Geschmack macht Lieblingsessen zur Götterspeise

erschienen im Hamburger Abendblatt am 12. Januar 2011

Von Johanna R.Wöhlke

Lieblingsspeisen, das ist ein Thema! Wer jemals in die Gesichter von gerne und mit Genuss essenden Menschen gesehen und ihr Mienenspiel in all seinen Facetten wahrgenommen hat, der hat nicht nur eine Ahnung davon, dass es ein großes Thema ist. Er weiß das. Wahrscheinlich hat er es  auch schon selbst erlebt.

Essen ist nicht nur eine Notwendigkeit. Essen bedeutet Freude, Lust und Lebensqualität. Mir geht es aber heute nur um den Geschmack an den Dingen, die wir essen. Wir schmecken – und halten das für eine Selbstverständlichkeit. Wir machen uns normalerweise keine Gedanken darüber, dass wir vielleicht gar nichts mehr schmecken könnten und uns deshalb im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr schmeckt. „Geschmack macht Lieblingsessen zur Götterspeise“ weiterlesen

Porträtfoto am Straßenrand

erschienen im Hamburger Abendblatt am 10. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Jeder kennt das auf seinen täglichen Fahrten mit dem Auto: Entlang seines Weges befinden sich „Blitzer“, die darauf warten, uns mit ihrem hellen Schein zu erfreuen. Habe ich erfreuen gesagt? Egal, sie erfreuen mich jedenfalls immer insofern, als ich immer wieder beobachte, wie alle Autofahrer, die sich auf dieser Strecke auskennen und Zuhause sind, kurz vor der gefürchteten Blitzstation auf das Gaspedal treten, die geforderte Geschwindigkeit für eine kurze Strecke einhalten und dann wieder beschleunigen. Machen Sie das auch? Wahrscheinlich machen wir das alle – mehr oder weniger.

Es kann aber auch geschehen, selten zwar, aber es geschieht, dass ein routinierter Autofahrer, der sich auskennt, gerade an diesem Punkt so abgelenkt wird, dass auch er einmal in den Genuss eines solchen Porträtfotos kommt. Wahrscheinlich ist das auch schon vielen von uns passiert. In diesem Fall allerdings hatte die Geschichte noch einen besonderen Reiz. „Porträtfoto am Straßenrand“ weiterlesen

Das Schlüsselwort heisst: Wertgleiche Wiederholbarkeit

Die Geschichte des Musicals im Zeitraffer

Von Hans-Peter Kurr. Bilder: Produktion Euro- Studio

Dort, wo die Geschichte Hamburgs als Deutschlands Musical-Stadt Nr. 1 mit dem hinreissend-romantischen Märchen „Cats“ einst begann, als die Schlesselmann-Aera des damals scheinbar verlorenen Operettenhauses endete, wird jetzt (Wir berichteten darüber!) ein veritabler Schmaus für Augen und Ohren gezeigt: Whoopi Goldberg’s  Nonnen sind an die Elbe gekommen, will sagen: „Sister act“, der Titel des gleichnamigen Erfolgsfilmes, ziert auch die neue Produktion dortselbst mit der sensationellen  Zodwa Selele in der Goldberg-Rolle der kleinen Barsängerin, die vor ihrem Zuhälter als Nonne verkleidet in ein Kloster flieht und dort – zunächst unfreiwillig – zur Chorleiterin der frommen Schwestern wird sowie der Wahl-Hamburgerin Daniela Ziegler in einer unterhaltsamen Studie der Mutter Oberin wie man sie auf deutschen Bühnen anderenorts vergeblich suchen würde.

In unserem System der ( wenn auch inzwischen zumeist miserabel) subventionierten Stadt-  und Staatstheater sind kommerzielle Musical-Produktionen wie diese immer noch umstrittene Konkurrenzunternehmen. Dabei wird  gern vergessen ( oder verdrängt?), wie alles begann: „Das Schlüsselwort heisst: Wertgleiche Wiederholbarkeit“ weiterlesen

Schluss mit der Winterdepression!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 8. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Die grauen Zeiten haben es in sich. Wenn der November grau daherkommt und sich der Himmel hinter den Wolken versteckt, mag das keiner. Sehnsucht nach Sonne ist dann angesagt. Aber das lässt sich leider nicht erzwingen.

