Die grossen Frauen-Figuren suchen

Thekla Carola Wied spielt im Ibsen im Ernst-Deutsch-Theater

Von Hans- Peter Kurr

carola-wied-11435198-mfbq,templateId=renderScaled,property=Bild,width=46502„Nicht dafür“, antwortet Isabella Vertez-Schütter denjenigen Hamburger Theaterfreunden, die ihr danken, dass sie die Spielzeit 2009 / 2010 am 27. August mit dem vier Jahre nach „Baumeister Solness“ entstandenen sperrigen Ibsen-Alterswerk „John Gabriel Borgmann“ eröffnete. Und das in einer hochkarätigen Besetzung:
Hamburgs „Urgstein“, Uwe Friedrichsen, mit 75 Jahren in der ungemein strapaziösen Titelrolle, Elfriede Irall, die erst vor wenigen Monaten , gemeinsam mit Pleva, an den Hamburger Kammerspielen brillierte, und Thekla Carola Wied, eine der besten deutschen Menschendarstellerinnen ihrer Generation, die – im Gegensatz zu einigen ihrer Kolleginnen -den Sprung vom TV-Studio zurück auf die Bühne (, von der sie als ehemalige Folkwang-Hochschülerin einst gekommen ist),mühelos vollzieht und nicht ab 8. Reihe nur noch als Stummfilm-Ikone zu erleben ist.-
„Ich bin ein Mensch, der noch staunen kann“, sagt die Bundesfilm-Preisträgerin in Gold, „Ich gehe eine Sache an und denke gar nicht an Erfolg. Ich arbeite und bin dann erstaunt, dass alles gut gegangen ist. In einem Künstlerleben ist aber auch inbegriffen, dass man staunen darf über Misserfolge.“- Die Arbeit an dem schwierigen Ibsen-Stück kommt ihr künstlerisch entgegen: “ Auf der Suche nach grossen Frauenfiguren ist ein reiches Feld zu beackern. Hier, bei Ibsen, gibt es eine Chance dazu.
Auf die Frage, was für sie ein persönliches, ausgefülltes und glückliches Leben sei, antwortet sie :“Die Fähigkeit zu besitzen, sein Glück zu  e r k e n n e n !“

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