Badische Lebensart

Hotel Kübler Allvitalis

Viel vor und viel dahinter

Von Renato Diekmann, Fotos: Tourismusverbände
Der Mann im blauen Overall ist kein Klempner, sondern Hotelier! Mit geschickten Händen und viel Phantasie treibt Siegfried Weber die Entwicklung seines elterlichen Betriebes voran. Hinter der gutbürgerlichen Fassade des „Hotel Kübler“ in der Bismarckstraße von Karlsruhe offenbart sich dem staunenden Publikum unerwartet die architektonische Traumlandschaft „Allvitalis“. Die Gäste wohnen mitten in der Stadt unter moosgrünen Dächern, in riesigen Köpfen, drehbaren Türmen und skurrilen Fabelwesen, die an die surrealistische Welt von Gaudi und Hundertwasser erinnern. Demnächst will der Technikfreak seinen Gästen sogar Service-Roboter zur Seite stellen, die Minibars überflüssig machen und frisch gezapftes Bier vom hauseigenen Brauhaus aufs Zimmer bringen.
In Karlsruhe paart sich badische Lebensart mit frischem Erfindungsgeist. In der Stadt der kurzen Wege, die sich um die Schlossresidenz zirkelartig auffächert, lässt sich gut arbeiten, leben, lernen und forschen. Man schätzt die gemütlichen Biergärten, Straßencafés und großzügigen Parkanlagen. „Badische Lebensart“ weiterlesen

Der Sizilianer in Volkach

Oder warum Alessandro fränkischen Spargel, Wein und Senta liebt.
Text: Renato Diekmann Fotos: Diekmann & TI Volkach

Alessandro ist stolz auf seine super Lage. Mitten in Volkach am Marktplatz. Im Blickfeld das im Renaissance-Stil erbaute Rathaus mit der doppelläufigen Freitreppe und dem Erkertürmchen. Rechts flankiert vom schönsten, denkmalgeschützten Fachwerkhaus des Ortes, das nach 450-jähriger Geschichte als Schmiede, Färberei und Notariat liebevoll renoviert wurde und heute Gäste aus aller Welt beherbergt. Neben der spätgotischen Pfarrkirche St. Bartholomäus mit dem eigenwilligen Turm und der altwürdigen Lateinschule bereichern blumengeschmückte Hinterhöfe und das barocke Schelfenhaus das malerische Stadtbild. Die Innenräume des Hauses zeigen reiche Stuckarbeiten und farbenprächtige Deckengemälde. Schmuckstück ist der große Kachelofen von 1711.  Rathaus am Markt
Dass Volkach eine Perle unter den historischen Städten Frankens ist, war Alessandro bei seinem Gang durch die romantischen Gassen sofort klar. Im Schutz der alten Mauern mit den zwei machtvollen Renaissance-Toren bezeugen die repräsentativen Amts- und prachtvollen Bürgerhäuser aus dem 16. und 18. Jahrhundert Herrschaftswille und Bürgerfreiheit, und bei Sonnenschein glaubte Alessandro sogar an die Möglichkeit, diese mittelalterliche Stadt inmitten der intakten Natur sei nur für ihn und seine große Liebe erschaffen worden, eine Landschaft, so prall und schön, als hätte sie die Hand Gottes persönlich modelliert.

Bis 1999 lebte der bei Siracusa geborene Sizilianer noch in Osnabrück. Sein Vater war einer der ersten Gastarbeiter in Deutschland. Alessandro ist in der niedersächsischen Friedensstadt aufgewachsen und dort zur Schule gegangen. „Der Sizilianer in Volkach“ weiterlesen

Sie kam, lächelte und weckte die Sehnsucht

Von Renato Diekmann
Mit einer aufwändigen Lichtshow wurde die AIDAdiva am Abend des 20. April 2007 im Hamburger Hafen getauft. Inszeniert wurde das illuminierte Spektakel vom Berliner Starlichtarchitekten Gert Hof, der international für faszinierende Mega-Events EinlaufenHH_AIDAdivabekannt ist. Die bombastisch gestaltete Schiffstaufe, die rund um die Landungsbrücken stattfand, zog mehr als 350.000 Zuschauer in den Bann. Hamburger lieben nun mal ihren Hafen und seine Schiffe.
Mit einer Kapazität von maximal 2.500 Passagieren und 646 Mann Besatzung, 13 Decks, 11 Bars, 7 Restaurants, 1025 Kabinen, Wellness-Center, Diskothek, Spielparadies für Kinder und einem Theatrium über drei Decks, bewegte sich die AIDAdiva während der Taufzeremonie vom Hamburg Cruise Terminal bis vor die Fischauktionshallen. Dabei wurde das 252 Meter lange und 32,5 Meter breite Schiff mit einer nie da gewesenen Licht-, Laser- und Feuerwerksinstallation präsentiert, die von einer eigens komponierten Musik begleitet wurde. Insgesamt kamen über 450 Tonnen Equipment zum Einsatz. Licht, Laserblitze und Leuchtfeuer, platziert an Land, auf Begleitschiffen und auf der AIDAdiva selbst, haben die Geburt des weißen Kreuzfahrtschiffes einer neuen Generation zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Besucher des Hamburger Hafens gemacht und die Sehnsucht nach einer Kreuzfahrt vollends geweckt, auch wenn diese für viele finanziell nie erschwinglich sein und eher ein Traum bleiben wird. Aber man wird ja noch träumen dürfen… „Sie kam, lächelte und weckte die Sehnsucht“ weiterlesen

