Aktivsein fühlt sich besser an – Zum Schiff-Wandern, Golfen, Radeln und Yoga an den Wörthersee

Badespass für Kinder im See

Die Sonne noch so lange wie möglich genießen, die dunklen Wintertage kommen früh genug: Am Wörthersee – rund um das Parkhotel Pörtschach – zeigt sich die Natur in voller Pracht. Ob zu Land oder zu Wasser, mit den Wanderschuhen oder mit dem Fahrrad – „aktiv erleben“ ist das Motto der Herbstzeit am Wörthersee. Das Parkhotel Pörtschach empfängt seine Gäste auf einer Halbinsel direkt am See. Die Lage inmitten der Alpen-Adria-Region legt Aktivurlaubern eine seltene Vielfalt zu Füßen. Im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien sorgen 21 Golfanlagen mit unterschiedlichen Topographien für ein grenzenloses Golfvergnügen. Radtouren, wie rund um den Wörthersee oder der beliebte Drauradweg, begeistern die Radfahrer. Fahrräder können im Hotel geliehen werden. Wer sein eigenes Bike mitbringt, der stellt es in einer sicheren Fahrradbox im Hotel ab. Sowohl Wanderer als auch Biker kombinieren ihre Routen mit der Wörthersee-Schifffahrt und erleben die Region „zu Land und zu Wasser“.

Wandern im Licht des Südens

Im Kärntner Altweibersommer – wie die milden, sonnigen Wochen im Herbst gerne genannt werden – prägen stabiles Schönwetter, goldenes Licht und bunt funkelnde Laubwälder die Natur. Die Geschäftigkeit des Sommers ist vorbei und der See kommt zur Ruhe – ein bezauberndes Ambiente zum Wandern und Bewegen an der frischen Luft. Alle Gäste der Region sind von Mittwoch bis Sonntag zu kostenlosen geführten Wanderungen eingeladen. Der 55 Kilometer lange Wörthersee-Rundwanderweg ist das wanderbare Aushängeschild am See. Eingebettet in ein mediterranes Feeling sind die Wanderer oft bis in den Dezember auf beliebigen Etappen in den sanften Hügeln und Wäldern unterwegs.

Yoga-Tage im Parkhotel Pörtschach

Wenn die Tage kürzer werden, widmet sich das Parkhotel Pörtschach dem Yoga. Von 03. bis 07. November 2019 finden die Yoga-Tage statt. Im 40.000 m² großen Hotelpark finden Gäste Rückzugsorte zum Träumen. Ein moderner Wellnessbereich mit Saunen, Indoorpool und Fitnesscenter macht ein abwechslungsreiches Aktiv- und Relaxprogramm komplett. In der Wellness- und Beautyabteilung des Vier-Sterne-Superior-Hotels gönnen sich Gäste entspannende Wellnessanwendungen und lassen sich durch fachkundige Hände in Balance bringen.

Herbstferien für die ganze Familie (25.10.–03.11.19)

Leistungen: 5 Nächte inkl. aller Inklusivleistungen, Kinder bis 12 J. inkl. HP im Zimmer der Eltern frei, Kinder VIP Card für 1 Geschenk & einen Kindercocktail, 2 x gepackter Rucksack für eine Wanderung, Wanderkarten, Sport & Action mit einem Sporttrainer (nachmittags 2 Std.), Ausflug zum Kletterpark in Pörtschach, 27./28.10. Puppenwerkstatt, 26.10. großer Wörthersee Wandertag u. Schifffahrt gratis, Anreise per Bahn empfohlen – Preis: für 2 Erw. + 1 Kind bis 12 Jahre im DZ Superior 995 Euro, für 2 Erw. + bis zu 4 Kinder bis 12 Jahre im Familienappartement 1.195 Euro

Wandern mit dem Schiff (buchbar bis 26.10.19)

Leistungen: 3 Nächte im Superior DZ mit Balkon u. Seeblick, Frühstück vom umfangreichen Buffet, 4-Gänge-Menü mit Vorspeisen- u. Salatauswahl oder Buffetabend, 1 Tages-Schifffahrtsticket, 1 gefüllter Jausen-Rucksack, 1 Wanderkarte, Wörthersee Plus Card, Wellness-Gutschein im Wert von 10 Euro p. P., Wohlfühlinsel mit Saunen, Dampfbad, Tepidarium, Hallenbad, Fitnesscenter, Parkplatz – Preis.: 672 Euro für 2 Personen für 3 Nächte

Radurlaub am Wörthersee (buchbar Herbst 2019)

Leistungen: 3 Nächte im Superior DZ mit Balkon u. Seeblick, Frühstück vom umfangreichen Buffet, 4-Gänge-Menü mit Vorspeisen- u. Salatauswahl oder Buffetabend, Hotelfahrräder kostenlos (Mountainbike od. E-Bike mit Aufzahlung), Karte für die Radtour, Fahrradboxen zur sicheren Aufbewahrung, Trinkflasche, Wellness-Gutschein im Wert von 10 Euro p. P., Wohlfühlinsel mit Saunen, Dampfbad, Tepidarium, Hallenbad, Fitnesscenter, Parkplatz,– Preis: 786 Euro für 2 Personen für 3 Nächte

Yogaurlaub am See (03.–07.11.19)

Leistungen: 4 Nächte in einer Superior Suite, Frühstück vom umfangreichen Buffet, 4-Gänge-Menü mit Vorspeisen- u. Salatauswahl oder Buffetabend, morgens je eine halbe Stunde Morgenyoga im Pavillon am Strand, nachmittags je 3 Stunden Yogapfad in Velden inkl. Shuttle, Workshop, Yoga individuell für den Alltag, abends je 1 Stunde Meditation am WasserWellness-Gutschein im Wert von 10 Euro p. P., Wohlfühlinsel mit Saunen, Dampfbad, Tepidarium, Hallenbad, Fitnesscenter, Fahrräder, Parkplatz – Preis: 1.134 Euro für 2 Personen für 4 Nächte

arkhotel Pörtschach****s
Kurhotel Pörtschach GmbH & Co KG
Hans Pruscha Weg 5
9210 Pörtschach am Wörthersee

800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim

 

Luftbild des ehemaligen Residenzschlosses des Deutschen Ordens in Bad Mergentheim
Foto: Deutschordensmuseum/Jens Hackmann, kopfgeist-arts.de

„Der Gang durchs Taubertal ist ein Gang durch die deutsche Geschichte, durch das alte Reich“, schrieb 1865 der Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich von Riehl. Die nunmehr achthundertjährige Geschichte des Deutschen Ordens in Bad Mergentheim bestätigt diese Aussage bis auf den heutigen Tag.

