Hinein in den Frühling

Text: Renato Diekmann, Fotos: TVB Meraner Land , TVB Südtirols Süden

Auf der Sonnenseite der Alpen, umrandet und geschützt von den erhabenen Bergen der Texelgruppe, liegt das Meraner Land. Meraner Land Wenn sich andere Alpenregionen noch mit dem Winter arrangieren, zeigt es sich schon früh im Jahr von seiner schönsten Seite: Die Gipfel grüßen stolz ins Tal hinab, auf den Wiesen durften würzige Kräuter, die Knospen platzen aus den Apfelblüten, und Tausende Magnolien, Oleander, Kastanien- und Obstbäume offenbaren ihre verschwenderische Blütenpracht vor der Kulisse eisbedeckter Gletscher. Sonnenhelle Tage, mediterranes Klima und italienische Gastfreundschaft sind das Markenzeichen dieser vielfältigen Landschaft. Bereits Kaiserin Sissi zog es hierher zur Erholung in die Sommerfrische. Parkanlagen laden zum Flanieren ein, Rad- und Wanderwege locken durch ein buntes Blütenmeer und führen in die Weitläufigkeit der Apfelhaine, durch üppige Weingärten und Obstwiesen. Auf der 2000 Jahre alten Via Claudia Augusta und im Nationalpark Texelgruppe sind Radfahrer in allen Höhen gut gesattelt und Wanderer Bikerbestens zu Fuß auf Schusters Rappen. Hier oben berühren sonnige Panaromawege, blühende Almen und farbige Bergseen Herz und Sinne des Menschen so sehr, dass es ihm leicht fällt, die Seele baumeln zu lassen! Der Meraner Höhenweg gilt als Weg der Wege. Wer diese liebliche Landschaft erkundet und ihre Höhen erreicht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Urplötzlich stürzen Wasserfälle tosend ins Tal. Die Sicht auf das beeindruckende Alpenpanorama ist atemberaubend schön und sorgt für immer neue Überraschungen. Der Meraner Höhenweg fordert auch Bergsteiger und führt rund um die schneebedeckte Texelgruppe, in zahlreichen Varianten hoch hinauf in die alpine Welt zu Klettertouren und verschneiten Gipfeln.
Den Naturpark Texelgruppe ganz individuell entdecken und erleben – dieses Angebot kommt bei „Insidern“ seit Jahren gut an. Mit über 33.000 Hektar ist der Naturpark das flächenmäßig größte Schutzgebiet Südtirols. Naturpark-Erlebnis und Meraner Höhenweg bringen Liebhaber das ganze Jahr auf Touren. Im Februar und März ziehen Winterromantiker mit Schneeschuhen, beim Rodeln, Reiten und Fackelwandern weiße Spuren in den Schnee. Dem Naturnser Sonnenberg gehen Naturfans im Hiten mit HedeMai bei geführten naturkundlichen Wanderungen an die Flanken. Und Hobby-Fotografen haben im Naturpark in Begleitung von Profi Harald F. Kienzl die interessantesten Motive vor der Linse. Aufgekocht nach traditionell-bäuerlicher Art wird im Juni beim Brotbacken im Museum Passeier und bei einer Höfewanderung am Meraner Höhenweg. Die Shiatsu-Praktikerin und Yoga-Lehrerin Christiana Bortolotti bringt schließlich im Juli auf ausgedehnten Bergwanderungen die  Energien zum Fließen.
