Delphi

Von Hans Peter Kurr

Seit fast 6 000 Jahren erzählen die Menschen einander die Geschichte vom Göttervater Zeus, der eines Tages zwei Adler aufsteigen liess, den einen im Osten , den anderen im Westen der mediterranen Welt…..mit einem Stein im Schnabel!
An der Stelle, an der sie einander trafen, sollten sie diesen fallen lassen, Tempel des Apollo in Delphium dadurch das Zentrum des Schulungsplaneten Erde zu bezeichnen oder, wie tradiert wird, den „Omphalos“, den Nabel der Welt. Ungelöst allerdings ist bis heute die Frage, die in der antiken Welt niemals gestellt wurde, nämlich: Welcher der zwei Adler trug den Stein im Schnabel? Die Griechen, die an der Essenz der Geschichte interessiert waren, benötigten aufgrund ihrer Spiritualität keine Antwort auf diese “ wissenschaftliche“ Fragestellung, die nur in unserem „materiell orientierten Zeitalter“ entstehen konnte……
Und obwohl der moderene Mensch im antiken Sinn ungläubig ist, reist er zuhauf an den Ort des Geschehens,: Ins griechische Delphi, wo einst, in mykenischer Zeit, die Erdgöttin Gaia, wohlbewacht von ihrem Drachen Python, erste Orakelsprüche erteilte. Ihre Nachfolgern, die nach eben jenem Drachen benannte Pythia, Zentralfigur des später an diesem Ort errichteten Heiligtum für den Lichtgott Apollon , die sich regelmässig, sobald ein „Suchender“ sich an das Orakel wandte, Opfergaben entrichtet und die Reinigung von Körper und Geist vorgenommen hatte, durch die aus einem Erdspalt aufsteigenden Dämpfe in einen tranceähnlichen meditativen Zustand versetzte, um den Ratschlag des Gottes zu verkünden, jenes Gottes, der allgemein als Sonnengott tradiert wird, obwohl auch dieser olympische „Bösewicht“ nicht ohne menschenbedrohende Taten sein ewiges Leben verbrachte. „Delphi“ weiterlesen

Warten auf den Anruf

Das Buch von Birgit RabischWarten auf den Anruf

Das Buch von Birgit Rabisch

Von Dr. Wolf Tekook

Wie ist dieses Buch einzuordnen? Eine Familiensage? Eine romanhafte Chronik der Leitwissenschaften des 19., 20. Und 21, Jahrhunderts? Ein intensiver Blick auf drei politisch brisante Zeitabschnitte der letzten hundert Jahre? Eine beispielhafte Geschichte der Emanzipation mit autobiografischen Zügen?
Birgit Rabisch hat sich mit ihrem Buch Warten auf den Anruf, 2009 im Achter- Verlag erschienen, vielen aktuellen Themen gestellt und – nehmen wir dies vorweg – den Spagat, diese Vielfalt thematisch zusammenzuhalten, gut bewältigt.
Emma ist die erste Hauptfigur dieses Romans. Sie heiratet als junges Mädchen einen früh verwitweten Chemiker, der an der Seite von Fritz Haber in Berlin maßgeblich an der Entwicklung chemischer Kampfstoffe für den Einsatz im ersten Weltkrieg arbeitet. Die Begeisterung der Forscher an ihren Entdeckungen wie auch der Enthusiasmus des Volkes für diesen Krieg wird thematisiert. Die Rolle Emmas ist die der treusorgenden Ehefrau, die ihrem Erich den Rücken frei und die Familie zusammen hält.
Ihrer Tochter Wilhelmine gilt der zweite Teil. Sie kämpft sich in einer männerbeherrschten akademischen Welt durch ihr Physikstudium, um danach an den grundlegenden Erforschungen zur Kernspaltung mitzuarbeiten. Als historische Person wird ihr Carl- Friedrich von Weizsäcker prominent an die Seite gestellt. Die Entwicklung der Atombombe und deren unvorstellbare Zerstörungskraft ist zentrales Thema der Romanfigur. Wilhelmine der Prototyp der intelligenten Frau, die sich durchbeißt. „Warten auf den Anruf“ weiterlesen

Gezeichnete – Menschen vor Gericht

Gezeichnete – Menschen vor Gericht

Kommentierte Gerichtszeichnungen von Christine Böer

Von Dr. Wolf Tekook

Man erkennt sie auf Anhieb wieder, die prominenten Delinquenten, mit Stiften festgehalten von der Zeichnerin Christine Böer während der Gerichtsverhandlungen: Jürgen Schneider und Helmut Kohl, Erich Honecker und Heiner Geißler. Doch die Faszination beim Betrachten und Lesen dieses Buches geht weit über den einer fotografisch exakten Wiedergabe hinaus. Christine Böer analysiert beim schnellen Skizzieren, arbeitet Typisches heraus, fängt die Körpersprache ein und die Interaktion zwischen Angeklagten und ihren Verteidigern oder den staatlichen Vertretern der Rechtsordnung. Oft ergänzt sie die Bildaussage durch handschriftliche Zitate aus dem Prozessverlauf. Diese Bilder lassen einen nicht mehr los! „Gezeichnete – Menschen vor Gericht“ weiterlesen

