dabei), dann geht das Sommer-Feeling unter die Haut. Der „POTO“ ist das aufwändig restaurierte Oldtimer-Schiff der KOLLERs. Damit unternehmen Hotelgäste exklusive Ausfahrten oder verbringen erinnerungswürde Stunden zu zweit auf „hoher See“. Sonnenanbeter verlegen die See-Wellness auf das Sonnendeck des Relax-Schiffs „MS KOLLERs Swan“ und wiegen sich in Ruhe und Stille unter dem Sommerhimmel. Das kann nur noch ein „Dinner for 2®“ auf der schwimmenden Palmeninsel toppen: mit Aperitif am Strand, Butler und einem festlich gedeckten Tisch im „Restaurant für 2“ mitten am See. Für das Sieben-Gänge-Gourmetmenü wird jeder Gang frisch zubereitet und von dem Butler per Boot serviert. Morgens die Augen aufschlagen und auf den See schauen, das hat was. Die luxuriöse Bootshaus-Suite mit offenem Kamin, Dampfbad und privater Sonnenterrasse direkt über dem See. Wie alles im KOLLERs nimmt auch das SPA den See ins Visier. Im modernen Sauna-Kubus relaxen Hotelgäste mit Panoramablick auf das Wasser und in die Berge. Das 130 m² große Seebad mit Trinkwasserqualität wird ganzjährig mit Energie aus ressourcenschonenden, erneuerbaren Energiequellen auf 28 Grad erwärmt. Der ebenfalls energieeffizient betriebene Außenpool bietet Luftsprudelliegen und Massagekörbe im 32 Grad warmem Wasser. Hochwirksame Vinoble-Kosmetikbehandlungen entfalten ihr „Schönheitspotenzial“ und Spezial-Massagen beleben und entspannen. KOLLERs SPA ist mit drei Relax-Guide-Lilien ausgezeichnet.

Von der Sonne geküsst

Auf den Holzstegen und Decks am See, am Pool und unter dem zarten Grün der Obstbäume, in gemütlichen Korbmöbeln und in Muschelliegen kann man sich rundum wohlfühlen. Golfsportbegeisterte schlagen wieder ab. Der Panorama-Golfplatz Millstätter See liegt auf dem sonnigen Hochplateauzwischen Seeboden und Millstatt und bietet einen fantastischen Blick auf den See und die umliegende Bergwelt, bei klarer Sicht bis zum 3.798 Meter hohen Großglockner. Am Millstätter See sprudelt die Bewegungsfreude – bei Genussradfahrern und MountainbikernWanderern und Spaziergängern oder Tennisspielern. Die verlockenden Frühlingsspecials des KOLLERs wurden bis Mitte Juni 2020 verlängert: Vergünstigtes Greenfee und traumhafte Seen-Wellness.

KOLLERs Bonus (bis 30.06.20)
Mindestaufenthalt 3 Nächte, 10 Euro Beauty-Gutschrift pro Behandlung, 1 Runde Minigolf, Schiffsrundfahrt mit der MS KOLLERs Swan

Greenfee zum Frühlingstarif (Juni 2020)
Im Rahmen von KOLLERs Golf Klassik-Pauschale Greenfee für die Golfanlage Millstätter See noch den ganzen Juni zum Frühlingstarif

KOLLERs Golf Klassik (29.05.19.06.20)
Leistungen:
 Wohnkomfort im Doppelzimmer „Korsar“, KOLLERS Gourmet-Halbpension, Entspannung in KOLLERs SPA, Bade-Erlebnis im beheizten See, Relaxen im Schiff MS KOLLERs Swan, 2 bzw. 4 Greenfees auf der Golfanlage Millstätter See zum ermäßigten Frühlingstarif – Preis p. P.: 3 Nächte ab 480 Euro, 7 Nächte ab 1.045 Euro

KOLLERs Seen-Wellness (29.05.19.06.20)
Leistungen:
 Wohnkomfort im Doppelzimmer „Korsar“, KOLLERs Gourmet-Halbpension, Entspannung in KOLLERs SPA, Bade-Erlebnis im beheizten See, Beauty-/Massage-Behandlungen nach Wahl im Wert von 100 Euro pro Person – Preis p. P.: 3 Nächte ab 470 Euro, 7 Nächte ab 938 Euro

KOLLERs Hotel
KOLLERs Hotel
Seepromenade 2-4
9871 Seeboden
Tel.: +43 4762 82000
info@kollers.at
www.kollers.at

Prä- und postnatale Psychologie und Medizin

Buchcover

Prä- und postnatale Psychologie und Medizin bilden die Schnittstellen psychologischer und medizinischer Diagnostik und Intervention von der Pränatalzeit an bis in die frühe Kindheit. Damit umfassen diese Disziplinen das Ungeborene und den Säugling sowie auch werdende Mütter und Väter in ihrer soziokulturellen Umgebung. Die großen Verbesserungen der letzten Jahrzehnte in Neonatologie und Sozialpädiatrie fußen auch auf den Ergebnissen aus Psychoanalyse und Säuglingsforschung, die jene Disziplinen mitbegründeten.

Der vorliegende Band fasst viele ihrer Ergebnisse nicht nur zusammen, sondern erweitert sie im Hinblick auf zukünftige körpermedizinische und psychosoziale Gestaltungen in ihren klinischen und kulturellen Bezügen.

