Kettenreaktion

Von Renato Diekmann

Das Ende heißt Anfang
Und der ist am schwersten
An Selbstmord denke ich selten
Heute ist Sonntag
Gott hat sich mir wieder nicht vorgestellt
Ich rieche aus dem Mund
Nach Kino, Kneipe und Tanz
Unter der Hand schützender Allmacht
Nur Türme von Melancholie-Wolken
Nasskalt umnebelt
Sei auf der Hut, Gemütsleben!
Regen nützt den baumlosen Steinghettos wenig
Hinter Mauern träum ich von
Sonne und stürmischen Wüsten
Trainiere überleben so gut ich kann
Allein bin ich so oder so
So fängt es an
Kein Grund zu klagen!
Frei sind die wenigsten
Und Geld hab ich auch keins
Trotzdem fall ich drauf rein
Also bleib ich im Lande
Reformiere mein Inneres
Seele
Tagtäglich
Hindernislaufen absurd
Absurd bis zum bitteren Ende
Wie ich höre
Sind wieder Männer gefragt
Todesmutige Kerle
Wie zu heroischen Zeiten
Freiheit und Abenteuer
Wie üblich
Auf Raten
Alltagsphilosophen haben weniger Chancen
Von Beruf bin ich Lehrling
Ich mache Fehler
Mag Wodka
Frauen
Luxus und Gaukler
Hin und wieder
Geh ich ins Kino
Besetze den Platz vor der Leinwand der Träume
Wo eins und eins drei ist
Das Gefühl kommt ohnehin zu kurz
Das war schon immer so
Nützt aber wenig
Was schmerzt
Ist noch lange nicht tot
So und nun erzähl mir von dir!
Über Krankheiten spricht jeder gern.

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