„Eliteschule des Fußballs“ in Hamburg

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seine Auszeichnung „Eliteschule des Fußballs“ erstmals nach Hamburg verliehen. Die Gesamtschule Am Heidberg und das Gymnasium Heidberg erhielten die Auszeichnung gemeinsam aufgrund ihrer hervorragenden Förderung der sportlichen und schulischen Ausbildung von Jugendnachwuchsspielerinnen und -spielern in Kooperation mit Vereinen und dem Hamburger Fußball-Verband (HFV).   Bildungssenatorin Christa Goetsch, der DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg, des DFB-Vizepräsidenten Dr. Hans-Dieter Drewitz sowie des HSV-Sportchefs Bastian Reinhardt überbrachten Grußworte.

Christa Goetsch, Senatorin der Behörde für Schule und Berufsbildung: „Ich gratuliere den beiden Schulen ganz herzlich. Beide können auf eine lange und erfolgreiche sportliche Tradition zurückblicken und haben für ihr gemeinsames Ziel hervorragend zusammen gearbeitet. Dafür erhalten sie heute diese schöne Auszeichnung.“

Hannelore Ratzeburg, DFB-Vizepräsidentin, Vorsitzende des Ausschusses für Frauen- und Mädchen-Fußball im HFV und Leiterin des Regionalteams Hamburg: „Nach intensiver Vorarbeit hat nun auch Hamburg eine Eliteschule des Fußballs. Sie soll für Schülerinnen und Schüler aller Hamburger Vereine, die als Auswahlspieler oder Nationalspieler tätig sind, offen stehen.“

Die Auszeichnung „Eliteschule des Fußballs“ ist ein Zertifikat, das für die Förderung der parallelen sportlichen und schulischen Ausbildung von Jugendspielerinnen und Jugendspielern an Schulen im kooperativen Verbund mit Vereinen und Verbänden verliehen wird.

Mit den bisher 28 Eliteschulen des Fußballs knüpft der DFB ein bundesweites Netz. Jede Schule muss an ein Leistungszentrum eines Vereins gekoppelt sein und höchste Qualitätsstandards im Hinblick auf die Förderung der Talente erfüllen. Zur Sicherung der Ausbildungsqualitäten an den Eliteschulen dient ein umfangreiches Zertifizierungssystem. Die Einführung der Eliteschulen ist ein weiterer konsequenter Schritt in der Nachwuchsförderung, durch den die größten Talente der Stützpunkte des Talentförderprogramms in Zusammenarbeit mit den Leistungszentren konzentriert und intensiv gefördert werden können.

Beide Hamburger Schulen haben sich der sportlichen Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler verschrieben. So bietet die Gesamtschule Am Heidberg ihren ca. 1100 Schülerinnen und Schülern je eine Sportklasse pro Jahrgang an. Der Schwerpunkt liegt entweder im Fußballspielen oder Einradfahren. Durch die seit 1999 bestehende Kooperation mit dem HSV erfolgt das Auswahl- und Sichtungsverfahren für Fußball gemeinsam. Zudem besuchen viele der Jugendlichen des HSV-Internats die Gesamtschule Am Heidberg.

Das Gymnasium Heidberg ist eine leistungs- und wettbewerbsorientierte Schule. Ein großer Schwerpunkt ist der Sport. Die Schule betreut Kadersportler, kooperiert ebenfalls mit dem HSV, sowie den Verbänden Fußball, Basketball und Volleyball und ist in Hamburg die einzige „Partnerschule des Leistungssports“. Die ca. 1000 Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, eine leistungsorientierte Sportklasse zu besuchen, sofern sie einem Auswahlkader angehören. Ab kommendem Schuljahr wird das Gymnasium einen Kraftraum und eine ernährungsphysiologische Beratung einrichten.

Beide Schulen fördern und unterstützen ihre Leistungssportler in sowohl sportlicher als auch schulischer Hinsicht. Die Fußballerinnen und Fußballer beider Schulen trainieren in gemeinsamen Kaderzeiten an den Schulen und auf dem Trainingsgelände des HSV. Ab Sommer wird das gemeinsame Training ausschließlich auf dem neuen Kunstrasen des Gymnasiums stattfinden. Auch Spielerinnen und Spieler, die aufgrund ihres Alters den Jugendbereich bereits verlassen haben, werden schulisch begleitet. Jüngstes Beispiel am Gymnasium Heidberg sind A-Nationalspielerin Kim Kulig, die gerade ihr Abitur macht, und Sören Bertram (HSV). Aus diesen Gründen erhalten die beiden Schulen gemeinsam die Auszeichnung „Eliteschule des Fußballs“.

Quelle: Senat

Schreibe einen Kommentar