Kultur in Blankenese nicht gefragt?

Lässt sich die Mehrheit von einem Einzelnen bevormunden?
Ein Kommentar zum Verbot der Aufführrungen im „Römischen Garten“

Von Hans-Peter Kurr
Wir befinden uns in der Hansestadt Hamburg, der weltoffenen, und nicht im Reich der „sieben Schwaben“. Und dennoch – man traut seinen Sinnen nicht –  ist es einem einzelnen Bürger in Blankenese – mithilfe der Behörden – gelungen, sommerlichen Theaterabenden, produziert und veranstaltet durch das Hamburger Privattheater „N.N.“ unter Dieter Seidel in „unserem Jahr 2010“ den Garaus zu machen….wegen Lärmbelästigung.Nach sechs Sommern mit vorzüglichen Moliére- und Shakespaere-Vorstellungen – mit deutlichem Publikumszulauf der Touristen und der Hamburger Kulturinteressierten –  auf dieser, durch die Bankiers-Familie Warburg vor gut einem Jahrhundert eigens zu diesem Zweck erbauten Freilichtbühne, lässt ein einzelner Bürger, der ausdrücklich mit Namen, was ihn wiederum als mutig ausweist und ehrt, genannt sein will (Carl-Gustav Staelin heisst der Mitmensch!) mithilfe behördlicher Lautstärken-Messungen von Bühnenmusik und akustischem Playback, dem gegenüber der Lärm vorbeifliegender Flugzeuge oder die Elbe hinabfahrender Touristendampfer einen Heidenlärm verrusachen, „das Stattfinden von Theateraufführungen“ verbieten (mit behördlicher Hilfe in der   f r e i e n  und Hansetsadt!!!) und argumentiert gegenüber unserer Redaktion:
„Fünf Jahre lang habe ich diesen Höllenlärm ausgestanden, bevor ich die zuständige Behörde eingeschaltet habe. Aber auch die war erst bereit, durch zwei Damen während einer Vorstellung Messungen vornehmen zu lassen, als sie mein Rechtsbeistand dazu veranlasste!“
Und wie das in einer Demokratie so ist, in der ein Angehöriger einer Behörde sich  p e r s ö n l i c h  n ur äußerst selten verantwortlich zitiert wissen möchte, war auch die in Altona zuständige Behörde zu keinem Interview über dieses Thema bereit.
Eines aber ist unserem Redakteur im Gespräch mit dem Bürger Staelin gelungen, jenem ein Versprechen abzunehmen (Und hauptsächlich aus diesem Grund erfolgt unsere Veröffentlichung!!!), das da lautet:
„Wenn der Lärm reduziert wird, werde ich für 2011 keinen neuerlichen Einspruch erheben!“
Wir sagen „Chapeau“ und erwarten freudig  den Kultursommer 2011 auf der Hamburger Freilichtbühne „Römischer Garten“!

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