Der erste Atomkreuzer

Von Dr. Manuel Ruoff

Die „Long Beach“ war nicht nur der erste Atomkreuzer, sondern überhaupt das erste nuklear getriebene Überwasserkriegsschiff der Welt. Mit der durch den Antrieb bedingten großen Reichweite schien das Schiff prädestiniert zum Atomwaffenträger. Allein und unbemerkt sollte es mit Interkontinentalraketen vom Typ „Polaris“ als schwimmende Abschussrampe über die Weltmeere schippern.

Um genügend Platz zur Lagerung der Raketen zu haben, fiel der Lenkwaffenkreuzer mit 220 Metern recht lang aus, so dass der Rumpf bei nur 21,8 Metern Breite ziemlich grazil wirkt. Alles andere als gedrungen sieht die „Long Beach“ auch wegen ihrer hohen Aufbauten aus. Zum Zeitpunkt ihrer Indienststellung vor 50 Jahren, am 9. September 1961, gab es bei der US Navy nur noch bei den Flugzeugträgern derart hohe Brücken. Die Ursache liegt im sonst nur noch beim Flugzeugträger „Enterprise“ verwendeten Hochleistungs-Radarsystem, das nicht mit drehenden, konventionellen, sondern mit großen, blanken Flächenantennen arbeitete. Um den Schwerpunkt nicht zu hoch geraten zu lassen mit all den daraus resultierenden negativen Wirkungen auf die Stabilität, wurden rund 450 Tonnen des leichten Aluminiums verarbeitet, was dem Schiff das Rufsignal „Alcoa“ einbrachte, eine Abkürzung von Aluminium Company of America (Amerikas Aluminium-Unternehmen). „Der erste Atomkreuzer“ weiterlesen

The English Theatre of Hamburg: „The Fox“

 By Uta Buhr

THE ENGLISH THEATRE OF HAMBURG CELEBRATES ITS 35TH ANNIVERSARY

BEWARE OF FOXES, LADIES – “THE FOX”, THE NEW PLAY BASED ON A NOVELLA BY D. H. LAWRENCE

What an error to believe that their life in the English countryside on their own farm would turn out to be easy going and even idyllic! Nellie March and Jill Banford, two young ladies and life-long friends, are totally frustrated. The villagers are gossiping about the women’s unconventional relationship and feel that their lifestyle is not acceptable to decent people. The play is set in the dead of winter in 1918, right after the First World War. The two girls’ farm is in a bad state, they are having trouble with their crops and their hens won’t lay.  And to crown it all, a fox living in the nearby woods has been pillaging their henhouse.

 

While Nellie and Jill are sitting by the fireplace in their cosy cottage, seeking for a solution to make ends meet, footsteps can be heard in the courtyard. A knock at the door, and in comes a young attractive man, clad in a soldier’s uniform. He introduces himself as Henry Grenfel and pretends that he has just returned from his camp in Canada. He knows the farm, since he used to live here with his grandfather, the former owner of the estate. The intruder offers his services in exchange for food and shelter. Further he promises to kill the fox and assist the two ladies in running the farm. While Jill falls for his charms and invites him to stay, Nellie wants Henry to leave immediately. In the end, she gives in to Jill’s wish, and Henry becomes a member of the household. This ménage à trois, however, very soon proves to be a disaster. „The English Theatre of Hamburg: „The Fox““ weiterlesen

The English Theatre of Hamburg: „The Fox“

 Von Uta Buhr

THE  ENGLISH THEATRE OF HAMBURG FEIERT SEIN 35-JÄHRIGES BESTEHEN

DER FUCHS WAR IMMER SCHON DER VERFÜHRER –   „THE FOX“,  DAS NEUE STÜCK NACH EINER NOVELLE VON D.H. LAWRENCE

 

Der schöne Schein des hell erleuchteten Cottage mit dem knisternden Kamin täuscht. Denn Jill und Nellie, zwei Freundinnen, die sich auf ihrer Farm in einer entlegenen Grafschaft Englands als Bäuerinnen versuchen, plagen

wirtschaftliche Sorgen. Weder wirft die  magere Ernte ihrer Felder nennenswerte Erträge ab, noch legen die Hühner auf dem Hof. So beginnt die raffinierte Geschichte „Der Fuchs“ von D.H. Lawrence, dem die Welt auch den skandalösen Roman um Lady Chatterley und ihren Liebhaber verdankt.

