Deutsche Auswanderer auf dem 5. Kontinent

Foto-Ausstellung von Eibe Maleen Krebs in der Ballinstadt

Von Hans- Peter Kurr, Fotos: Eibe Maleen Krebs

 Eibe Maleen Krebs
Mit einer bemerkenswerten Sonderausstellung macht das Hamburger Auswanderer-Museum Ballinstadt gegenwärtig von sich reden : Bis zum 15. Januar 2010 zeigt die Fotografin und Filmemacherin Eibe Maleen Krebs auf der Veddel ihre australischen Motive, die das Leben deutscher und deutschsprachig-russischer Auswanderer Fritz Rappold wanderte vor 40 Jahren von Bayern nach Australien  ausaus den 50er und 60er Jahre des vorigen

Jahrhunderts via Hamburg zum Thema haben und den Betrachter mit einfühlsamer Ausprägung mitnehmen auf eine Reise in den 5. Kontinent, die die Hamburger Fotografin auf Motivsuche für ihre beeindruckenden Fotos vorgenommen hat ebenso wie für die kongeniale Schöpfung eines Dokumentarfilmes unter dem Titel „Looking forward, looking back“ (Frei übersetzt als „Blick nach vorn und Blick zurück“), der bereits im Jahr 2008 im Hamburger Magazin-Kino Premiere hatte.
In ihrem Begleitbuch „Haus Vogelsang“ beschreibt die Autorin Krebs Zielsetzung und Eindrücke ihrer Arbeit in Australien:
„Heimelige Wohnstuben mit ... und schrieb folgendes Gedicht mit dem Titel "Haus  Vogelsang"Ölkschinken an den Wänden und strickenden älteren Damen in gemütlichen Sesseln, Wiesen mit friedlich grasenden Kühen, Dünenlandschaft am Strand….die Bilder könnten im Sauerland, in den Lüneburger Heide, im Schwarzwald oder an der Nordsee entstanden sein.Eigentlich typisch deutsch….wenn da nicht ein paar Ausreisser wären: Ein weisser Kakadu auf einer Tanne zum Beispiel oder mitten im Wald ein Schimmel vor einem Oldtimer smat Kakteen im Vordergrund.“
Kreb’s beeindruckende Sammlung wird flankiert von einem zusätzlichen „Leckerbissen“: In der Mitte des  n e u n z e h n t e n  Jahrhunderts, also etwa ein  Hamburg ist auch im fünften Kontinent präsent. Jahrhundert vor den ausgestellten Impressionen der jungen Fotografin emigrierte der Hamburger Bernhard Otto Holtermann, der sich fast zwei Jahrzehnte als Tellerwäscher und Hilfsarbeiter dortselbst durchschlagen musste, bevor ihm der Fund eines 268 Kilo schweren Goldbrockens gelang, der es ihm ermöglichte, sich für den Rest seines Lebens Australischer Himmel- bei Tag und bei Nacht.der Fotografie zu widmen, wovon das „Rahmenpro gramm“ in der Ballinstadt  nach fast 140 Jahren beredtes Zeugnis ablegt.-
Den Initiatoren und  Realisatoren dieser gelungenen thematischen Kombination sei Dank und Lob gespendet für ihre Ideenfülle und darüberhinaus seien Ihnen ( e-Mail: >presse@ballinstadt.de<) und der begabten Fotografin Krebs ( e-Mail: >mail@eibemaleenkrebs.de<) viele Besucher gewünscht, die sich – auf der Basis ihrer Eintrittkarte –  nicht nur diese herrlichen Exponate anschauen, sondern auch durch das Gesamtmuseum wandern können, das  seit einigen Monaten mit vielerlei neuen Überraschungen aufwartet wie z. B. durch Puppen dargestellte ehemalige Auswandrer, die in klugen und zuweilen erschütternden Kommentaren  über ihre Auswanderungs-Motive berichten.

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