Hauptsache fit und gesund!

Kunststoff-Stöpsel fördert Orgasmen
Von Renato Diekmann
Was tun wir nicht alles für eine sexy Figur mit Waschbrettbauch und knackigem Hintern! Dass wir C.O.M.E  ANWENDERIN FOTO (C) WOMANdieses mit Hilfe eines trainierten Beckenbodens leichter erreichen können, ist weniger bekannt. Der Beckenboden ist sozusagen die tragende Mitte des Körpers und hat großen Einfluss auf unsere Sexualität, insbesondere bei Frauen. Nun sorgt ein elastischer Kunststoff-Stöpsel nicht nur für starke Beckenböden, sondern auch für intensive Orgasmen. Das behauptete jedenfalls das in Österreich aufgelegte Lifestylmagazin „Woman“ und untermauerte den Bericht mit den Aussagen dreier Frauen, die das Gerät getestet haben: Bei Sabine Traxler „ist der Sex jetzt besser“. Hermine Mayer „spürt seit dem Training wesentlich mehr und erlebt ihre Orgasmen viel intensiver“. Und Anneliese Pichler-Puschenjak „hat endlich wieder öfter Sex und ihr Inkontinenz-Problem unter Kontrolle“.
Der „Clinical Orgasm Muscle Exerciser“ – kurz C.O.M.E. – funktioniert nach sportmedizinischen Erkenntnissen, so der Wiener Sexualwissenschaftlers Dr. Karl Stifter, und soll laut der Wiener Gynäkologin Dr. Marion Rankine und der Berliner Urologin Dr. Elke Heßdörfer auch nach Geburten, in der Menopause und bei Inkontinenz helfen. Infos unter www.come.info

Angst vor Arbeitslosigkeit macht krank

Trotz Rückgang des Krankenstandes nehmen psychische Erkrankungen in Deutschland dramatisch zu. Über alle Branchen und Berufe hinweg sind 2004 Ängste und Depressionen erneut weiter angestiegen, so die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) in ihrem Gesundheitsreport 2005. Danach ist jeder zehnte Krankheitstag auf Depressionen, Angststörungen oder andere seelische Erkrankungen zurückzuführen. Seit 1997 ist die Zahl der Krankschreibungen sogar um 70 Prozent gestiegen. Auch die Techniker-Krankenkasse (TK) und die Betriebskrankenkassen (BKK) verzeichnen ähnlich hohe Steigerungsraten.

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Als Gründe für den Anstieg psychischer Erkrankungen nennen die Experten den zunehmenden Leistungsdruck im Berufsleben, Mobbing, fehlender Zusammenhalt in der Familie oder unter Kollegen, soziale Isolation, Überforderung, Trennung und Einsamkeit. Betroffen sind vor allem Frauen und zunehmend jüngere Menschen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren. Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Psychiatrischen Klinik in München und  Sprecher des Kompetenznetzes Depression, bezeichnete die Ursachen für psychische Erkrankungen als vielschichtig und vermutete, dass sowohl die soziale Kälte als auch die wirtschaftlich schwierigen Zeiten in der menschlichen Psyche ihre Spuren hinterlassen hätten und deshalb immer stärker in das Arbeits- und Privatleben des einzelnen eingriffen.
Nach DAK-Angaben leiden verstärkt Beschäftigte in den Öffentlichen Verwaltungen unter psychischen Erkrankungen, dicht gefolgt von Beschäftigten im Gesundheitswesen, Verbänden und Organisationen. Die Bereiche Bildung, Kultur und Medien belegen den fünften Rang. Die Ängste und Depressionen bei Rentnern, Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern wurden im Gesundheitsreport nicht berücksichtigt. Rat & Hilfe unter www.kompetenznetz-depression.de

Kasse erstattet Medikamente gegen Asthma & Rhinitis

Mit Papiertaschentüchern, Kopfschmerzen, triefender Nase, tränenden Augen und Atemnot gehen immer mehr Menschen in den Frühling und Sommer. Schuld ist der Heuschnupfen.HEUSCHNUPFENPATIENT (C) MSD Wenn die Pollen fliegen, ist die Atmung häufig behindert und in den oberen sowie unteren Atemwegen mitbetroffen. Langzeitstudien haben ergeben, dass bei Heuschnupfenpatienten auch Asthmabeschwerden auftauchen und dass umgekehrt die Hälfte asthmakranker Patienten auch Zeichen einer Allergischen Rhinitis aufweisen.
Allergische Rhinitis und Asthma sind keine leichten Erkrankungen und dürfen keinesfalls bagatellisiert werden. Nur der Arzt wird eine Allergie richtig diagnostizieren und adäquat therapieren können – zumal er wichtige Informationen über neue Präparate oder Therapieoptionen geben kann. Nach der Gesundheitsreform unterliegen Allergiker leider dem Trugschluss, dass alle Allergie-Mittel selbst bezahlt werden müssen. Aus diesem Grund sparen sich Allergie-Patienten Arztbesuch und Praxisgebühr. Die Erkrankung bleibt ohne Verlaufskontrolle, Verschlechterungen bis hin zum schweren Asthma sind keine Seltenheit. Experten weisen deshalb darauf hin, dass Antihistaminika der 2. Generation, z. B. der Wirkstoff Montekulast, nach wie vor verordnungsfähig sind und von den Kassen erstattet werden. Medikamente für Kinder sind grundsätzlich erstattungsfähig.