Die Magie der Wildnis

Von Renato Diekmann (Text und Fotos)
Am Rand der staubigen Piste döst ein Löwe im Schatten eines Strauches. Als er unser Fahrzeug bemerkt, erhebt er sich widerwillig und schreitet langsam hinunter zum ausgetrockneten Flussbett. Seine Familie verbirgt sich so raffiniert hinter dem Buschwerk, dass wir Mühe haben, die Raubkatzen zu zählen. Mal saust eine buschige Schwanzspitze durch die Luft, mal gähnt ein Maul, mal hebt sich ein Kopf oder es zucken die Ohren. Nach Löwin mit Baby TKeiniger Zeit ist klar, dass hier zwei ausgewachsene Löwinnen, ein Männchen und acht tollpatschige Löwenbabys residieren. Der Nachwuchs saugt gierig an den Zitzen einer Löwin, die unter der stechenden Sonne alle viere von sich streckt, oder er zerrt verspielt an der prächtigen Mähne des Löwen, tappst unablässig über das goldbraune Fell einer Löwenmutter, was diese eine Zeit lang mit gelangweilter Arroganz über sich ergehen lässt, bis es ihr zu bunt wird und das Jungtier zähnefletschend vertreibt.
Fasziniert haben wir die Kameras gezückt und die putzigen Wollknäuel auf die Speicherkarte gebannt. Jetzt setzen wir unsere holprige Fahrt über steinige Pisten im offenen Land Rover fort und durchqueren das struppige Unterholz der unwegsamen Buschlandschaft. Wohin man blickt, rotbraune Hügel und grüngelbe Ebenen mit ausladenden Schirmakazien, die als Wahrzeichen Afrikas bezeichnet werden, gelegentlich auch ein paar Köcherbäume, die große Menge Wasser in ihren Blättern speichern und auf diese Weise wochenlange Trockenperioden problemlos überstehen. Unerwartet springen Gnus, Kudus und Njalas durch ausgedörrtes, kniehohes Gras, Zebras traben in sicherer Entfernung über den Weg, lassen sich lange genug blicken, um sie abzulichten, bis sie schließlich zügig hinter den schützenden Stämmen einer kleinen Baumgruppe Deckung suchen. „Die Magie der Wildnis“ weiterlesen

Hauptsache gesund

Brustzentren: Hohe Qualität sichert Überleben von Frauen

Von Renato Diekmann
Von 50.000 an Brustkrebs erkrankten Frauen in Deutschland, sterben noch immer  19.000. Diese hohe Rate ließe sich durch gezielte Früherkennung, qualifizierte Diagnostik und Therapie eines interdisziplinären Behandlungsteam deutlich senken. Brustzentren sind am besten geeignet, die modernste Form der Behandlung sicher zu stellen Dabei ist nicht die Größe der Einrichtung entscheidend, sondern die Spezialisierung auf das Krankheitsbild Brustkrebs.
Obwohl in Deutschland schon 100 Kliniken zertifizierte Brustzentren führen, operieren derzeit 1900 deutsche Kliniken an Brustkrebs erkrankte Frauen ohne den strengen Qualitätskriterien.Guide Brustkrebs
„Nicht überall, wo Brustzentrum drauf steht, ist auch Brustzentrum drin!“, warnt Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Senologie.
Um den Patientinnen den Weg zu einer guten Klinik zu weisen, gibt es Qualitätskriterien, nach denen sich Kliniken als anerkannte Brustzentren zertifizieren lassen können. Die Zertifizierungsrichtlinien werden ständig überarbeitet, ergänzt und letztlich den europäischen Vorgaben angeglichen. Jedes Brustzentrum, das zertifiziert bzw. rezertifiziert wurde, führt mindestens 50 Operationen pro Jahr und Operateur durch, weist mindestens 150 operierte Brustkrebs-Tumoren jährlich nach, wovon mindestens 50% Brust erhaltend durchgeführt worden sind, erbringt den Aufbau und den Nachweis eines umfangreichen Qualitätsmanagementsystems für ein zertifiziertes Brustzentrum auf der Grundlage internationaler technischer Standards, verfügt über modernste und innovative Diagnostik- und Therapieverfahren, pflegt die Zusammenarbeit und Kooperation mit Selbsthilfegruppen, nimmt an evidenzbasierten Studien teil, garantiert Fort- und Weiterbildung des ärztlichen und pflegenden Personals, betreibt aktive Vor- und Nachsorge.
Das Brustzentrum Tübingen hat in den letzten Jahren eine Vorreiterrolle in der Diagnose und Therapie von Frauen mit Brustkrebs übernommen und ist die erste Klinik in Deutschland, die zertifiziert und rezertifiziert wurde. Dabei setzt Wallwieners Team mit den Diagnose- und Therapieverfahren auf Brust erhaltende Maßnahmen. „Hauptsache gesund“ weiterlesen