In diesem Jahr platzt das im Tal der Tauber gelegene, knapp 24.000 Seelen-Städtchen Bad Mergentheim aus allen Nähten. Die Feierlichkeiten zu „800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim“ locken Besucher von nah und fern an. Zu den beliebtesten Veranstaltungen gehören der historische Wachaufzug nebst Rekrutenwerbung der in elegante blau-weiße Uniformen gekleideten Deutsch-Orden Companie, deren Mitglieder gegen Ende ihres Auftritts Salutschüsse aus Vorderladergewehren abfeuern. Ein großer Teil der Mergentheimer Bevölkerung ist in die Festivitäten eingebunden, zu denen in diesem Jahr verschiedene Symposien und zahlreiche Vorträge über die historische Entwicklung des Ordens sowie eine Sonderausstellung unter dem Titel „Deutscher Orden im Südwesten“ (14. Juli 2019 bis 26. Januar 2020) im Deutschordensmuseum gehören.

Die meisten Bürger der Stadt sind mit der Geschichte des „Ordens der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem“ vertraut, und auch Schulkinder geben ihr Wissen gern an die Besucher weiter. Die Verbindung des Ordens zu Mergentheim entstand 1219 durch Mitglieder des Adelsgeschlechts derer von Hohenlohe, die dem Orden große Teile ihrer Besitztümer übereigneten. Unter ihrer Ägide entstand in der Region eine Vielzahl bedeutender Bauwerke, unter denen das prächtige Renaissanceschloss einen besonderen Rang einnimmt.

Von 1217 bis 1219 führten die Kreuzritter in Damiette einen erbitterten Kampf gegen die muslimischen Ayyubiden mit dem Ziel der Rückeroberung Jerusalems. Diese Schlacht, in der der Deutsche Orden verletzte Kreuzfahrer und Pilger in seinen Spitälern behandelte, wurde zur Initialzündung für großzügige Schenkungen adliger Kreise an den Orden. An erster Stelle standen die bereits erwähnten „Edelfreien“ Brüder Hohenlohe. Am 16. Dezember Anno 1219 gelangte der Orden durch einen Erbvergleich in den Besitz von bedeutenden Ländereien in der Umgebung Mergentheims. Dazu zählten zwei Burgen, Zoll, Gericht und Zehnt, Fischerei-, Weiderechte und Waldflächen. „Nudi nudum Christum sequi cupientes“ heißt es in der Übereignungsurkunde. Was soviel bedeutet, dass die Kreuzritter dem nackten Christus aus tiefer innerer Überzeugung nackt und demütig folgen wollten.

Andreas von Hohenlohe trat als erster dem Orden bei, unterzeichnete aber mit seinen Brüdern Gottfried und Konrad einen Teilungs- und Abfindungsvertrag. Weitere Familienmitglieder entschlossen sich zu großzügigen Schenkungen an den Deutschen Orden. Wenig später traten auch die Brüder Heinrich und Friedrich bei. Heinrich brachte es sogar zum Hochmeister. Diese ermöglichten auch den Bau von Schloss Mergentheim, das nach der Reformation und den Bauernkriegen über einen Zeitraum von nahezu dreihundert Jahren zur Residenz der Hoch- und Deutschmeister wurde.

Blick durch die Spindel der Berwarttreppe von 1574. Foto: Deutschordensmuseum/Holger Schmitt

Bevor der Besucher in die wechselvolle Geschichte des Ordens eintaucht, sollte er einen Blick auf eine der „Perlen“ des Schlosses werfen. Der „Schneck“ ist eine freistehende Wendeltreppe, die sich, begleitet von zierlichen gedrehten Säulchen, bis unter das Dach hinauf windet.

Die Historie des Ordens und seine hierarchische Ordnung werden auf großen Schautafeln erklärt. Ohne ihre Hilfe geriete mancher auch ins Schleudern, denn die geschichtlichen Zusammenhänge sind reichlich verzwickt. Der Deutsche Ritterorden, Deutschorden, entwickelte sich 1198 aus einer Hospitalgemeinschaft, die norddeutsche Kaufleute aus Bremen und Lübeck auf dem dritten Kreuzzug im Jahre 1190 während der Belagerung von Akkon gründeten. Die Ordensritter waren erkennbar an ihren weißen Mänteln, auf denen ein großes schwarzes Kreuz prangte. Oberhaupt des Ordens war der auf Lebenszeit gewählte Hochmeister, dem fünf „Großgebietige“ als Berater zur Seite standen. Auf großflächigen Gemälden sind streng blickende, Ehrfurcht einflößende Hochmeister dargestellt. In den Licht durchfluteten Sälen des Schlossmuseums wird die Entwicklung des Deutschen Ordens anhand von Kartenmaterial, Gebrauchsgegenständen, Grafiken und Gemälden anschaulich demonstriert.

Modell der Deutschordensburg Rehden. Foto: Foto Besserer, Lauda-Königshofen

Die fürstlichen Gemächer des Schlosses sind mit erlesenem Dekor und kostbarem Mobiliar ausgestattet. Aus seinem goldenen Rahmen blickt Kurfürst Clemens August als Hochmeister des Deutschen Ordens um das Jahr 1745 huldvoll auf die Besucher herab. Die ausschweifende Lebensfreude hatte auch vor den einst so rigiden Regeln des Ordens nicht halt gemacht. Der Kapitelsaal, ein eleganter Mix aus Spätbarock und Klassizismus, prunkt mit Stuckdecken und Kristalllüstern, die wie Diamanten in der Sonne funkeln. Auch die Schlosskirche, deren sonnenhelle Fassade an die Theatinerkirche in München erinnert, ist eine eingehende Besichtigung wert. Hinreißend das Deckengemälde von Johann Nikolaus Stuber, das die Verherrlichung des Kreuzes im Himmel und auf Erden darstellt!

Die Prachtentfaltung des 18. Jahrhunderts fand ihr jähes Ende, als Napoléon Bonaparte 1809 den Orden verbot. Doch der Deutsche Orden hatte in seiner über sechshundert Jahre währenden Geschichte so kräftige Wurzeln geschlagen, dass er sich gleich nach der Niederlage des Imperators neu konstituierte und bis zum heutigen Tage fort besteht. Eine stolze Tradition, die es verdient, weiter gepflegt zu werden.

www.deutschordensmuseum.de

Dieser Artikel erschien am 16. August 2019
in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Herbsttage inmitten der Weinberge von Meran

 

Entspannung und Ausblick im Outdoor Whirlpool

Was einst ein Bauernhof war, ist heute das exklusive Wellness- und Genussrefugium Hotel Golserhof****superior. Mitten in den Weinbergen, über den Dächern von Meran, ist die Lage perfekt, um prachtvolle Herbsttage zu genießen. Ein Wander- und Bikeparadies liegt vor der Tür. An 300 Tagen im Jahr scheint im Meraner Land die Sonne.