Früherkennung dank Infrarot-Kamera

Früherkennung und rechtzeitige Vorbeugung können das Leben von Allergikern erheblich erleichtern und chronischer Erkrankung vorbeugen. Wie zuverlässig und schnell die zahlreichen Allergie-Mittel wirken, macht ein innovatives Verfahren sichtbar: die Gesichtsthermografie mittels Infrarot-Kamera – eine am Fraunhofer-Institut in Hannover neu durchgeführte Methode.
Professor Norbert Krug, Leiter des Bereichs Immunologie, Allergologie und Klinische Inhalationsforschung am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, erklärte, dass bei Heuschnupfen die Temperatur der Nase ansteige. Wirksame Medikamente verhinderten die allergischen Symptome und damit einen Temperaturanstieg, was mit der Infrarot-Kamera schnell und schmerzlos gemessen werden könne. In einer Pilotstudie haben die Forscher bereits zwei Allergie-Mittel auf zuverlässige Wirkung überprüft

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„Der Wirkstoff Levocetirizin beispielsweise verringerte nach der Einwirkung den Temperaturanstieg in der Nase, bekämpfte also effektiv und rasch die allergische Reaktion“, so Krug. Weitere Studien und Untersuchungen mit anderen Medikamenten werden folgen

Verlieren Antibiotika an Heilkraft?

Seit der Entdeckung des Penicillins gelten Antibiotika als Allzweckwaffe gegen alle möglichen Krankheitserreger. Heute hat das Wundermittel mit großen Problemen zu kämpfen, weil immer mehr Antibiotika einfach nicht mehr wirken. Die zunehmende Resistenz von Mikroorganismen gegenüber Antibiotika ist ein weltweites Phänomen, das mit großer Sorge beobachtet wird. Deshalb haben in Deutschland die wissenschaftlichen Fachgesellschaften die Einrichtung eines resistenzepidemiologischen Netzwerkes geschaffen. Es schreibt die kontinuierliche Datenerfassung aus der Laborroutine zwingend vor und verlangt Untersuchungen am gesamten klinischen Material mit einheitlich festgelegten Methoden. Nach 40 Jahren Europäischer Heterogenität auf dem Gebiet der Resistenztestung von Mikroorganismen und der Beurteilung der Ergebnisse, zeichnet sich in Europa eine Harmonisierung ab. Getragen wird diese positive Entwicklung von den Gremien, die in den unterschiedlichen Ländern Teststandards formuliert und erste gemeinsame Ergebnisse vorgelegt haben. Damit wird die Beurteilung von Antibiotika-Resistenzen weltweit vereinheitlicht. Die Initiative wird von der Europäischen Gemeinschaft gefördert. Infos: www.genars.de und www.eucast.org
Neues Mittel gegen Darmkrebs

Jahrzehntelang galt die Chemo- und Strahlentherapie als Standardbehandlung bei Darmkrebspatienten. Endlich ist von den Arzneimittelbehörden in Deutschland und Europa das erste Darmkrebsmedikament zugelassen, das auf einem völlig neuen Wirkprinzip basiert. Wirkstoff des Medikaments ist ein Antikörper, der sich gezielt gegen die Bildung neuer Blutgefäße richtet – fachmedizinisch als Prinzip der Anti-Angiogenese bezeichnet. Auf diese Weise wird Tumoren die Nährstoffzufuhr entzogen und zugleich die Bildung von Metastasen verhindert. Der Angiogenese-Hemmer mit dem Wirkstoff Bevacizumab wird als Infusion verabreicht und hungert den Tumor regelrecht aus. Damit ist erstmals gelungen, das Tumorwachstum und die Metastasenbildung aufzuhalten.
Der Prozess der Angiogenese spielt übrigens nicht nur bei Krebs eine wichtige Schlüsselrolle: Auch die Retinopathie bei Diabetes mellitus könnte so behandelt werden. Dieser Netzhautschaden entsteht durch die krankhafte Überproduktion von Blutgefäßen und kann zur Erblindung führen. Angiogenese-Hemmer scheinen hier ebenso aussichtsreich wie bei entzündlichen Gelenkerkrankungen oder bei der mit einem Herzinfarkt einhergehenden Blutleere. Infos: www.darmkrebs.de –  www.lebensblicke.dewww.roche.de

Radeln fürs Herz

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr weltweit 17 Millionen Menschen an Herzinfarkt und Schlaganfall. Tendenz steigend. Neben dem Rauchen sind vor allem Fastfood, Bewegungsmangel und Übergewicht die Verursacher von Blutzucker, Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten und chronischen Herz-Kreislauf-Beschwerden. Wer lange fit bleiben will, muss einen gesunden Lebensstil führen. Doch gerade darin liegt für viele Risikopersonen das Problem: Wie motiviere ich mich und vor allem, wie halte ich durch?
Prävention muss langfristig angelegt sein, um erfolgreich messbare Ergebnisse zu erzielen. HierzuRADFAHREN HÄLT FIT (C) BAYER HEALTHCARE motiviert das BayRad, das an verschiedenen Orten in Deutschland (z. B. 2004 auf der Zugspitze) eingesetzt wird. Auch in diesem Jahr ist die Aktion BayRad wieder aktiv, denn Radfahren ist eine alltagstaugliche Sportart, die von 58% aller Deutschen bevorzugt wird. Radfahren belastet die Gelenke nur mäßig, trainiert die körperliche Ausdauer, fördert den Stoffwechsel und die Verdauung, reduziert Gewicht, erhält und stärkt die Gefäßfunktion, bringt Blutdruck, Blutfette und Blutzucker wieder ins rechte Lot.
Radfahren hält fit! Im vergangenen Jahr hat die teilnehmende Bevölkerung immerhin stolze 6.700 Kilometer auf dem BayRad zurückgelegt und so eine Spende in Höhe von 20.000 Euro an die Deutsche Diabetes Stiftung ermöglicht.
Also rauf aufs Rad! Noch ist Zeit, Herz und Kreislauf in Schwung zu bringen!

Infos: www.bayerhealthcare.de

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