Kleine Leute ganz groß

Von Renato Diekmann

Wie fühlt man sich als kleinwüchsiger Mensch, wenn Türklinken, Lichtschalter, Treppen, Fenstergriffe, Waschbecken, Herdplatten, Fußgängerampeln, Geldautomaten, Telefonzellen, öffentliche Verkehrsmittel und dergleichen oft ohne Hilfen unerreichbar bzw. nicht benutzbar sind? Sicher nicht als gleichberechtigte Partner in der Gesellschaft.
Die Körpergröße ist in unserer Gesellschaft nach wie vor ein wichtiges Kriterium bei der Einschätzung eines Menschen und hat demzufolge auch entscheidenden Einfluss auf die berufliche Karriere und den persönlichen Erfolg. Kleinwüchsige wollen und können gleichberechtigte Partner in der Gesellschaft sein – vorausgesetzt die Gesellschaft verabschiedet sich von ihren Vorurteilen und öffnet sich gegenüber Menschen, die ihren bisherigen Normen nicht entsprechen. „Kleine Leute ganz groß“ weiterlesen

Der unsichtbare Feind

Von Renato Diekmann
In Deutschland leben 12 Millionen Menschen zwischen 35 und 65 Jahren mit einem unsichtbaren Feind. Schlägt er zu, wird der Körper schwer geschädigt. Die Folgen: 300.000 Menschen erleiden jährlich einen Herzinfarkt, mehr als die Hälfte enden tödlich. Hinzu kommen 200.000 Schlaganfälle pro Jahr. Mangelnde Bewegung und falsche Ernährung sind der Auslöser und verursachen Adipositas, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus. Bereits Jugendliche befinden sich auf dem Weg zu Herzinfarkt oder Schlaganfall. Und so ist zu befürchten, dass Deutschland dem Trend der USA folgt, wo sich der Anteil der übergewichtigen Kinder seit den sechziger Jahren mehr als verdreifacht hat. Nikotin ist das Gefäßgift schlechthin! Kommen zum Rauchen noch Bluthochdruck und Übergewicht hinzu, drohen Gefäßverkalkung und Gefäßverschluss. Herz und Kreislauf bleiben auf der Strecke.
Um Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen, muss frühzeitig vorgesorgt werden mit einem gesunden Lebensstil: „Der unsichtbare Feind“ weiterlesen

Mein erstes veröffentlichtes BuchCover: Zwischen Zufall und Planung

Der Schriftsteller Oliver Kukulka erzählt

Von Johanna Renate Wöhlke
Zehntausende von Büchern erscheinen jährlich auf dem deutschen Buchmarkt. Wahrscheinlich sind es noch mehr Schreiberinnen und Schreiber, die gerne in den Kreis dieser Schriftsteller gehören würden – entdeckt, veröffentlicht, im Blickpunkt von Medien und Lesern. Oliver Kukulka, Schriftsteller aus Überlingen am Bodensee, gehört in den Kreis dieser Erfolgreichen. Sein Roman „Max Sturm“ hat den Weg vom Manuskript in das Buch gefunden, produziert vom Acabus-Verlag in Hamburg. Über seine Erfahrungen bis dorthin hat er in dem folgenden Gespräch offen und kritisch berichtet. Es ist ein kleiner Erfahrungsbericht für alle, die noch auf dem Weg sind und sich Gedanken machen.