 

Die jungen ledigen Damen aus der Stadt, die den Dorfbewohnern von vornherein wegen ihrer unkonventionellen Lebensweise mehr als suspekt waren, hatten sich ihr selbst bestimmtes Leben nun doch nicht so schwer vorgestellt.

Wir schreiben das Jahr 1918, der Erste Weltkrieg ist gerade zu Ende, und die Zeiten sind alles andere als rosig. Draußen ist es bitterkalt, der Wind braust um die Farm und rüttelt in den Kronen der kahlen Bäume. Dieses unheimliche, von einer düsteren atonalen Musik untermalte Szenario verheißt nichts Gutes. Lautes Bellen der Hunde von den Nachbarfarmen lässt Jill und Nellie aufschrecken.  Der gefürchtete Fuchs ist wieder unterwegs, der bereits mehrere ihrer Hühner gerissen hat! Und waren da nicht auch Schritte vor der Tür? „The English Theatre of Hamburg: „The Fox““ weiterlesen

HOFFMANN Modenschau in Hamburg

Von Monika Landsky

HOFFMANN, das exclusive Modehaus in Hamburg lud zu seiner Herbst/Winter Modenschau ins Grand Elysee Hotel. Wie stets waren die Eintrittskarten für das gesellschaftliche Ereignis heiß begehrt. Es kamen ungefähr 600 Personen. Meistens Damen aber auch einige Herren.

Es wurde die tragbare, auch durchaus farbenfrohe Mode von charmanten Models, inszeniert von Ted Linow, vorgeführt. „HOFFMANN Modenschau in Hamburg“ weiterlesen

Legenden sterben nie!

Geschichten aus dem Leben von Felix Graf Luckner

 Von Rolf- Michael Buschow

Als „Phylax Lüdicke“ um Kap Horn, auf der Suche nach Buffalo Bill in Amerika,  Kaperfahrt mit dem Hilfskreuzer „Seeadler“, Bewahrung  der Stadt Halle vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg,  Rettung einer Jüdin in Berlin – endlos sind die Geschichten von und über den Grafen Luckner.

Aber er war weit mehr als ein Telefonbücher zerreißender  Seemann!

Die Autoren Gisela Schmitz und Michael Buschow haben viele Jahre lang den verschollen geglaubten Nachlass des „Seeteufels“  gesichtet und bearbeitet und nun einen ungewöhnlichen Weg der Publizierung gewählt.

Michael Buschow wird in loser Folge an verschiedenen Orten, an denen Graf Luckner gewirkt hat,  spannende Passagen aus dem Leben dieser Legende erzählen. Gleichzeitig kann das Publikum einige Realstücke des Grafen besichtigen und in die Hand nehmen.

Der Veranstaltungsort ist Evi Subberts  kultige Seemannskneipe „SEETEUFEL“ an der Elbchaussee 4

22765 Hamburg

Die Termine:

Freitag  16.September 2011  Beginn  20.00 Uhr

Freitag  30.September 2011  Beginn  20.00 Uhr

Legenden sterben nie !

Ablenkung unter der Decke

Diese Glosse erschien am 10. September 2011 unter der Rubrik „Moment mal“ im Hamburger Abendblatt

Von Uta Buhr

Diese Zahnarztpraxis ist eine Mischung aus Reisebüro und Zauberladen. An den Wänden prangen stimmungsvolle Fotos von nahen und fernen Urlaubszielen. Wer träumt sich an diesen trüben und regnerischen Sommertagen nicht gern an einen Strand im sonnigen Süden!

