Die Geschichte einer Nordmann-Tanne

von Birgit Romann-Pontow

Die Autorin mit Weihnachtsbaum, (c) Angelika Fischer

Es war einmal, so fangen viele Märchen an. Das Märchen, das ich heute zu erzählen habe, ist eine wahre Geschichte.

Ich bin ein Hamburger Stadtkind, mein Mann kommt aus Schleswig-Holstein. Nach unserer Hochzeit im Jahre 1996, wohnten wir zunächst in meiner kleinen Wohnung in Eilbek, nahe der Wandsbeker Chaussee. Meinem Mann fehlte die Landluft und so zogen wir ein Jahr später nach Barmstedt, seinem Heimatort. Die Hauptstraße ersetzte mir zwar die Stadtluft, aber irgendwie war das doch nicht so ganz nach unserem gemeinsamen Geschmack. Wir schauten uns weiter um und fanden Anfang 2004 unser neues Zuhause. Eine Doppelhaushälfte, mitten auf dem Land in einem Dorf namens Hemdingen mit 1500 Einwohnern und viel frischer Luft. Ich, ein Stadtkind, bis auf die gemeinsame Wohnung Barmstedt, mein Leben lang ohne Balkon, hatte nun ein Haus mit Garten, Wiese drum herum und zwei wunderschöne Nordmann-Tannen im Vorgarten. Garten? Toll! Blumen, Pflanzen. Versuch macht klug. Alles wuchs unter unseren Händen.

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Der Maler und sein Werk: Lászlò Kova in der Galerie Courtyard im Hotel Marriott Hamburg Airport

von Uta Buhr

Motto der Werkschau: Kunst kommt von Können.

László Kova

Unlängst wurde die Ausstellung „Lászlò Kova ist 77 – Retrospektive“ in den eleganten Räumen des Hotels am Flughafen eröffnet. Das Haus hat das Glück,  in Herrn Ravinda K. Ahuja einen kunstsinnigen Direktor gefunden zu haben, der regelmäßig hochkarätige Ausstellungen  organisiert.

Das Multitalent Lászlò Kova – der gebürtige Ungar malt nicht nur, sondern schafft auch Skulpturen, schreibt Geschichten, Romane und Gedichte und musiziert – bot eine beeindruckende Werkschau seiner Bilder. Beim Betreten des Saals fiel den Geladenen sofort das  gelungene Ölgemälde Helmuth Schmidts ins Auge, das den hochverehrten  Elder Statesman in seinen letzten Jahren zeigt. Der „gelernte“ Hanseat hat außer einer Reihe von Porträts und Landschaftsmalereien sehr stimmungsvolle Bilder mit maritimen Motiven geschaffen. „Der Maler und sein Werk: Lászlò Kova in der Galerie Courtyard im Hotel Marriott Hamburg Airport“ weiterlesen

Die Autobiographie von Alice B. Toklas

von Götz Egloff

Gertrude Stein aus der Sicht von Alice B. Toklas aus der Sicht von Gertrude Stein  

Arche Verlag Zürich

Rund 90 Jahre ist es her, dass Gertrude Stein unzählige Künstler und Denker in Paris versammelte. Picasso und Dalí gehörten dazu, Juan Gris, Georges Braque und Tristan Tzara, Mitbegründer des Dadaismus. Die Surrealisten – Surrealismus sei die letzte Momentaufnahme der europäischen Intelligenz, so Walter Benjamin im Jahr 1929 (1) – hatten sich der Kommunistischen Partei zugewandt; das heute noch existierende Verlagshaus Gallimard veröffentlichte die Zeitschrift „La Révolution Surréaliste“ von 1924 bis 1929. Nachdem André Breton dem Motiv der Begegnung eine ganz neue Dimension eingehaucht hatte, sollte Jacques Lacan, der Salvador Dalí in den 1930ern traf, das Trauma als verpasste Begegnung konzipieren – ein unerhörter Ansatz. „Die Autobiographie von Alice B. Toklas“ weiterlesen

Weihnachtsfeier 2017

von Maren Schönfeld
Fotos: Michi Müller

Vizepräsidentin Uta Buhr

Am 1. Dezember 2017 beging unser Journalistenverband die diesjährige Weihnachtsfeier im Marriott-Hotel und beschloss damit ein schwieriges und trauriges Jahr. Unsere Präsidentin Johanna Renate Wöhlke erlag im Juni einer schweren Krankheit, gegen die sie bis zuletzt mit aller Kraft gekämpft hatte. Vizepräsidentin Uta Buhr würdigte Johanna Renate Wöhlke in ihrer einfühlsamen Rede und ließ die sieben Jahre, in denen die DAP unter deren Leitung gewesen war, Revue passieren. Nicht zuletzt dieses Online-Magazin trägt Wöhlkes Handschrift, hat sie sie doch gestaltet, gepflegt und immer weiterentwickelt. Auch außerhalb der DAP war Johanna Renate Wöhlke schriftstellerisch und künstlerisch außergewöhnlich vielseitig tätig gewesen, was Uta Buhr noch einmal ins Bewusstsein rief. Neben ihr erinnerten auch Maren Schönfeld und László Kova im Rahmen von kurzen Lesungen an die verstorbene Präsidentin. „Wir werden ihr fröhliches Wesen und den nie versiegenden Quell neuer Ideen vermissen“, sagte Uta Buhr.

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The Other Barry Gibb

by Götz Egloff

The Many Facets of Pop Composition: A Few Music Theory Aspects

Together with his late brothers Robin and Maurice, and with such heavyweight arrangers like Albhy Galuten and Karl Richardson, Barry Gibb has created not only highly successful but incredibly well-made pop songs that have reached a world audience. Aside from purely enjoying the music, examining these from a music theory point of view can illuminate many facets of great pop composition. In referring to well-known Gibb hits (which have proven to be timeless both in composition and arrangement) and to a few more unlikely of songs, some of them performed by the Bee Gees, by Diana Ross, or by other distinguished recording artists, a cursory treatment of harmony and function is to add to a view of a tiny part of the Gibb oeuvre´s specialty. As can be seen, ingenious musical skills have led to creating great pop songs to which e.g., tonal ambiguity and fluctuating tonality are key ingredients. Such have made for an outstanding musical oeuvre. – (In parts of the following, abstraction requires nomenclature: Roman numerals refer to scale degrees.) „The Other Barry Gibb“ weiterlesen