“Torn From The Flag”

(Herausgerissen aus der Flagge)
Von Dr. László Kova
 Die ungarische Producerin Klaudia KovácsKlaudia Kovács ist die Producerin für den Dokumentarfilm „Torn From The Flag“ (Herausgerissen aus der Flagge), der im Juli 2009 in Budapest für Filmemacher und den  Filmverleih vorgeführt wurde. Der Film war der „Schlager“ des Internationalen Filmfestivals in Eger (Slow Film Festival) vom 25. Juli bis 01. August 2009. „Torn From The Flag“ wurde während des Festivals mehrmals im vollbesetzten Kino ´Úránia´ gezeigt, jeweils mit „standing ovation“ des Publikums nach der Vorführung. Der Film nahm bis jetzt auf 16 internationalen Filmfestivals teil und gewann 6 Auszeichnungen.

Anlass des Filmtitels ist, dass die Revolutionäre zu Beginn des Volksaufstandes 1956 aus der ungarischen Flagge das kommunistischen Wappenzeichen herausrissen. So wurde die gelochte Nationalflagge (Trikolor) das Symbol der ungarischen Revolution vor 53 Jahren.

Im Film äußern sich weltbekannte Persönlichkeiten der Weltpolitik, wie z.B. Henry Kissinger, Otto von Habsburg, Árpád Göncz, Imre Pozsgay, Gyula Horn, die den kalten Krieg und den Untergang des Ostblocks auch miterlebten. Barry Farber vom Talk Radio Network (New York, USA) fügte in seinem Artikel hinzu: “Die Arbeit von Klaudia Kovacs ist einmalig in der Dokumentarfilmproduktion, da die Producerin die Augenzeugen und die Wortbeiträge zu Diskussionen hervorragend ausgewählt hatte.“ Der Hollywood Reporter (Hollywood, USA) schrieb in seiner ausführlichen Kritik über den Film: „Dieser Film ist die bis jetzt umfangreichste Kritik der ungarischen Revolution. Er ist die wiederbelebte Geschichte, die mit einwandfreien technischen Kenntnissen und aufrichtiger Leidenschaft gemacht wurde.“

Die junge Producerin Klaudia Kovács (38) wurde in Eger/Ungarn geboren, lebt in Hollywood und kennt die Geschichte der Revolution ihrer Heimat nur aus dokumentarischem Material. Es ist besonders lobenswert, dass sie sich mit diesem Thema kritisch auseinandersetzte und die Heldentaten der einfach bewaffneten Revolutionäre gegen die russische kommunistische Übermacht nicht vergessen lässt.

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