„ Trick 347“ oder „Der mutigste Junge der Welt“

Von Uta Buhr

Von einem der auszog, seine Angst zu überwinden. „ Trick 347“ oder „Der mutigste Junge der Welt“ handelt von einem Elfjährigen, der das Abenteuer Zirkus für sich entdeckt.

Das Buch
Das Buch

Hand aufs Herz. lieber Leser, gehören Sie nicht auch zu jenen Menschen, die sich in ihrer Kindheit nichts sehnlicher wünschten, als zum Zirkus zu gehen, um als Trapezkünstler oder Löwenbändiger zu brillieren? Wer von uns träumte nicht von der unendlichen Freiheit des fahrenden Volkes, das sich nur kurz an einem Ort aufhält, seine Kunststücke einem staunenden Publikum präsentiert und bei Nacht und Nebel in ferne Länder zu neuen Abenteuern aufbricht? Besonders reizvoll schien uns der Gedanke, nicht an einem langweiligen „Paukinstitut“ bei Mathematik, Aufsätzen und lateinischer Grammatik unser junges Leben zu fristen. Selbst die mahnenden Worte der Eltern, uns keinen Illusionen über das entbehrungsreiche Nomadenleben der Zirkusleute im Wohnwagen hinzugeben, fruchteten da nicht.

Und genau hier beginnt die aufregende Geschichte des „„ Trick 347“ oder „Der mutigste Junge der Welt““ weiterlesen

70 Jahre Hamburger Kammerspiele

Von Hans-Peter Kurr
Ungewöhnlicher Festakt an der Hartungstraße
Ein Chronist – noch zehn Jahre älter – durchstöbert seine Erinnerungskiste

Hamburger Kammerspiele
Hamburger Kammerspiele

Aus dem Dunst, der über dem zerbombten Deutschland nahezu flächendeckend waberte nach Ende des 2. Weltkrieges , taucht folgende Erinnerung auf : Es waren, durch die Initiative meines Vaters -meine erstenTheaterbesuche nach der Kindermärchenzeit :
13 Jahre erst hatte ich auf diesem „Schulungsplaneten Erde“ zugebracht, als ich am Staatstheater Braunschweig „Hamlet“ und an der Hamburger Hartungstrasse Wolfgang Liebeneiners Inszenierung des Heimkehrer-Stückes „Draussen vor der Tür“ als Wiederaufnahme der Uraufführung aus dem Jahr 1947 sah, das die Neu-Begründerin der Kammerspiele, Ida Ehre, entdeckt und für die Hauptrolle des Beckmann den hochbegabten Hans Quest engagiert hatte. Hans Quest, der im Theater und später in TV- und Filmproduktionen bedeutende Rollen spielte, bis ihn im Alter Probleme des Textlernenes heimsuchten und er darunter dergestalt litt, das er einmal in einem Studio des Hessischen Rundfunks, allwo er in der Inszenierung des Frankfurter Schauspieldirektors Heinrich Koch,dessen Assistent ich nach Schulzeit und Studium geworden war, aus einem Wutanfall gegen sich selber einen Stuhl durch das riesige Atelier schleuderte. Derselbe Hans Quest, der Jahre später mein geliebter Schauspiellehrer wurde, „70 Jahre Hamburger Kammerspiele“ weiterlesen