„Schauspieler fasst man nicht an“

Gwendolyn von Ambesser stellte ihr Erinnerungsbuch an ihren Vater vor

Von Hans-Peter Kurr

Axel von Ambesser, der ehedem  berühmte Schauspieler und Regisseur , sitzt mit dem Autor dieser Zeilen im Hamburger Interconti-Hotel bei einem Gespräch über sein neues Schauspiel „Omelette surprise“, bittet jenen mit einer gewissen Dringlichkeit, ein Stück Sahnetorte zu bestellen, solange seine Frau im Hotelzimmer verweile, verzehrt den köstlichen Kuchen schmunzelnd mit gutem Appetit und schiebt, kurz vor der Ankunft seiner Gattin, den Krümelteller seinem Gesprächspartner zu.

Eine für diesen herrlichen Komödianten, Stückeschreiber und Regisseur bezeichnende Szene, wie sie in seiner köstlichen, vor einem Vierteljahrhundert erschienen, Autobiographie zuhauf zu finden sind, die den ihm von seinem Vater anempfohlenen Titel „Nimm einen Namen mit ‚A‘ “ trägt, „damit er stets ganz oben auf den Programmzetteln stehe, wenn er schon diesen schrecklichen Beruf ergreifen müsse“.

Nun hat seine Tochter Gwendolyn  nach über zweijähriger Recherche ein einfühlsames Erinnerungsbuch über die Karriere ihres berühmten Vaters geschrieben und stellt es gegenwärtig in Hamburg, München, Wien und anderen Städten durch eine eigene Lese-Veranstaltung vor: „Schauspieler fasst man nicht an“. In Hamburg geschah dies im Logensaal der Kammerspiele, in dem jetzt, nach der Übernahme der Programmgestaltung durch die junge Saskia Junggeburth, eine Perlenkette spannender Veranstaltungen stattfindet, zu denen dieser sehr reizvolle Erinnerungsabend unbedingt zählte.

Fotos: Gwendolyn von Ambesser

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