Arbeitsschutz in der Berufsausbildung

Auszubildende im Baugewerbe müssen während ihrer Berufsausbildung umfassend über Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz informiert und geschult werden. Die Schulungszentren und das Arbeitsschutzzentrum der BG BAU helfen dabei.

Aufgabenstellung

Montage einer Dachschutzwand

Geschäftig gehen die Auszubildenden am Bau zu werke, tragen Kanthölzer und Eisenstangen durch das Gelände, errichten Gerüste, hantieren mit Leitern oder befestigen Ladungen auf Lkw. Mit Energie und Augenmaß machen sich die jungen Leute an die praktischen Aufgaben zum Arbeitsschutz. Wie im richtigen Arbeitsleben müssen sie zum Beispiel ein Fahrgerüst aufbauen, Sägeblätter für die Baustellenkreissäge einlegen, Anschlagmittel zum Transport von Bauteilen einsetzen, Dächer decken, Stromverteiler auslegen und persönliche Schutzausrüstungen anlegen.

Sprachbarrieren überwinden

Eines der Hindernisse ist dabei die Verständigung, denn die angehenden Baufachleute sprechen nicht immer dieselbe Sprache. Im Alltagsleben geht es auf vielen Baustellen  nämlich zunehmend international zu. Beschäftigte aus vielen Ländern Europas arbeiten zusammen und müssen kooperieren. So muss sich auch der Nachwuchs im Baugewerbe anhand ausgehängter Arbeits- und Sicherheitsbeschreibungen orientieren und sich oft nur durch Zeichen und Mimik verständigen. Diese Hürde bewältigen die angehenden Baufachleute in der Regel ohne Schwierigkeiten und erbringen zudem den Nachweis, alle sicherheitstechnischen Grundlagen zu beherrschen.

Permanente Aus- & Weiterbildung

Um das Sicherungsverhalten junger Menschen zu sensibilisieren, den Blick der Auszubildenden für Gefahrenquellen und Risiken zu schärfen und mit berufsrelevanten Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen zu verknüpfen, veranstaltet die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) mit dem Baunachwuchs aus vielen Ländern Europas regelmäßig einen Wettbewerb um die Arbeitssicherheit. Jahr für Jahr beweisen zahlreiche Auszubildende der Bauwirtschaft aus zwölf europäischen Ländern unter alltäglichen Praxisbedingungen und in Echtzeit, dass sie unter Beachtung aller Arbeitsschutzregeln gut und sicher arbeiten können. Sie ringen um den „Internationalen Sicherheitspreis – Wir bauen Europa“, den die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) mit Partnergesellschaften aus ganz Europa gemeinsam ausschreiben – mit viel Beachtung und Erfolg.

Erst die Sicherheit, dann das Vergnügen

Veranstaltet werden diese Sicherheitswettbewerbe im Arbeitsschutzzentrum der BG BAU im nordrhein-westfälischen Haan bei Wuppertal. Das Schulungs- und Praxiszentrum, in dem die jungen Wettbewerber auch übernachten und verpflegt werden, bietet einen ansprechenden Rahmen für die Veranstaltung mit allen sicherheitstechnischen Anforderungen und Möglichkeiten für Theorie und Praxis. Zudem sorgen die Organisatoren stets für ein spannendes Begleitprogramm in den Pausen und nach dem Wettkampf. So können die Auszubildenden z. B. auf Fahrsimulatoren das sicherheitsgerechte Verhalten im Straßenverkehr üben. Auch abends wird Spaß mit sportlichen Aktionen geboten, z. B. im human table soccer, einem überdimensionalen Tischkicker mit lebendigen Spielfiguren.

Textbearbeitung: Renato Diekmann, Foto: BG Bau/DDH

Ein Gedanke zu „Arbeitsschutz in der Berufsausbildung“

  1. Zum Glück wird auf Arbeitssicherheit, und -schutz mittlerweile so viel Wert gelegt. ist für mich wirklich ein Thema, das nicht vernachlässigt werden darf.

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