Von Mitte September bis Mitte November werden zum „Meraner Herbst“ im gesamten Meraner Land herbstliche Gaumenfreuden und traditionsreiche Veranstaltungen im Zeichen von Musik und lokalem Brauchtum geboten. Das gesellige Beisammensein zur Törggelen-Zeit ist aus dem Südtiroler Jahreskalender nicht wegzudenken. Von 08. bis 12. November 2019 findet das Merano WineFestival statt – eine der wichtigsten önogastronomischen Veranstaltungen Europas.

Die Aussicht vom Hotel Golserhof****superior ist traumhaft, die Lage in den herbstlichen Obst- und Weingärten ebenso. Mußestunden auf der Dachterrasse des kleinen, feinen Hauses – am beheizten Panoramapool, in den Kuschelnestern und Himmelbetten – wecken die Lebensgeister. Bei Hiltrud Gufler und Patrick Mair sind Menschen, die das Besondere suchen, in den besten Händen. Liebevolle Details, herzliche Extras und überraschende Feinheiten sind ihre Spezialität. Die beiden wissen, was Urlaub auf höchstem Niveau ausmacht. „Einfach gut leben“ ist ihre Philosophie. Kaum irgendwo gelingt es leichter, sich des Alltags zu entledigen: Eine Apfel- oder Heubehandlung oder uralte Traditionen aus Fernost, die Ruhe der exklusiven Saunawelt genießen – es soll einem gutgehen im Golserhof. „In vino sanitas“ ist der Wellnesstipp für den Herbst: Klangschalen stimmen in eine himmlische Behandlung ein. Ein exquisites Weintrester-Peeling regeneriert die Haut. Ein wohliges Trauben-Bad samt Trauben-Trunk und eine abschließende Behandlung mit kostbarem Traubenöl pflegen samtig weich.

Die Trauben, die rund um den Golserhof gedeihen, genießen Weinliebhaber im edlen Glas im schönen Hotelambiente – und nicht nur die. Die besten Weine Südtirols und eine beachtliche Auswahl italienischer Weine lagern im Weinkeller. Hiltrud kennt sich aus und philosophiert gern mit ihren Gästen über die Welt der Weine. Wo die Genießer zusammenkommen, ist eine gute Küche nicht weit. Südtiroler Küche und cucina italiana begegnen sich im Golserhof auf höchstem Niveau.

Wer die Natur liebt, bringt die Wanderschuhe mit. Von der Haustür weg, geht es in den Naturpark Texelgruppe. Die Berge sind das Terrain des Hausherrn. Seine Wege führen die Hotelgäste zu ruhigen Almen, urigen Hütten, rauschendem Wasser und stillen Seen. Mountainbikes und E-Bikes stehen für jene bereit, die die 200 Kilometer Mountainbikewege entdecken möchten. Der Golserhof ist ein Gründerhotel des Golfclubs Passeier-Meran und bietet ab fünf Tagen Aufenthalt eine Ermäßigung von 20 Prozent auf das Spiel auf den Golfplätzen Passeier und Lana. Ein kultiger Sessellift und Busse verbinden Dorf Tirol mit der romantischen Altstadt von Meran.

Hotel Golserhof****ˢ
Aichweg 32
39019 Dorf Tirol/Meran, Südtirol

 

 

50.000 Besucher in der Imster Rosengartenschlucht

Mutig

Mitte Mai wurde die Imster Rosengartenschlucht nach der Winterpause wieder eröffnet. Bereits am 24. Juli 2019 konnte der 50.000. Besucher am Eingang der wildromantischen Schlucht begrüßt werden.

Mitten im Zentrum von Imst liegt der Einstieg in das einzigartige Naturschau-spiel. Drei Gehminuten von der Johanneskirche in der Oberstadt, vorbei an direkt in die Felswände gebauten Häusern, und man steht zwischen spektaku-lär aufragenden Felswänden und über tosenden Wassermassen. Hier am Ein-gang in die Rosengartenschlucht erwarteten Bürgermeister Stefan Wei-rather und Imst Tourismus Obmann Hannes Staggl den 50.000. Besucher mit einem gefüllten Korb regionaler Produkte sowie einem Hütten-Genussgutschein. Das Glück winkte Marieke Arts und Erwin Goossens aus Grave, Noord Brabant (Niederlande) und ihren beiden Kindern Eva und Noa: „Wir sind so überrascht, ich kann einfach nur ‚wow‘ sagen“, so Erwin Goossens.

Aufregende Wanderung für Familien
Der wilden Schönheit der Rosengartenschlucht kann sich niemand entziehen: Im Laufe von Jahrmillionen hat sich der rauschende Schinderbach über 100 Meter tief in den Stein gegraben. Die ebenso hohen, senkrecht aufragenden und ausgewaschenen Felswände der Schlucht bezeugen, welche Naturkräfte am Werk waren. Auf den 1,5 Kilometern Strecke entdeckt man Erdgeschichte zum Anfassen und eine erstaunliche Artenvielfalt an Moosen und Farnen. Ihren Namen hat die Rosengartenschlucht von den Alpenrosen, die im Frühsommer an den Felswänden blühen. Im Hochsommer ist die feucht-kühle Schlucht ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. Die zwischen den Felswänden gebauten Stege und Holzbrücken, in Fels gehauenen Stufen und Tunnel führen den tosenden Gebirgsbach entlang durch die Imster Mittelgebirgsterrassen knapp 250 Höhenmeter hinauf zur Blauen Grotte. Nach rund 1,5 Stunden ist der Ausgang der Klamm erreicht. Der Eintritt ist den ganzen Sommer über kostenlos. www.imst.at; #JedenTagTirol

Imst Tourismus
Imst Tourismus
Johannesplatz 4
A-6460 Imst
Tel.: +43 5412 6910
info@imst.at
http://www.imst.at