Das animalische Erbe im Menschen

Im ersten Kapitel nehmen Fellmann, Walsh und Egloff (TU Chemnitz, Universität Münster und Institut für Pränatale Psychologie Heidelberg) eine anthropologische Zusammenschau der Evolution der menschlichen Psyche im Rahmen von Sexualität und Erotik vor. In ihrer Betrachtung emotionaler Intelligenz zeigt sich diese als Überschuss von Paarungsenergie, die in ihrer Abweichung vom reinen Fortpflanzungsziel zu Intimität führt, die selbst als Quelle menschlicher Reflexivität dient. Hieraus ergibt sich ein kohärentes Szenario, in dem Erotik und psychische Entwicklung zusammengehören jenseits von Kognition, also dem, was Menschen gewöhnlich für Denken halten. Stattdessen wirkt das animalische Erbe im Menschen als Movens sowohl für erotische Exploration als auch für emotionale Intelligenz. Die sich hieraus ergebenden konflikthaften Spannungen verweisen auf körperliche Sinnlichkeit in engster Verknüpfung mit psychischem Befinden und legen so eine Grundlage für die Psychosomatik. Fertilität in ihrer psychosomatischen Verfasstheit bildet einen wichtigen Teil hiervon. Wenn es denn um Empfängnisproblematiken geht, werden in erster Linie Lebensstilveränderungen oder Interventionen wie ovarielle Stimulation und Akupunktur ins Feld geführt, um diesen zu begegnen. Während nicht-pharmakologische Ansätze sinnvoll sind, zeigt sich jedoch immer wieder, dass diese zu kurz greifen und in einen psychosomatischen Ansatz integriert werden sollten, der psychische, aber auch übergeordnete Faktoren wie gesellschaftliche Voraussetzungen berücksichtigt, die als „culturally and mentality-based influences“ bezeichnet werden können.

Rupert Linder, Psychosomatiker und Gynäkologe sowie langjähriger Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für prä- und perinatale Psychologie und Medizin Wiesbaden, stellt im zweiten Kapitel seine Erfahrungen in der geburtshilflichen Behandlung und Begleitung schwangerer Frauen vor. Die Integration von Frauenheilkunde, Geburtshilfe und psychotherapeutischer Intervention hat sich nicht nur als für die tägliche Praxis gangbar erwiesen, sondern, wie seiner Praxisstudie zu entnehmen, zu einer Verringerung der Anzahl von Frühgeburten geführt. Daher sollten auch körperliche Probleme werdender Mütter im Gesamtzusammenhang körperlicher und emotionaler Prozesse betrachtet werden, um intervenieren zu können. Die emotionale Geschichte der werdenden Mutter sowie auch den frühen inneren Dialog zwischen ihr und dem ungeboren Kind in den Mittelpunkt zu stellen, bietet potentielle Konfliktlösungen.

Pränatale Dynamik und fötale Existenz

Wie die inneren Welten werdender Mütter aussehen können, illustrieren Olga Gouni und Anastasia Topalidou (Nationale und Kapodistrias- Universität Athen und Universität von Central Lancashire) im dritten Kapitel über pränatale Dynamik und fötale Existenz. Hierbei diskutieren sie den Zusammenhang pränataler Erfahrung mit menschlicher Gesundheit und Entwicklung, ein Forschungsfeld, auf dem in den letzten Jahren ein enormer Wissenszuwachs stattgefunden hat. Mütterliche Erfahrungen zu Zeitpunkten vor, während und nach der Empfängnis sowie jene in der Schwangerschaft können mit pränatalen Prägungen des Kindes in engen Zusammenhang gebracht werden. Die Autorinnen schildern in Fallvignetten zahlreiche, teils drastische Konfliktkonstellationen aus der Praxis. In einem Forschungsüberblick zu Epigenetik und „fetal programming“ weisen sie auf pränatale Prägungen z.B. im Herz-Kreislauf-Bereich hin, die neben den wohlbekannten Einflüssen von Alltagstoxinen wie Tabak und Alkohol tief angelegte Dispositionen darstellen. Es wird deutlich, dass umweltliche Einflüsse auch im engeren Sinne das werdende Kind betreffen. Zu jenen gehört, und das ist die gute Nachricht, auch das „Bonding” als lebenslanger Prozess von Beziehungsbildung.

Auf hirnphysiologischer Ebene beschreibt Otwin Linderkamp, ehemaliger ärztlicher Direktor der Neonatologie der Kinderklinik an der Universität Heidelberg, im vierten Kapitel eindrucksvoll die fötale menschliche Entwicklung im mütterlichen Uterus. Das fötale Gehirn bildet sich innerhalb von ein paar Wochen von einer dünnen Zellschicht hin zu einem komplexen Netzwerk aus, das aus Milliarden Neuronen und Billionen Verbindungen besteht. Deren Anfälligkeit für Umweltfaktoren, zu denen auch „maternal stress“ gehört, ist gut belegt. Bei aller Plastizität und damit auch Reparaturfähigkeit neuronaler Netzwerke lässt sich zeigen, dass gerade allerfrüheste Erfahrungen grundlegend sind.

Im fünften Kapitel widmen sich Egloff und Djordjevic (Institut für Pränatale Psychologie Heidelberg und Universitätsklinik Nis) der prä- und postnatalen Psychosomatik in ihrer sozialen Verfasstheit, eine Perspektive, die nach ihrer letzten Blütezeit in den 1970er und 1980er Jahren erst jetzt langsam wiederentdeckt wird. Der gesellschaftliche Prozess postmoderner Fragmentation und Anomie weist auf die Tendenz zu psychosomatischer Desintegration hin, die sowohl bei Müttern als auch in Familienverbünden als Symptombildung auftritt, mit den entsprechenden gesellschaftlichen Begleiterscheinungen. Nach Slavoj Žižek kann die Lücke, die zwischen Wort und Ding, zwischen Subjekt und Objekt mit Ideologie aufgefüllt wird, dazu dienen, soziale Antagonismen zu überdecken. Daher macht es Sinn, auch die Psychosomatik auf diese Lücke hin zu befragen und subjektivitäts- und objektivitätsbezogene Unterscheidungen in Fragen von Symptombildung zu treffen. Außerdem werden prä- und postnatale Interventionsansätze vorgestellt, die auf Konzepte von Bindung, Beziehung und Erziehung zurückgreifen.

Elterlicher Umgang mit ihren Kindern

Das sechste Kapitel konkretisiert die interaktionelle Perspektive im Rahmen elterlichen Umgangs mit ihren Kindern. Die Zusammenhänge von Erziehungsstilen – dem langjährig anerkannten Konzept der „parenting styles“ nach Diana Baumrind – mit emotionaler Intelligenz und Bindungsstilen diskutiert Elena Nanu, Universität Bukarest. In ihrer Studie untersucht sie 138 Elternteile im Alter von 28 bis 48 Jahren und 74 Kinder auf ihre emotionale Intelligenz sowie auf Erziehungsstile von autoritär, permissiv und autoritativ. Im Zusammenhang mit Bindungsmodi diskutiert sie deren Einfluss auf die kindliche emotionale Intelligenzentwicklung.

