Besuch bei der „Gartenkönigin“ des Meraner Landes

Die Aussicht

Für Menschen auf der Alpennordseite ist es verblüffend, was sich schon im März vor den Toren Merans abspielt: Submediterrane Einflüsse zwischen dem Ortlermassiv und der Texelgruppe sind verantwortlich für den rosa-weißen Blütenteppich, der das Gartendorf Algund überzieht.

Millionen von rosa Mandel-, Kirsch- und Apfelblüten vor den schneeweißen Spitzen im Naturpark Texelgruppe: Diesen fernöstlichen Kontrast findet man mitten in den Alpen im Gartendorf Algund, das am westlichen Rand des Meraner Beckens liegt. Submediterrane Luft von der oberen Adria, die ungehindert in das Etschtal einströmen kann, sorgt dafür, dass exotische Pflanzen wie Palmen, Pinien, Agaven und Ölbäume unter freiem Himmel überwintern können. Möglich ist das durch die bis zu 3.300 Meter hohen Gipfel der Ötztaler Alpen und der Texelgruppe, die als Schutzschild vor den Niederschlägen und kalten Winden aus dem Norden dienen. Die Hochrechnung macht in Summe mehr als 300 Sonnentage pro Jahr aus – und ein Klima, das mit südlichen Mittelmeerregionen, der Côte d’Azur und Mallorca mithalten kann. „Besuch bei der „Gartenkönigin“ des Meraner Landes“ weiterlesen