Wikipedia im Hamburg Museum

Scannen eines Codes, Hamburg Museum, 2012. Foto Martina Fritz

Hamburg, im November 2012 – Alle Museumsbesucher mit Smartphone können sich freuen. Im Museum für Hamburgische Geschichte/Hamburg Museum stehen seit Neuestem interaktive Infotafeln zur Erkundung von Ausstellungsobjekten zur Verfügung. Alle Smartphone-Nutzer können sich per Code-System QRpedia mit Wikipedia verlinken und sich digital über Hamburgs Geschichte informieren. Abrufbar sind Artikel zu einzelnen Sammlungsstücken, die in die Fassaden und Räume des Museums eingearbeitet wurden sowie zu Exponaten in der jüngst eröffneten Ausstellung „Taktgeber Hafen – Hamburgs Stadtentwicklung im 20. Jahrhundert

Die Wikipedia-Autoren haben im Rahmen einer Kooperation mit dem Hamburg Museum zahlreiche Artikel verfasst und mehrsprachig übersetzt, Fotos in der Ausstellung erstellt und Bildmaterial aus der Sammlung in Wikipedia integriert. „Hintergrundinformationen können so mit Hilfe des freien Online-Lexikons auch für fremdsprachige Besucher von großem Nutzen sein“, betont Christoph Braun, Wikipedia-Autor und Mitinitiator. Wird der Code gescannt, zeigt das Gerät den entsprechenden Wikipedia-Artikel in der eingestellten Sprache an. „Das Projekt lädt dazu ein, das Museum neu zu nutzen. Museumsbesucher, die sich der Wikipedia-Community anschließen, erhalten eine Möglichkeit, nicht nur am Museumswissen zu partizipieren, sondern auch Artikel zu verfassen oder zu übersetzen“, ergänzt Professorin Lisa Kosok, Direktorin des Hamburg Museums.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Museum_für_Hamburgische_Geschichte/QRpedia

 

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das von Fritz Schumacher entworfen und 1914-1922 gebaut wurde, war von Anfang an als kein „gewöhnlicher“ Museumsbau, in dem Exponate nur gezeigt werden, geplant. Schumacher und der damalige Museumsdirektor Otto Lauffer ließen im Neubau besondere Fragmente des alten, heute im Stadtbild nicht mehr vorhandenen Hamburgs verbauen. Um diese integrierten Bauteile besser verstehen zu können, sind nun auf Wikipedia Fotografien, Grafiken und Informationen zu den ursprünglichen Gebäuden abrufbar. Über digitale Karten wird zudem der ehemalige Standort von Gebäuden wie dem Alten Rathaus, dem Bauhof oder Häusern der Deichstraße angezeigt. Ebenfalls abzurufen sind Informationen in der neuen ständigen Ausstellung „Taktgeber Hafen“.

Bettina Beermann

Hamburg Museum, Holstenwall 24, 20355 Hamburg

pressestelle@hamburgmuseum.de, www.hamburgmuseum.de, Tel: 040/ 428132-303

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