Gegen Gewalt, Ausgrenzung, Diskriminierung und Krieg

„Sehet die Menschen“: szenischer Rundgang durch das Mahnmal St. Nikolai zur

Alltagsgeschichte rund um St. Nikolai gegen Gewalt, Ausgrenzung, Diskriminierung und Krieg
Die Landeszentrale für politische Bildung und der Förderkreis „Rettet die Nikolaikirche“ e.V. laden zu szenischen Aufführungen in das Mahnmal der St. Nikolaikirche ein.
Auf einem Rundgang durch die Ruine der St. Nikolaikirche werden in zehn Szenen die Themen Gewalt, Ausgrenzung, Diskriminierung und Krieg von den Schauspielerinnen Beate Kiupel und Herma Koehn und den Schauspielern Thomas Karallus und Dieter Schmitt in vom Ohnsorg Theater freundlicherweise bereitgestellten Kostümen dargestellt. Moderation: Dr. Rita Bake, die die Szenen geschrieben und den Rundgang konzipiert hat.
Die Szenen beschäftigen sich mit dem immer noch aktuellen Geschlechterkrieg, weisen auf Diskriminierungen und Gewalt gegen Homosexuelle und politische Andersdenkende hin, zeigen unmenschliches Verhalten gegen Prostituierte, machen auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam, zeigen inhumane und ausbeuterische Verhaltensweisen gegen Arme und machen die zerstörerische Kraft von Kriegen deutlich.

1. Szene: Alle Frauen und Jungfrauen sind nach unserem Stadt-Rechte unmündig zu halten“. Gespräch zwischen einem Ratsherren und einem Pastoren.
2. Szene: „Da ist nicht Mann und Frau, denn Ihr alle seid einer in Christus Jesus“. Disput zwischen einem Pastoren, einem Ratsherren und der Handwerkerehefrau Maria Hülsemann (1581-1666) vom Rödingsmarkt
3. Szene: „Wenn alle Kapellen besungen sind, werde ich doch die Hauptkirche bleiben.“
Agneta Williken (vor 1500 –vor 1562). Eine ungewöhnliche Frau ihrer Zeit
4. Szene: Gewalt in der Ehe: Der Gattinnenmörder Hans Gorrier, Küster von Eppendorf
5. Szene: „…dass sie keine Hülfe hätte rufen können. “Verzweiflungstat: Kindesaussetzung und Kindesmord
6. Szene: „Trotz Fleiß keinen Preis.“ Fischhökerin und Höker für „leichte Kost“
7. Szene: „Du kannst deinen Körper nicht verkaufen, ohne dich selbst zu verkaufen.“ Prostitution, eine Arbeit wie  jede andere?
8. Szene: Verfolgt, entrechtet und getötet: Krieg und Verfolgung (NS-Zeit)
9. „Mein Haus wurde verwundet.“ Bombardierung Hamburgs im Juli 1943
10. Szene: Von der Permanenz von Kriegen im Großen wie im Kleinen
Aufführungen:
11. Juni 19 Uhr,
12. Juni 19 Uhr,
13. Juni 19 Uhr,
15. Juni 19 Uhr,
19. Juni 21.30 Uhr
20. Juni 18.30 Uhr.

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