Der Mensch ist ein soziales Wesen

Oder: Es ist dem Menschen nicht förderlich, dass er allein sei

Von Hans-Peter Kurr

41 Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung sind mit ihrem Leben zufrieden.Sie würden selbst dann nichts daran ändern wollen, wenn sie dadurch keine Nachteile befürchten müssten. Das ist  e  i  n   Ergebnis einer Befragung von über eintausend Gesprächspartnern, die das Bielefelder Emnid-Institut durchgeführt hat. Darin heisst es weiter, dass nur vier Prozent der Befragten den Partner tauschen würden. Eine sensationelle Zahl….wenn sie denn stimmt.

Nicht stimmen kann sie, wenn etwas die Trennung bewirkt, was die meisten Menschen ‚Schicksal’ nennen: Krankheit und Tod.

In einer groß-kapitalistischen Gesellschaft wie wir sie fast in der gesamten westlichen Hemisphäre und seit einigen Jahren auch in Russland und bereits in China (?) vorfinden, gelten für Alleinstehende merkwürdige, zumeist ungeschriebene Regeln, zum Beispiel die, daß in Gesellschaft derjenige nichts gilt, der  bei Festen, Theater- und Konzertbesuchen, Geschäftsessen oder anderen Gelegenheiten solo auftaucht. Die „Männerwelt“ hat dieses scheinbare Poblem längst gelöst, indem sie sich via Agenturen, die entsprechende Angebote unterbreiten, attraktive weibliche Begleitung „bucht“. Bis vor kurzem aber galt das nicht vice-versa……bis eine „ plietsche Hamburger Deern“ auf die Idee kam, eine Männerriege zusammenzustellen , bestehend aus verheirateten, seriösen Mitgliedern unserer Gesellschaft, die nichts im Sinn haben , wird glaubwürdig versichert, als  alleinstehende Damen, gegen ein nicht unbeträchtliches Honorar,  bei oben erwähnten Gelegenheiten Schutz und Unterhaltung sowie ein gesellschaftliche einwandfreies Image anzubieten: Silke Carstensen heisst die erwähnte ideenreiche Hamburgerin, ihr Institut trägt den beziehungsreichen Namen ‚Compagna’ (ist also darunter auch im Internet zu finden). Und die Idee einer „Begleitagentur nur für Damen“, so ist zu hören, trägt Früchte.Good luck weiterhin!

Schreibe einen Kommentar