Ein paar Tage „gioia di vivere“ – den italienischen Lifestyle genießen

Das Hotel

… dafür müssen Italienfans nicht weit in den Süden fahren, es reicht den Brenner zu passieren und in das Hotel Rössl****s nahe Meran zu kommen. In dem Südtiroler Genusshotel weht der Hauch des Mittelmeers. Es duften die Zitronenbäume, leuchten die Oliven und zergehen die Aromen des Südens auf der Zunge. Der Küchenchef, Philipp Graziadei, zaubert Urlaubsgefühle auf die Teller. Er hat in renommierten Küchen – von Tantris (München) bis Uliassi (Senigallia) – gekocht und gewirkt, und bereichert nun die beliebte Südtiroler Küche mit den besonderen Geschmäckern der Mittelmeerküche. Wenn am Dienstag und Freitag ab 17.30 Uhr die Frizz`Ora schlägt, dann schenkt das Rössl den Feinschmeckern prickelnde Drinks ein. Dazu werden leckere Stuzzichini gereicht. „Italienischer“ kann man wohl nicht mehr in einen Abend starten. Buon appetito! Das Hotel Rössl ist eine Feinschmeckeradresse, an der italienisch essen mehr ist als Pizza und Pasta. Wertvolle italienische Öle, aceto zum Kosten, Risotti und frische Meeresfrüchte, Fisch à la minute, Eis vom nostalgischen Eiswagen und Gegrilltes auf der Terrasse, Casutin mit Walnüssen und Feigen, Parmaschinken und Bruschetta, … Köstlichkeiten aus Südtirol runden das kulinarische Angebot ab: Jeden Nachmittag wird ein frischer Apfelstrudel gebacken – diesen genießen Feinschmecker mal mit warmer Vanillesauce mal mit Zitroneneiscreme. Saibling, Regenbogenforelle und Lachsforelle kommen frisch von der Fischzucht in St. Leonhard im Passeiertal. Erlesene Tropfen lagern in der hauseigenen Vinothek. Erich Pircher ist ein passionierter Weinliebhaber und Sommelier. Er lädt seine Gäste zu spannenden Weinpräsentationen. Gioia di vivere – dazu gehört auch das süße Nichtstun. Im Rössl-Garten baumelt am Naturbadeteich und in privaten Rückzugsnischen zwischen Palmen, Zitronen und Oliven die Seele. Das Body & Mind-Programm belebt Körper und Seele. Yoga, Pilates, Qi Gong oder Acqua Gym bereichern die Urlaubstage. Von schönen Wanderungen im Tal bis hin zu Panoramatouren im Mittelgebirge oder alpinen Hochtouren im Naturpark Texelgruppe sind die Wanderer unterwegs. Gleich vor der Haustür starten die Mountainbiker. Unweit des Hotel Rössl liegen drei beliebte Golfplätze.

Gourmettage (07.–10.11., 14.–17.11.19)
Leistungen:
3 Nächte inkl. Frühstücksbuffet, an jedem Abend sechs aufeinander abgestimmte Gänge und korrespondierende Weine, kleine Weinproben, Livemusik, Aperitivo und Stuzzichini, alle Rössl-Inklusivleistungen – Preis p. P.: ab 417 Euro

Hotel Rössl
Vinschgauer Straße 26
39020 Rabland bei Meran

Mehr Urlaubsspaß mit dem Holidaypass im Südtiroler Ahrntal

Ein Traum für Mountainbiker

Gemeinsam einen Südtiroler Apfelstrudel backen, eine Wald- und Wiesenwanderung antreten, eine Runde Kneippen am Gesundheitsweg Prettau und vieles mehr: Mit dem Holidaypass sind das Wochenprogramm der Ferienregion Ahrntal, einige Bergbahnen und alle Öffis in Südtirol inklusive.

Das Ahrntal zählt zu den schönsten Tälern Südtirols: 80 Dreitausender, über 60 bewirtschaftete Almen, der Naturpark Rieserferner-Ahrn und weiträumige Hochgebirgslandschaften mit Bächen, Wasserfällen und Seen locken nach draußen. Viele Attraktionen der Ferienregion Ahrntal lassen sich mit dem Holidaypass erkunden. Er ist das Gratis-Ticket für alle Linien- und Citybusse, Regionalzüge wie den Pustertal Express und einige Sommerbergbahnen. Darüber hinaus hat der Holidaypass auch ein top Wochenprogramm drauf. Eine geführte Tagestour im Naturpark oder eine Almwanderung mit Wildtierbeobachtung kosten damit keinen Cent extra.

Holidaypass für Seele und Leib

Gesundheitsbewusste können mit dem Holidaypass die Kneipp-Morgentour am Gesundheitsweg Prettau und eine geführte Kneipp-Nachmittagswanderung in Weißenbach bzw. St. Jakob mitmachen. Alle, die feine Düfte lieben, gehen bei der Kräutertour in Luttach immer der Nase nach. Feinschmecker haben gleich mehrere Pflichttermine: die Strudelshow in St. Johann, die Pesto/Sugo-Tour mit selbst gemachten Wildkräutern in Kasern, eine Wanderung zum Brot backen in St. Johann oder zum Bio-Moserhof in Steinhaus. Almfreunde schließen sich am Speikboden den „Almhoppern“ oder einer Zeitwanderung mit Dorothea an. Jeden Freitag im Sommer lässt sich der Klausberg by night (bis 23 Uhr) erleben. Und das sind längst nicht alle Aktivitäten, die mit dem Holidaypass für Ahrntal Urlauber kostenlos sind. www.ahrntal.com

HOLIDAYPASS WOCHENPROGRAMM 2019
MONTAG (bis 23.09.19), 15–18 Uhr: Die Kräuter-Tour – Luttach.  (16.09.–07.10.19), 09–13 Uhr: Atemvoll und Geistreich – Gesundheitsweg Prettau. (bis 09.09.19), 09–13 Uhr: Aufatmen mit Kneipp – Gesundheitsweg Prettau
DIENSTAG (bis 29.10.19), 20:30–21:30 Uhr: Abenteuer Ahrntal – Vortrag. (bis 08.10.19), 08/08:30–17 Uhr: Wandern im Naturpark – geführte Tagestour. (bis 28.10.19), 17–18:30 Uhr: Käse, Wiese & Wald – Wanderung und Verkostung. (bis 17.09.19), 20:15–22:15 Uhr: Kegelspass – Hotel Adler in St. Johann. (bis 03.09.19), 16–16:30: Strudelshow – Konditorei Christian in St. Johann
MITTWOCH: Goasroscht (bis 25.09.19), 10–14 Uhr: Kneipp für Seele & Leib – geführte Kneipp-Wanderung, Weißenbach oder St. Jakob. (bis 09.10.19), 09:30–15 Uhr: Zeitwanderung mit Dorothea – Speikboden. (bis 11.09.19), 16–17:30 Uhr: Nordic Walking Schnupperkurs – Steinhaus. (07.08.–28.08.19), 10–12 Uhr: Pesto/Sugo mit Wildkräutern selbst gemacht – Kasern
DONNERSTAG (bis 24.10.19), 16–17:30 Uhr: Biologische Landwirtschaft und Milchverarbeitung – Bio-Moserhof in Steinhaus. (bis 03.10.19), 10–14 Uhr: Luft holen zum Erholen – geführte Tour Sand in Taufers. (bis 10.10.19), 06:30–13:30 Uhr: Wir beobachten Wildtiere – geführte Almwanderung, Luttach
FREITAG (bis 25.10.19), 10–12 Uhr: Die Mühlener, die Mühlen, die Müller – geführter Spaziergang Mühlen in Taufers. (bis 27.09.19), 10–12 Uhr: Brot backen – St. Johann. (bis 30.08.19), 19:30–23 Uhr: Klausberg by Night – Steinhaus. (bis 30.11.19), 20–23 Uhr: Zielscheibenschießen – St. Johann
SAMSTAG (bis 13.10.19), 09–14 Uhr: Almhopping am Speikboden – Speikboden

