Schweizer Gipfeltreffen

Kernige Kerle für fußballgeschädigte Frauen
Von Renato Diekmann
Die Schweiz lockt. Mit Waschbrettbauch, gestählten Bizeps und knackigen Hintern an halbnackten Beaus. Während der Fußballweltmeisterschaft können fußballgeschädigte Frauen scharenweise in das neutrale Alpenland flüchten und sich in lauschigen Tälern und auf luftigen Höhen von kernigen Kerlen nach allen Regeln der Kunst verführen und verwöhnen lassen. Der offen propagierte Sextourismus wurde vom Schweizer Tourismusverband ins Leben gerufen und ist tatsächlich ernst gemeint.    Siehe hierzu www.myswitzerland.com Mit der Aufforderung „Frauen, verbringt doch den WM-Sommer dort, wo sich die Männer weniger um Fußball kümmern, dafür mehr um Euch: Zum Beispiel in den Schweizer Bergen“, präsentieren die Marketingexperten eidgenössische WM-Boys von ihrer schönsten Seite. Die durchtrainierten Almburschen, Biobauern, Skilehrer und Bergsteiger versprechen Abwechslung nach dem Küchemelken, im Heuschober und Großstadtgetümmel. Lächelnd, mit Mistgabel und blanker Brust versichern die Schönlinge interessierten Frauen heute schon, vor und nach dem Spiel ihr Bestes zu geben. Geboten werden beispielsweise 4 Nächte im Doppelzimmer eines 4-Sterne-Hotels in Ascona, inklusive Halbpension à la carte, Willkommens Handicap Drink, Ladies Schnupperkurs in der Sake Golf Akademie und ein Kanebo Make Up für schlappe 910 Euro und der Möglichkeit auf Verlängerung. Gegen Aufpreis, versteht sich. Zu dumm nur, dass die Schweiz gar nicht zur WM-freien Zone gehört. Demzufolge werden die männlichen Eidgenossen wohl kaum Zeit für fußballgeschädigte Frauen aufbringen können und vermutlich wie wir gebannt vor der Glotze sitzen und jedes Spiel verfolgen.
Nationalpark für Naturburschen und -mädels
Machen Sie sich auf die Socken! Nationalparks sind weltweit besonders schöne Naturschutzgebiete mit großer Anziehungskraft. Kloster Müstair Hier ruhen einmalige Schätze der Natur, werden gehegt, gepflegt und für kommende Generationen erhalten. Der Schweizerische Nationalpark umfasst ein besonders schönes Stück alpiner Landschaft mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. In diesem Lebensraum wird die Natur ihrer uneingeschränkten Entwicklung überlassen, der Mensch steht im Hintergrund und ist Zeuge der dynamischen Prozesse, die dieser Landschaft ihren unvergleichlichen Charakter verleihen. Der Nationalpark ist das größte Naturschutzgebiet der Schweiz und liegt im Engadin/Val Müstair (Kanton Graubünden), der östlichsten Ecke der Schweiz.  JungfuchsEr ist bekannt für seinen Reichtum an Alpentieren und –pflanzen. So haben Naturfreunde jedes Jahr die Gelegenheit, Rothirsche, Gämse, Steinböcke, Murmeltiere, Jungfüchse und Bartgeier aus nächster Nähe zu beobachten, farbenprächtige Alpenpflanzen zu fotografieren und auf ausgedehnten Wanderungen längs der markierten Wege die formenreiche Gebirgslandschaft zu bewundern. Am schönsten ist die Zeit zwischen Juni und Oktober. In den Sommermonaten Juli und August schmelzen auch in der Höhe die letzen Schneereste. Und Mitte September bis Anfang Oktober, zur Zeit der Hirschbrunft, Bartgeiererfüllt das Röhren der Rothirsche die Täler, in denen sich mit Herbstbeginn die Nadeln der Lärchen verfärben und dem Engadin das unverwechselbare leuchtende Gelb verleihen. Im Nationalpark empfiehlt sich eine frühzeitige Reservation, denn es gibt nur zwei Unterkünfte: Das Blockhaus Cluozza und das Hotel Il Fuorn. Das Blockhaus liegt im Herzen des Parks, ist von Ende Juni bis Anfang Oktober geöffnet und bietet mit Betten und Matratzenlager den Standard einer Alpenhütte. Sie ist ab Zernez zu Fuß in ca. 3 Stunden erreichbar. Das Hotel kann von Zernez aus in Richtung Ofenpass in 20 Minuten mit dem Postbus oder Auto erreicht werden.                                                             Infos: www.nationalparkregion.ch