Kukulka ist ausgebildeter Verlagskaufmann, es folgten Jobs als Werbeassistent und Junior-Texter, danach ein Schauspielstudium. Er schreibt seit 2001 „SMS, Emails und Romane“, wie er schmunzelnd hinzufügt.
Oliver Kukulka
Wann im Entstehungsprozess des Romanes haben Sie angefangen, einen Verlag zu suchen?

Das war erst, als das Manuskript „fertig“ war, also irgendwann 2005. Aber es gab dann doch noch die eine oder andere Überarbeitungsphase. Wenn es einige Wochen oder Monate liegt und man dann mal wieder drüber liest, fällt einem dann doch gleich wieder was auf, was man anders machen würde. Wahrscheinlich ist es gut, wenn dem irgendwann -im besten Falle durch eine Veröffentlichung- ein Ende gesetzt wird, sonst würde das vermutlich nie aufhören.

Was waren dabei Ihre Kriterien?

Es sollte kein Zuschussverlag sein. Ich wollte von Anfang an, dass ein Verlag mein Buch veröffentlicht, weil er daran glaubt, es für gut und marktfähig hält und nicht, weil ich ihm was dafür bezahle. Das wäre für mich nicht in Frage gekommen. Auch nach fast drei Jahren Suche nicht. „Mein erstes veröffentlichtes BuchCover: Zwischen Zufall und Planung“ weiterlesen

Endogene Energie in El Salvador

Von José Napoleón Mariona (Text und Fotos)
El Salvador hat mehr als 20 aktive Fumarolen (vulkanische Gasausströmungen) und das bedeutet, dass die Geschichte des kleinsten Landes auf dem amerikanischen Kontinent (in etwa genauso groß wie das Bundesland Hessen: etwas mehr als 20.000 qkm) auf Grund des Vulkanismus voll von schrecklichen Episoden ist. Jede Generation von Salvadorianern hat mindestens ein Erdbeben miterleben müssen.

Aber Not macht erfinderisch. Die Salvadorianer haben ihre Vulkane gezähmt. Der beste Kaffee der Welt wächst auf Kaffeeplantagen, die mehr als 1.000 Meter hoch liegen. Das bedeutet, dass man in El Salvador den Kaffee an den Hängen der Vulkane erntet – eine erste Zähmung der Vulkane.

Bei der zweiten Zähmung der Vulkane hat man sie elektrische Energie produzieren lassen. Das bedeutet, dass El Salvador diese Kenntnisse durch einen neu zu schaffenden Studiengang über ENDOGENE ENERGIE an den Universitäten El Salvadors nach Deutschland und von hier aus in den Rest der Welt vermitteln könnte. Aber solche Ideen bedürfen einer kurzen Erklärung. „Endogene Energie in El Salvador“ weiterlesen

Umweltschutz durch innovative Technik

Von Renato Diekmann (Text und Fotos)

Nach dem die EU beschlossen hat, die Emissionsgrenzwerte für dieselbetriebene Nutzfahrzeuge herabzusetzen, sind die Partikel- und Stickoxid-Emissionen (NOx) wieder Tagesgespräch. Ab Oktober 2005 tritt für Busse und Lastwagen die Euro 4-Norm in Kraft und drei Jahre später dann die noch strengere Abgasnorm Euro 5.
Da die gegenwärtig aktuelle Motorengeneration beide Normen nicht erfüllt“, so Andreas Deul, Vertriebs- und Marketingleiter der BRENNTAG GmbH, „stehen bei Nutzfahrzeugen weit reichende Veränderungen an.“
Die meisten Nutzfahrzeughersteller haben sich inzwischen für die innovative SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) entschieden, um die neuen Normen erfüllen zu können. Durch diesen neuen Katalysator wird die ausgestoßene Stickoxidmenge reduziert. Mit Hilfe des Reduktionsmittels Air1™ AdBlue® und der speziellen SCR-Abgastechnologie erfüllen schwere Nutzfahrzeuge mit Dieselmotor nicht nur die ab Oktober 2005 geltende Abgasnorm Euro 4, sondern auch die strenge Euro 5-Norm.
Neben dem Gewinn für die Umwelt, lässt sich durch den Einsatz der umweltfreundlichen Technologie auch die Motoreinstellung optimieren, was zu einem reduzierten Kraftstoffverbrauch von bis zu 6 Prozent führt. Ein weiterer Vorteil ist die Einsparung von Mautgebühr. Bei Inkrafttreten der Autobahn-Maut in Deutschland und Österreich wird bei Fahrzeugen, die mit dem neuen Katalysator ausgerüstet sind, eine Ersparnis von 2,4 Cent/km erzielt. „Umweltschutz durch innovative Technik“ weiterlesen