Tourismusverein AHRNTAL
Tourismusverein AHRNTAL
Ahrner Straße 22
39030 Luttach/Ahrntal

Klare Herbstluft und bunte Wandernatur auf dem Südtiroler Ritten

Spaziergang im Tann Wald

Diese Lage ist ein Geschenk: Die Herbstsonne strahlt auf die bunten Wälder und Wiesen. Eine prachtvolle Natur und milde Temperaturen laden zum Wandern ein: raschelndes Laub, imposante Berge und reine Bergluft. Auf einem der schönsten Sonnenplateaus in Südtirol, auf 1.500 Metern Höhe inmitten des Landschaftsschutzgebiets Rittner Horn, ist das Hotel Tann ein idyllischer Ort für Menschen, die die Natur lieben und die Ruhe genießen. Während die einen in der Außen-Waldsauna entspannen, lassen die anderen ein gesundes „Waldbad“ auf sich wirken. Direkt beim Hotel starten die Wanderer und Biker zu ihren aussichtsreichen Bergluft-Touren. Von Anfang Oktober bis zum ersten Adventwochenende ist Törgelle-Zeit – dann öffnen die Buschenschanken und Höfe ihre Tore und bringen Südtiroler Köstlichkeiten und den jungen Wein auf den Tisch. Wer bei Barbara Tann in ihrem Hotel speist, der kostet sich durch das alpine „Superfood“ des Tann Walds.

Ein Waldspaziergang für Gaumen und Seele

Mitten auf einer Waldlichtung machen Genießer im Hotel Tann eine Pause vom Alltag. Leidenschaftliche Gastgeber haben einen Kraftplatz geschaffen, den man so schnell kein zweites Mal findet. Damit sich Leib und Seele wohlfühlen, wählt Barbara, die Chefin im Tann, die Zutaten für die Küche selbst sorgfältig aus. Alles hausgemacht, selbst angebaut, aus heimischer Zucht oder von ausgesuchten Bauern und Lieferanten der Region – Barbara bringt die ehrliche Südtiroler Küche auf die Teller. Was der Wald zu Tage bringt, findet im Tann auch seinen Weg in die hauseigene Pflegelinie. Wacholder, Klettenwurzeln, Beinwell Thymian und junge Brombeerblätter, Ringelblumen, Hagebutten und viele Schätze mehr entfalten ihre Wirkung in Bodylotion, Haarshampoo und Duschpflege. Wellness im Tann ist natürlich: Genießer erwartet ein traditionelles Brotbad, einzigartig in Südtirol und Italien. Dabei wird die Restwärme des Backofens nach dem Brotbacken genutzt. Die milde, trockene Wärme und der wunderbare Duft von frisch gebackenem Brot wirken anregend und heilsam, wie schon die Menschen im Mittelalter wussten. Im Brechelbad entfalten unzählige Tannenzweige ihre natürlichen Aromen und Wirkstoffe. Im Zirbenstüberl werden bei 90 Grad die Inhaltsstoffe des Urbaumes Zirbelkiefer aktiviert. Keine künstlichen Aromen verblenden das naturnahe Wohlgefühl. Im beheizten Panoramapool mit Solewasser atmen Wellnessgäste an der frischen Bergluft durch. Eine Tann Massage mit Johanniskraut oder Murmel-Massageöl wird zum hautnahen Naturerlebnis. Im Tann gibt es vieles auszuprobieren, das tief nachwirkt.

Vor der Hoteltür erwachen die Sinne und der Bewegungsdrang. 400 Kilometer Wanderwege führen in die Berge. Ein Erlebnis ist der Themenweg auf die Saltner Hütte. Ein überwältigendes Panorama breitet sich am Panoramaweg Rittner Horn vor den Augen des Wanderers aus. Ein Naturwunder bieten die einzigartigen Rittner Erdpyramiden. Viele schöne Wege durch den Tannwald machen Laufen und Nordic Walking zum Fitness-Erlebnis. Im UNESCO Welterbe Dolomiten lebt die Biker-Seele auf. In unmittelbarer Nähe vom Tann befindet sich ein Reiterhof. Dieser bietet Ausritte durch die weite Wald- und Wiesenlandschaft auf dem Ritten an.

Luftige Wanderwochen am Ritten (08.09.–13.10.19)
Leistungen: 7 Tage Aufenthalt inkl. Tann-Genießerhalbpension, Willkommenstrunk „Wanderdudler“ auf der Panoramaterrasse, 1 geführte Wanderung bzw. Nordic Walking Einführung, Ritten Card mit vielen Attraktionen und Vorteilen, alle Tann-Inklusivleistungen – Preis p. P.: ab 728 Euro
Goldene Auszeit (13.10.–03.11.19)
Leistungen: 7 Tage Aufenthalt inkl. Tann-Genießerhalbpension, Willkommenstrunk „Apfelpunch“ auf der Panoramaterrasse, alle wichtigen Infos & Fakten zum „Törggelen“, Verzeichnis der traditionellsten Törggele-Buschenschänke am Ritten, 1 geführte Herbstwanderung, Ritten Card mit vielen Attraktionen und Vorteilen, alle Tann-Inklusivleistungen – Preis p. P.: ab 672 Euro

Hotel Tann ****
Das Waldhotel in Südtirol
Tannstraße 22
39054 Klobenstein
Tel.: +39 0471 356 264
info@tann.it
http://www.tann.it

Herausragende Ausstellung über den Lyriker Peter Rühmkorf

Peter Rühmkorf spricht bei „Künstler für den Frieden“ im St. Pauli-Stadion, Hamburg, 1983, Foto Helga Kneidl, DLA Marbach

Anlässlich von Peter Rühmkorfs 90. Geburtstag präsentiert die Arno Schmidt Stiftung, Erbin der Urheberrechte des Autors, in einer atmosphärisch und medial außergewöhnlich gestalteten Literaturausstellung im Altonaer Museum einen umfangreichen Einblick in das Werk und in den Nachlass des Dichters. Unter dem Titel „Lass leuchten!“, der einem von Rühmkorfs Gedichten entstammt, setzt sich die Ausstellung anhand von visuellen Inszenierungen, Manuskripten, Fotos und Alltagsobjekten mit dem facettenreichen Leben und Schaffen des engagierten Künstlers auseinander. Rühmkorfs Sammelsurien als Quelle seiner Inspiration eröffnen ebenso wie eine Reimwortmaschine oder filigrane Schriftanimationen einen unmittelbaren, sinnlichen Zugang zu seinem Werk.