Peter May spielt Peter Turrini

Peter May spielt Peter Turrini
Wertvoller Theaterabend im „Hamburger Sprechwerk“

Von Hans Peter Kurr

Das ist eine Traumkarriere – typisch für einen Quereinsteiger in die Welt des Schauspiels: Holzfäller und Metallarbeiter
Peter Turrini ( heute 66) hat bei seinen eher handwerklichen Tätigkeiten den Kopf frei für Traumgebilde und „erfindet“, während der Arbeit , eine eigene Fassung der Goldoni-Komödie „La Locandiera“, in der deutschen Theaterszene bald bekannt als „Mirandolina – die Gastwirtin“, eine der schönsten klassischen Komödien der Weltliteratur , jetzt in zeitgenössischem Gewand.- Jahre später – Turrini ist inzwischen unabhängiger, erfolgeicher freier Schriftsteller – „erfindet“ er den Albtraum eines, im Kleist’schen Sinne, „Peter May spielt Peter Turrini“ weiterlesen

The English Theatre Of Hamburg: Deadly Game

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DAS NEUE STÜCK:THE ENGLISH THEATRE OF HAMBURG

EINE ECHTE HAMBURGENSIE

Von Uta Buhr

EIN VERWIRRSDPIEL MIT TÖDLICHEM AUSGANG “DEADLY GAME”
Ohne sein English Theatre wäre Hamburg um eine Attraktion ärmer! Das ist die einhellige Meinung all derer, denen die Bühne an der Mundsburg seit langem ans Herz gewachsen ist. Seit nunmehr einunddreissig Jahren treten hier erfahrene Schauspieler aus dem englischsprachigen Raum in einer Vielzahl von Theaterstücken auf. Das Répertoire reicht von Ayckbourn über Pinter bis hin zu Shakespeare. Auch launige Komödien von so unterschiedlichen Autoren wie Oscar Wilde und Neil Simon stehen auf dem Spielplan. In der Pause trifft ein kunterbuntes Völkchen aus allen Gesellschaftsschichten in dem mit vergoldeten Spiegeln geschmückten Foyer des Theaters zusammen. Manch prominenter Besucher wird hier gesichtet, u.a. ein ehemaliger Minister nebst Ehefrau, beide langjährige Fans des English Theatre. „The English Theatre Of Hamburg: Deadly Game“ weiterlesen

Ich mach mir ein Bild vom Bild

Ein Plädoyer für den Genuss der subjektiven Bildbetrachtung am Beispiel des Bildes „Göttliche Komödie“ von WolfTek

Von Johanna Renate Wöhlke

„Dieses Bild gefällt mir“ oder „Dieses Bild gefällt mir nicht“, das sind qualifizierende Aussagen, aber welche Bedeutung haben sie im Verhältnis zu anderen und der Möglichkeit, sich an meiner Aussage zu orientieren? Ich behaupte keine, wenn ich nicht klarmachen kann, warum.

Ohne klarmachen zu können, wie man daran geht, sich ein Bild zu erobern, was aus dem eigenen Wissen, Fühlen und Werten in diese Geschichte einfließt, kann man zwar ein Bild für sich persönlich einordnen, aber niemals Begriffe wie Objektivität oder gar Bewertungen inhaltlich füllen und abgeben. Darin ist der Bogen zu einer vergleichbaren politischen Forderung angelegt, die lauten würde: Nenne mir deine Interessen und ich weiß, warum du etwas tust! „Ich mach mir ein Bild vom Bild“ weiterlesen

Auf den Wirbel kommt es an

Von Renato Diekmann; Fotos:  BfO (1), Andreas Grasser (1), Initiative “jetzt gerade” (3), MSD Sharp & Dohme (2)

Neue Initiative informiert über Osteoporose-bedingte Wirbelbrüche und berät betroffene Patienten.

Kleine Auslöser

Schon eine kleine Belastung wie Bücken, Heben oder rasches Drehen kann einen Osteoporose-bedingten Wirbelbruch auslösen. Zwar kennen viele Menschen die Volkskrankheit Osteoporose, die in der Öffentlichkeit seit langem thematisiert wird. Doch über den Wirbelbruch wissen die wenigsten wirklich Bescheid. Auch Mediziner haben diesbezüglich hohen Nachholbedarf. Leider werden in vielen Fällen Osteoporose-bedingte Wirbelfrakturen von Ärzten falsch diagnostiziert, sondern als Bandscheibenleiden, unspezifischer Rückenschmerz oder Alterserscheinung eingestuft und entsprechend unzureichend behandelt. „Auf den Wirbel kommt es an“ weiterlesen

