Psyche ist kein Objekt

Kongressbericht zum Jaspers-Kongress der Universität Heidelberg: ´100 years of Karl Jaspers´ „General Psychopathology“´ Heidelberg, 15.-16.09.2011

 von Götz Egloff

Im Rahmen der diesjährigen 625-Jahr-Feier der Universität Heidelberg konnte ein weiteres Jubiläum gefeiert werden, das für Philosophie und Psychiatrie von maßgeblicher Bedeutung ist: das Verfassen und Veröffentlichen der „Allgemeinen Psychopathologie“ (1913) durch Karl Jaspers (1883-1969). Dieser hatte als junger wissenschaftlicher Assistent an der Psychiatrischen Klinik Heidelberg ein Standardwerk geschrieben, das eine existenzphilosophische Grundlegung für Anthropologie und Psychiatrie darstellt, die weltweit wirkte und noch heute Geltung beanspruchen kann. „Psyche ist kein Objekt“ weiterlesen

Alles Käse oder was?

erschienen im Hamburger Abendblatt am 19. September 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Was wäre der Mensch ohne Käse? Er wäre ein Nichts –  nun ja, nicht ganz. Zumindest aber wäre er total käselos, man könnte auch sagen käsefrei und – wer von uns möchte schon käselos und käsefrei sein!

Der wichtigste Griff an einem gemütlichen Abend – noch vor dem Knie einer schönen Frau – ist der Griff zum Käse, wenn der Rotwein dabei nicht fehlt. Das hörte ich neulich aus männlichem Mund. Ist ohne Käse alles nur halb so schön? Dieser Vertreter des männlichen Geschlechtes scheint das zu glauben. Gut für den Käse, traurig für die Frauen… „Alles Käse oder was?“ weiterlesen

Die Sottorfer „Tenne“

erschienen im Hamburger Abendblatt

Von Uschi Tisson

Das Team der Sottorfer Tenne

Die sechs Frauen im Team der „Tenne“ haben eins gemeinsam: Alle sind Mütter und haben – nachdem ihre Kinder aus dem Gröbsten heraus sind –  wieder mehr Zeit für berufliche Aktivitäten. Der Start ist gemacht. Nachdem die Stühle gerückt, die Regale eingeräumt und die letzten Handgriffe erledigt waren, wurde jetzt Einweihung ihrer unterschiedlichen Geschäftsräume in der „Tenne“ gefeiert. Das alte Fachwerkhaus an der Sottorfer Dorfstraße 14 in Sottorf ist nach zweijährigem Leerstand mit einer neuen Nutzung wieder zu neuem Leben erweckt worden. „Die Sottorfer „Tenne““ weiterlesen

„biff“ – Beratung und Information für Frauen im Frauenkulturhaus Harburg

erschienen im Hamburger Abendblatt

Von Uschi Tisson

Sanne Klönne

„Was wir hier manchmal über die Auswirkungen häuslicher Gewalt hören müssen, ist einfach schrecklich. Mich kann nichts mehr schocken.“ Während Sanne Klönne (50) über ihre ersten vier  Monate als Leiterin der „biffkids“ erzählt, steht das Telefon nicht still. Immer wieder neue, um Hilfe bittende Frauen melden sich in ihrer Beratungsstelle im Frauenkulturhaus an der Neuen Straße 59 in Harburg. Der Gewalt in der eigenen Familie ein Ende setzen – das ist eines der häufigsten Wünsche, die die Mütter für sich und ihre Kinder an Sanne Klönne und an ihr Team herantragen. „Erst einmal Ruhe in die Familien zu bringen und die körperlichen Angriffe zu stoppen – das ist der erste Schritt. Zügig geht es dann mit der Beratung und Vermittlung zu weiterführenden Stationen in unserem Netzwerk weiter“, sagt die Leiterin. „„biff“ – Beratung und Information für Frauen im Frauenkulturhaus Harburg“ weiterlesen

Keine Rezension – oder doch? Zur Premiere von „Korczak und die Kinder“ in Hamburg

 Von Johanna R. Wöhlke


Lieber Hans-Peter!

Es sei mir gestattet, in diesem Fall einmal das ganz Andere zu versuchen, um der Premiere eines Theaterstückes gerecht zu werden, schließlich spielte ein Freund die Titelrolle. Umstände und Inhalte, liebe Leser und Leserinnen, mögen Sie diesem Artikel auf der DAP- Seite entnehmen:

https://die-auswaertige-presse.de/2011/08/januz-korczak-ist-auferstanden-2/

 

Den jüdischen Arzt, lieber Hans-Peter, den hast Du an diesem Abend nicht gespielt. Du warst Dr. Januz Korczak, der jüdische Arzt Januz Korczak, der gemeinsam mit zweihundert Kindern aus einem Waisenhaus in Warschau im KZ Treblinka in den Tod ging. Es könnte sogar sein, dass ich ihn nie mehr von Dir werde trennen können, wenn wir uns begegnen – und das ist ja nicht so sehr selten der Fall. „Keine Rezension – oder doch? Zur Premiere von „Korczak und die Kinder“ in Hamburg“ weiterlesen

Wir begrüßen drei neue Mitglieder!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, gerne teilen wir Ihnen mit, dass drei neue Mitglieder bei uns aufgenommen worden sind: Karin Istel aus Hamburg, Daniela Stascheit aus Hamburg und Arthur Zalewski aus Leipzig.

