Die Ohnmacht des Bürgers

Kunst macht aufmerksam Von Dr. Wolf Tekook

WolfTek: "Peanuts", 2008

Ja! Wir haben die Weltwirtschaftskrise überlebt – wieder einmal! Nach dem Bankencrash in den USA 1929, nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes im Jahre 2002 schulterte unsere Republik auch die Immobilienkrise des Jahres 2008. Ende 2010 stellte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel stolz vor die Mikrofone der Presse und verkündete ein überraschend starkes neues Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr. Als die Krise begann, sorgte ein schnell  verabschiedetes und augenscheinlich erfolgreiches Konjunkturpaket dafür, dass die Bundesbürger nur zwei Jahre darben mussten. Hier ein paar Milliarden als natürlich umweltschützende Abwrackprämie für Altautos und  zur Förderung des Straßenbaus, dort ein paar Billiönchen, um verbrannte Papiere aus fehlgeschlagenen US- Immobiliengeschäften in eine bad bank auszulagern, und schon brummt der Laden wieder. Der Bundesbürger vernimmt die Nachrichten in der Tagesschau und lehnt sich bequem zurück, um die erfolgreiche Rettungsaktion zu genießen. Weiß der Nachrichtenkonsument, über welche Summen geredet wird? Legt man eine Million Euro in 500€ – Scheinen auf einen Stapel, so ragt die Million 15 Zentimeter hoch auf dem Schreibtisch. Eine Milliarde Euro ergibt ein Türmchen von 150 Metern Höhe.  Klettert man an einem 500€- Geldstapel im Gegenwert von einer Billion Euro in die Höhe, erreicht man in 15 Kilometern das Ende und genießt die Aussicht auf die Erdkugel, so man für ausreichend Sauerstoff und Kälteschutz gesorgt hat. Da erinnert man sich an den Vorstandssprecher der Deutschen Bank Hilmar Kopper, der 1994 auf einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit der Pleite des Immobilienmagnaten Jürgen Schneider die seiner Bank entstandene Schadenssumme von 50 Millionen DM als peanuts bezeichnete – und beginnt zu grübeln. Ist der Bürger wirklich ohnmächtig gegenüber weltweiten Finanzaktionen?

In Würzburg zeigen Künstler ihre Gedanken zur Wirtschaft und anderen Bereichen des menschlichen Lebens in einer Doppelausstellung. Neben den zeitkritischen Bildern werden auch sinnliche Arbeiten zu sehen sein. Im Kunstforum und im Café Perspektive sind vom 25. November 2010 bis zum 15. Januar 2011 die auf Papier oder Leinwand gebannten Ideen unter dem verbindenden Titel Mensch im Focus zu sehen.

Initiatoren sind Atelier Kunstforum, artAttac und die Zeitbank Würzburg; die teilnehmenden Künstler: Alexander Dunduro (aus Mosambique), Martina Jäger, Guenther Flierl, Klaus Vollmuth (Würzburg), Bernd Müller (Köln), und WolfTek (Krefeld).

Die Ohnmacht des Bürgers

Kunst macht aufmerksam

Ja! Wir haben die Weltwirtschaftskrise überlebt – wieder einmal! Nach dem Bankencrash in den USA 1929, nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes im Jahre 2002 schulterte unsere Republik auch die Immobilienkrise des Jahres 2008. Ende 2010 stellte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel stolz vor die Mikrofone der Presse und verkündete ein überraschend starkes neues Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr.

Als die Krise begann, sorgte ein schnell verabschiedetes und augenscheinlich erfolgreiches Konjunkturpaket dafür, dass die Bundesbürger nur zwei Jahre darben mussten. Hier ein paar Milliarden als natürlich umweltschützende Abwrackprämie für Altautos und zur Förderung des Straßenbaus, dort ein paar Billiönchen, um verbrannte Papiere aus fehlgeschlagenen US- Immobiliengeschäften in eine bad bank auszulagern, und schon brummt der Laden wieder. Der Bundesbürger vernimmt die Nachrichten in der Tagesschau und lehnt sich bequem zurück, um die erfolgreiche Rettungsaktion zu genießen.

Weiß der Nachrichtenkonsument, über welche Summen geredet wird? Legt man eine Million Euro in 500€ – Scheinen auf einen Stapel, so ragt die Million 15 Zentimeter hoch auf dem Schreibtisch. Eine Milliarde Euro ergibt ein Türmchen von 150 Metern Höhe. Klettert man an einem 500€- Geldstapel im Gegenwert von einer Billion Euro in die Höhe, erreicht man in 15 Kilometern das Ende und genießt die Aussicht auf die Erdkugel, so man für ausreichend Sauerstoff und Kälteschutz gesorgt hat.