Aus dem Meraner Land kommt aktuell ein völlig neues „Gehgefühl“, das an Kindheitstage erinnert. Mit bloßen Füßen erobert man als Kind die Welt, erlernt Gleichgewichtssinn und Körpergefühl, ertastet Boden und Elemente. Und selbst Erwachsene ziehen beim Betreten ihrer Wohnung als erstes die Schuhe aus, um ihren Füßen freien Lauf zu lassen. Im Meraner Land kommen „ausgewachsene“ Sinneswandler nun auch in freier Natur wieder in den kindlichen Genuss des Barfußgehens: Robert Fliri, ein junger Designer aus Naturns, hat eine eigene Fußbekleidung entwickelt, die unsere „verwöhnten“ Füße vor Verletzungen schützt und gleichzeitig ein ganz neues Fuß-Gefühl vermittelt. „Fivefingers“ nennen sich die Zehenschuhe aus leichtem Material mit Gummisohlen und einer eigenen Kammer für jeden Zeh. Was auf den ersten Blick ungewohnt aussieht und sich auch so anfühlt, eröffnet schon nach kurzer Zeit ein bewegendes „Geh-fühl“ und völlig neue Wahrnehmungen: Wurzelwerk, Moospolster, Steine und Waldboden sind plötzlich spürbar. Ab sofort wird es diese Neuheit in Outdoor-Geschäften Europas und Asiens geben. Wasserfall
Für alle, denen der lange und kalte Winter noch schwer im Magen liegt, macht das Meraner Land mit kulinarischen Events und Themenwochen das Genießen leicht und schmackhaft. Mit frischen, heimischen Produkten zeigen die Köche der Region dem gastronomischen „Einheitsbrei“ die Zähne – und begeistern mit neuen Kreationen und Ideen. Urlaub im Meraner Land hat viel mit Lebensgenuss zu tun – und der geht wie die Liebe durch den Magen. Aus der fruchtbaren Region rund um die Kur- und Kongress-Stadt Meran stammen besonders viele Köstlichkeiten, die Klima, Landschaft und Kultur dieses Landstrichs widerspiegeln: Spargel, Wein, Äpfel und Kastanien sind nur einige von vielen Früchten, die Südtirols Küche so typisch und abwechslungsreich machen. Zwischen Südtiroler Weinsuppe, Pasta al Pesto, Knödeln, Saltimbocca, Ochsenschwanz-Gulasch und Kirchtagskrapfen zeigt sie sich in ihrer ganzen Vielfalt – und als perfekte Mischung zwischen Norden und Süden. Meraner HöhenwegWenn im Frühling schon die ersten Früchte des Landes geerntet werden, schöpfen Genießer aus dem Vollen.  In Deutschnonsberg kommt zu den Löwenzahnwochen (22.04.-07.05.06) frische Natur auf den Tisch: Bei Köstlichkeiten rund um das gesunde Wiesenkraut kann man sich dann so richtig fit schlemmen, zum Beispiel mit leckerem Spargel. Das Blütenfest in Lana und die Apfelblüte in Riffian sind Anlass für ein Frühlingserwachen mit einem schmackhaften Programm aus Musik, Lebens- und Gaumenfreude. Auch Bewegung in der aufkeimenden Natur kommt dabei nicht zu kurz. In Riffian lautet das Motto „Pink Lady sucht Golden Delicious“ bei Wanderungen und Picknicks inmitten der Apfelblüte. Reichhaltig ist dabei nur das Rahmenprogramm, das von Bauernmärkten mit regionalen Schmankerln bis zu schwungvollen Musikfesten auf den Frühsommer im Meraner Land einstimmt.
Von 20. bis 27.05.06 werden in Lana, der „Jazz-Hauptstadt“ Südtirols, eine Woche lang schräge Töne von Swing über Blues, Gospel, Funk, Dixieland bis zu Soul angeschlagen. Namhafte Südtiroler Künstler werden gemeinsam mit internationalen Jazz-Größen ungewohnte Saiten aufziehen. Neu ist nicht nur das Programm, sondern auch die Bühne: Jazz am Bauernhof, im Garten, im Ansitz und sogar in der Kirche, „Jazz & Wein“, „Jazz & Mode & Tanz“ und das Jazz Open Air mit der LanaJazz Big Band sorgen für Kontrapunkte. Aus den „Sesseln“ heben Musikbegeisterte auch die erfrischenden Kompositionen der Gastronomie in Lana. Und als Zugabe erweitert LanaJazz 2006 sein Programm: Erstmals wird Nachwuchsbands ein Forum in der Großveranstaltung geboten.