Im vergangenen Jahr war das anders. Der frühe Schnee brachte auch oftmals einen schönen blauen Himmel mit sich. Kälte, Schnee und Sonne, das ist eine wunderbare Kombination. Warm anziehen und hinaus in die blau-weiße Welt. Des Guten zuviel war es? Wir werden uns sehnsüchtig an die traumhaften Ansichten erinnern, wenn sich der Regen wieder eingestellt haben wird und es aus dem Grau der Wolken nieselt und nieselt.

Strahlende Sonne in der Wette strahlend mit einem blauen Himmel, das macht aus uns allen andere Menschen. Wir suchen das Licht und nicht die Dunkelheit. Ein Freund brachte es neulich auf eine Jahresbilanz besonderer Art, als er darüber redete, wie sehr er die Sonne in unseren Breiten doch immer wieder vermisst, besonders in grauen Novembertagen und grauen Wintern. „Schluss mit der Winterdepression!“ weiterlesen

Inventur 2010

Von Dr. Wolf Tekook

Wenn ein neues Jahr beginnt, fangen die Kaufleute an, ihre Knöpfe, Reißverschlüsse oder Autos und Liegestühle zu zählen, um den Pflichten der Finanzgesetzgebung Genüge zu tun, aber auch um einen Überblick zu bekommen, wie ihre Geschäfte gelaufen sind.

Seit dem 24. Mai 2010 ist die neue Homepage der DAP Hamburg scharfgeschaltet. Deshalb ist es vielleicht interessant nachzuschauen, wie oft die einzelnen Beiträge abgerufen wurden. Unten finden Sie eine Liste aller Artikel, die seit dem Start der neuen Seite öfter als 50 mal angesehen wurden. „Inventur 2010“ weiterlesen

Die schicke Fliege schmückt den Mann!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 4. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Es ist die Zeit des Feierns. Die Damen haben schon vor langer Zeit ihre Garderobe „gecheckt“ – was zieht man so an zu all den Treffen, Parties, Meetings und was es sonst noch so um den Jahreswechsel herum geben mag.

Frauen sind da immer fein raus. Die Palette ihrer Möglichkeiten ist fast unbegrenzt umfangreich.  Aber Männer? Ja, wieder einmal die Männer…und in diesem Fall besonders um den Hals herum! Welche Möglichkeiten hat der gepflegte Mann, sich um den Hals herum hübsch und attraktiv heraus zu putzen?

Ich kenne da einen, der hat zum Beispiel seinen Beruf danach ausgesucht, dass er dort keine Krawatte tragen musste. Das hat sich gehalten bis heute. Zu irgendeiner Gelegenheit eine tragen müssen? Oh je, das ist eine schwierige Angelegenheit. Dieser Herr ist also eher ein Modeexemplar für den gepflegten Rollkragenpullover unterm Sakko. „Die schicke Fliege schmückt den Mann!“ weiterlesen

Nachlese zu unserer Weihnachtsfeier 2010

Von Uta Buhr

Am 15. Dezember 2010 zelebrierte die Auswärtige Presse e.V.  ihre traditionelle Weihnachtsfeier. Und zwar, wie Ehrenpräsident Günther Falbe in seiner launigen Ansprache betonte, bereits zum zehnten Mal in Folge im  Hamburger „Marriott Hotel“ an der ABC-Straße! Das renommierte 4-Sterne-Hotel hatte den Saal wie üblich festlich geschmückt und eine anheimelnd weihnachtliche Atmosphäre geschaffen. Nach einleitenden Begrüßungsworten durch Günther Falbe und Vizepräsidentin Uta Buhr betrat Hans-Peter Kurr das Rednerpult und erfreute das Auditorium  mit der Lesung von Wolfgang Borchardts  heiter-melancholischer Erzählung „Sisyphus.“ Es folgte das kulinarische dreigängige Weihnachtsmenu, unterbrochen durch den Vortrag weiterer weihnachtlicher Lektüre. „Nachlese zu unserer Weihnachtsfeier 2010“ weiterlesen