Rudolf-Stilcken-Preis: Kultur als Teil der Menschwerdung

Von Ariane de Melo

Preisverleihung des neuen Rudolf Stilcken Preises für Kultur-Kommunikation: „Kultur ist Kommunikation – Kultur braucht Kommunikation.“ sagt Rudolf Stilcken

Die Preisträger
Die Preisträger

Hamburg feierte im Albert-Schäfer Saal der Handelskammer eine Premiere, aber nicht etwa die Premiere eines neuen Theaterstückes, sondern die eines neuen Kulturpreises. Der „Rudolf Stilcken Preis für Kultur-Kommunikation“ – in drei Kategorien – wurde erstmalig von der Hermann Rauhe Stiftung ausgelobt.

Kunst trägt die Kultur fort, die Kultur ist ein wesentlicher Teil der Menschenbildung, deren Weiterentwicklung. Doch wie kann die Kunst den Menschen Kultur nahe bringen? Indem sie, in der Form wirkungsvollen Marketings weitergetragen wird.

Der „Rudolf Stilcken Preis für Kultur-Kommunikation“ würdigt innovative Kommunikations-Konzepte und –Kampagnen und wird an Kultureinrichtungen verliehen, die sich durch kreativer Kommunikation hervortun; er versteht sich zudem als „Mutmacher“, der Leistung auszeichnet, die anderen Kultureinrichtungen als Vorbild dienen können.

In lockerer Atmosphäre und von gekonnt gespielter Jazz Musik begleitet, wurden die Preiskategorien vorgestellt, und die Preise an die Gewinner verliehen.

Die Jury
Die Jury des Preises (v.l.n.r. : Barbara Mirow, Prof. Christoph Meier-Siem, Rudolf Stilcken, Gesa Engelschall, Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Rauhe und Jörn Schüßler).

Zu der Jury , die die Preise höchstpersönlich zu überreichen sich nicht nehmen ließen, gehörten, neben dem Preisstifter Rudolf Stilcken Gesa Engelschall (Hamburgische Kultur Stiftung), Werner Lippert (Kunsthistoriker, Kommunikationsexperte), Prof. Christoph Meier-Siem (T+M Media GmbH Hamburg), Barbara Mirow (NDR Kultur), Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Rauhe (Ehrenpräsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg) und Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz (Handelskammer Hamburg).

Dass der neue Kulturpreis als Ansporn für Kultureinrichtungen dienen kann, damit sie sich umso mehr bemühen, Kultur und Kunst weiterzutragen, um – insbesondere – junge Menschen zu erreichen, die in Zeiten der ungebremsten Digitalisierung der Welt, den Kontakt zur Kultur bitter nötig haben.

Fotos: Jürgen Joost

 

Infokasten zur Aufteilung der Kategorien und Preisträger:

Kategorie I: „Aktion und Resonanz“

Der Preis in Kategorie I wird als „besonders gelungen“ geltender Kampagne zugesprochen. Mit diesem Preis soll insbesondere Kreativität, Mut und Erfolg ausgezeichnet werden.

Die Nominierten:

Die Messe für zeitgenössische Kunst „Affordable Art Fair“ // Das Musikfestival „Elbjazz“ // Das Ensemble junger Musiker „Ensemble Resonanz“ // Der Veranstalter für zeitgenössische darstellende Kunst „Kampnagel“

Preisträger: „Ensemble Resonanz“

Als Begründung erwähnte die Jury„Das konsequent und innovative Handeln in Programmatik als Einheit verbunden mit Corporate Design und Kommunikation.“

 

Kategorie II: „Kontinuität und Marke“

Der Preis in Kategorie II wird einem Kulturprojekt zugesprochen, das sich insbesondere durch Kontinuität und Konsequenz auszeichnet. Die preiswürdige Kommunikationsarbeit soll vornehmlich der Markenbildung dienen.

Die Nominierten:

Das Ausstellungshaus „Bucerius Kunst Forum“ // Ausstellungshäusern für zeitgenössische Kunst und Fotografie „Deichtorhallen“  // Das „Ernst Deutsch Theater“ // Das „Theater Lübeck“

Preisträger: Theater Lübeck

Zur Begründung wurde genannt deren erfolgreiche Kommunikation mit erweitertem Zielpublikum sowie überdurchschnittlich guter Auslastung.“

 

Kategorie III: „Einstieg und Engagement“

Der Preis in Kategorie III ist ein Sonderpreis für kleine und nicht-gewinnorientierte Kultureinrichtungen oder Projekte. Er versteht sich als „Förderpreis“.

Die Nominierten: 

Kunstraum Tosterglope e.V. // Puppets for People //  Seiteneinsteiger e.V.

Preisträger:  Seiteneinsteiger e.V.

Als Begründung formulierte die Jury „das planvoll, kreativen Ansatzes Kinder schon früh für Bücher zu begeistern.“

 

 

 

 

 

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