Der vielfach preisgekrönte Dichter Peter Rühmkorf (1929–2008) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern und Essayisten der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur. In seinen Texten bedichtete Rühmkorf die Liebe und den Tod ebenso wie den Schnaps und den Schnellimbiss – nichts erschien ihm zu unbedeutend, um in eine lyrische Form gefasst zu werden. Seine vor allem durch Wortwitz funkelnden Gedichte bewegen bis heute mit ihrem politischen Engagement und bewähren sich zugleich auf dem poetischen Hochseil. Das Bühnenprogramm „Jazz und Lyrik“, mit dem er 1966 erstmals gemeinsam mit dem Jazzpianisten Michael Naura und dessen Quartett im Rahmen der Aktion „Dichter auf dem Markt“ auf dem Hamburger Adolphsplatz gastierte, erreichte über Jahrzehnte ein großes Publikum. Seit den frühen 1970er Jahren lebte der Autor mit seiner Frau, der Politikerin Eva Rühmkorf, im Hamburger Stadtteil Oevelgönne an der Elbe, umgeben von zahlreichen Fundstücken von seinen Reisen und Treibgut aller Art. An seinem „Schreibmaschinengewehrchen“ verfasste er dort mit Blick auf Fluss und Hafen Lyrik, Prosa, Essays und Theaterstücke. Seine Texte, Notizen und Zeichnungen sammelte er in Hunderten von Archivkästen, die heute den umfangreichsten Einzelnachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach bilden.

Blick in die Austellung Lass leuchten, Altonaer Museum, Foto Sinje Hasheider (2)

Zentrales Element der Ausstellung ist der „Raum der Gedichte“, in dem zehn lyrische Texte Rühmkorfs in Großprojektionen inszeniert werden. Zehn Leserinnen und Leser, unter ihnen Franziska Augstein, Nora Gomringer, Jan Wagner  und Heinrich Detering, stellen je ein Gedicht im Interview vor und erklären, warum es ihnen besonders am Herzen liegt. Die Textinszenierung von Stefan Matlik nimmt Rühmkorfs Bild vom „Fliegen“ der Texte über den Niederungen von Arbeit und Alltag auf, sodass die Gedichte als luftige Gebilde im Raum schweben. Eine Auswahl von weitgehend unbekannten Film-Aufnahmen von Rühmkorfs „Jazz und Lyrik“-Programmen aus mehreren Jahrzehnten ergänzt die Gedichtprojektionen. Weitere Themenstationen widmen sich wichtigen Aspekten im Schaffen und Leben des Dichters, stellen einzelne Werkphasen vor und erläutern auf anschauliche Weise sein poetisches Konzept. In vier Medien-Installationen kann von den Besuchern auf spielerische Weise nachvollzogen werden, wie Reimkunst, Ironie, politisches Engagement und Subjektivität in Rühmkorfs Lyrik zusammenwirken. Eine fünfzig Quadratmeter große Wandinstallation verdeutlicht am Beispiel des Gedichts „Selbst III/88“ Rühmkorfs aufwändigen Arbeitsprozess. In einem umfangreichen Begleitprogramm, das neben zahlreichen Führungen, einen festlichen Abend zu Rühmkorfs 90. Geburtstag, eine Lesung mit dem Lyriker und Büchner-Preisträger Jan Wagner, eine wissenschaftlichen Tagung und vielfältige pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche umfasst, können sich die Besucher vertiefend mit dem Oeuvre Peter Rühmkorfs auseinandersetzen. Im Anschluss an die Laufzeit in Hamburg wird die Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach gezeigt.

Eine Vielzahl an Veranstaltungen wird während des Ausstellungszeitraums stattfinden, die in einem Flyer des Altonaer Museums zum Download zusammengefasst sind:

Lass_leuchten_Peter_Ruehmkorf_Flyer

Hier gehts zum Altonaer Museum

Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Pressesprecher
Tel.: 040 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de

www.shmh.de

Auf den Hund kommen?

Joachim Frank mit Birka. – Foto: Tanja Plock, Pinneberger Tageblatt

Die Frage, mit welchem Geschenk man seine langjährige Ehefrau noch überraschen könnte, soll das Leben des Autors Joachim Frank komplett auf den Kopf stellen. Eigentlich hat er es ja gar nicht mit Hunden. Hunde sind überhaupt nicht sein Ding. Und dass er eines Tages nicht nur einen Hund haben, sondern auch über ihn schreiben würde, das hätte er wohl selbst nicht gedacht. Für alle, die jetzt denken: „Nicht noch’n Hundebuch…!“ – das hier ist anders, denn es beschreibt die Wandlung eines Hundehassers zu jemandem, der dem Charme des kleinen Fellknäuels erliegt. Der Autor ist nicht für Gefühlsduseleien bekannt, und so ist auch sein neuestes Buch auf zurückhaltende Weise berührend. Es gibt informative Einblicke in ein Leben mit Hund, denn Joachim Frank thematisiert Unsicherheiten genauso wie erfreuliche Momente, Probleme in der Hundeerziehung, aber auch Kosten für den Tierarzt und dergleichen, sodass dieses Buch auch als Entscheidungshilfe für oder gegen einen Hund dienen kann. Alles das mit einer gekonnten Mischung aus Humor und Sachlichkeit kurzweilig erzählt.

Hier ein Auszug, den wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags FRED&OTTO – Der Hundeverlag, Berlin, veröffentlichen:

Auszug Kapitel 1-3:

Der Tag beginnt

Ob Birka noch schläft?
Ich blinzele aus meinem Bett zu unserer Cockerspaniel-Hündin hinüber, die eingerollt in ihrem Körbchen liegt. Schon Zeit zum Aufstehen?

