Umkämpfte Zone – Mein Bruder, der Osten und der Hass

Ines Geipel liest im LIT-Zentrum Hamburg

Woher kommt die große Wut im Osten? Ines Geipel sucht Antworten auf das Warum der Radikalisierung, ohne die aktuell bestimmende Opfererzählung nach 1989 zu bedienen. Unser Land habe sich seit 2015 stark verändert, schreibt sie, über allem steht jetzt die Frage: Verlieren wir den Osten? In ihrem neuen Buch erzählt sie von den Schweigegeboten nach der NS-Zeit, der verfälschenden Deutung historischer Ereignisse in der DDR und den politischen Umschreibungen nach der deutschen Einheit.  Anhand der eigenen Familiengeschichte erzählt sie von Verdrängung und Verleugnung, die die Gesellschaft bis ins Private hinein prägt. Dabei verknüpft sie die politische Geschichte mit ihrer eigenen.

Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verskunst an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium in Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. Sie lebt in Berlin und hat vielfach zu Themen der Geschichte des Ostens publiziert.

Datum:   Donnerstag, 9.5.2019
Zeit:        19.30 Uhr
Eintritt:  € 7,-/ 5,-
Ort:         Literaturhaus, Schwanenwik 38
Karten unter 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

Autor: Maren Schönfeld

Maren Schönfeld *1970, lebt in Hamburg und schreibt seit 1992 Lyrik, Prosa und Sachtexte. Veröffentlichung von Gedichtbänden und Sachbüchern. Mitglied der GEDOK Hamburg , der Hamburger Autorenvereinigung, der Deutschen Haikugesellschaft und der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in Leipzig.

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