Sylt: die Diva der Nordsee

Von Renato Diekmann

Glänzender Auftritt

Der Sonnenuntergang färbt das Kliff rot

Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH, muss es wissen: Sylt kann glänzend auftreten, faszinierend düster, hemmungslos grell und ausschweifend laut. Egal, was die Insel veranstaltet, sie provoziert Aufmerksamkeit. Und genießt das Interesse. Eine deutsche Diva, mitten in der Nordsee, mit hohem Freizeit- und Erlebniswert. Mit Sterneküche und großem Staraufgebot. Mit langer Tradition und frischen Trends. Mit Nightlife, das nicht enden will, und Tagen, die es in sich haben. Dass diese Insel auch bemerkenswert leise und bescheiden sein kann, mag im mitreißenden Strudel der Schickeria-Eitelkeiten und des Massentourismus gelegentlich untergehen.

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Unser Körper als Heizquelle

Von Johanna R. Wöhlke

erschienen im Hamburger Abendblatt am 12. Juli 2010

Es ist Sommer. Es ist warm. Es ist sehr warm! Wer denkt da schon an kalte Tage, an denen die Wohnung geheizt werden muss und die warmen Wollsocken parat liegen müssen. Die Kleider vom Leib, abkühlen – schwitzen ist schrecklich! Wer sich von Berufs wegen mit Wärme und Energie beschäftigt, denkt da anders. Der sieht wahrscheinlich in jedem schwitzenden und Wärme abgebenden Menschen etwas ganz anderes als ein sich nach Kühle sehnendes Wesen: Er sieht darin eine Heizquelle, ja, eine Heizquelle! „Unser Körper als Heizquelle“ weiterlesen

Glückwünsche an Fußballweltmeister Spanien! ¡Felicitaciones al campeón mundial España!

Deutschland gratuliert dem Gewinner des Endspiels!
Dass die deutsche Mannschaft gegen den Weltmeister verloren hat, das stecken wir weg.

¡Alemania congratula al campeón mundial de futbol, España!
Qué Alemania fue el perdedor en la semifinal, pronto olvidaremos.

Von Römern und Reben

Von Uta Buhr

Kunstvolles Zunftzeichen

Vinum mosellanum est omni tempore sanum!” Die Römer wussten Gutes zu schätzen. Und so exportieren sie den ebenso süffigen wie gesunden Moselwein in großen Mengen an ihren kaiserlichen Hof in Rom. Heute zählt die Region rund um den Strom, der sich über Hunderte von Kilometern in unzähligen Schleifen durch eine einzigartig schöne Landschaft windet, zu den beliebtesten Urlaubsgebieten Deutschlands.

Wer hier radelt, wandert oder elegisch mit dem Schiff die Gegend erkundet, entdeckt neben Burgen und alt-ehrwürdigen Städten viele zauberhafte Winzerdörfer, in denen er liebevoll bewirtet und stets mit einem guten Tropfen empfangen wird. Denn laut dem großen Gelehrten der Renaissance Nikolaus von Kues hat „der liebe Gott nicht gewollt, dass edler Wein verderben sollt. Drum hat er uns nicht nur die Reben, nein, auch den nöt’gen Durst gegeben!“ Aber eins nach dem anderen.

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Helgoland sucht einen neuen Bürgermeister

Von Johanna R.Wöhlke

Im Landeanflug auf Helgoland

Helgoland sucht einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin.

Das ist eine Nachricht unter vielen – und doch eine Nachricht, die mich nicht kalt lässt. Ich habe liebe Freunde, die Helgoland lieben, die dort geboren sind, dort Ferienwohnungen haben, die immer wieder diese kleine Insel in der Nordsee besuchen, weil sie sie lieben. „Helgoland sucht einen neuen Bürgermeister“ weiterlesen

Schlacht, Krieg und Zukunft verloren

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 600 Jahren erlitt der Deutsche Orden bei Tannenberg seine folgenschwerste Niederlage

Am 15. Juli 1410 unterlagen die Ritter des Deutschen Ordens ihrem polnisch-litauischen Gegner in der kriegsentscheidenden Schlacht bei Tannenberg. Im anschließenden Ersten Thorner Frieden wurden dem Verlierer Kontributionen auferlegt, die mit den Kosten und Zerstörungen des Kriegs den Anfang vom Ende des Deutschordensstaates einläuteten.