In Kapitel sieben wird diese Thematik auf Frühgeborene hin untersucht. Das an der Universität Bologna und in Cesena ansässige Team Neri, Spinelli, Biasini, Stella und Monti beleuchtet die Modi elterlicher Sensibilität in ihrer Wirkung auf die kognitive und interaktionelle Entwicklung frühgeborener Kinder. Frühgeburten betreffen nicht nur Mutter und Kind, sondern können die Qualität der frühen Eltern-Kind-Interaktion erheblich beeinflussen; eine problematische kindliche Entwicklung kann körperlich und seelisch die Folge sein. Die Studienergebnisse zeigen mögliche Beeinträchtigungen kognitiver und interaktioneller Entwicklung.

Ludwig Janus, Gründer des Instituts für Pränatale Psychologie und Medizin Heidelberg, stellt im achten Kapitel einige von Sigmund Freuds Konzepten im Hinblick auf pränatale emotionale Erfahrung dar, indem er den Zeitgeist der Jahrhundertwende befragt. Durch Abspaltungen verschiedener Gruppen kam es in der psychoanalytischen Tradition zu sehr heterogenen Entwicklungen in Theoriebildung und Praxis. Diese wurden noch nicht ausreichend zusammengeführt, weshalb Konzeptionen über die menschliche Realität bislang unvollständig bleiben mussten. Der Autor skizziert Vorschläge zu gemeinsamer wissenschaftlicher Verständigung.

Das neunte Kapitel widmet sich Psyche aus einer Perspektive, die an Martin Heideggers Konzept Sein zum Tode anknüpft; es verweist auf Zeit und Zeitlichkeit als unvermeidliche Faktoren des Seins, aber auch als sinnstiftende Instanzen. Die Näherung dieser Thematik erfolgt über Motive aus William Faulkners Werk und die Bergsonsche Unterscheidung von „le temps und „la durée. Letztgenannte trägt zur Bildung von Identität durch gleichzeitige Bewahrung und Überwindung von Ereignissen bei und kann hilfreich sein, um die Problematik von Subjektivitätsbildung zu erhellen. Um das „Normale“ zu verstehen, muss ohnehin das „Unheimliche“ untersucht werden.

Erziehung und Sozialisation

Die Problematik von Erziehung und Sozialisation wird im zehnten Kapitel behandelt. Walter Böhmer präsentiert eine eindrucksvolle Reflektion des Einflusses von Erziehungsmethoden auf menschliche Lebensbedingungen, in der biographische Hindernisse aus destruktiven Erziehungsmethoden hervorgehen und immer wieder neue Hindernisse erzeugen können. Dazu kann auch selbst-destruktives Verhalten gehören. Doch auch hier gibt es eine gute Nachricht: Erziehungsmethoden sind veränderbar.

Im letzten Kapitel weist Janus schließlich ein neues wissenschaftliches Paradigma für zukünftige Psychotherapien aus, das in einer Zusammenführung von frühen prä- und postnatalen Erfahrungen für die menschliche Entwicklung auf multidimensionaler Grundlage besteht. Die Marginalisierung vorsprachlicher Erfahrung hat im Rahmen der abendländischen Sprachbezogenheit zu einer Limitierung des Einblicks in Psychosomatik und menschliche Interaktion geführt. In seiner Darstellung der Psychoevolution in Zusammenhang mit den Erkenntnissen aus psychoanalytischer Theorie und Säuglingsforschung zeigt er, wie die Unzulänglichkeiten mancher Theoriebildung zukünftig überwunden werden können. Die sogenannte infantile Amnesie besagt, dass wir keine Erinnerung an frühe Kindheitserfahrungen haben, zumindest keine verbalisierbare; schon denken wir, jene Zeit unseres Lebens sei bedeutungslos. Doch schon das Körpergedächtnis spricht Bände über unsere frühesten Prägungen, die Erleben und Wahrnehmung, und somit unser psychosomatische Verfasstheit, beeinflussen.

Der englischsprachige Band soll als Kompendium in Klinik und Kultur dienen; er lädt alle anthropologisch Interessierten ebenso zur Reflektion ein.

 

Goetz Egloff & Dragana Djordjevic (eds.). Pre- and Postnatal Psychology and Medicine. Nova Science, New York, 2020, 354 S., 190 $

 

 

Familiensommer „mit Respektabstand“ im Wanderhotel Gassner

Das Wanderhotel Gassner in Neukirchen am Großvenediger zählt zu den besten Adressen für große und kleine Naturentdecker. Hier findet die ganze Familie gesunden Frei- und Spielraum – und eine der imposantesten Landschaften Europas, den Nationalpark Hohe Tauern.

Badezimmer im Bauhaus

Fünf Bergkristalle und 100 Prozent Weiterempfehlungen auf HolidayCheck: Das Wanderhotel Gasser**** in der Wildkogel-Arena ist eine der ersten Adressen für den Familienurlaub in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern. Das größte Schutzgebiet Österreichs eröffnet atemberaubende Wanderwege und Naturräume, unvergessliche Almen- und Gipfelerlebnisse mit Weitblick. Mit der „Expedition Familienabenteuer“ holen die Gastgeber Groß und Klein hinaus in die Weite der Natur. Unter den fünf geführten Wanderungen, die pro Woche angeboten werden, sind auch viele für Familien geeignet: etwa der Venedigerweg zur Berndlalm, der Geolehrweg im Untersulzbachtal mit dem 80 Meter hohen Wasserfall oder der Smaragdwanderweg ins „steinreiche“ Habachtal. Mit der Wildkogelbahn wird die Abenteuer-Arena Kogel-Mogel an der Bergstation angepeilt, wo Adlerhorst, Kugelbahn, Riesen-Trampolin und Goliath-Schaukel für Spaß mit „Respektabstand“ sorgen. Weitere Highlights sind der Panoramaweg zur Mittelstation und der Rutschenweg mit zehn extralangen Edelstahlrutschen.