Infos: www.meranerland.com

In Südtirols Süden verbindet sich die Schönheit der Alpen mit der Lebenslust Italiens. Hier Südtirols Süden - Kalterer Seefühlen sich Familien mit Kindern besonders wohl. Der Ritten ist das sonnige Hochplateau oberhalb von Bozen, das seit über 400 Jahren als Sommerfrische begehrt ist. Der vielseitige Landstrich mit Erdpyramiden aus eiszeitlichem Moränenlehm, dem nostalgischen Rittner-Bahnl aus der k.u.k.-Zeit, das zwischen den Orten pendelt, und dem Wolfsgrubener See ist ein wahres Kinderparadies. Gepflegte Family-Hotels sorgen zudem für abwechslungsreiche Unterhaltung und spannende Abenteuer. Wochenweise werden Besuche auf dem Bauernhof, Schnupperreiten, Klettern und Kindertreffs organisiert. Und die Wanderwirte Ritten stellen alles auf die Beine, was für einen Urlaub „per pedes“ gewünscht wird: zwei geführte Touren pro Woche am Ritten, in den Dolomiten und den Sarntaler Alpen, ökologisch-botanische Wanderungen und eine gut sortierte Wanderbibliothek garantieren ein problemloses Fortkommen. Kalterer SeeFolgen Sie den Spuren der Saurier! Europas einzigartiger Canyon, die Südtiroler Bletterbachschlucht, erlaubt einen faszinierenden Einblick in das Altertum der Erdgeschichte. Mit der Errichtung des Besucherzentrums, eines Waldlehrpfades und eines Geoweges mit Schautafeln informiert die Besucher über die beeindruckende Schlucht in ansprechender Weise. Darüber hinaus lädt der Süden Südtirols zu Tagesausflügen und Entdeckungsreisen an die Südtiroler Weinstraße und den Kalterer See, der als wärmster Badesee der Alpen zählt. Vorher geht es jedoch ins nahe gelegene Bozen, der Landeshauptstadt Südtirols, wo Kultur, Natur, Geschäfte, Museen und der Christkindlmarkt die besten Gründe sind für einen Besuch. Die Metropole zwischen Etsch und Eisack lockt das ganze Jahr über mit speziellen Angeboten und niveauvollem Unterhaltungswert. Exklusiver Höhepunkt sind die Konzert- und Musikveranstaltungen mit Claudio Abbado, der viele Jahre die Berliner Philharmoniker dirigierte. Das Archäologiemuseum mit der Gletschermumie Ötzi ist ebenso aufschlussreich wie das auf einem Felsvorsprung im Süden der Stadt Bozen gelegene Schloss Sigmundskron, wo Reinhold Messner im Juni das Messmer Mountain Museum Firmian eröffnen wird. Vinothek
Kultur, Natur und Wein sind auf der Südtiroler Weinstraße ebenfalls die idealen Urlaubsbegleiter. Am Fuße der Alpen erwartet den Gast ein kleines Paradies. Mit Palmen, Zypressen, Feigen- und Olivenbäumen.  Sonnenverwöhnte Weingärten schmiegen sich sanft an die Hänge der hügelreichen Landschaft. Und Kunstdenkmäler und Kleinode in urigen Orten lassen jedes Liebhaberherz höher schlagen. 1964 wiederbelebt, ist die älteste Weinstraße Italiens heute vital wie noch nie. In 15 Gemeinden werden Weine von Rang und Nahmen produziert, lustige Feste und zahlreiche Initiativen rund um Gewürztraminer, Lagrein & Co. begleiten das Weinjahr. Leuchtendes Beispiel ist Kaltern – das berühmteste Weindorf, von wo man mit der längsten und steilsten Standseilbahn Europas den Mendel erreichen und auf kaiserlichen Spuren lustwandeln kann. Winzer, Bauern und Vertreter des öffentlichen Lebens gründeten im Ort der Vernatsch-Rebe das Projekt „Weindorf Kaltern“, Heute gibt es in Kaltern alles rund um den Wein – Weinweg, Weinwegweiser, Weinmagazin und das kürzlich eröffnete Weinhaus. Südtirols Süden ist zudem ein Mekka für Feinschmecker! Die kulinarischen Genüsse reichen von der Afinger Hausmannskost, Bozener Speckfest über mediterrane Delikatessen bis zum Spargel. Der magischen Aura um das königliche Gemüse zollt das Spargeldreieck Terlan, Vilpian und Siebeneich auch dieses Jahr wieder gebührende Aufmerksamkeit und lädt in den Monaten April und Mai zum Südtiroler Spargelgenuss ein. Weinberg
Dieses Land ist seit Jahrtausenden beliebter Treffpunkt zwischen Nord und Süd. Am Schnittpunkt zwischen germanischer und lateinischer Kultur verdankt Südtirols Süden den „Überetscher Baustil“, rund 30 Burgen, eindrucksvolle Schlösser, zahlreiche Ansitze und vielerlei Kunstschätze. Klima, Kultur, Natur und Wein – es gibt viele Gründe, hier seinen Urlaub in vollen Zügen zu genießen. Dazu passt auch Südtirols Süden Card 2006: Baden, Radeln, Golfen, Reiten, Tennis spielen oder ein Bummel durch die Museen werden mit dieser Karte zu einem preiswerteren Erlebnis. Südtirols Süden erreicht man nicht nur mit dem Auto. Jeden Samstag in der Zeit von 15. April bis 28. Oktober startet der „UrlaubsShuttle“ vom Hauptbahnhof München Richtung Südtirols Süden direkt in alle Urlaubsorte. Und die Direktflüge mit AlpsFly ab Berlin, Hannover, Dortmund und Zürich landen ohne Zwischenstopp in Bozen.

Infos: www.suedtirols-sueden.info

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