Trikick- Fußball im Dreierpack

Von Dr. Wolf Tekook; Foto: Trikick- Net

Der Anpfiff für das Premierenturnier hätte nicht besser gewählt werden können: Einen Tag nach der 0:1- Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika starten in Kirschau in der Oberlausitz die ersten Spiele im Trickick.

Der aus Sizilien stammende, aber in Deutschland aufgewachsene Künstler Sandro Porcu hat ein Fußballfeld, auf dem drei Mannschaften gegeneinander antreten, konzipiert und gleich auch die Regeln hierfür entwickelt:

  • Jedes Team hat 6 Feldspieler plus Torwart.
  • Fünf Ersatzspieler können – wie im Eishockey – ständig im fliegenden Wechsel eingetauscht werden.
  • Die Abseitsregel entfällt. Sandro Porcu: „Sonst wird es zu unübersichtlich.“
  • Drei mal dreißig Minuten beträgt die Spielzeit. Nach jeder Drittelpause rücken die Mannschaften im Uhrzeigersinn ins nächste Feld weiter.
  • Es gibt einen Hauptschiedsrichter und drei Linienrichter.
  • Die gelben und roten Karten bei Fouls gibt es weiterhin.
  • Ein Tor wird mit einem Punkt für die Elf des Schützen gewertet. Die beiden anderen Mannschaften bekommen einen Minuspunkt – um zu verhindern, dass sich zwei Teams miteinander verbünden.

Porcu versteht sein Trikick- Feld als „soziale Plastik im Sinne von Beuys“. Die Euro- Neiße- Region ließt sich von der Idee begeistern und förderte das Projekt mit 30.000 €.

Auf der Trikick- Webseite ist die neue Sportart mit Bildern, Regeln und Hintergrund ausführlich dokumentiert.

Heute werden die Premierenspiele mit Mannschaften aus Deutschland, Tschechien und Polen ausgetragen. Fortsetzung ist geplant!

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