Im Sommer sind die Nächte kurz in Schweden, und erste Sonnenstrahlen dringen bereits früh am Morgen in unser Schlafzimmer. Wie spät ist es? Wenn ich jetzt zum Wecker lange, ist es mit der Nachtruhe vorbei. Dann weiß Birka nämlich, dass ich wach bin, kommt sofort an mein Bett und stupst mich an. „Hey“, scheint sie mir zu sagen, „ich bin auch schon wach, das Wetter ist herrlich, komm raus aus deiner Kiste, von mir aus können wir gleich loslegen!“

Ich bin kein Langschläfer und liebe die frühen Stunden des Tages. Also schaue ich doch auf die Uhr. Ist es allerdings vor sieben, dann sage ich: „Birka, es ist noch zu früh“. Diesen Satz kennt sie und trottet folgsam in ihr Körbchen zurück. Spätestens zwanzig Minuten später steht sie jedoch erneut vor meinem Bett, um mich zum Aufstehen zu bewegen. Sanft berührt ihr Näschen meinen Ellenbogen, und wenn ich in ihre braunen Augen schaue, kann ich gar nicht anders, als meinen Arm auszustrecken und sie zu streicheln.

Birka ist nicht sehr schmusig, aber am Morgen fordert sie ihre Streicheleinheiten regelrecht von mir ein. Meine Hand gleitet über ihr schwarz-weißes Köpfchen, hinter und unter ihre Ohren, die sich wie flauschige Waschlappen anfühlen. Darunter gibt es zwei ganz besonders empfindsame Stellen, kleine Vertiefungen am Ansatz ihrer wuscheligen Ohren, und wenn meine Finger sie dort sanft massieren, schmiegt Birka ihr Köpfchen fest an meine Handfläche, um durch den Gegendruck ihren Genuss zu erhöhen. Voller Dankbarkeit leckt sie gleichzeitig mit ihrer etwas rauen, fast trockenen Zunge über meinen Unterarm. Ein Moment inniger Verbundenheit ist das zwischen uns.

Höre ich mit den Streicheleinheiten auf, weil mein ausgestreckter Arm müde wird, stupst Birka mich erneut an, damit ich weiter mache. Oder sie dreht mir ihre Rückansicht zu, sodass ich oberhalb ihres Schwanzansatzes mit dem Kraulen fortfahre. Sie hockt sich hin, rückt aber nach und nach immer ein wenig weiter von mir weg. Nie habe ich begriffen, warum. Ich recke mich und strecke mich also bis an die Grenze meiner Reichweite. Ist das ihr „Trick“, mich aus dem Bett zu lotsen und zum Aufstehen zu bewegen? Wird die Entfernung zwischen uns zu groß, beende ich die Liebkosungen und lasse mich zurück in die Kissen fallen, vielleicht kann ich ja doch noch ein halbes Stündchen rausschinden und ein wenig im Bett dösen. Doch Birka gibt nicht auf! Erneut kommt sie ganz nah heran, stupst mich an und fordert weitere Streicheleinheiten.

Immer, wenn wir unseren Sommerurlaub in Schweden verbringen, wiederholt sich dieses morgendliche Ritual so oder so ähnlich, bis Birka unruhig wird und aus dem Schlafzimmer galoppiert. Ich kapituliere und stehe auf. Und genau das ist ihr eigentliches Ziel ‒ und das Signal! Voller Begeisterung rennt unsere Hündin in Richtung Haustür, denn sie weiß, dass gleich unsere ausführliche Morgenrunde durch den Wald beginnen wird. Das Wetter ist schön, die Natur lockt, und wir beide freuen uns auf den gemeinsamen Spaziergang über Stock und Stein, Hügel rauf und Hügel runter, durch hohes Gras, über weite Wiesen und dichten Wald. Für Birka hält jeder junge Morgen tausend und einen verlockenden Geruch bereit, und ich genieße es, mit ihr zusammen zu sein, meinen Gedanken nachzuhängen, die frische Luft zu atmen und mich aufs Frühstück zu freuen, das meine Frau Elke in der Zwischenzeit für Mensch und Hund vorbereiten wird. Kann ein Tag schöner beginnen?

Ich gestehe, dass ein derartiger Tagesbeginn vor unserer Zeit mit Birka so ziemlich das Letzte gewesen wäre, was ich mir gewünscht hätte. Schon der Gedanke, mit einem Hund in einem Zimmer schlafen zu müssen, hätte mich in Angst und Schrecken versetzt. Kein Auge hätte ich zugetan! Die Vorstellung, dass ein Hund Teil meines Lebens werden könnte, lag mir so fern wie der Mond. Mit Hunden hatte ich nämlich bis dahin rein gar nichts am Hut, und daraus machte ich keinen Hehl. Im Gegenteil! Wie es zu diesem erstaunlichen, von mir selbst für unmöglich gehaltenen Wandel vom Hunde-Hasser zum Hunde-Vater kam, das ist die Geschichte, die ich erzählen möchte.

Was schenke ich bloß?

Ich saß an meinem Schreibtisch und grübelte. Wie ein Papier gewordenes Fragezeichen lag die Glückwunschkarte vor mir auf dem Schreibtisch, denn der Geburtstag meiner Frau stand vor der Tür. Doch bevor ich das Hauptgeschenk nicht hatte, war es unmöglich, die passenden Formulierungen zu finden. Und genau da lag der Hase im Pfeffer, weil mir gerade das noch fehlte!

Wenn man jahrzehntelang verheiratet ist, fällt es nicht leicht, zu jedem Geburtstag des lieben Partners eine Überraschung aus dem Hut zu zaubern. Männern soll das bekanntlich noch schwerer fallen als Frauen, und ich bin da keine Ausnahme.

Also goss ich mir noch ein Glas Rotwein ein und ging in meinem Arbeitszimmer auf und ab. Zwar hatte ich bereits ein paar kleinere Geschenke gekauft, jedoch war nichts wirklich Tolles darunter. Meine Nervosität wuchs, denn die Zeit drängte.

Ratlos tigerte ich hin und her, dachte über Karten für Konzerte oder Theater nach, über Gutscheine von Parfümerien, Einladungen in Restaurants und so weiter. Wie langweilig! Das übliche Buch und eine CD hatte ich zum Glück schon. Aber ein Knüller fehlte, eine richtige Überraschung, etwas, worüber Elke sich wirklich freuen würde. Bloß was?

