Schönheit aus der Schokolade

erschienen im Hamburger Abendblatt am 25. November 2010

Von Johanna R. Wöhlke

Sie haben noch nie ein Kleopatra Bad genossen? Wirklich nicht? Sie hatten auch noch nie eine ägyptische Tempelmassage? Wirklich nicht? Sie haben noch nie sinnliche Texturen auf Ihrer Haut gespürt, noch nie eine Traummassage erfahren, noch nie berauschende Duftessenzen erschnüffelt und sich noch nie wie Göttin Isis gefühlt? Was soll ich sagen – es wird Zeit!

Weihnachten naht und da kann man sich all so etwas wünschen. Sie werden sicherlich in der Nähe oder erreichbaren Ferne eine Wellness und Beauty Einrichtung finden, die Ihnen all diese Wonnen vermitteln kann. Diese Art von Wünschen lassen sich heute leicht erfüllen, und sie bereiten natürlich eine außergewöhnliche Freude.

Zur Weihnachtszeit, so las ich neulich, lassen sich auch Wellness und Beauty Einrichtungen Besonderes einfallen. Das ist schön und nahm mich gedanklich mit – und nun auch Sie – auf eine besondere Reise: Schönheit, die aus Schokolade kommt, ja, aus Schokolade!

Mir wurde eine „Hot Chocolate“ Gesichtsbehandlung empfohlen, eine ebensolche Körperpackung, eine ebensolche Ganskörpermassage, pardon, Ganzkörpermassage und dazu noch Zimtsterne und eine heiße Schokolade zum Trinken, sozusagen: ein Sinnenschmaus auf der ganzen Linie!

Da ich weiß, dass der Genuss von Schokolade Glückshormone freisetzt, werde ich das wohl in Erwägung ziehen und bei der Frage: „Mama, was wünschst du dir denn zu Weihnachten?“, die „Hot Chocolate“ Wellness wählen. Denn ich bin mir sicher, die Glückshormone wirken auch, wenn ich die Schokolade nicht esse, sondern wenn ich sie auf meiner Haut verabreicht bekomme. Schließlich soll das  anvisierte Ziel 90-60-90 in diesem Leben noch einmal verwirklicht werden!

3 Gedanken zu „Schönheit aus der Schokolade“

  1. Ja, Schokolade enthält massenhaft Serotonin, dieses quicklebendige Hormon, das glücklich macht. Gut so. Es gibt aber auch hier wieder Nörgler und Miesepeter, die all dies ad absurdum zu führen suchen. Ein mir bekannter Arzt warnt da vor der „Sucht nach den Stoffen, die genauso wie Hasch in der Leber eingelagert werden.“ Na und? Also gar nich um kümmern. Ich wünsche auch weiterhin Genuss an der köstlichen braunen Masse, ganz gleich, ob sie auf der Zunge oder der nackten Haut zergeht.
    U t a

  2. Tja, das sind so Fragen:-)
    Ich denke einmal, die Schokolade hat es eben in sich und auf sich…und da spielt es am Ende keine Rolle, was dabei herauskommt, Hauptsache: der Mensch ist glücklich!:-)))

  3. Eine Frage bleibt bei diesem wahrhaft köstlichen Artikel: Wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus? Oder anders gefragt: Führt der regelmäßige „Genuss“ schokoladenbasierter Körperverschönerung zu einem Aussehen, das dem der Bewohner von Zentralafrika gleicht?

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