Der Deutschordensstaat erhielt seinen menschlichen Nachschub primär aus dem Westen, aus dem Reich. Das gilt für die Siedler, aber auch für die Führungskräfte des Ordens. Diese Bindung an das Reich ließ den Orden eine Landverbindung zum Reich suchen. Damit geriet er in einen Interessenskonflikt mit Polen, das einen Zugang zur Ostsee erstrebte. Wer denkt da nicht an die deutsch-polnische „Korridor“-Problematik zwischen den beiden Weltkriegen?

Doch anders als das Ostpreußen der Zwischenkriegszeit hatte der Deutschordensstaat das Problem der Verbindung nicht nur in Richtung Westen. Ab 1237 war der Deutsche Orden nämlich mit dem Schwertbrüderorden in Livland vereinigt und strebte deshalb nach einer Landverbindung mit Livland. Dieses Streben konkurrierte nun wieder mit dem Interesse Litauens an einem Ostseezugang. „Schlacht, Krieg und Zukunft verloren“ weiterlesen

Entzauberter Ehemann

Von Uta Buhr

Rita hatte gestern Geburtstag. Über ihr Alter schweigt sie sich aus. Nur soviel verrät sie: „Ich bin jenseits der Lottozahlen. Noch weitere Fragen?“ Der Umtrunk auf ihrer Terrasse, die an einen der hängenden Gärten der legendären Königin Semiramis aus dem Zweistromland

erinnert, verlief sehr heiter. Auch Hilde, die es sonst immer so eilig hat, nach Hause zu kommen, zeigte sich äußerst entspannt. Ihr Mann sei mit den Spielen der WM zurzeit voll ausgelastet, erklärte sie. Der vermisse sie absolut nicht und sei im Augenblick sogar in der Lage, sein Bier eigenhändig aus dem Kühlschrank zu holen. Wie erstaunt war die Damenrunde daher, als der in Winterhude vermutete Fußballfan auf einmal in Ritas Wohnung auftauchte und sich mit einem Glas Sekt in der Hand zu uns gesellte. „Entzauberter Ehemann“ weiterlesen

Von Cannabis bis Alkohol

Neue Zahlen über Drogenmissbrauch liegen vor

Von Hans-Peter Kurr

Drogenmissbrauch ist seit  Mitte des 19. Jahrhunderts Bestandteil unserer westlichen „Kultur“, hat sogar in der Literatur vielfältig Niederschlag gefunden, galt Jahrzehnte lang als Zeichen des Nonkonformismus und der Abspaltung von der bourgeoisen Gesellschaft wie später die Jeanshosen, deren Zielsetzung sich ins Paradoxe verkehrte und zur weltweiten Uniformierung führte. „Von Cannabis bis Alkohol“ weiterlesen

Etwas Zeit muss sein

Von Uta Buhr

Von Stationsvorstehern auf U- und S-Bahnhöfen sind viele von uns Kummer gewohnt.

Setzt man zum Endspurt an, um die Bahn noch zu erreichen, wird just in diesem Augenblick das Zeichen zum Weiterfahren gegeben. Und das, obwohl der Mann auf dem Podest den eiligen Fahrgast  genau gesehen hat. Es hätte den Mann ein Lächeln gekostet, die Abfahrt lediglich einen Augenblick hinauszuzögern, um den Sprinter noch zusteigen zu lassen.

Aber nein, manchem dieser Herren in Uniform scheint es großes Vergnügen zu bereiten, den mit hängender Zunge Heraneilenden in letzter Sekunde noch auf dem Bahnhof zurück zu lassen. Der schmählich Ausgesperrte bleibt atemlos, einen Fluch auf den Lippen „Etwas Zeit muss sein“ weiterlesen

Internationaler Tag des Kusses!

Von Johanna R.Wöhlke

Am 6. Juli ist der internationale Tag des Kusses! Ein Tag also, an dem wir alle uns wahrscheinlich daran erinnern sollen, welche Poesie und Freude so ein Kuss zu transportieren und zu vermitteln in der Lage ist. Wer hat das nicht schon einmal erfahren? Wer hat das nicht schon einmal genossen? Wer konnte dem Zauber eines liebevollen Kusses widerstehen? Stellen wir uns diese Frage und freuen wir uns mit allen, die darauf ganz eindeutige und zweifelsfreie Antworten zu geben in der Lage sind!

In diesem Sinne also einen schönen 6. Juli 2010, liebe Kolleginnen und Kollegen. Vielleicht bringt der Tag ja den einen oder anderen sehr persönlichen Beitrag zu diesem weltumspannenden, friedlichen Thema. Auch das ist in unserer Welt der Freude wert!