Vor dem Fenster blieb ich stehen und schaute auf die Straße. Es dämmerte bereits, das fahle Licht der gegenüberliegenden Straßenlaterne fiel auf den nassglänzenden Asphalt und Wind trieb herabgefallene Blätter vor sich her. Herbststimmung. Wenn mir doch bloß dieses verdammte Geschenk einfallen würde! Verzweifelt nahm ich noch einen Schluck Rotwein, der aber leider auch nicht die zündende Idee bewirkte. Nervös trommelte ich mit den Fingern auf die Fensterbank. Ganz hinten bog jemand um die Ecke und kam die Straße entlang. Ein Spaziergänger, na ja, nichts Ungewöhnliches. Ich erkannte eine Frau, die einen Hund an der Leine führte. „Hoffentlich schei … der nicht vor unser Haus“, ärgerte ich mich schon im Voraus, denn das konnte ich nun gar nicht leiden. Überhaupt Hunde! Absolut nichts für mich. Im Gegenteil!

Gerade wollte ich mich vom Fenster abwenden, als jener Gedanke durch meinen Kopf zuckte, der unser Leben vollständig verändern sollte.

Der Entschluss

Plötzlich erinnerte ich mich an den lange gehegten Herzenswunsch meiner Frau, der allerdings unerfüllbar zu sein schien. Nicht weil dessen Verwirklichung zu teuer oder aus anderen Gründen utopisch gewesen wäre. Nein, ich war das Hindernis, das im Weg stand!

Schon oft hatte Elke mir von ihrer Kindheitsliebe erzählt, nämlich von Birka, einer schwarz-weißen Cockerspaniel-Hündin, mit der sie aufgewachsen war. Seitdem waren Jahrzehnte vergangen, in denen sie nie einen Hund besessen hatte, weil ich mich strikt weigerte, diese Möglichkeit überhaupt nur in Betracht zu ziehen.

Zurück an meinem Schreibtisch, starrte ich auf die noch immer unbeschriebene Glückwunschkarte, die wie eine stumme Mahnung vor mir lag. Ich goss mir Rotwein nach, kaute an meinem Stift. Ein Hund? Sollte ich ihr einen Hund schenken? Tausend Gedanken und Fragen schossen durch meinen Kopf. Ich wägte ab, stellte mir vor, verwarf wieder. Andererseits: Was wäre das für eine Überraschung! Dazu müsste ich allerdings meine Abneigung und vor allem meine Angst vor Hunden überwinden. Wollte ich das? Konnte ich das überhaupt? Zwei Seelen kämpften in meiner Brust. Gerade stellte ich mir noch Elkes Freude vor, dann stiegen schon wieder Erinnerungen und Bilder von ärgerlichen, peinlichen und von Furcht geprägten Erlebnissen in mir auf. Wie anders hatte Elke immer reagiert, wenn wir irgendwo Hunden begegnet waren! Wie liebevoll hatte sie beinahe jeden x-beliebigen Köter – so meine übliche Bezeichnung für diese „Kreaturen“ – mit vor Zuneigung glänzenden Augen gestreichelt, während ich am liebsten einen weiten Bogen um jeden Hund gemacht hätte.

Es gärte, brodelte, tobte in mir. Konnte ich? Wollte ich? Wie wäre wohl das Leben mit einem solchen Hausgenossen? Was würde sich ändern? Konnte ich meine Angst durch einen kleinen eigenen Hund, den wir selber erzogen, überwinden?

Vielleicht war es voreilig, unbedacht und einer momentanen Laune geschuldet, vielleicht half der Rotwein, vielleicht war es die Vorstellung von Elkes Freude, dass ich mir endlich einen Ruck gab. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, sagte ich mir, „schließlich werden wir beide nicht jünger, und wenn wir uns auf das Abenteuer eines Hundes einlassen wollen, muss das jetzt geschehen.“ Aber ein kleines Hintertürchen wollte ich mir allerdings offen halten …

Beherzt griff ich zum Stift und fügte der üblichen Gratulation und den besten Wünschen für das kommende Lebensjahr hinzu: „Ich freue mich sehr, dass Du Dein Leben so überaus aktiv und fröhlich gestaltest und genießt. Prima! Aber fehlt da nicht etwas? Ist da nicht noch ein ganz lang gehegter Wunsch zu erfüllen? Drehst Du die Karte um, weißt Du, was ich meine. Und schließlich kommen wir in ein Alter, da sollte man die erfüllbaren Wünsche auch verwirklichen. Um es kurz zu machen: Ich schenke Dir einen Hund Deiner Wahl – wenn Du ihn denn willst.“

Ich goss den Rest der Rotweinflasche in mein Glas, lehnte mich zurück und dachte: „Worauf lässt du dich damit bloß ein? Aber vielleicht hast du ja auch Glück, und sie will gar keinen Hund mehr haben.“

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Ob der Autor aus dieser Nummer wieder rauskommt? Eher nicht …

Als Lektüre empfohlen:

Buchcover

Joachim Frank: Wie ich lernte, einen Hund zu lieben
FRED&OTTO – Der Hundeverlag, Berlin 2019
Zur Website des Verlags

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Zur Website des Autors Joachim Frank

worldSkills 2019 Restaurantfachfrau aus dem Parkhotel Pörtschach tritt zur WM an

Gesamtansicht der Hotelanlage
Am 14. August 2019 ist es so weit: Die Restaurantfachfrau Michaela Ehgartner wird von einer Delegation der Wirtschaftskammer Kärnten im Parkhotel Pörtschach verabschiedet – die junge Kärntnerin wird Österreich und das Parkhotel Pörtschach bei den worldSkills 2019 in Russland vertreten. Die Berufsweltmeisterschaften werden von 22. bis 27. August 2019 in Kazan ausgetragen. Monatelange Vorbereitungen und ein hartes Training liegen hinter Michaela Ehgartner. Der Nominierung gingen sowohl die Kärntner Landesmeisterschaften als auch die Österreichischen Staatsmeisterschaften voraus. Jetzt wird Ehgartner ihr großes Können auf internationaler Ebene unter Beweis stellen. Nebst ihrer Professionalität will sie die Jury mit Charme und Persönlichkeit überzeugen, so die talentierte Restaurantfachfrau über ihre Pläne für den großen Wettbewerb. Ihre Lehre absolvierte Michaela Ehgartner im Parkhotel Pörtschach. Ihr engagierter Ausbilder Erwin Schurtl hat vor Michaela Ehgartner bereits zwei weitere worldSkills Teilnehmer hervorgebracht. Damit wurde Österreich bei den letzten vier Weltmeisterschaften gleich dreimal von einer TeilnehmerIn aus dem Parkhotel Pörtschach vertreten.

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