„Prinsessan“ in Hamburg

Ein Paradies für Leckermäulchen – Die Desserterie „Prinsessan“ in Hamburg

Von Uta Buhr
„Für welchen Hauptgang haben Sie sich entschieden“, fragt Sibylle, die freundliche Bedienung des „Prinsessan“, „Den Die  Terrasse des "Prinsessan", flüssigen Schokoladenkuchen mit karamellisierten Bananen und Curryeis kann ich sehr empfehlen. Aber auch die Kaffee-Kardamon-Mousse ist sehr lecker.“ Manchen Gästen, die sich in dem kleinen, aber feinen Restaurant am Hofweg 63 niederlassen, um einen Happen zu essen, erscheint dieses Speisenangebot zunächst etwas seltsam. Doch sie befinden sich hier in der einzigen Desserterie Deutschlands, in der sich alles um den Nachtisch dreht. Sechs Drei-Gang-Menüs stehen jeweils zur Auswahl. Der erste Gang wechselt täglich. Heute gibt es ein leichtes „Amuse Bouche“ – einen Appetitanreger – aus Apfel mit Safran. Als Hauptgang wählen wir die Variationen der gebrannten Crème mit Erdbeer-Litchi-Sorbet, Nougat , Campari und Orangensorbet. Den Abschluss bilden drei hausgemachte Petits Fours, die auf der Zunge zergehen. Der Dessertwein – ein  2006 Muskat Ottonel Auslese aus dem Burgenland – rundet das einzigartige Menü ab. Da die Anordnung dieser Abfolge süßer Sünden eine Augenweide ist, bekommt man fast ein schlechtes Gewissen bei der Zerstörung der Kunstwerke. „„Prinsessan“ in Hamburg“ weiterlesen

Vatikan AG – Geldwäsche und politische Einflussnahme

Thesen und Dokumente im Buch von Gianluigi Nuzi

Von Dr. Wolf Tekook

Man fühlt sich beim Lesen des Buches an die jüngste Bankenkrise erinnert: Nicht nur um Millionen, sondern um Milliarden geht es in dieser Chronik der Geschäfte des IOR (Istituto per le Opere di Religione – Institut für die Werke der Religion), wie die Vatikanbank offiziell heißt.
Die Schlüsselfigur für dieses Buch, das in deutscher Übersetzung beim Ecowin- Verlag erschienen ist, trägt den Namen Monsignore Renato Dardozzi. Von 1974 bis in die neunziger Jahre bekleidete er eine leitende Position in der Verwaltung der Kirchfinanzen des Vatikans; kraft dieses Amtes nahm er an geheimen Sitzungen der engsten päpstlichen Mitarbeiter teil. Er war zu lebenslanger Schweigepflicht über alles dort Diskutierte verpflichtet. Doch nach seinem Tod im Jahre 2003 machte er die in 20 Jahren seiner Arbeit im Vatikan gesammelten 4000 Dokumente öffentlich. Sein letzte Wille war: „Diese Dokumente sollen veröffentlicht werden, damit alle erfahren, was hier geschehen ist.“ Er hatte seine Sammlung im Keller eines entlegenen Bauernhofs im Tessin, jenseits der italienischen Staatsgrenzen, sicher gelagert. Gianluigi Nuzzi erhielt die kompletten Dokumente von den Nachlassverwaltern des Monsignore. Auf der Webseite http://www.chiarelettere.it sind sie im Faksimile unter dem Stichwort Vaticano S.p.A. auffindbar. „Vatikan AG – Geldwäsche und politische Einflussnahme“ weiterlesen

Ehrenpräsident Günther Falbe geehrt

Günther Falbe

Unser Ehrenpräsident Günther Falbe ist für sein Engagement im LIONS-CLUB mit dem höchsten Orden geehrt worden, den LIONS zu vergeben hat, dem Melvin-Jones-Orden. Die Auszeichnung wurde ihm im Rahmen einer Feierstunde zum 25jährigen Jubiläum des LIONS CLUB Hamburg-Altona verliehen, dessen Gründungsmitglied er ist.
Vize-District Governorin Hanne Krantz ehrte Günther Falbe mit den Worten: „Er setzt sich dort ein, wo Hilfe erforderlich ist…hat stets zwei offene Ohren, wenn es vor allem um finanzielle Unterstützung geht. Er versucht einfach, das Unmögliche möglich zu machen, denn die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen liegt ihm sehr am Herzen. Nur mit Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein können die richtigen Entscheidungen getroffen und dem Gruppendruck standgehalten werden.“  Grußworte hochrangiger LIONS-Vertreter und Partnerclubs begleiteten die Veranstaltung und Ehrung.
Günther Falbe ist nicht nur Gründungsmitglied der Altonaer LIONS, er war auch zweimal ihr Präsident und ist der langjährige Quest-Beauftragte der LIONS, eines Hilfsprogrammes in Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Schulen.
http://lionsaltona.wordpress.com/aktuell/

Wir gratulieren unserem Ehrenpräsidenten herzlich, mit Respekt und Zuneigung, mit Verehrung und Achtung!

Im Namen des Vorstandes
Johanna Renate Wöhlke
Präsidentin

Fotos. Dr.Wolf Tekook