Der Wildkogel-Kindersommer lockt Familien ins Freie

Mit der Nationalpark Sommercard ist täglich eine Berg- und Talfahrt auf den Wildkogel inkludiert. Ebenso Tickets für die regionalen Öffis und für viele Ausflugsziele – darunter die Krimmler Wasserfälle, das Nationalparkzentrum in Mittersill und die Großglockner Hochalpenstraße. Mit dem Wildkogel-Kindersommer geht es außerdem auf zu einem „kuhlen“ Nachmittag am Biobauernhof, zur Glas-Manufaktur Kaiser Art, zum Filzen im Salzburger Wollstadel und zu Kids-Abenteuern am Blausee mit einer Grillerei. Wer nach solch hitzigen Erlebnissen Abkühlung sucht, findet sie im Naturbadeteich Neukirchen und im neuen Crystal Garten-Spa des Wanderhotel Gassner. Um den Naturpool im Freien laden Holz-Liegeflächen und Entspannungsbetten zum Sonnen und Wärmen oder die Füße ins Wasser baumeln lassen. Wer noch eine zusätzliche Portion Wärme brauchen kann, lässt sich in der neuen Panorama-Außensauna nieder. Die Schwitzstube, die Salzgrotte und die Infrarotliegen halten die richtige Dosis bereit, bevor man sich am Eisbrunnen und im Ruheraum wieder „downgradet“. Meldet sich wieder der Bewegungsdrang, leben ihn kleine Gäste auf dem neuen Naturspielplatz mit Nestschaukel, Hängebrücke, Kletterturm und Niederseilgarten aus.

Natur und Küche der Tauern entdecken

Und weil Frischluft hungrig macht, wartet Küchenchef Hans Peter Gassner mit einer herzhaftenregionaler Küche auf, die groß und klein schmeckt und vor allem auf Lebensmitteln aus der hauseigenen Landwirtschaft, der eigenen Jagd und aus dem Bio-Kräutergarten aufbaut. Im Restaurant haben alle Gäste viel Platz für sich. Dank der Größe des Wanderhotels Gassner gibt es drinnen und draußen viele Freiräume. Ganz unter sich sind Familien in den heimeligen WohlfühlzimmernWohn- und Familienstudios oder in einer der 40 bis 50 m2 großen Suiten – und vor allem im neuen Gassner-Baumhaus am Waldrand, das 100 Prozent Privatsphäre bietet. Buchen kann man ganz ohne Risiko: bis drei Tage vor Anreise gibt es keine Stornokosten und alle Anzahlungen werden zur Gänze rückerstattet. www.hotel-gassner.at

Expedition „Familienabenteuer“ für kleine und große Bergfexe (27.06.10.10.20) –Wanderhotel Gassner****
Leistungen: 7 Ü inkl. Genusspension und allen Sommer-Inklusivleistungen, Kinderspielraum, neuer Naturspielplatz im Gassner Wald, (in der Nähe Mehrzweckplatz, Minigolf, Sportplatz), Wanderprogramm, Wildkogel Aktiv Programm, Nationalpark Sommercard. Ferienspecial: alle Kinder von 6 bis 14 Jahre zahlen nur 35 Euro pro Kind und Nacht – egal in welcher Zimmerkategorie – gültig bei 2 Vollzahlern. – Preise: ab 869 Euro

WANDERHOTEL GASSNER****
Hotel Gassner GmbH & Co KG
Hadergasse 167
5741 Neukirchen a. Gr./Ven.

Ein Logenplatz in den Zillertaler Bergen – Weil die Natur mehr Kraft spendet als vieles andere

Blick auf die Gondelbahn

Aufbruchstimmung liegt in der Luft. Selten war das Bedürfnis nach Erholung und Entspannung größer als in diesen Tagen. Körper und Seele brauchen positive Energie und neue Kraft. Wo könnte man diese besser tanken als in der Ruhe der Natur und der Weite der Berge. Fügenberg im vorderen Zillertal ist bekannt für seine waldreiche Gebirgslandschaft zum Wandern und Biken. Wer einen Logenplatz sucht, der zum Genießen gemacht wurde, für den ist das Hotel Waldfriede**** die richtige Wahl. Vom Hotel aus machen sich naturbegeisterte Gäste auf den Weg und atmen in einem weitläufigen Wander- und Bikenetz die erfrischende BergluftSaftige Bergwiesen mit duftenden Kräuternatemberaubende Gipfelblicke und glasklare Bäche zaubern eine prachtvolle Almlandschaft. Radfahrer, die ohne Bike anreisen, können direkt im Hotel E-Bikes ausleihen. Für Golfbegeisterte ist der nur ca. 3 km entfernte 18-Loch-Platz in Uderns ein weiteres Highlight. Das imposante Bergpanorama behalten Genießer auch in der schönen Wellnessoase des Hotel Waldfriede im Blick. In der Kräuter-Zirben-Sauna, der finnischen Sauna oder im Dampfbad, in der Infrarotkabine oder im Ruheraum mit Quellwasserbrunnen erwachen die Lebensgeister. Das Angebot an Massagen und Beautybehandlungen ist vielfältig. Wenn dann noch die Feinschmeckerküche von Gastgeberfamilie Erlebach auf die Teller kommt, stellt sich ein Wohlgefühl ein. Auf der Sonnenterrasse hoch über den Dächern von Fügen und mit Blick ins Grüne schmecken die erlesenen Speisen aus vorwiegend regionalen Produkten besonders gut

Hotel Waldfriede
Hotel Waldfriede**** Ernst Erlebach GmbH & Co KG
Waldfriedenweg 4
A-6264 Fügenberg

Vorhang auf für Familienattraktionen von früh bis spät

Exklusiver-Pool

Wenn AMONTI & LUNARIS-Zeit ist, dann wissen die Kinder, dass der Dress-Code für den „Blue Planet“ die Badehose ist. Die Eltern lassen sich in der Spa-Lodge nieder. Der Alltag hat keinen Zutritt. Vielmehr ist in dem charmanten Wellnessresort Familienzeit angesagt wie sie schöner nicht sein könnte.