Da erinnert man sich an den Vorstandssprecher der Deutschen Bank Hilmar Kopper, der 1994 auf einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit der Pleite des Immobilienmagnaten Jürgen Schneider die seiner

Die Ohnmacht des Bürgers

Kunst macht aufmerksam

Ja! Wir haben die Weltwirtschaftskrise überlebt – wieder einmal! Nach dem Bankencrash in den USA 1929, nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes im Jahre 2002 schulterte unsere Republik auch die Immobilienkrise des Jahres 2008. Ende 2010 stellte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel stolz vor die Mikrofone der Presse und verkündete ein überraschend starkes neues Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr. Als die Krise begann, sorgte ein schnell  verabschiedetes und augenscheinlich erfolgreiches Konjunkturpaket dafür, dass die Bundesbürger nur zwei Jahre darben mussten. Hier ein paar Milliarden als natürlich umweltschützende Abwrackprämie für Altautos und  zur Förderung des Straßenbaus, dort ein paar Billiönchen, um verbrannte Papiere aus fehlgeschlagenen US- Immobiliengeschäften in eine bad bank auszulagern, und schon brummt der Laden wieder. Der Bundesbürger vernimmt die Nachrichten in der Tagesschau und lehnt sich bequem zurück, um die erfolgreiche Rettungsaktion zu genießen. Weiß der Nachrichtenkonsument, über welche Summen geredet wird? Legt man eine Million Euro in 500€ – Scheinen auf einen Stapel, so ragt die Million 15 Zentimeter hoch auf dem Schreibtisch. Eine Milliarde Euro ergibt ein Türmchen von 150 Metern Höhe.  Klettert man an einem 500€- Geldstapel im Gegenwert von einer Billion Euro in die Höhe, erreicht man in 15 Kilometern das Ende und genießt die Aussicht auf die Erdkugel, so man für ausreichend Sauerstoff und Kälteschutz gesorgt hat. Da erinnert man sich an den Vorstandssprecher der Deutschen Bank Hilmar Kopper, der 1994 auf einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit der Pleite des Immobilienmagnaten Jürgen Schneider die seiner Bank entstandene Schadenssumme von 50 Millionen DM als peanuts bezeichnete – und beginnt zu grübeln. Ist der Bürger wirklich ohnmächtig gegenüber weltweiten Finanzaktionen? In Würzburg zeigen Künstler ihre Gedanken zur Wirtschaft und anderen Bereichen des menschlichen Lebens in einer Doppelausstellung. Im Kunstforum und im Café Perspektive sind vom 15. November 2010 bis zum 15. Januar 2011 die auf Papier oder Leinwand gebannten Ideen unter dem verbindenden Titel Mensch im Focus zu sehen. Initiatoren sind Kunstforum, artAttac und die Zeitbank Würzburg; die teilnehmenden Künstler: Martina Jäger, Alexander Dunduro (aus Mosambique), Guenther Flierl, Bernd Müller, Klaus Vollmuth und WolfTek.

Bank entstandene Schadenssumme von 50 Millionen DM als peanuts bezeichnete – und beginnt zu grübeln. Ist der Bürger wirklich ohnmächtig gegenüber weltweiten Finanzaktionen?

In Würzburg zeigen Künstler ihre Gedanken zur Wirtschaft und anderen Bereichen des menschlichen Lebens in einer Doppelausstellung. Im Kunstforum und im Café Perspektive sind vom 15. November 2010 bis zum 15. Januar 2011 die auf Papier oder Leinwand gebannten Ideen unter dem verbindenden Titel Mensch im Focus zu sehen. Initiatoren sind Kunstforum, artAttac und die Zeitbank Würzburg; die teilnehmenden Künstler: Martina Jäger, Alexander Dunduro (aus Mosambique), Guenther Flierl, Bernd Müller, Klaus Vollmuth und WolfTek.

Ein Gedanke zu „Die Ohnmacht des Bürgers“

  1. Lieber Wolf,
    für diese Ausstellung wünsche ich allen Beteiligten gute Gespräche und gute Verkäufe, natürlich auch gute Verkäufe:-)

    Stellt man sich übrigens die Bilanzsumme der Deutschen Bank 2009 vor, ausgeschrieben 1 732 873 000 000 Euro, dann erklärt sich von selbst, dass so eine Summe mit dem Vorstellungsvermögen des normalen Bürgers nicht konform gehen kann. Das erweitert Deinen angedachten Turm weit in die Stratosphäre hinein und zeigt auch, wie undurchsichtig und für viele Angst erzeugend das „Jonglieren“ mit solchen Geldmengen sein muss. 50 Milllionen wären im Verhältnis dazu weniger als 0,03 Promille – auch eine Zahl, die sich unserem Vorstellungsvermögen entzieht.

    Sehr gerne weise ich in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass unsere Mitglieder – genau wie Du hier – aufgerufen sind, ihre Veranstaltungen hier bei uns zu veröffentlichen und darüber zu informieren, als Text und im Terminkalender. Diesen Service für unsere Mitglieder bieten wir als DAP gerne an und darin liegt eine unserer Möglichkeiten, unsere Aktivitäten und unsere Vereinigung zu fördern.

    Außerdem weise ich in diesem Zusammenhang noch einmal sehr gerne darauf hin, dass dies durch diese neue Homepage möglich ist, die wir Deiner Arbeit verdanken!

    Johanna Renate Wöhlke
    Präsidentin

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