Karin Istel ist Diplom-Theologin und arbeitet als Redakteurin in Hamburg sowie als Dozentin in der Erwachsenenbildung. Wir freuen uns darauf, dass sie unsere Artikelpalette um Themen aus diesem Bereich erweitern wird und natürlich auch darüber hinaus.

Daniela Stascheit betreibt in Hamburg ein Redaktionsbüro und ist aktiv auf den Gebieten Text und Illustration. Ein Kinderbuch ist gerade fertig geworden. Daniela Stascheit über sich: „Ich selbst bin in Leipzig aufgewachsen und kann deshalb sehr gut nachvollziehen, was Unfreiheit bedeutet. Ich nahm als Jugendliche an den Montagsgebeten in der Nikolaikirche teil und habe mich auch schriftlich dazu geäußert.“

Arthur Zalewski lebt in Leipzig. Er arbeitet als freier Fotograf, macht Fotoreportagen, Filmdokumentationen, im Bereich der Kunst mit Fotografien und Installationen. Er hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert, ist dort auch als Dozent tätig und durch zahlreiche Ausstellungsaktivitäten im In- und Ausland in Erscheinung getreten.

Bilder und weitere Daten entnehmen Sie bitte unserer Mitgliederliste.

Wir begrüßen diese drei neuen Mitglieder sehr herzlich und freuen uns auf die kommende Zusammenarbeit!

Der Vorstand

Verband Deutscher Schriftsteller Hamburg: Wege zum Gedicht

Unser Mitglied Emina Kamber informiert!

Verband deutscher Schriftsteller / LANDESVERBAND HAMBURG

Sonnabend, den 29 Oktober 2011

Die Literaturkantine – Jour fixe für Autoren

Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Norddeutschland sind herzlich eingeladen zu einem Austausch in zwangloser Runde. Salongespräche, Werkstattgespräche, Hinweise, Verweise. Gäste aus anderen Sparten des Literaturbetriebs sind herzlich willkommen.

Standpunkt: „ Wege zum Gedicht“ „Verband Deutscher Schriftsteller Hamburg: Wege zum Gedicht“ weiterlesen

Beckett trifft Dostojewskij

Weg zum Künstlercafé 100 Meter vom HaupteingangVon Anna Bardi haben wir Abschied nehmen müssen. Sie ist verstorben. Hinweise und Artikel unserer ehemaligen Mitglieder behalten und bewahren wir als Erinnerung an sie auf unserer Seite bei.

Veranstaltungshinweis mit herzlicher Einladung unseres Mitgliedes Anna Bardi
Tag des Friedhofs  Sonntag, 18. September 2011, 12.00 Uhr

Ohlsdorfer Friedhof, Cordesallee, Südteich (siehe Skizze)

Beckett trifft Dostojewskij
Monolog von Sabine Witt,
vorgetragen von Christian O. Böttger

Am Künstlercafé von Anna Bardi
(Meine Herzkammer – Zeit und Vergänglichkeit)Installation eines Kunst- und Literaturcafés,
ein Ort, der seit jeher die Künstler zusammenführt:
warum also nicht auch zu einem Dialog,
der Raum und Zeit überwindet?

Prof. Puca und Bardi werden anwesend sein


Siehe auch den Arikel auf dieser Seite:

Einheit in Vielfalt: Carl Friedrich Siemens

Von Dr. Manuel Ruoff

Er lenkte das »Haus Siemens« durch die Zwischenkriegszeit

Nur die Elektrotechnik, aber die ganze Elektrotechnik“, lautete der Grundsatz Carl Friedrich von Siemens’, dem Chef des „Hauses Siemens“ in der Zwischenkriegszeit. Während Carl Friedrich – heute wieder ganz modern – auf Diversifikation in unterschiedliche Branchen verzichtete und eine Konzentration auf das Kerngeschäft anstrebte, gehörte der von ihm geleitete Konzern andererseits zu den wenigen, die sowohl Schwach- als auch Starkstromtechnik anboten. Ersteres tat Siemens mit der auf Nachrichtentechnik spezialisierten Siemens & Halske AG, letzteres mit den auf Energietechnik spezialisierten Siemens-Schuckert-Werken (SSW). Die Stärkung der von ihm erstrebten „Einheit des Hauses Siemens“ durch die Übernahme aller SSW-Aktien durch Siemens & Halske unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges betrachtete Carl Fried­rich als Krönung seines Lebens. „Einheit in Vielfalt: Carl Friedrich Siemens“ weiterlesen

Ländliche Umgebung

erschienen im Hamburger Abendblatt am 14. September 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Wir sind alle lernfähig, hoffentlich! Lernen macht nämlich Spaß! Diese beiden Ausrufungszeichen zeigen schon ganz deutlich – nun  muss etwas kommen, das mich in Sachen lernfähig tief beeindruckt hat. Ja, das hat es auch – und das ganz plötzlich und unerwartet und ganz ohne mein eigenes Zutun.

Das ging so: In gemütlicher Runde saßen wir zusammen. Vor uns die weite grüne und bäuerliche Wiese, hinter uns das wunderschöne Fachwerkhaus mit einem großen, liebevoll angelegten Bauerngarten. Eine Ansicht und eine Aussicht wie im Bilderbuch. Aber da waren auch noch das Bier, der Wein und das Wasser auf dem Tisch. Sommerlich war es – ja, die Sonne schien – und fröhlich und heiter war deshalb auch die Stimmung. „Ländliche Umgebung“ weiterlesen