Augenschmeichelndes Design, Hotelkomfort am letzten Stand der Dinge und die vielfältigen Bedürfnisse von Eltern und Kindern vereinen sich im AMONTI & LUNARIS Wellnessresort auf gekonnte Art und Weise. Die Familienleistungen überzeugen: Kinderbetreuung ab zwei Jahre, Mini Club und Junior Club, eine Spa-Lodge for adults only und eine „außerirdische“ Welt am „Blue Planet“, wo die Familienwellness ihren Platz hat. Ein Wellness-Hideaway, das kompromisslos Akzente auf höchstem Niveau setzt, bringt Kinderaugen zum Leuchten und der Erwachsenen Körper und Seele zur Ruhe. Es sei denn, die Kids rufen zum Alpin Coaster-Rennen oder Dinosaurier-Trip. Es gibt schließlich auch viel zu erleben rund um das AMONTI & LUNARIS.

Erlebniswelt Klausberg – direkt beim AMONTI & LUNARIS

Der Klausberg liegt nur 50 Meter vom AMONTI & LUNARIS entfernt. Und dieser Berg hat es in sich: Die längste Alpen-Achterbahn Italiens düst den Bergrücken hinab, vom angriffslustigen Utahraptor bis zum friedlichen Pflanzenfresser sind zehn Dinos zu bestaunen, der Wasser-Erlebniswelt mit all ihren Attraktionen kann keiner widerstehen. Zirkus, Schatzsuche, Ritterspiele – die Aktivpartner in der Ferienregion Tauferer Ahrntal bieten im Juli und August das bunte Wochenprogramm „Bauernlandzwerge“. Familien, die die Kräfte der Natur hautnah erleben möchten, begeben sich auf eine Raftingtour auf der Ahr. Geprüfte Rafting-Guides sorgen für sichere und unvergessliche Stunden im Angesicht des tosenden Wassers.

Schönheitsköniginnen und smarte Boys

Das AMONTI & LUNARIS Young Spa verwöhnt die Kinder wie die Erwachsenen. „Weil ich ein Mädchen bin“ brauchen kleine Damen vielleicht eine Gesichtsbehandlung oder eine Maniküre – ganz wie die Mama. „Coole Jungs“ können auch nicht früh genug damit anfangen, etwas für ihre Schönheit zu tun. Wenn am Kidspool die kleinen Planscher unter sich sind und in der 40 Meter langen Röhrenrutsche mit Zeitmessung ein spaßiges Wettrennen bestritten wird, ist die Kinderwelt in Ordnung. Die ganz Kleinen machen auf der Babyrutsche ihre ersten Versuche. Der Baby Pool lockt die süßen Spatzen mit 33°C zum Spielen ins Wasser. In der „Dress on Sauna“ schwitzt die ganze Familie gemeinsam. Da kommen die Kuschelkojen dann gerade recht, um zu entspannen. Kinderbetreuung hat im AMONTI & LUNARIS immer Saison. Täglich von 10 bis 19 Uhr erobern Kinder ab zwei Jahren gemeinsam mit ihren BetreuerInnen eine Spiel- und Urlaubswelt. Coole Teenies stehen auf den noch cooleren Junior Club.

Mama chillt mit Papa am Dach

Die Erwachsenen begeben sich am Rooftop in neue Sphären. Die Sky Lounge ist für sie reserviert. Wer zwischen Panoramasauna und Sky Pool, Sonnenliegen und Relax-Ruheoasen, heißem Sauna-Aufguss und prickelndem Ice-Cube wandelt, der fühlt sich schwerelos. Eintauchen mit Bergblick in die ganzjährig beheizten In- und Outdoor-PoolsThemensaunen, die die Sinne berühren, Sport und Fitness holen die Natur ins Innere, Yoga und Bewegung, wohltuende Behandlungen, entspannende Massagen, feinste Naturprodukte, Ruhepole für Glücksmomente – so kann Wellness sein. Das neue AMONTI & LUNARIS ist ein Mitglied der Belvita Leading Wellnesshotels Südtirol.

Wellnessresort AMONTI & LUNARIS
AMONTI Wellnessresort
Klausbergstraße 55
39030 Steinhaus im Ahrntal/Südtirol
Tel.: +39 0474 651010 oder +39 0474 652190
info@wellnessresort.it
https://www.wellnessresort.it/

Nur die Freiheit am Horizont in Tux-Finkenberg

Biken in den Alpen

Hochgefühle vom Anfang bis zum Ende des Tuxertales: Vom sonnigen Tux-Finkenberg am Taleingang bis hinauf zum imposanten Hintertuxer Gletscher am Tal­schluss zelebriert die Ferienregion ihre Naturschau­spiele, ihre Gastfreundschaft und ihre gelebten Traditionen.

Freiheit ist, wenn der Blick über das Gipfelmeer schweift, der Horizont weit und der Alltag klein wird. Tux-Finkenberg hält viele solche „Freiheiten“ bereit, und Momente in denen nichts anderes mehr zählt. Einige entdeckt man hoch oben im ewigen Eis und inmitten von 55 Dreitausendern, andere auf lieblichen Almen und an türkisblauen Bergseen und wieder andere in den engen Schluchten und an den tosenden Wasserfällen im Tal. Solche Impressionen holt man sich am besten mit den Guides des 422 km² großen Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen im Rahmen von bis zu drei geführten Themenwanderungen pro Tag. Wer mehr Action für sein Freiheitsgefühl braucht, erlebt sie beim Paragliden, Klettern oder E-Mountainbiken.

Magische Eiswelten, spannende Höhlen

Am Hintertuxer Gletscher, Österreichs einzigem Ganzjahres-Skigebiet, schwingen Skifahrer und Snowboarder auch während der Sommermonate über bis zu 20 Kilometer präparierte Pisten. Die drei „Gletscherbusse“ machen außerdem Attraktionen über der Dreitausendergrenze für Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern leicht erreichbar – barrierefrei von der Tiefgarage der Talstation bis ganz oben auf der 3.250 Meter hoch gelegenen Panoramaterrasse am Hintertuxer Gletscher. Im Schwebezustand geht es mit atemberaubender Aussicht über das ewige Eis und die umliegenden Berggipfel hinaus. Eine zauberhaft-magische Welt aus Eiskristallen eröffnet der Natur Eis Palast unterhalb der Skipisten am Hintertuxer Gletscher: Zu den kalt-glitzernden Höhepunkten zählen gefrorene Wasserfälle, mächtige Eisstalaktiten, ein mystischer Gletschersee und eine spektakuläre „Gletscher-Kathedrale“. Nicht weniger beeindruckend ist die Spannagelhöhle unterhalb der Gletscherzunge, als größte Felshöhle der Zentralalpen.

