„Sommer unterm Schirm“

Singende, tanzende, musizierende Jugendliche

Von Dr. László Kova

Eidelstedt (lak). Eine dreiwöchige pädagogische Arbeitsperiode schloss der Eidelstedter Jugendclub Hörgensweg am 23. August unter dem Titel „Sommer unterm Schirm“ ab. Die Veranstaltung ´Music and Performance´ war auf der großen Wiese vorgesehen, aber die Götter spielten mit dem Wetter leider nicht mit: Es regnete trostlos und es war kalt. Die Organisatoren hätten den geplanten Sonnenschirm mit einem riesigen Regenschirm eintauschen müssen, wenn die Johannesgemeinde in Dallbregen mit ihren Räumlichkeiten nicht ausgeholfen hätte.

Die Akteure des Tages führten ihre einstudierten Nummern mit vor Freude glänzenden Augen auf. Das Publikum hatte nach jedem Stück begeistert applaudiert und Zugaben gefordert, die gern geleistet wurden. Die Gruppe mit Aylin (8 Jahre), Susan (16), Jackie (15), Arsena (10) und Kim (11) tanzten mit viel Humor eine schwungvolle und poetische Geschichte. Die 9-jährige Cheyenne tanzte ihre Solonummer trotz der schweren gymnastischen Elemente mit glänzender Sicherheit. Ebenso großen Erfolg ernteten  Amrita und Simran (beide 9), die ihre geschickte Bewegung mit fliegenden Seidenschleiern verzierten. Susan, von Jörn mit einer akustischen Gitarre begleitet, sang souverän. Die Duogesangdarbietung von Cindy und Andri, die vom Gitarrenlehrer Jörn und Musiker Ingo begleitet wurden, hinterließ einen qualifizierten Eindruck. Die clubeigene Gruppe ´Funk Soul Breakers´ ist ein gut durchtrainiertes Team, das sich auf der Bühne nach vielen Auftritten sicher fühlt. Viel Spaß machte Guido als Beatbox-Künstler, den der Ansager Sleepy als großes Nachwuchstalent bezeichnete. Die Breakdance-Gruppe ´Elbcoast Click´ begeisterte mit einem hohen Niveau das große Publikum. Drei Jugendliche imitierten ein Tennisspiel mit Beatbox-Beilagen, das die Zuschauer am permanenten Lachen hielt.

Die Mitwirkenden trainieren sich wöchentlich mehr mal im Jugendclub, der bescheiden zwischen den mehrstöckigen Wohnblöcken steckt. „Unsere Zielgruppe“, wie es der Projektleiter Ingo Kröger dem Eidelstedter Anzeiger gegenüber äußerte, „besteht aus den Jugendlichen der unmittelbaren Wohngegend, die Interesse am instrumentalen Musizieren, Gesang und Tanz haben.“ Vom Montag bis Freitag in den Nachmittagsstunden treffen hier Jugendliche aufeinander, die sowohl gemeinschaftlich als auch individuell von Lehrern, Trainern und Honorarkräften gefördert werden. Schwerpunktmäßig pflegt man Rap, Breakdance, Hip-hop, Beatbox, Pop…, also alles, was das musikalische Potenzial der Jugendlichen weckt und entfalten lässt. Schwimmen, Ausflüge und andere Freizeitmöglichkeiten kommen auch nicht zu kurz. Die gute Qualität der musikalischen, erzieherischen und pädagogischen Arbeit hat sich schon lange unter den Jugendlichen in den Wohnblöcken herumgesprochen und das sichert den Nachwuchs. Die Tür des Jugendclubs ist offen ebenso für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene. Das wichtigste ist der Wille zur Mitarbeit. Übrigens ist der Jugendclub gut ausgerüstet, er verfügt über Lautsprecher, Mikrofone und ein Mischpult, aber auch über ein Aufnahmestudio für junge Clubmitglieder. Der finanzielle Träger dieser großartigen Arbeit ist der Verband Kinder- und Jungendarbeit Hamburg e.V.. Kontaktadresse für Kinder und Jugendliche: Eidelstedter Jugendclub, 22523 Hamburg, Hörgensweg 59, Tel.: 040/57 38 20.

Zum Schluss sammelten sich die Akteure vor der Kamera für eine Erinnerungsaufnahme:
(im Vordergrund v.l.) die Hauptberufliche Mitarbeiterin Julia Clement, der Breakdancer und Trainer Andi, der Projektleiter und Musiker Ingo Kröger und der Breakdance-Darsteller Medi.

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