Magazin „Brigitte“: Ein Jahr ohne Models

Von Monika Landsky

BRIGITTE, EIN JAHR OHNE MODELS,

das soll natürlich nicht heißen, dass es nur „hingelegte“ Mode gab. Nein, das bekannte Frauenmagazin „Brigitte“ hat ein riesiges, risikoreiches Experiment gewagt. Seit einem Jahr werden gedruckte Modestrecken von sogenannten Laienmodels, nämlich „normalen“ Damen, sehr professionell präsentiert. Aber  daran kann man sehen, ein bisschen Schminke und etwas „Training“ und dann geht es und zwar sehr gut. Der Erfolg der Idee wird durch die Treue der Brigitte-Leserinnen bestätigt.

Wir haben doch alle unsere kleinen Schwächen, manchmal auch ein paar Pfunde da, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Aber wir sind doch die, die kaufen und das Geld in die Modebranche bringen. So ist es nur begrüßenswert, dass das endlich von den Chefredakteuren erkannt und enorm erfolgreich umgesetzt wird.

Jetzt gab es im Cruise Center Hamburg eine fabelhaft organisierte Modenschau mit einigen dieser Models. Bei gefühlten 600 Gästen, viele Prominente dabei, war es eine Meisterleistung für einen so reibungslosen Ablauf zu sorgen. Es stand ein riesiger Parkplatz mit Sicherheitsservice zur Verfügung. Dann herzliche Begrüßung durch Alexandra von Rehlingen-Prinz mit Ihrem Team.

Getränke und kleines Fingerfood wurden angeboten. Dann ging es los!

In der Mitte der langen Sitzreihen war ein Catwalk aufgebaut auf dem es ein Feuerwerk junger Mode gab. Alles Laienmodels, das hat man fast vergessen. Ein riesiger Jubel, als ein Model mit den Maßen der Beth Ditto, Lagerfeld Muse, über den Steg fegte. Auch in Rubensmaßen kann man toll aussehen! Gut, die Mode war fast ausschließlich für jüngere Damen, aber das sind wohl auch die meisten Leser. Es war wirklich sehr gelungen und wird wohl in einem Jahr wiederholt werden.

Danach bot der Caterer Essen und Getränke für alle Gäste an. Das muss erwähnt werden, denn es war eine logistische Meisterleistung für so viele Menschen. Und immer freundliche junge hilfsbereite Damen und Herren, die durch nichts aus der Ruhe zu bringen waren. Top. Ein sehr gelungener Abend für die Jungen und nicht mehr ganz so Jungen. Eben wie „Brigitte“.

Foto: Monika Landsky

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