Eintauchen ins Meer der Berggipfel

Finkenberg, Tux-Vorderlanersbach, Tux-Lanersbach, Juns, Madseit und Hintertux: Die kleinen Tiroler Bergdörfer im 18 Kilometer langen, markanten Alpenhochtal machen durch ihre Höhenlage außerdem den Einstieg in die über 350 Kilometer markierten Wander- und 120 Kilometer Mountainbikewege einfach. Ob eine gemütliche Wanderung zu einer der urigen, bewirtschafteten Hütten, eine knackige Bergtour oder Bike und Hike: durch drei Sommerbergbahnen, das Wandertaxi und den kostenlosen Wanderbus rückt das Bergerlebnis auch für Familien und Genusswanderer noch einmal näher. www.tux.at

SOMMER BERGERLEBNIS IN TUX-FINKENBERG (11.06.04.10.2020)
Leistungen: 7 Nächte inkl. Tux-Finkenberg Shuttle:

Hotel ***** mit HP p. P. ab 1.421 Euro / Hotel **** mit HP p. P. ab 509 Euro / Hotel *** mit HP p. P. ab 439 Euro
Frühstückspension mit ÜF p. P. ab 189 Euro / Appartement für 4 Personen p. P. ab 139 Euro

Zillertal Activcard erhältlich ab 64 Euro für 3 Tage inkl. alle Bergbahnen in Tux-Finkenberg und im Zillertal, Tux-Finkenberg Shuttle, freier Eint

Tux-Finkenberg
Tourismusverband Tux-Finkenberg
Lanersbach 401
6293 Tux
Tel.: +43/(0)5287/85 06
info@tux.at
http://www.tux.at/

ritt in alle Freibäder im Zillertal, …

Mauer, Marsch und Mauerfall

Berlin, 21. und 22. August 1988
Die Berliner Mauer wurde gestürmt.

Ich war mit dem PKW von Hamburg aus durch die DDR nach Berlin unterwegs. Die Stimmung war düster, wie der regenverhangene Nachmittag an diesem Augusttag. Oder kam es mir nur so vor? Weil mir alles grau in grau erschien? Weil mich muffige Grenzer filzten wie einen ertappten Drogendealer: Spiegel unters Auto schoben, Sitze umklappten, den Kofferraum leerten und wieder beladen ließen. Als eine alte Bild-Zeitung, es handelte sich um Einwickelpapier, entdeckt wurde, kam es zu einem zwanzigminütigen Verhör … dann schließlich, drückte man doch einen Stempel in den Reisepass und ließ, nach Bezahlung der Einreisegebühren, passieren. Das zerknüllte Zeitungspapier wurde konfisziert. 

Vor West-Berlin stoppte mich die Vopo wegen zu schnellen Fahrens … und kassierte DM. Ich war mir keiner Schuld bewusst. In Charlottenburg wollte ich eine Schulfreundin besuchen. Sabine Seeland, die als Journalistin bei RIAS Berlin arbeitete. So ganz ohne verwandtschaftliche noch sonstige Beziehungen zum östlichen Teil Deutschland war ich gespannt, was Sabine mir an der Mauer über die Grenze zu berichten hätte. Ich gebe zu: Informationen, die längst überfällig waren! Ich übernachtete in einem gemütlichen Hotel am Kurfürstendamm. Genoss zuvor noch etwas Nachtleben im Bei Mo.

Bild von Armin Forster auf Pixabay

Pünktlich um 10 Uhr traf ich Sabine an der Holzplattform am Brandenburger Tor. Einst hatte die Westberliner Polizei die Aussichtstürme zur Beobachtung errichten lassen. Seit Jahren nun schon wurden sie von Touristen besucht, die auch mal einen Blick in den verschlossenen Teil der Stadt werfen wollten. Wir stiegen die Treppe empor und schauten über die Betonmauer. „Heute ist der 22. August,“ bemerkte Sabine, „genau vor 27 Jahren sprang eine Frau Ida Siekmann um 6.50 Uhr in den Tod. Sie war das erste Opfer der Berliner Mauer.“ „Und wie kam es dazu?“ fragte ich, der noch nie etwas von Frau Siekmann gehört hatte. Sabine: „Anderthalb Wochen zuvor hatte die DDR mit Zustimmung der Sowjetunion mit dem Bau begonnen. Die Berliner Grenzbefestigung war das letzte, offene Teilstück der 1378 Kilometer langen innerdeutschen Grenze. Die 58-jährige Ida Siekmann wohnte im dritten Stock eines Grenzhauses an der Bernauer Straße. Die alleinstehende Frau erkannte den Ernst der Situation als die Haustüre zum im Westen gelegenen Bürgersteig verbarrikadiert wurde. In aller Eile warf sie ein paar Habseligkeiten aus dem Fenster und sprang hinterher … schlug auf der Straße so schwer auf, dass sie auf der Fahrt ins Krankenhaus starb.“
„Schrecklich! Weiß man wie viele Menschen an der Mauer den Tod fanden?“ „Vom Bau bis jetzt sind an der DDR-Grenze rund 800 Menschen umgekommen. Allein an der Berliner Mauer sollen es 140 sein.“

Auf der Plattform drängten sich mittlerweile die Interessenten. Oder waren es nur Schaulustige? Es entstand Gedränge. Ich reckte den Hals: Sah einen breiten Grünstreifen, einen geharkten Sandanschnitt, zu Böcken aufgestellte Doppel-T-Träger. Schäferhunde kläfften, Wachsoldaten mit geschulterten Gewehren und weiter im Süden musste sich ein Wachturm befinden. 