Selbst Kinder, die kurz zuvor noch angsterfüllt vor der Tür zur Praxis standen, bekommen leuchtende Augen. So hoch gestimmt öffnet jeder dem netten Zahnarzt bereitwillig den Mund. „Ablenkung unter der Decke“ weiterlesen

Cyrano de Bergerac

Von Hans-Peter Kurr

Horwitz kann den Abend, aber nicht das Stück retten!
Notizen zur Saison-Eröffnung des Deutschen Schauspielhauses zu Hamburg mit „Cyrano“

 

Seit der Gründung der Ruhrfestspiele zu Recklinghausen im Jahr 1948 durch den damaligen Schauspielhaus-Verwaltungschef, Otto Burrmeister,
bis heute gibt eine fast nahtlose Co-Operation zwischen der Kirchenallee zu Hamburg und dem „Grünen Hügel“ zu Recklinghausen, allwo der erste Präsident unserer Republik, Professor Theodor Heuss, in der Mitte der sechsziger des vorigen Jahrhunderts, als das Motto noch hiess „Kunst gegen Kohle“ , den Grundstein legte für jenes wundervolle Theater. „Cyrano de Bergerac“ weiterlesen

Por qué a mí?

de José Napoleón Mariona

Por favor, leanlo en Hispanovision, también.

Frente al primer diagnóstico viene casi siempre la arrogancia de reclamar a que el cáncer le pueda sobrevenir a cualquier otra persona, menos a mí mismo.

Los sobrevivientes de cáncer le diríamos a nuestras amigas y amigos: ¿Y por qué no a mí?

Tengo la intención de rebajar el sentimiento de culpa entre todo paciente de cáncer, en cuanto a la ubicación del error de vida que lo llevó al cáncer.

Para muchos de nosotros, no nos hubiese servido de mucho ponernos de cabeza, ya que genéticamente somos parte de una etnia que tiene mayor inclinación al cáncer. Frente a eso no hay remedio y tan sólo queda practicar la detección precoz. Mientras más temprano, será mejor. Pero para otros, las influencias del entorno han desatado el cáncer. „Por qué a mí?“ weiterlesen

Warum ich?

von José Napoleón Mariona

Bitte lesen Sie auch auf der Seite der Hispanovision:

Nach der ersten Diagnose kommt fast immer die Überheblichkeit der Beschwerde, dass doch jeder Andere an Krebs erkranken könne aber doch nicht man selbst.
Wir Krebsüberlebende würden unseren Freundinnen und Freunden sagen: Und warum ich nicht?
Ich habe die Absicht, das Schuldgefühl jedes einzelnen Krebspatienten in Beziehung auf die Lebensweise, die den Krebs verursacht haben könnte, zu verringern.
Viele von uns hätten sich auf den Kopf stellen können und auch das hätte kaum etwas gebracht, da wir genetisch einem Stamm angehören, der die Tendenz zur Erkrankung an Krebs in sich trägt. Dagegen gibt es kein Mittel und es hilft ausschließlich die Früherkennung. Je eher umso besser. Bei anderen jedoch haben die Umwelteinflüsse den Krebs ausgelöst. „Warum ich?“ weiterlesen

Männliche Sehnsucht

erschienen im Hamburger Abendblatt am 2. September 2011

Jetzt bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob ich in das Klagelied über den verregneten Sommer weiterhin mit einstimmen sollte. Es gab da nämlich ein Gespräch. Das war ein Gespräch mit einem lieben und männlichen Kollegen, dem ich bislang so ohne weiteres nicht zugetraut hätte, ein gefühlsschwangeres Wort in den Mund zu nehmen – dieses Wort lautet Sehnsucht!

Ja, er bekannte sich, Sehnsucht zu verspüren. Es geschah wie gesagt im Zusammenhang mit einem Gespräch über den verregneten Sommer. Das hätte mich stutzig machen sollen, ich weiß. Denn er sprach nicht von Sehnsucht nach der Sonne, nach der Liebe, nach all so schönen Dingen – er sprach von der Sehnsucht, nun doch endlich einmal den Rasen mähen zu können! Sie haben richtig gelesen: „Männliche Sehnsucht“ weiterlesen