Neue Perspektiven
Die Ostschweiz ist ein Urlaubsland mit vielen Gesichtern: Mit Bodensee, Zürichsee und Walensee weckt die größte Ferienregion der Schweiz die Urlaubslust bei allen Generationen. Von den weiten, voralpinen Tälern im Norden über die grasgrünen Hügellandschaften des Appenzellerlandes bis zu schroffen Felsmassiven und schneebedeckten Gletschern der Glarner Alpen im Süden der Ferienregion zieht die Ostschweiz Heidi & PeterJung und Alt in ihren Bann. Bei Familien mit Kindern besonders beliebt: das Heidiland. Vor 125 Jahren hat die Schweizer Gegend rund um den Walensee Johanna Spyri dazu inspiriert, den Roman Heidi zu schreiben. Der Hauch jener Zeit ist hier noch an allen Ecken und Enden zu spüren: Etwa am Heidipfad am Pizol, von dem man alle Orte, welche die Autorin Johanna Spyri in ihrem Buch beschreibt, überblicken kann. In Maienfeld, wo das Heididorf mit dem original Heidi-Haus, Brunnen, Dorfladen und Poststelle alte Erinnerungen weckt. In Bad Ragaz, wo schon in der Heidi-Geschichte Clara zur Kur weilte. Oder in Walenstadt, wo in diesem Jahr abermals das erfolgreiche Musical „Heidi“ über die Seebühne geht. Das Heidiland vermittelt viele Werte, die positive Gefühle hervorrufen: Eindrucksvolle Berge, saubere Umwelt, naturreine Luft und liebenswerte Menschen – siehe www.heidiland.com
Beste Aussichten auf Erholung bietet Toggenburg. Wer von Wil kommend ins obere Toggenburg fährt, dem eröffnet sich ein grünes Hochplateau mit löwenzahngelb übersäten Wiesen, blauem Himmel, immergrünen Fichten, flankiert von den sieben Churfirsten und dem Säntismassiv. Aktive und lebenslustige Menschen wollen hier auch in den Ferien nicht auf der faulen Haut liegen. Die natürliche Kulisse des Toggenburgs eignet sich für fast jede Sportart: Hier werden Sie beim Gipfelsturm schon vor dem ersten Sonnenstrahl warm und servieren beim Tennis gegen den Säntisgipfel. Beim Biken im voralpinen Gelände ist nicht nur das Panaroma atemberaubend schön, und wer noch höher hinaus will, erlebt beim Gleitschirmfliegen oder Ballonfahren das ultimative Glücksgefühl, das es nur im Urlaub gibt. Infos: www.heidiland.com
Das Appenzellerland ist berühmt für seinen würzigen Käse und reicht vom Bodensee bis zum Säntis, Dazwischen liegen beschauliche Täler, sanft geschwungene Hügel, stille Bergseen, glasklare Gebirgsbäche, schwindelerregende Felsen und malerische Dörfer mit liebevoll geschmückten Häusern und Straßen, in denen Sie weltoffenen Menschen begegnen, die den Blick für das einfache Leben und die Schönheit der Natur nicht verloren haben. Nordic WalkingDas Appenzellerland ist aber auch das ideale Fitness-Paradies für Nordic Walking Fans. Nordic Walking hat den Weg zum Breitensport mit Leichtigkeit geschafft. Nordic Walking gilt als die effektivste und am einfachsten erlernbare Fitness-Sportart für alle Alterstufen. Gehen mit zwei leichten Karbonstöcken bringt ohne Kraftaufwand 90 Prozent aller Muskeln in Schwung und setzt sogar „Müßiggänger“ in Bewegung. Mit 350 km beschilderten Nordic-Walking-Routen wurde das Appenzellerland eines der größten Nordic-Walking-Territorien der Schweiz realisiert. Ganze sieben Nordic-Zentren, die untereinander durch Routen verbunden sind, bieten Mietgeräte, Beratung und Kurse an. Infos: www.appenzell.ch

Stadt zwischen den Seen
In Interlaken und der Jungfrau Region stehen einige der berühmtesten Schweizer Spalier für einen Urlaub mit besten Aussichten, verrät PR-Expertin Dr. Doris Schenkenfelder und verweist auf die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau. Besonders die Eiger Nordwand hat schon viele große Bergsteiger gesehen, z. B. Heinrich Harrer und Reinhold Messner Aber auch die idyllische Lage Interlakens zwischen Thuner und Brienzer See im Herzen des Berner Oberlandes eröffnet einen Urlaub mit allen Möglichkeiten.Ambassador Express Die weiten Almenmatten mit ihren unzähligen Wanderwegen und Kletterrevieren bis in die Welt der Drei- und Viertausender halten Bergsteiger und sportbegeisterte Familien gleichermaßen auf Trab. Die gewachsenen Ortschaften Grindelwald, Wengen, Mürren, Lauterbrunnental und natürlich Interlaken sorgen für Urlaubsvielfalt mit Schweizer Flair. Erst recht, wenn es mit dem Ambassador Express, Europas höchstgelegener Zahnradbahn, vor der beeindruckende Kulisse der Eiger Nordwand hinauf auf das 3454 m hohe Jungfraujoch geht. Während der Fahrt im eleganten Nostalgiewaggon kann auf Wunsch prickelnder Champagneraperitif mit Gebäck genossen werden. Auf dem Gletscher oben angekommen, warten im Palast aus Eis Adler, Pinguine und Eisbären auf staunende Blicke.Unspunnenfest Die eisigen Exemplare wurden vor rund 50 Jahren von zwei Bergführern aus Grindelwald und Wengen mit Eispickel und Säge erschaffen. Und weil die Schweizer von Haus aus zu den eigensinnigsten Bergvölkern zählen, pflegen sie Tradition und Brauchtum wie kaum ein anderes Volk. Das wird  besonders deutlich beim Schweizerischen Trachten- und Alphirtenfest Anfang September, wo es Folkloreumzüge, Jodlertreffen und Volkstänze sowie eine Meisterschaft im Steinstoßen und Schwingen gibt. Für die beiden Nationalsportarten sind beliebt und benötigen eine Menge Kraft und viel Geschick, für die Schweizer Burschen ja bekannt sind. 130.000 Gäste werden die über 7.000 aktiven Teilnehmer bewundern und anfeuern. Dabei erhalten die Zuschauer einen unvergesslichen Einblick in die Geschichte, Kultur und Tradition der Schweizer Kantone. Infos: www.interlakentourism.ch

Fotoquellen:

Turissem Val Müstair
Heidiland
Appenzellerland
Interlakentourism

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