„Unbegreiflich, wie sich ein Volk unterschiedlicher Gesellschaftssysteme so zu trennen vermag!“ Sabine meinte: „Die Schließung der Sektorengrenze sollte Flüchtlingsströme stoppen. Innerhalb von zwölf Jahren hatten fast drei Millionen Menschen Ostdeutschland verlassen.“ „Was der Eiserne Vorhang verhindern soll.“ „Bis auf Ausnahmen auch verhindert hat. Schau dir das nahezu perfekte System der Trennung an: Die Betonmauer ist vier Meter hoch. Entlang der Oberkante verläuft eine 50 Zentimeter dicke Betonröhre. Die Konstruktion wurde 1965 von Armeesportlern getestet. Keinem gelang die Überwindung. Der breite Kontrollstreifen wird stets sorgfältig geglättet, damit Fußspuren sofort erkennbar sind. Und die doppelreihigen Stahlböcke sind Panzersperren. Es gibt elf unterschiedliche Hinderniszonen. Dazu gehört beispielsweise ein ‚Teppich‘ aus 14 Zentimeter langen Eisenspießen. Im DDR-Jargon ‚Spargelbeet‘, im Westen ‚Stalinrasen‘ genannt.“  

Sabine wies nach Norden und fuhr fort: “Auf dem nächsten Korridor da drüben patrouillieren Soldaten zu Fuß oder im Jeep. An vielen Abschnitten wachen zusätzlich scharf abgerichtete Hunde. Dann wurden in unterschiedlichen Höhen Stolperdrähte gespannt, die bei Berührung Leuchtpatronen auslösen. Über allem wachen schießbereite Wachsoldaten mit Ferngläsern vor den Augen, oben auf den Beobachtungstürmen. – Kann ein Käfig hermetischer abgeriegelt werden?“ 

„Was weißt du über die Fluchttunnel?“ „Davon gibt’s einige. Doch nach und nach wurden sie alle entdeckt und geschlossen. Fast 80 000 Fluchtwillige nahm der Staat bereits bei der Planung oder auf dem Weg zur Flucht fest, was Verhöre, Folter, und um die drei Jahre Zuchthaus zur Folge hat.“ „Was meist du, hat die DDR Bestand?“ fragte ich. Sabine dachte einen Moment nach und antwortete: „Nur so lange Moskau seine schützende Hand über den Vasallenstaat hält.“

Ein letzter Blick über das absurde Stück Berlin, dann stiegen wir von der Plattform. Schweigend gingen wir die Straße des 17. Juni hinunter in Richtung Tiergarten. Mich bewegten die Fragen: Wie lange lassen sich Menschen einsperren, der Freiheit berauben, ein Volk wie  lange trennen? Kann es je eine Wiedervereinigung geben? Wenn ja, wie wird sie sich gestalten? Friedlich, blutig?

Magdeburg, Ende Oktober 1989

Nur etwas über ein Jahr später: Glasnost und Perestroika hingen in der Luft. Michail Gorbatschow ließ verlauten: „Ich glaube, die Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren“. Der Volksmund hatte daraus: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ gemacht.  Ich war gerade mit besonderen Erlebnissen aus Magdeburg zurückgekommen. Hatte mit Kombinats-Generaldirektoren und Parteifunktionären gesprochen. Ahnte man Veränderungen? Vorboten einer Zeitenwende großen Ausmaßes? 

Schon an der Grenze erlebte ich DDR-Grenzer mit menschlich-freundlichen Zügen. Durchsuchungen gab es nicht. Nach dem Einreisestempel wurde „gute Weiterfahrt“ gewünscht. Leuchteten da am Horizont Vorboten eines Wandels?

Mit neugieriger Zurückhaltung hatte mich Dr. Ing. Tensfeldt, Direktor eines VEB Planungsbüros mit der Frage empfangen, wie könne man sich eine Zusammenarbeit vorstellen? Was gäbe es  zu beachten bei einer Ausrichtung hin zum Kapitalismus? Der Parteifunktionär, vielleicht war es auch ein Stasi-Offizier, hatte gerade mal den Raum verlassen.

Ich spürte das aufrichtige Interesse, sah aber auch die ungeheuren Hindernisse für eine Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen. Nach stundenlangen Diskussionen über die Unterschiede zwischen Plan- und Konkurrenzwirtschaft, die nun mal in der Marktwirtschaft des Westens herrscht und vom Sozialismus als unbarmherzige Härte empfunden wird, verabredete ich mich mit dem Hauptbuchhalter Josef Klein am späten Nachmittag im Magdeburger Dom zu einer Kundgebung. Ich spürte Kleins Drang zur Freiheit. Er fühlte sich wie auf einem sinkenden Schiff. Sprach frei über die hoffnungslose Wirtschaftslage der DDR. Die total überalterte Industrie, maroden Verhältnisse wohin man schaute. Klein war Parteimitglied mit besten Verbindungen zur politischen Führung. Kannte er womöglich das Schürer-Gutachten, das Egon Krenz unter strengster Geheimhaltung anfertigen ließ und am 30. Oktober 1989 dem Politbüro vorgelegt hatte? Darin wurde bereits auf die Überschuldung und der faktischen Zahlungsunfähigkeit des Staates hingewiesen.

Bild von Martin Wischeropp auf Pixabay

Im Dom herrschte drangvolle Enge. Immer mehr Menschen quollen ins Kirchenschiff. Alte, Junge, Frauen, Männer, Greise und Kinder. Mütter versuchten Babys in Kinderwagen hineinzuschieben. Am Altar hielt ein Pfarrer eine flammende Rede über die Fackeln der Freiheit, die es galt endlich zu entzünden, um sie als Banner vorweg zu tragen. Endlich sei die Stunde der Selbstbestimmung gekommen.

