Portugiesische Hohenzollerin

erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Von Dr. Manuel Ruoff

Portugiesische Hohenzollerin

Eine Hohenzollernprinzessin hat es bis zur Königin von Portugal gebracht, und zwar Stephanie Josepha Friederike Wilhelmine Antonia aus der in Süddeutschland und katholisch gebliebenen Nebenlinie Sigmaringen. Die Tochter des letzten regierenden Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen Karl Anton und dessen Ehefrau Josephine von Baden war nicht nur irgendeine portugiesische Königin, sondern genoss in der Heimat ihres Mannes Peter V. ein ähnliches Ansehen wie Königin Luise in Preußen. Der „Engel der Armen“ setzte sein bereits in Deutschland begonnenes karitatives Engagement in Portugal fort. Wie Luise verschied auch diese Königin früh, von Volk und Ehemann tief betrauert. Die am 15. Juli 1837 in Krauchenwies bei Sigmaringen geborene Schwester des rumänischen Königs Karl I. starb, gerade einmal 22 Lebensjahre alt, am 17. Juli 1859 in der Hauptstadt ihrer zweiten Heimat an Diphterie. Anders als Luise war sie nur Landesmutter: Aus der nur ein Jahr währenden Ehe mit ihrem Ehemann sind keine Kinder hervorgegangen.

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