„Artolino“ – Kunst im Internet

Wirtschaftskammer Österreich fördert Projekt junger Gründer

Von Johanna Renate Wöhlke
„Deine Kunst ist alles, was zählt!“ Dieser Satz ist Honig in den Ohren aller Künstler! Allerdings machen sie immer wieder die Erfahrung, dass alles andere mehr zählt als ihre Kunst. Was tun? Künstler brauchen Liebhaber ihrer Kunst, Künstler brauchen Käufer ihrer Kunst, Künstler brauchen Förderer.
Christof Dürnle und Christian Kohlmayer
Im Zeitalter der die Welt umfassenden digitalen Möglichkeiten sind das nicht mehr nur die etablierten Galerien. Es sind auch Internetportale, die weltweit Kunst anbieten, einem weltweiten Publikum zugänglich machen und so für die Künstler eine Plattform schaffen.

Sie gehören zu den jungen Gründern: Christof Dürnle (links) und Christian Kohlmayer

Wie es gehen kann, beweist zur Zeit gerade ein junges Team aus Österreich, das mit seinem Portal  „artolino.com“ ans Netz gegangen ist. Mitgründer Christof Dürnle hat zur Geschichte von Artolino eine Geschichte zu erzählen, denn die Idee entstand – wie so manchmal im Leben – zufällig: „Jeder von uns war im Zuge der Wohnraumbeschaffung auf der Suche nach Bildern und bildender Kunst für die eigenen vier Wände. Es stellte sich aber bald heraus, dass es keine zentrale Anlaufstelle für unser Anliegen gab. Wir hatten nur wenige Möglichkeiten, uns ein Unikat, ein Bild nach unseren individuellen Wünschen zu finden.“

In Möbelhäusern und Galerien wurde man nicht fündig, das ganz „Normale“, das es überall gab, sollte es auch nicht sein. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Alpen-Universität Klagenfurt entschlossen sich die Gründer, ihre Idee weiter zu verfolgen, und einen Business-Plan zu entwerfen. Sie präsentierten ihr Konzept dem Gründerzentrum Kärnten Build und wurden aufgenommen.

Nach einem Jahr Arbeit stand Artolino und ist seit dem 18. November 2009 online. Inzwischen ist Artolino bei einem der größten Wettbewerbe der Wirtschaftkammer Österreichs unter den Top 5 eingestuft worden. Bis Ende des Jahres 2009 erwartet Artolino dreihundert Künstler auf seinem Portal.

Künstler können ihre Werke kostenlos bei artolino einstellen und artolino erhält erst dann eine Provision von dreißig Prozent, wenn ein Verkauf erfolgreich abgewickelt worden ist. Christof Dürnle: „ Wir wollen aber auch eine aktive Community sein, und Neuigkeiten und Trends aus der Welt der Kunst bieten.“ Mit dieser Vermittlerrolle zwischen Kunstschaffenden und Privat- und Geschäftskunden setzt artolino vor allem auf die neuen Medien rund um das Internet herum und seine Möglichkeiten, Kunst zu präsentieren und zu verkaufen.

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