Rechts und links bauten sich Volkspolizisten auf, die die Massenansammlung kritisch beobachteten. Wieviel Stasiagenten in Zivil mochten sich unter die Menge gemischt haben? Mir wurde verdammt mulmig. Was war da im Entstehen? Wann und wie glitt der friedliche Protest ab in chaotischen Tumult mit Verletzten und Schlimmeres? Hauptbuchhalter Klein an meiner Seite blieb gelassen und meinte: „In Leipzig hatte es schon mehrere Montagsdemonstrationen und -märsche gegeben. Bisher verliefen alle friedlich.“

Draußen war es dunkel geworden. Wie ein Weckruf verhallten die Worte des Geistlichen. Auf irgendeine Veranlassung hin wandte sich die Menge um, strebte aus dem Dom und bildete eine lange, dichte Menschenschlange, die sich gemächlichen Schrittes in die Danzstraße begab, dann in die Otto-von-Guericke-Straße schwenkte. Immer eskortiert von bewaffneten Vopos. Nach und nach wurden Kerzen entzündet, die den Friedensmarsch in ein flimmerndes Lichtermeer tauchte. 

Zu meiner Linken schritt Peter Neufert, Bauhandwerker einer Brigade, und erzählte, dass er als Siebenjähriger erleben musste, wie sein Vater morgens um fünf Uhr von acht Mann der Staatssicherheit aus dem Bett gerissen und verhaftet wurde.
„Vater war Kulturredakteur. Schrieb Kritiken über Theater- und Musikereignisse in Magdeburg und Umgebung. Auf der Suche nach Beweismaterial wurde unsere Zwei-Zimmer-Wohnung total auf den Kopf gestellt. Gefunden wurde nichts. Vier Monate lang wussten Mutter und ich nicht, wo sich Vater befand. Schließlich kam es zum Prozess. Vater wurde zu drei Jahren und neun Monaten Zuchthaus verurteilt. In der Untersuchungshaft war er zuvor misshandelt und gefoltert worden. Mutter bekam schließlich heraus: Ein Kollege der Volksstimme hatte unter Eid geschworen, Vater hätte mit seiner Familie Republikflucht geplant, außerdem parteifeindliche Flugblätter verteilt. Dreiste Lügen! In Wirklichkeit neidete der Journalist Vaters Position bei der Zeitung. Entlassen wurde Vater als gebrochener Mann, der nie mehr Fuß fasste. Dass mitanzusehen zu müssen, war besonders schlimm für mich.“

Im Umzug entstand auf einmal Unruhe. Es hatte sich das Gerücht verbreitet, die Initiatoren des Marsches strebten zum Verlagshaus der Volksstimme und beabsichtigten den Chefredakteur aus dem Fenster zu werfen. Augenblicklich wurde die Polizeieskorte massiver und von Mannschaftswagen verstärkt. Tatsächlich versammelte sich der Zug eine knappe Stunde später vor einem hohen Gebäude, das von unserer Vorhut gestürmt wurde. Aus einem Fenster des dritten Stockwerks flog nicht der Chefredakteur, sondern Aktenbündel. Der Zeitungsmann hatte rechtzeitig Feierabend gemacht.

Unter Zurufen und Klatschen wurden noch ein paar Gegenstände herabgeworfen … es grenzte an ein Wunder, dass die Polizei nicht eingeschritten war. Wie durch eine geheime Absprache löste sich die Versammlung allmählich auf. Sonderbar zufrieden zogen die Bürger Magdeburgs friedlich ihrer Wege.

Berlin, 9. November 1989

Für sehr viele Menschen, wie auch für mich war dieser Donnerstag ein ganz außergewöhnlicher Tag. Der Firmenvorstand hatte die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften zu einer mehrtägigen Konferenz ins Hotel Palace in West-Berlin geladen. Zwischen Sitzungsende und dem gemeinsamen Abendessen wurde eine längere Pause eingelegt. Um etwas frische Luft zu schnappen, spazierte ich in Richtung Reichstag. Schon nach den ersten Minuten bot sich mir eine merkwürdige Stimmung.

Ich erlebte Berlin irgendwie anders als sonst. Sehr viel mehr Menschen waren unterwegs. Und es war, als befand ich mich in einem Sog, der in Richtung Osten zog. Alle Fenster waren geöffnet worden, Menschen winkten, manche jubelten. Ich vernahm Lautsprecherdurchsagen, verstand jedoch nichts. Dennoch spürte ich, da musste etwas ganz Unglaubliches geschehen sein. Fahrbahnen, Bürgersteige quollen über von tanzenden Menschenmassen, die mir jetzt auch entgegenströmten. Dann war ich an der Mauer … und sogar auf der Mauer! Wie ich da hinaufgekommen bin – ich weiß es nicht. Wohl über die Rücken einer Personentraube. Oben fielen sich wildfremde Menschen in die Arme klatschten, sangen und jubilierten. Die Euphorie war unbeschreiblich, grenzenlos. Der Mauerfall, ein Großereignis, unfassbar! Politbüro-Sprecher Günther Schabowski hatte um 18.53 Uhr in einer TV-Ansprache gesagt: „ … Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich“. Mit diesen Worten zur neuen DDR-Reiseregelung hatte er unfreiwillig das Ende der deutschen Teilung verkündet.

Irgendwann in den Morgenstunden kehrte ich, immer noch aufgewühlt, in mein Hotel zurück. Die Konferenz wurde abgebrochen und vertagt. Wer wollte, konnte noch einen Tag auf Firmenkosten in Berlin weilen und sich um DDR-Bürger kümmern, die inzwischen scharenweise in den Westen gekommen waren. Mit mehreren Kollegen blieb ich. Wir freuten uns mit den Menschen, teilten ihren Enthusiasmus, luden sie ein ins Kranzler, ins KaDeWe und sonst wohin. Jubel, Freudentaumel, Begeisterung hatten mich nicht nur angesteckt, sondern wundersam beseelt und bleiben im Herzen als ewig schöne Erinnerung.

Bild von roegger auf Pixabay

Wie konnte ich ahnen, dass mich ein Jahr später die Treuhand mit der Frage konfrontierte, ob ich mir zutraue ehemalige Kombinate zu sanieren. Wer kann eine solche Herausforderung ablehnen? So geschah es, dass ich fast drei Jahre in Magdeburg, Halle und Ost-Berlin Firmen auf den rauen Konkurrenzkampf vorbereitete. Eine ungeheuer tiefe Erfahrung, geprägt von Euphorie, Schmerz, Glück, Enttäuschung und Dankbarkeit, die ich nicht missen möchte.